Datum: Samstag, 26.11.1988
Anstoß: 13.00 Uhr
Spielort: Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion, Grimma
Ergebnis: 0:2 (0:1)
Zuschauer: 800
Motor Grimma – Chemie Böhlen 0:2 (0:2)
Grimma: Riediger – Nehring, Großmann, Deuse, Spahlholz, Vatter (ab 80. Germershausen), Ulbricht (ab 46. Braun), Klein, Pannicke, Liebers, Hunger – Trainer: i.V. Haase
Böhlen: Suchantke – Arnold, Kamenz, Wunderlich, Nolting (ab 46. Becher), Lange, Hammermüller, Schubert, Kirsten, Ferl, Purrucker (ab 87. Hanske) – Trainer: Struppert
Schiedsrichter: Hirschelmann (Leimbach) – Tore: 0:1 Nolting (13.), 0:2 Hammermüller (22.) – Gelbe Karten: Nehring – Wunderlich, Nolting, Kamenz – Zuschauer: 800 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion zu Grimma
K.o. nach 22 Minuten
Grimma. Zu einem relativ leichten Sieg kamen die Böhlener in diesem für beide Mannschaften so wichtigen Spiel. Von drei erspielten Chancen in der ersten Halbzeit wurden zwei allerdings mit Hilfe der Grimmaer Abwehr verwandelt und somit dem Gastgeber bereits nach 22 Minuten der K.o. versetzt. Was den noch übriggebliebenen 800 Zuschauern dann im weiteren Spielverlauf geboten wurde, kann man in jedem mäßigen Bezirksliga-Spiel sehen. Böhlen tat nur das Notwendigste, um den wichtigen Tore-Vorsprung zu halten. Man hatte in Ferl einen spielbestimmenden Akteur in seinen Reihen, den die Grimmaer schon seit Wochen schmerzlich vermissen. Die Motor-Elf, vom Selbstvertrauen verlassen und weit entfernt von der nötigen Kampfmoral, spielte wahrlich wie der Tabellenletzte. Vatter (3.) und Klein (87.) hatten Torgelegenheiten, aber es gab ja noch Suchantke im Böhlener Tor. Nach dem Wechsel hätten die Chemiker noch weitere Treffer erzielen können.
© Matthias Seifert
Verdienter Böhlener Auswärtssieg
Grimma. Motor Grimma gelang es daheim gegen Chemie Böhlen nicht, Boden im Abstiegskampf gutzumachen. Bereits im ersten Durchgang machten die Gäste Nägel mit Köpfen – Lutz Nolting (13.) und Steffen Hammermüller (22.) brachten ihre Elf früh in Front. Vor allem in den ersten 45 Minuten fand Motor keine Bindung zum Spiel, der psychologische Druck nach dem Rückstand schien die Mannschaft extrem zu belasten. Dies änderte sich im zweiten Durchgang auch nur bedingt, Böhlen blieb das klar bessere Team und gewann letztlich verdient.
© Tom Rietzschel
Samstag, 26.11.1988 • Anstoß: 13.00 Uhr
Motor „Fritz Heckert“ Karl-Marx-Stadt – Robotron Sömmerda 1:3 (0:1)
Motor „Fritz Heckert“: Dittrich – Gläser, Kempe, Schöler, Eitemüller, Grunwald (ab 46. Bletsch), Tipold, Gerstenberger, Schubert, Körner, Barthel – Trainer: Fuchs
Sömmerda: Oevermann – Bertram, Baumbach, Weiß, Appelt, Becker, Schröter, Schlieck (ab 87. Franke), Schwarz (ab 73. Vlay), Fehrenbacher, Busse – Trainer: Menz
Schiedsrichter: Thrun (Greppin) – Tore: 0:1 Fehrenbacher (28.), 0:2 Busse (57.), 1:2 Kempe (82.), 1:3 Vlay (88.) – Gelbe Karte: Schwarz (Sömmerda) – Zuschauer: 450 im Stadion an der Kurt-Wieland-Straße zu Karl-Marx-Stadt
Samstag, 26.11.1988 • Anstoß: 13.00 Uhr
Dynamo Dresden II – Vorwärts Dessau 0:2 (0:2)
Dresden II: Schulze – Maucksch, Neitzel, Ritter (ab 46. Vogel), Fritzsche, Büttner, Prasse (ab 79. Franke), Kmetsch, Tillig, Milde, Jähnig – Trainer: Dörner
Dessau: Weigang – Greiner, Sauer, Körner, Adomeit, Werner, Holick, Wolf, Stapelfeld, Borchardt, Gajewski – Trainer: Miller
Schiedsrichter: Misdziol (Hennigsdorf) – Tore: 0:1 Gajewski (3.), 0:2 Borchardt (23.) – Gelbe Karten: Ritter – Körner – Zuschauer: 400 im Dynamo-Stadion zu Dresden
Dynamo-Youngster mit erster Heimpleite
Dresden. Mit der ersten Heimniederlage hat auch die Oberliga-Reserve von Dynamo Dresden den direkten Kontakt zur Spitze verloren. Gegen die nach drei Niederlagen in Folge nicht gerade vom Selbstvertrauen befallenen Armee-Kicker von Vorwärts Dessau unterlagen die Schützlinge von Hans-Jürgen Dörner mit 0:2. Dabei wurden die Dynamos in der Anfangsphase schier überrumpelt, der von Vorwärts Frankfurt nach Dessau delegierte Heiko Gajