Datum: Sonntag, 13.10.2002
Anstoß: 14.00 Uhr
Spielort: Stadion der Freundschaft, Grimma
Ergebnis: verlegt
Zuschauer: ---
SV 1919 Grimma – FV Dresden 06 Laubegast verlegt
► Grund: Spieler-Abstellung bei beiden Mannschaften, welche ein Benefizspiel für die Hochwasser-Opfer gegen Bayern München bestreiten
Samstag, 12.10.2002 • Anstoß: 14.00 Uhr
FC Sachsen Leipzig – VfB Leipzig 1:0 (1:0)
FC Sachsen: Eckstein – Bergner, Radojičić, Kittler, Kujat, Schönberg, Cramer, Rietschel, Müller, Nemec (ab 86. Kopunović), Struck (ab 78. Geißler) – Trainer: Raab
VfB Leipzig: Grundmann – Lenz, Freund, Jülich, Kanitz, Renn (ab 78. Räbsch), Breitkreutz, Großmann (ab 71. Blessin), Embingou, Sadlo, Marcetić – Trainer: Dörner
Schiedsrichter: Weise (Könitz) – Tor: 1:0 Cramer (48.) – Gelbe Karten: Bergner, Cramer, Schönberg – Lenz, Breitkreutz, Räbsch – Rote Karten: Müller (FC Sachsen) wegen groben Foulspiels (75.) – besondere Vorkommnisse: Spiel wurde wegen Zuschauerausschreitungen für 22 Minuten unterbrochen (49.) – Zuschauer: 8.062 im Alfred-Kunze-Sportpark zu Leipzig
Dank Heimsieg Anschluss zur Spitze
Leipzig. Der FC Sachsen ist wieder im Rennen: Mit dem 1:0-Erfolg im Ortsderby bleiben die Leutzscher in der Oberliga-Spitzengruppe, holten sich Selbstvertrauen, um am Freitag mit breiter Brust beim FC Carl Zeiss Jena anzutreten. „Wir waren kämpferisch und läuferisch besser, phasenweise auch spielerisch“, kommentierte Sachsen-Trainer Jürgen Raab den Verlauf der heiß umkämpften Partie. „Und wir hatten auch mehr Chancen“, legte er nach.
Dabei begann alles mit einer Schrecksekunde für die Leutzscher: Libero David Bergner attackierte Marcetić an der Grundlinie hart und erhielt nur Gelb. „Deshalb bin ich aber nicht hergekommen“, so der Kommentar von Bergners Mutter Angela, die sich zweimal noch bei „Luftlöchern“ ihres Sohnes aufregen musste. Doch das alles blieb ohne Folgen für die Sachsen. Im Gegenteil, sie bekamen die Triebkräfte des Gegners immer besser in den Griff.
Ob Ronny Kujat (gegen Kanitz), Radiša Radojičić (gegen Marcetić) oder Roman Müller (gegen Embingou) – sie alle ließen ihren Kontrahenten nur selten einen Stich. Allerdings brachte das „dumme Foul“ (Raab) von Müller an seinem Gegenspieler (75. Minute im Mittelfeld) mit folgerichtigem Platzverweis noch einige Unruhe in die Partie.
Da hatte sich die Raab-Truppe bereits den knappen 1:0-Vorsprung erarbeitet. Der fleißige Petr Nemec war seinem Bewacher (Freund) links entwischt, flankte präzise nach innen, wo Norman Struck und VfB-Keeper Grundmann am Ball vorbei flogen und Heiko Cramer einköpfte – 1:0. „Ein verdienter Treffer, weil wir mehr Zweikämpfe gewannen, einfach mehr Druck machten und gefährlicher waren“, begründete der Torschütze die umjubelte Führung der Leutzscher (48.).
Mit viel Einsatz wurde verhindert, dass in der Schlussphase noch etwas „anbrennen“ konnte. Ja, Struck und Velibor Kopunović hätten bei ihren Alleingängen für mehr Sachsen-Tore sorgen können. „Die taktische Vorgabe wurden gut umgesetzt“, konnte sich Trainer Raab über den Erfolg freuen. „Wir ließen die starken VfB-Leute nicht ins Spiel kommen. Auch mein Trick hat sich bezahlt gemacht.“ Raab hatte nämlich Erinnerungen an den 25. September 1999 parat. Damals gab es einen 2:0-Heimsieg der Sachsen – und den erlebten seine Spieler nochmals per Video als geistige Trainingseinheit. Vielleicht brachte das jenes Quäntchen mehr an Vertrauen ins Leistungsvermögen. Auch Vizepräsident Uwe Thomas überraschte: Kurz vor Anpfiff überreichte er den Aktiven Trikots mit Siemens-Aufdruck. „Das war nur fürs Derby. Wir bleiben im Gespräch“, kann er sich eine Fortsetzung vorstellen.
© Eberhard Schmiedel • Leipziger Volkszeitung
Selbst in Überzahl nichts erreicht
Leipzig. Erst die Heimpleite gegen Plauen, jetzt die Niederlage im Derby. Der hoch gerüstete VfB auf Talfahrt. Und doch taten sie alle, als wäre nichts passiert. „Das Engagement der Spieler und des Trainers waren in Ordnung“, sagte Präsident Reinhard Bauernschmidt an seinem 51. Geburtstag, „wenn die Jungs immer so kämpfen, bin ich zufrieden.“ Damit keine Spekulationen aufkommen, fügte der VfB-Chef gleich hinzu: „Der Trainer steht nicht zur Disposition.“
Hans-Jürgen Dörner sprach von einem „dramatischen Spiel zweier guter Mannschaften“. Sein Team habe die Partie in der ersten Halbzeit kontrolliert und kaum Chancen zugelassen, hätte durch Mike Sadlo in Führung gehen können. Tatsächlich wurde der fleißige Stürmer durch zwei unglückliche Aktionen zur tragischen Figur. Nach Pass von Matthias Breitkreutz (23.) jagte Sadlo die Kugel volley am Kasten vorbei, kurz nach der Pause verlor er in der Sachsen-Hälfte den Ball, leitete die Entscheidung ein.
„Es kann nicht sein, dass wir auswärts ausgekontert werden“, meinte Dörner. „Bei der Flanke von Nemec wurde ich umgerannt“, ärgerte sich Torwart Gunnar Grundmann, gestand aber: „Wir haben gepennt und wurden bestraft. Unser Problem bleibt, dass wir gegen die Top-Teams Punkte abgeben. Wenn wir aufsteigen wollen, muss sich das ändern.“
Ebenso die Offensivkraft. Im Vorwärtsgang gelang gegen die zweikampfstärkeren Leutzscher selbst in Überzahl fast nichts. „Aus dem Mittelfeld fehlten Impulse“, bemängelte Dörner, der Rock Embingou auf die rechte Außenbahn gestellt hatte und ihm viel von seiner Wirkung nahm. Nico Kanitz auf links blieb so blass wie Geburtstagskind Olaf Renn (33).
Regisseur Breitkreutz ließ zu selten seine technische Klasse aufblitzen, hatte zudem Schmerzen in der lädierten Leiste. „Wir hätten mehr tun müssen“, räumte er ein, „dennoch wäre ein Remis verdient gewesen.“ Die Mannschaft brauche jetzt ein Erfolgserlebnis. Breitkreutz: „Die Saison ist lang, unser Ziel verlieren wir nicht aus den Augen.“
Kapitän Jörn Lenz, übrigens bei einer Rangelei am Rande der Gelb-Roten Karte („die Emotionen schlugen so hoch, dass ich nicht überlegt habe“), erkannte im Derby gar einen Aufwärtstrend, eine VfB-Leistung, auf der man aufbauen könne. „Vom Ergebnis bin ich enttäuscht, vom Auftritt der Mannschaft nicht.“ Dass es in der Oberliga-Spitze jetzt eng zugehe, sei schön für die Fans, und es werde auch so bleiben. „Erst in der Rückrunde wird in dieser Phase die Meisterschaft entschieden.“ Also beim Derby in Probstheida. Zunächst aber hat der VfB ein anderes Problem. Lenz: „Die Niederlagen müssen jetzt aufhören.“
© Steffen Enigk • Leipziger Volkszeitung
1:0! FC Sachsen siegt im 80. Leipziger Derby
Cramer lässt ganz Leutzsch jubeln!
Leipzig. FC Sachsen gegen den VfB, das 80. Leipziger Stadtderby – ein Fußballfest war es. Mit Tempo, Kampf und Emotionen auf dem Rasen. Trotz der paar Chaoten unter den 8.062 Fans. Und dem Ergebnis: die Leutzscher stürzten den VfB von der Spitze, dürfen sich nach dem 1:0 als Nummer eins in der Messestadt fühlen!
Grün-weißer Jubel nach dem Abpfiff auf Rasen und Rängen. Und ein Kleiner ganz groß mittendrin: Mittelfeld-Regisseur Heiko Cramer wurde gefeiert, auf den Schultern aus dem Kunze-Sportpark getragen. Denn in der 48. Minute steht er goldrichtig: Petr Nemec stiefelt auf der linken Außenbahn bis zur Grundlinie, flankt. Der heranfliegende Norman Struck fälscht ab, VfB-Keeper Grundmann taucht drunter durch – und am langen Pfosten muss Heiko Cramer nur noch die Stirn hinhalten. Sein drittes Saisontor! Heiko Cramer happy: „Nicht mein schönstes, aber mein wichtigstes Tor. Es ist einfach ein geniales Gefühl. Ich wusste es schon vorm Anpfiff: Das wird unser Tag.“
Stimmt. Die Leutzscher gleich aggressiv. Rrrums: Libero David Bergner rasiert nach 50 Sekunden VfB-Stürmer Marcetić an der Eckfahne, sieht dafür Gelb. Dann der Sachsen-Libero im VfB-Strafraum, zielt aber aus sechs Metern drüber (15.). Erstes Lebenszeichen des VfB: Sadlo haut nach Breitkreutz-Pass volley aus elf Metern rechts vorbei (22.). Auf der anderen Seite steht Heiko Cramer nach toller Kombination über Norman Struck und Ronny Kujat plötzlich frei vor der Kiste, semmelt aber aus 13 Metern links vorbei (35.).
Halbzeit. Aber auch danach vom VfB nix zu sehen. „Da kam aus dem Mittelfeld und von den Stürmern nix“, mosert Trainer Dörner. Statt dessen die Führung der Leutzscher. Und die haben auch noch Chancen fürs zweite und dritte Tor, aber Norman Struck schiebt aus elf Metern links vorbei (66.), dann verstolpert Velibor Kopunović kläglich (87.). Dumm: Roman Müller haut Embingou im Mittelkreis von hinten die Beine weg, sieht dafür zurecht Rot (75.). Doch auch in der Überzahl ist der VfB ideen- und chancenlos. Einfach harmlos...
© Stefan Krause • BILD Leipzig
... aber immer wieder diese Chaoten: 36 Festnahmen und 10.000 Euro Schaden
Leipzig. Die 49. Spielminute, kurz nach dem 1:0: Feuerwerkskörper fliegen aufs Spielfeld, Rauchbomben werden gezündet ...
Mal wieder provozieren ein paar Chaoten unter den VfB-Fans einen Spielabbruch. Schiri Peter Weise (Könitz) reagiert besonnen: er schickt die Teams in die Kabine, pfeift nach 27 Minuten Unterbrechung wieder an. Da ist die Polizei endlich in den Blöcken (warum wartet man so lange?), sorgt für Ruhe. Staffelleiter Ralf Rose deutlich: „Eine weitere Unterbrechung hätte Abbruch bedeutet.“ Er und Weise legen dem NOFV einen Sonderbericht vor.
Insgesamt 36 Personen wurden vorläufig festgenommen, eine Polizistin leicht verletzt. 10.000,00 Euro Schaden entstanden im Stadion.
© Stefan Krause • BILD Leipzig
VfB verliert 80. Leipziger Derby
Leipzig. Das 80. Leipziger Lokalderby wird man wohl auf beiden Seiten nicht so schnell vergessen – leider bleibt bei den VfB-Fans nur negatives in Erinnerung. Denn die grün-weiß (die mit Siemens als Trikotsponsor in fast kompletten grün aufliegen) gewannen gegen die blau-weißen (die wiederum sich in kompletten weiß präsentierten) vor der großen Kulisse von 8.062 Zuschauern (darunter mindestens 3.500 VfB-Fans) im Alfred-Kunze-Sportpark in Leutzsch mit 0:1 (0:0).
Dazu kam es, wie vor dem Spiel schon befürchtet, leider wieder zu heftigen Randalen während des Spiels und führten zu einer Unterbrechung von 25 Minuten. Auslöser von Rauchbomben, bengalischen Feuer und jeder Menge gefährlichen Leuchtraketen war der 1:0-Führungstreffer des FC Sachsen durch Heiko Cramer (48.). Eine Menge Fans von anderen Vereinen hatten sich wieder im VfB-Block eingefunden und besonders die Fans des BFC fielen durch dumme und rechtsradikale Spruchbänder auf – und dazu mit jeder Menge Leuchtraketen. Dies dürfte nun zu heftigen Folgen vom NOFV führen, da die Leipziger aus Probstheida schon mehrfach verwarnt wurden. Allerdings muss man sich auch Fragen, ob es nicht ein großer Fehler war vom Gastgeber nur 1.600 Karten für den Gästeblock zu verkaufen – so war der Ärger auf dem Dammsitz vorprogrammiert. Über dieses Derby wird man noch lange sprechen müssen, denn diese Randale überschatteten das sportliche und die zweite Niederlage in Folge für den Spitzenreiter (auch nach dem Spieltag, falls Jena in Plauen nur zu einem Unentschieden kommt) in Folge. Zum Glück kommt der Abstiegskandidat FC Lausitz Hoyerswerda nächste Woche ins Plache-Stadion. Aber erst einmal zum Spielverlauf, auf den schwer beschädigten Rasen in Leutzsch bei gerade einmal drei Grad (bibbern war angesagt):
Schon vor dem Spiel wurden ca. 30 Personen vor dem Stadion verhaftet, die trotz ausverkauften Gästeblock Einlass wollten und wegen der großen Zuschauermassen verschob sich der Spielbeginn auch auf 14.10 Uhr. VfB-Trainer Hans-Jürgen Dörner ließ im Sturm heute wieder Torjäger Mike Sadlo neben Branko Marcetić von Anfang spielen. Die rechte Außenbahn besetzte zum ersten Mal Rock Embingou und in der Mitte führte der wieder fitte Matthias Breitkreutz Regie. Im defensiven Mittelfeld wurde Dirk Hannemann von „Allzweckwaffe“ Matthias Großmann ersetzt! Beim Gastgeber aus Leutzsch waren alle Spieler wieder fit und so konnte der FC Sachsen in Bestbesetzung auflaufen. Schon nach nicht einmal zwei Spielminuten wurde es richtig hitzig auf dem Spielfeld als FCS-Libero David Bergner Branko Marcetić brutal zu Fall bringt – Schiedsrichter Weise aus Könitz zückte Gelb, die meisten VfB-Fans, Spieler und auch Trainer Dörner (unterstrich es in der Pressekonferenz) forderten die Rote Karte! Spielerisch passierte nicht viel und so konnte man als nächstes Highlight nur die Gelbe Karte für VfB-Libero Jörn Lenz in der 12. Minute notieren, als er einen Konter unterband (nachdem der Schiedsrichter Weise vorher viel zu viel laufen ließ). Knapp eine Minute später werden die ersten Rauchbomben im Gästeblock entzündet und die ersten Leuchtraketen fliegen Richtung Spielfeld – ein kleiner „Vorgeschmack“, was in der zweiten Halbzeit passieren sollte. In der 15. Minute dann die erste Torchance im Spiel: David Bergner setzt sich auf halb rechts durch und trifft aus zehn Metern die Oberkante der Querlatte. Sieben Minuten später dann die beste Gäste-Kombination in der ersten Halbzeit und vielleicht auch im ganzen Spiel als Stürmer Mike Sadlo den mitgelaufenen Matthias Breitkreutz sieht, der ehemalige Bundesliga-Spieler hebt den Ball wiederum in den Lauf von Mike Sadlo. Der Leipziger Stürmer trifft den Ball aber nicht hundertprozentig und befördert ihn aus acht Metern von halb rechts noch knapp über das Tor von Marco Eckstein. Dann wieder die Leutzscher, doch Keeper Gunnar Grundmann fängt einen Freistoß von Norman Struck von der rechten Seite locker weg (28.). Nach einer halben Stunde hätte es eigentlich 1:0 stehen müssen für den FC Sachsen, doch eine Flanke von rechts setzt Heiko Cramer aus zehn Metern völlig freistehend noch neben das VfB-Tor – Grundmann wäre wohl chancenlos gewesen! Der Gastgeber war nun durchaus Feldüberlegen, ohne sich weitere richtig gute Chancen erspielen zu können. Erst in der 43. Minute musste im VfB-Lager wieder gezittert werden als Norman Struck von halb links aus acht Metern abzieht, aber der Ball knapp über die Querlatte zischt.
Nach dem man sich in der Halbzeit endlich wieder aufheizen konnte, dann leider der Schock für alle VfB-Anhänger in der 48. Minute – das 0:1, aber der Reihe nach: Mike Sadlo versucht sich im „Eins gegen Eins" durchzusetzen verliert aber den Ball. Petr Nemec geht auf der linken Außenbahn durch und zieht den Ball in die Strafraummitte, am kurzen Pfosten lauert Norman Struck, der aber von Grundmann gehindert wird an den Ball zu kommen – aber da ist ja noch Heiko Cramer völlig freistehend am langen Pfosten, der ohne Probleme aus vier Metern den Ball per Kopf in die Maschen befördert. Riesiger Jubel im Lager der Leutzscher – bengalische Feuer werden entzündet. Kurz darauf dann eine Rauchbombe auf der rechten Seite des VfB-Blocks und dann geht es von allen Seiten los – Leuchtraketen zischen durch die Luft, bengalische Feuer werden auf das Spielfeld geworfen. Die Chaoten beschießen auch die VfB-Ersatzbank und Schiedsrichter Weise bleibt nichts anderes übrig als beide Teams in die Kabine zu schicken – die Sicherheit war nicht mehr gewährleistet. Die Polizei marschiert auf, bekommt die Lage aber nie unter Kontrolle – selbst ein in Bereitschaft gebrachter Wasserwerfer konnte weitere Tumulte nicht mehr verhindern. Nun ging es auch auf einmal auf dem Dammsitz hoch her – vom Norddamm strömten 20, 30 sogenannte Fans heran (die sich teilweise vorher in Halbzeit eins als Dynamo Dresden outeten) und nun eskalierte es auch bei den rund 700 VfB-Fans, die dort standen. Die Polizei griff nun endlich härter zu und verhafteten einen Chaot (an dieser Stelle darf erwähnt werden, dass es einer der Fans war, die vom Norddamm kamen). Auch im Block hinter dem Tor marschiert die Polizei nun ein und sorgte nach über 20 Minuten endlich für etwas Ruhe. Warum ging das nicht schon eher?! Fußball wurde nach einer Unterbrechung von knapp 25 Minuten (!) auch wieder gespielt, ohne dass der VfB die nötigen Chancen für das 1:1 erspielen konnte. In der 53. Minute eilt Marco Eckstein aus seinem Tor und Branko Marcetić taucht völlig frei vor ihm auf – aber der Stürmer versucht nicht ins leere Tor zu treffen, sondern legt den Ball zurück, dass hätte es eigentlich sein müssen. In der 65. Minute flankt Rock Embingou von rechts, aber ein Kopfball von Mike Sadlo ist leichte Beute für Eckstein. Zwei Minuten später haben die VfB-Kicker viel Glück, dass der Linienrichter die Fahne hebt, als Norman Struck allein durch ist. In der 70. Minute sorgte Ronny Kujat mit einer Flanke für Gefahr, doch der Ball zischt an Freund und Feind vorbei durch den Strafraum. Drei Minuten später kann sich Nico Kanitz auf der linken Außenbahn mal wieder durchsetzen, doch sein abgefälschter Schuss aus knapp 18 Metern geht knapp links vorbei. Dann die 75. Minute: Roman Müller holt Rock Embingou brutal von den Beinen und Schiedsrichter Weise entscheidet richtigerweise sofort auf Rot! Die Chance für den VfB gegen nur noch zehn Sachsen-Spieler, aber die Abwehr der Gastgeber stand einfach zu gut. Statt dessen noch mal der FC Sachsen, aber die Flanke von Heiko Cramer von rechts köpft Petr Nemec über das Tor. Die letzte Chance in einem spielerisch sonst etwas enttäuschenden Derby besaß Branko Marcetić, der einen Freistoß aus 20 Metern in die Arme von Eckstein schießt. Das war's und der Jubel der Sachsen-Anhänger genauso groß wie die Enttäuschung auf VfB-Seite.
Fazit: Das 80. Leipziger Lokalderby wurde mit viel Kampf und Einsatz geführt – spielerisch fehlte es auf beiden Seiten etwas, trotzdem war immer für Unterhaltung bei kalten drei Grad gesorgt. Die Sachsen können nun ein halbes Jahr den Titel „Nummer eins in Leipzig“ tragen – bis jetzt war es der VfB (1:0 Erfolg beim FC Sachsen in der letzten Saison). Leider wurde dieses Fußball vor einer imposanten Kulisse (wo in Deutschland findet sonst ein Spiel in der 4. Liga vor über 8.000 Zuschauern statt?) wieder durch heftige Randale überschattet – die dazu noch viel schlimmer waren, als in den letzten Jahren. Für beide Vereine dürfte es ein Nachspiel beim NOFV geben – leider kommen diese Aktionen von „Unbelehrbaren“ und dazu mischen sich noch viele Anhänger von anderen Vereinen im Gästeblock unter. Wie sonst ist ein Spruchband zu erklären „Wir sind Lokisten – Mörder und *****" – jeglicher Kommentar erübrigt sich! Beim VfB enttäuschte die Offensivabteilung, auch von Matthias Breitkreutz ging zu wenig Gefahr aus – über beide Außenbahnen lief auch selten etwas. Nun heißt es für den VfB gegen andere Gegner fleißig Punkte sammeln – mit etwas Glück ist man auch nach diesem Spieltag noch Tabellenführer. Der FC Sachsen war besonders durch Heiko Cramer und Norman Struck gefährlich – Libero David Bergner enttäuschte (sicherlich auch aus Sicht der Sachsen-Fans) mit vielen technischen Fehlern. Auf ein neues Derby in der Rückrunde – mit einem besseren Ausgang für das VfB-Lager und vielleicht bleibt es dann einigermaßen friedlich. Aber warten wir die Konsequenzen aus dem 80. Derby erst einmal ab...
© Ronny John • VfB Leipzig
Ortsderby in Leutzsch: Sieg für FC Sachsen, Niederlage für den Leipziger Fußball
Leipzig. Schwarzer Tag für den Leipziger Fußball: Das 80. Ortsderby war von schweren Ausschreitungen überschattet. Die Oberliga-Partie vor über 8.000 Zuschauern am Sonnabend im Leutzscher Alfred-Kunze-Sportpark, die der FC Sachsen durch einen Kopfball-Treffer von Heiko Cramer (48.) mit 1:0 gegen den VfB Leipzig gewann, stand mehrmals vor einem Abbruch.
Aus dem VfB-Fanblock auf das Spielfeld geschossene Leuchtraketen sorgten für mehrere Unterbrechungen. Unmittelbar nach Cramers Tor drohte die Eskalation, als zahlreiche Feuerwerkskörper gezündet wurden und es auf dem Dammsitz zu einer Prügelei kam. Schiedsrichter Peter Weise (Könitz) schickte daraufhin die Akteure beider Mannschaften über 20 Minuten lang in die Kabine, bevor er sich entschloss, die Partie fortzusetzen. Neben den Leuchtraketen fielen im Lager der VfB-Anhänger auch viele Plakate mit rechtsradikalen Parolen auf. Die Verantwortlichen aus dem Leipziger Rathaus zeigten sich nach der Niederlage für den gesamten Leipziger Fußball entsetzt. „Ein weiteres Derby mit Zuschauern ist so nicht mehr möglich. Das werde ich dem Verband mitteilen“, erklärte gestern der enttäuschte Bürgermeister Holger Tschense.
Beiden Vereinen drohen nach dem Skandalspiel durch den Nordostdeutschen Fußball-Verband (NOFV) Sanktionen: Dem VfB als Verursacher, dem Gastgeber wegen der nicht gewährleisteten Sicherheit im Stadion. Insgesamt nahm die Polizei, die bei diesem Spiel mit rund 400 Beamten im Einsatz war, 36 „Fans“ in Präventivgewahrsam. Eine Polizistin wurde leicht verletzt.
Durch die Niederlage und den gestrigen 1:0-Sieg des FC Carl Zeiss Jena in Plauen verlor der VfB die Tabellenführung an die Thüringer. Der FC Sachsen liegt nach dem 9. Spieltag punktgleich mit dem VfB auf dem dritten Platz.
© Leipziger Volkszeitung
Leider! Rot, Raketen & Randale – Derby hielt, was es versprach
Leipzig. „Da wird es wieder heiß hergehen“, so der Tenor vor dem immer wieder brisanten Leipziger Lokalderby zwischen dem FC Sachsen und dem VfB. Und es kam wie erwartet!
Dass die Leutzscher Durch ein schönes Kopfballtor von Heiko Cramer (48.) nach einen schönen Konterangriff am Ende 1:0 gewannen, Roman Müller nach einen groben Foul an Rock Embingou Rot sah (75.), David Bergner (14.), Cramer (30.), Norman Struck (43./67.) und Petr Nemec (78.) für den Gastgeber sowie Mike Sadlo (20.) und Nico Kanitz (72.) für den VfB Chancen vergaben, ist zwar wichtig, aber bei den Geschehnissen im Stadion schon fast nebensächlich.
Erneut war das Prestige-Duell von Ausschreitungen begleitet. Schon nach 15 Minuten die erste Unterbrechung durch den besonnenen und Schlimmeres verhindernden Schiri Peter Weise (Könitz), weil aus dem VfB-Fan-Block die ersten Feuerwerkskörper geflogen kamen.
Der Höhepunkt kurz nach dem Tor: Wieder war der VfB-Block der Brandherd. Weise schickte beide Mannschaften in die Kabinen, ein Polizeiaufgebot versuchte Ordnung zu schaffen. Im gemischten Fan-Block kam es zu Randalen zwischen den Rivalen. 25. Minuten dauerte es, bis die Partie fortgesetzt werden konnte.
© Morgenpost
„Eine Schande für Leipzig“ - Skandal-Derby im Kunzepark
Leipzig. Ein Ortsderby unter Ausschluss der Öffentlichkeit? Nach dem Skandalspiel vom Sonnabend, einem 22-minütigen Abbruch, brutalen Schlägereien und dem Einsatz hunderter Sicherheitskräfte ist nichts mehr unmöglich! „Diese Ansammlung von Kriminellen und Rechtsradikalen ist nicht mehr hinnehmbar“, sagte Bürgermeister Holger Tschense, „ein weiteres Derby mit Zuschauern unmöglich. Das werde ich dem Verband mitteilen.“ Das aus dem VfB-Block angezettelte Chaos wird ein Fall fürs Sportgericht: Geldstrafen sind sicher, Platzsperren denkbar. Für beide Klubs, wie Staffelleiter Ralf Rose ankündigte. Dem VfB als Verursacher, dem gastgebenden FC Sachsen wegen der nicht gewährleisteten Sicherheit im Stadion.
Das Protokoll eines Nachmittags, der laut Tschense „eine Schande für Leipzig war“ und mit einem nachvollziehbaren Leutzscher 1:0 (0:0) endete. 14.10 Uhr, handfester Beginn: Sachsen-Libero Bergner tritt Marcetić um, sieht Gelb statt Rot (1.). VfB-Profi Lenz kann‘s auch, Gelb nach einer Grätsche an Struck (13.). Sekunden später fliegt eine mit Kussmund ausgestattete Gummipuppe aufs Grün, ein Ordner reißt das gute Stück an sich. Schiri Peter Weise scheint beeindruckt, gleitet im Rückwärtslaufen zu Boden. Erheiterung, dann fliegen die ersten Leuchtraketen, werden Transparente ausgerollt. „Wir sind Lokisten, Mörder und Faschisten“, heißt es, „Rudolf Heß – unser Rechtsaußen“ und – ganz nah an der Wahrheit: „Euer Alptraum wird wahr – wir sind wieder da.“
Während weiter Fußball gespielt wird, denkt VfB-Schatzmeister Michael Merkel an Rücktritt. „Mit solchen Leuten will ich nicht in Verbindung gebracht werden.“ Klub-Chef Reinhard Bauernschmidt beschwichtigt seinen Kollegen Nachtens bei Pasta und Rotwein, distanziert sich „in aller Form“ von Tätern und Parolen. „Das sind Rechtsradikale, die die Bühne des Derbys nutzen. Die haben nichts mit dem VfB zu tun.“ Sachsen-Vize Uwe Thomas sieht das anders. „Diese Probleme bestehen seit Jahren, und es sind immer dieselben Chaoten. Der VfB muss das Problem anpacken und die Wurzeln zerstören.“
Mit ordentlichen Kontrollen wäre einiges zu verhindern gewesen, hält Bauernschmidt dagegen. „Was da alles ins Stadion geschmuggelt wurde, ist unglaublich. Und ich rede nicht von Kleinigkeiten, die man im Schuh verstecken kann.“ Im zweiten Durchgang landet eine schwere Holzlatte im Sachsen-Strafraum. So große Schuhe gibt es nicht. Tschense streut sich Asche aufs Haupt. „Ich war für Leibesvisitationen jedes einzelnen Besuchers. Mir wurde seitens der Einsatzleitung gesagt, dass dies nicht notwendig sei. Ein Fehler!“
Nach Heiko Cramers Kopfball zum 1:0 (48.) eskaliert die Situation, jetzt werden Leuchtraketen gezielt auf den Ehrengastbereich und Richtung Spieler gefeuert. Um 15.20 Uhr bricht der Referee die Partie ab. Während Kicker, Trainer und Betreuer in die Kabine eilen, bricht auf dem Dammsitz eine Prügelei zwischen Lokisten und Chemikern aus. Das „lageangepasste und besonnene Handeln der Beamten“ (Polizeidirektion) bedeutet im speziellen Fall: Minutenlanges Nichtstun.
Das Entstehen der Schlägerei liegt im Auge des Betrachters. Sachsen-Fan Roger R.: „Lokis haben ältere Chemie-Fans, Frauen und Kinder angepöbelt. Dann sind wir dazwischen gegangen.“ VfB-Augenzeuge Thomas F. hat diese Version parat: „Die Chemiker haben die Schlägerei provoziert.“ Dass die verfeindeten Lager weder von einem Zaun noch von Ordnungshütern getrennt waren, löst allgemeines Kopfschütteln aus. „Ein Ding der Unmöglichkeit.“ Allerdings.
15.42 Uhr, die eigentlichen Hauptdarsteller kehren zurück. „Wir wollen das Spiel durchziehen“, so Staffelleiter Rose, der einen Zigarillo nach dem andern durchzieht. Andernfalls hätten die Chaoten ihr via Internet verbreitetes Ziel („Sieg oder Spielabbruch!“) erreicht. Kein Sieg, auch kein Abbruch, um 16.22 Uhr pfeift Peter Weise ab und wird von seiner Beinahe-Namensvetterin, Sachsen-Geschäftsstellenleiterin Elke Weiße, freudig erregt umarmt. „Keine leichte Aufgabe, die Spieler haben sich toll verhalten“, meint der Unparteiische aus Könitz. Rot für Roman Müller (75.) hatte Weise da schon vergessen. Es gab Wichtigeres. Leider.
© Guido Schäfer • Leipziger Volkszeitung
Sachsen feiern Derby-Sieg
Leipzig. „Ich glaube, wir haben hier ein wirklich dramatisches Derby gesehen“, schätzte der Trainer des VfB Leipzig, Hans-Jürgen „Dixie“ Dörner, nach dem Auftritt seiner Mannen im Leutzscher Alfred-Kunze-Sportpark ein. So richtig freuen konnte er sich darüber allerdings nicht – schließlich holten sich die Hausherren vom FC Sachsen Leipzig mit einem 1:0-Sieg erst einmal die „Vorherrschaft“ im Fußball der Messestadt. 8.062 Zuschauer hatten zuvor ein wirklich waschechtes Derby erlebt: Mit allem Drum und Dran einschließlich jeder Menge Kampf, dem ein oder anderen tollen Spielzug und Emotionen satt. Zum Helden des Tages wurde der Leipziger Spielmacher Heiko Cramer: Er stand nach 48 Minuten bei einer Flanke von Petr Nemec mit anschließender Kopfballverlängerung von Norman Struck goldrichtig am langen Pfosten. Nach dem Schlusspfiff wussten die Leutzscher gar nicht so richtig, wohin nun mit all diesen Emotionen: Die Spieler tanzten und jubelten nebst den Verantwortlichen auf dem Alfred-Kunze-Sportpark herum, der gesamte grün-weiße Anhang lag sich in den Armen. Die Kontrahenten aus Probstheida waren derweil längst mit hängenden Köpfen in Kabinen geschlichen. Erneut gab's ein 1:0 im Alfred-Kunze-Sportpark – diesmal aber eben für die Hausherren.
Und es war unterm Strich nicht einmal unverdient, dass die Schützlinge von Jürgen Raab letztlich als Sieger vom Platz gingen – mit einer beeindruckenden kämpferischen Leistung rangen sie im 80. Derby den VfB Leipzig regelrecht nieder. Was manchmal auch im wahrsten Sinne des Wortes verstanden werden kann: Bereits in Minute eins senste Libero David Bergner den VfB-Stürmer Branko Marcetić in brettharter Manier um. Eine harte Gangart, die sich in der Folgezeit beinahe wie ein roter Faden durch die Partie zog – Höhepunkt in dieser Hinsicht war ein gewaltiges Gerangel im Mittelfeld, bei dem ganz eigentlich sowohl FCS-Verteidiger Radiša Radojičić als auch VfB-Libero Jörn Lenz wegen Tätlichkeit hätten vom Platz fliegen müssen...
Gehen musste aber letztlich nur einer: Der Leutzscher Roman Müller legte eine Viertelstunde vor Schluss im Mittelfeld ein ebenso brutales wie überflüssiges Tackling hin und wurde folgerichtig vom durchaus besonnenen Referee Peter Weise vorzeitig zum Duschen geschickt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten seine Mannen das Spiel eigentlich unter Kontrolle: Zwar erlaubte sich die Leutzscher Abwehr um Libero Bergner auch mal den ein oder anderen Aussetzer, doch die Gäste vermochten daraus kaum etwas zu machen.
Folgerichtig blieb es für den VfB Leipzig in Hälfte eins bei gerade mal einer Torchance: Die hat Mike Sadlo nach 22 Minuten, doch der Volleyknaller geht deutlich am Gehäuse von Marco Eckstein vorbei. Auf der anderen Seite hat Kollege Gunnar Grundmann schon einen erheblich aufregenderen Nachmittag: Nach einer Viertelstunde streicht ein Bergner-Schuss knapp übers Tor, zudem hat Norman Struck nach toller Kopfballvorarbeit von Petr Nemec die Führung eigentlich schon auf dem Fuß.
Auffällig: Die Hausherren sind zweikampfstärker, einsatzfreudiger. Die VfB-Kicker verlieren nicht selten entscheidende Zweikämpfe – wie eben Mike Sadlo kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit kurz vor dem gegnerischen Strafraum. Und im Anschluss inszenieren die Sachsen einen Konter wie aus dem Bilderbuch, der Heiko Cramer – ohnehin einer der auffälligsten Spieler auf dem Platz – mit dem Tor des Tages krönt.
Auch nach der Dezimierung bleiben die Leutzscher durchaus spielbestimmend: Die wirklich klaren Chancen haben die Hausherren etwa mit dem eingewechselten Velibor Kopunović, der aber lange verletzte Goalgetter verstolpert den Ball. Auf der anderen Seite mühen sich zwar der fleißige Branko Marcetić, Mike Sadlo und Rock Embingou redlich, doch meist ist bei Marco Eckstein Endstation.
Es blieb also beim ziemlich missglückten Geburtstagsgeschenk für den VfB-Präsidenten Reinhard Bauernschmidt – da mochte keiner so richtig zufrieden sein mit der puren Tatsache, dass die Probstheidaer zwar als gleichwertige Mannschaft auftraten, in der Konsequenz allerdings ohne Punkte blieben. „Wenn wir keine Tore schießen, kann ich auch nicht zufrieden sein“, grummelte „Dixie“ Dörner. Recht hat er. Immerhin: Nach dieser Partie ist die Saison wieder vollkommen offen.
© Jens Wagner • SachsenSonntag
Meine Meinung: Nicht tolerierbar
Leipzig. Der „normale“ VfB-Fan kann einen leidtun. Das blau-weiße Bild seines Vereins in der Öffentlichkeit, das nun mal vor allem auch seine Anhänger prägen, wird immer brauner.
Mit Parolen weit unterhalb des Tolerierbaren zeigt sich, wer Geistes Kind die Krawallmacher sind. Das muss der VfB endlich erkennen. Seit Jahren weiß der Klub, welches rechtsradikale Gedankengut und welche Gewaltbereitschaft auf den Rängen herrschen. Die Verantwortlichen machen es sich mit einem „Das sind nicht unsere Fans“ zu einfach. Erstens sind sie es. Zweitens werden diese Chaoten von den anderen Anhängern nicht gehindert, ihr Unwesen zu treiben. Wer in Probstheida jetzt auf etwaige Unstimmigkeiten beim Kartenvorverkauf, das Verhalten einiger Sachsen-Fans oder mangelhafte Polizei-Maßnahmen verweist, lenkt ab vom eigentlichen Problem: Radikale haben die Oberhand gewonnen, da ihnen nicht der Nährboden entzogen wurde.
Sie haben es geschafft, dass im Leipziger Rathaus erwogen wird, Derbys künftig unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen zu lassen. Sie haben es geschafft, das Ansehen des gesamten Leipziger Fußballs zu beschädigen. Zur Erinnerung: Die Stadt ist Gastgeber der Fußball-WM 2006 und will Olympia 2012. So, wie sich durch VfB-„Anhänger“ am Sonnabend präsentiert hat, kann sich im Moment darauf keine rechte Freude einstellen.
© Winfried Wächter • Leipziger Volkszeitung
Cramer macht den Unterschied
Leipzig. Ein verdienter Sieg der Gastgeber im Ortsderby mit vielen kampfbetonten Szenen. Die größeren Chancen gab es für den FC Sachsen, bei denen Cramer eine Eingabe von Nemec per Kopf zum Siegtreffer verwandelte. Sadlo nach 22 Minuten in aussichtsreicher Position für den VfB, sowie Struck (42.) und Kopunović (86.) beim FC Sachsen hatten weitere Chancen.
Zweimal musste der gut amtierende Schiedsrichter Weise die Partie unterbrechen, weil aus dem VfB-Fanblock Leuchtraketen u.a. auf das Spielfeld und die eigene Trainerbank geschossen wurden.
© Eberhard Schmiedel • kicker Sportmagazin
FC Sachsen verdienter Derbysieger in Leipzig
Leipzig. Der FC Sachsen hat das 80. Leipziger Stadtderby gegen den VfB Leipzig verdient mit 1:0 (0:0) gewonnen und ist mit dem Noch-Tabellenführer nach Punkten gleichgezogen.
Im Mittelpunkt der heiß umkämpften Partie stand allerdings Nichtsportliches: Wegen Leuchtkörpern aus dem VfB-Block musste die Partie zu Beginn der zweiten Hälfte für 22 Minuten unterbrochen werden. Die VfB-Elf zeigte sich in Leutzsch zu passiv. Vor allem die Stürmer Sadlo und Marcetić kamen gegen ihre Manndecker Radojičić und Rietschel nicht zur Entfaltung.
Dagegen spielte der FC Sachsen diszipliniert und setzte gegen Ende der Partie zunehmend auch spielerische Akzente. Das Tor des Tages erzielte Nemec nach einem schönen Doppelpass mit Struck unhaltbar für den VfB-Keeper Grundmann. In der 75. Minute musste FCS-Mittelfeldakteur Müller nach einem groben Foul an Embingou vom Platz: Bezeichnend für die Partie war, dass der FC Sachsen danach die Überlegenheit ausbauen konnte.
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Samstag, 12.10.2002 • Anstoß: 14.00 Uhr
FC Energie Cottbus Amat. – 1. FC Magdeburg 1:1 (0:0)
Cottbus Amat.: Thoms – Rohde, Lempke, Nuhs, Brychcy, Jahn, Handreck, Trehkopf (ab 46. Mattuschka), Termina, Reichenberger, Wollermann – Trainer: Ullrich
Magdeburg: Burmeister – Kallnik, Probst, Bengs, Woitha, Dürstel, Kullat, Wilke (ab 80. Uffrecht), Kreibich, Schulz (ab 89. Prosovsky), Kühne – Trainer: Hoffmann
Schiedsrichter: Blumenstein (Berlin) – Tore: 0:1 Wilke (49.), 1:1 Wollermann (55.) – Gelbe Karten: Nuhs, Brychcy, Handreck – Probst, Bengs, Woitha – Zuschauer: 673 im Stadion der Eisenbahner zu Cottbus
Samstag, 12.10.2002 • Anstoß: 14.00 Uhr
FC Lausitz Hoyerswerda – FV Dresden Nord 1:0 (1:0)
Hoyerswerda: Katzwinkel – Ringel, Schmidt (ab 30. Ballaschk), Baum, Gierich, Unversucht (ab 5. Paulick), Strauß, Garbe, Dörner, Schmeißer, Rothenburger (ab 62. Meinhardt) – Trainer: Peschke
Dresden Nord: Groß – T. Gaunitz, Ackermann (ab 73. Kostadinov), Keutel, Moses, Georg, Scholze, Soltau, Kühne, Streiber (ab 61. Kaszuba), Jugo – Trainer: Baron
Schiedsrichter: Rosenkranz (Plauen) – Tor: 1:0 Schmeißer (30.) – Gelbe Karten: Schmidt, Meinhardt – T. Gaunitz, Soltau, Kühne – Zuschauer: 173 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion zu Hoyerswerda
Außenseiter-Sieg von Hoywoy
Hoyerswerda. Hoyerswerdas Neu-Trainer Peschke kann den ersten Sieg seiner Mannschaft feiern. Die Lausitzer bestätigten ihre Leistungssteigerung von letzter Woche und besiegten Dresden Nord mit 1:0. Der Sieg des bis dahin Tabellenletzten ist völlig verdient, zumal er sich auch nicht von der frühen Auswechslung des verletzte Unversucht in der 5. Spielminute aus dem Konzept bringen ließ.
Das entscheidende Tor fiel nach einem Steilpass von Gierich auf Schmeißer, der den Ball an die Unterkante der Latte und somit ins Tor beförderte (30.). Auch danach war Hoywoy stärker. Dresden musste teilweise mit Befreiungsschlägen den Druck verringern. In der 72. Minute verpasste Meinhardt eine Vorentscheidung, als er an Groß scheiterte.
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Samstag, 12.10.2002 • Anstoß: 14.00 Uhr
VfB 09 Pößneck – VfB Chemnitz 3:1 (2:0)
Pößneck: Rottstädt – Penzel, Bartholmé, Ludwig (ab 75. Hanf), Lässig, Heidler (ab 85. Krause), Stumpe, Dienst, Walther, Scheuerl, Reimann (ab 77. Wieduwilt) – Trainer: Vogel
VfB Chemnitz: Fröhlich – Laudeley (ab 78. Kunze), Büttner, Schöler, Burkhardt, Franke (ab 80. Bergt), Horn, Pafel, Dittrich, Riedel (ab 46. Kellig), Richter – Trainer: Schmitt
Schiedsrichter: Scheibel (Breitenhagen) – Tore: 1:0 Reimann (30.), 2:0 Penzel (37.), 3:0 Scheuerl (60.), 3:1 Kellig (87.) – Gelbe Karten: Heidler (Pößneck) – Gelb-Rote Karten: Dittrich (VfB Chemnitz) wegen wiederholten Foulspiels (40.) – Zuschauer: 350 im Sportpark „An der Warte“ zu Pößneck
Klarer Sieg für Pößneck
Pößneck. Pößneck hat sich im VfB-Kellerduell gegen Chemnitz souverän mit 3:1 (2:0) durchgesetzt. Die Gastgeber spielten von Beginn an aggressiver und waren das spielbestimmende Team. Reimann machte dann auch nach einem Anspiel in den freien Raum das verdiente 1:0. Penzel legte nach einer Ecke und mehreren Kombinationen nach.
In der zweiten Hälfte machte Scheuerl nach Vorarbeit von Reimann und Walther alles klar. Erst danach wurde Chemnitz besser. Doch da war es schon zu spät. Nur Kellig gelang ein Tor, da die Pößnecker Abwehr wohl schon am Feiern war.
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Sonntag, 13.10.2002 • Anstoß: 14.00 Uhr
VFC Plauen – FC Carl Zeiss Jena 0:1 (0:1)
Plauen: Golle – Krasselt, Richter, Dashi, Risch, Schulze Hölzel, Gemeiner (ab 66. Gemazashvili), Curri, Popa, Th. Pannach (ab 66. Spranger) – Trainer: Müller
Jena: Berbig – Holetschek, Grasser, Schwabe, Nowotny, Treitl, Benedetti, Maul, Sanchez (ab 62. Sonnenberg), Hempel (ab 17. Manai, ab 86. Šugžda), J. Zimmermann – Interimstrainer: Vogel
Schiedsrichter: Gräfe (Berlin) – Tor: 0:1 Maul (13.) – Gelbe Karten: Dashi – Sonnenberg – Zuschauer: 3.120 im Vogtlandstadion zu Plauen
Jena löst VfB Leipzig an der Spitze ab
Plauen. Carl Zeiss Jena ist neuer Tabellenführer der Oberliga Süd: die Thüringer gewannen das Spitzenspiel bei Plauen 1:0 (1:0).
Die Jenaer nutzten dabei die erste Großchance im Spiel zum Tor des Tages: Schon nach zwölf Minuten konnte Maul einen Pass von Zimmermann aus vier Metern zur völlig überraschenden Führung verwandeln. Zuvor hatten sich beide Teams noch vorsichtig abgetastet. Nach einer weiteren Möglichkeit für Jena durch einen Zimmermann-Schuss (27.) übernahm der VFC ab Mitte der ersten Halbzeit das Zepter und erspielte sich vor allem nach der Pause gute Chancen.
Doch die VFC-Angreifer scheiterten wiederholt am gut aufgelegten Carl-Zeiss-Keeper Berbig oder dem eigenen Unvermögen: Vor der Pause konnte Schulze den Ball zwei Mal aus guten Positionen nicht im Jenaer Kasten unterbringen (36./41.), danach brachte Berbig Curri (57./ 78.) und Spranger (83./86.) mit Glanzparaden zur Verzweiflung. Auch der ehemalige DDR-Nationalkeeper und jetzige VFC-Trainer René Müller sah in Berbig einen Grund für die Niederlage seiner Elf: „Berbig hat Jena heute den Sieg gerettet. Wir haben heute gut gekämpft und wurden leider nicht mit einem Punkt belohnt. Schade, dass ein früher Fehler zum 0:1 das Spiel entschieden hat.“
Für Jena hatte Holetschek (72.) mit einem Kopfball die Chance zum 2:0. Die Elf von Interimscoach Vogel hatte in Plauen nach der Führung zwar weniger vom Spiel, profitierte aber neben ihrem gut aufgelegten Schlussmann von einer eingespielten Hintermannschaft. Dennoch war Vogel klar: „Das glücklichere Team hat heute gewonnen. In einem guten Oberligaspiel hat der VFC toll gekämpft, aber manchmal braucht man halt auch das Glück. Sehr erwähnenswert finde ich, dass ich ein faires Spiel mit nur zwei Gelben Karten gesehen habe.“
Einiges deutet daraufhin, dass der Sieg der vorerst Letzte für Vogel auf der Bank des Cheftrainers war: In Plauen wurde der regional- und oberligaerfahrene Achim Steffens auf der Tribüne gesehen. Und der Jenaer Vorstand hatte angekündigt, dass in der kommenden Woche der neue Trainer präsentiert werden soll ...
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Sonntag, 13.10.2002 • Anstoß: 14.00 Uhr
FC Anhalt Dessau – BSV Eintracht Sondershausen 2:4 (1:4)
Dessau: Spielau (ab 29. Kepczynski) – Westphal (ab 77. Baasch), Westendorf, Cervienka, Gerstmann, Duga, Grosche, Strokosch, Stefke, Dreyer, Galytskyi – Trainer: Murawiew
Sondershausen: Kraus – Plachy, Gerschewski, Rasch, Franz, Tanne, Duft (ab 73. Silabetzschky), Kloth, Švejdik, Caspar (ab 90. Werner), Paul (ab 46. Krug) – Trainer: Venth
Schiedsrichter: Förster (Falkenberg) – Tore: 0:1 Caspar (2.), 1:1 Dreyer (11.), 1:2, 1:3, 1:4 Švejdik (13., 19., 21.), 2:4 Dreyer (79., Foulstrafstoß) – Gelbe Karten: Stefke, Strokosch – Plachy – Gelb-Rote Karten: Rasch (Sondershausen) wegen wiederholten Foulspiels (7.) – besondere Vorkommnisse: Kraus (Sondershausen) hält Foulstrafstoß von Grosche (26.) – Zuschauer: 150 im Paul-Greifzu-Stadion zu Dessau
Sonntag, 13.10.2002 • Anstoß: 14.00 Uhr
SV Wacker 07 Gotha – Hallescher FC 0:3 (0:0)
Gotha: Mähler – Otto, Rustler, Fuhrmann, Schneider, Ertmer (ab 54. Iffarth), Münzberg (ab 85. Winterkorn), Nowacki, Ulrich (ab 54. Schimmelpfennig), Knäbe, Schwesinger – Trainer: i.V. Tews
HFC: Paden – Zimmermann, Wellington (ab 80. Kövari), Lüdicke (ab 60. Klajnszmit), Stark, Georg, D. Kurzeja (ab 80. Körner), Eberhardt, Rehmann, Lesch, Riediger – Trainer: Mankowski
Schiedsrichter: Schaper (Leipzig) – Tore: 0:1 Stark (57.), 0:2 Lesch (73.), 0:3 Klajnszmit (76., Foulstrafstoß) – Gelbe Karten: Ulrich, Ertmer, Rustler, Mähler – Georg – Zuschauer: 450 im Volkspark-Stadion zu Gotha
Sonntag, 13.10.2002 • Anstoß: 14.00 Uhr
OFC Neugersdorf – FSV Zwickau 1:2 (0:1)
Neugersdorf: Doleček – Maglica, Ladra, Študeny, Miltzow, Hassler, Šigan, Hecht (ab 78. Küttner), Havel Kästner (ab 82. Sturm), Behring (ab 82. Israel) – Trainer: Berndt
Zwickau: Mewes – Krauß, Vogel, Chudzik, Böckel (ab 78. Troche), Arzt, Papp, Köcher, Gerloff, Düring (ab 89. Haprich), Weiß – Trainer: Doege
Schiedsrichter: Reiche (Wolmirstedt) – Tore: 0:1 Weiß (28.), 0:2 Arzt (53.), 1:2 Haasler (57., Foulstrafstoß) – Gelbe Karten: Haasler, Miltzow, Israel – Düring, Chudzik, Krauß – Zuschauer: 270 in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportanlage zu Neugersdorf
OFC Neugersdorf stürmt und verliert
Neugersdorf. Trotz drückender Überlegenheit hat der OFC Neugersdorf die Schneeschlacht gegen den FSV Zwickau verloren. Ladra & Hecht hatten früh die ersten Chancen, verfehlten ihr Ziel aber knapp. Ein genau geschlagener Steilpass von Papp stellte das gesamte Spiel auf den Kopf: Weiß traf aus zwölf Metern ins obere Eck. Behring (45.) vergab eine der zahlreichen Ausgleichschancen. Sein platzierter Schuss wurde von Keeper Mewes um den Pfosten gedreht. Nach dem 0:2, Arzt lupfte aus 14 Metern über den Keeper, brachte ein Elfer wieder Feuer ins Spiel: Haasler traf sicher. Danach verpasste Arzt die Entscheidung, als er nur den Pfosten traf (80.). Auch die Gastgeber verbuchten noch eine hundertprozentige Gelegenheit: Miltzow konnte aus zwei Metern den Ball nicht im Tor unterbringen, der knallte das Leder an den Pfosten.
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Neugersdorf. Durch einen 2:1-Erfolg beim OFC Neugersdorf klettert der FSV nun auf Platz 4 der NOFV-Oberliga Süd. Auf einem fünf Zentimeter dicken Schneeboden gelang es dem FSV, seine Torchancen konsequent zu nutzen. Mario Weiß machte in der 28. Minute das 1:0. Nach Steilpass von Patrick Papp schoss er den Ball ins obere Eck. Neugersdorf bestimmte zwar das Spiel, aber in der 52. Minute gelang Sebastian Arzt mit der zweiten Großchance für den FSV auch der zweite Treffer. Die Ostsachsen stellten fünf Minuten später durch einen Foulelfmeter von Haasler den Anschluss zum 1:2 her. In der Schlussphase hatten beide Teams durch zwei Pfostenschüsse noch die Gelegenheit für weitere Tore. Letztendlich konnte Zwickau das 2:1 über die Zeit bringen und feierte somit bereits den dritten Auswärtssieg der Saison.
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Sonntag, 13.10.2002 • Anstoß: 14.00 Uhr
SV 1919 Grimma – FV Dresden 06 Laubegast ► verlegt auf Mittwoch, 20.11.2002 um 14.00 Uhr
► Grund: Spieler-Abstellung bei beiden Mannschaften, welche ein Benefizspiel für die Hochwasser-Opfer gegen Bayern München bestreiten
| FC Carl Zeiss Jena – FC Sachsen Leipzig | Fr., 18.10.2002 • 20.00 Uhr |
| VfB Leipzig – FC Lausitz Hoyerswerda | Sa., 19.10.2002 • 14.00 Uhr |
| FSV Zwickau – SV Wacker 07 Gotha | Sa., 19.10.2002 • 14.00 Uhr |
| Hallescher FC – VfB 09 Pößneck | Sa., 19.10.2002 • 14.00 Uhr |
| BSV Eintracht Sondershausen – VFC Plauen | Sa., 19.10.2002 • 14.00 Uhr |
| 1. FC Magdeburg – OFC Neugersdorf | So., 20.10.2002 • 14.00 Uhr |
| VfB Chemnitz – SV 1919 Grimma | So., 20.10.2002 • 14.00 Uhr |
| FV Dresden 06 Laubegast – FC Anhalt Dessau | So., 20.10.2002 • 14.00 Uhr |
| FV Dresden Nord – FC Energie Cottbus Amat. | So., 20.10.2002 • 14.00 Uhr |
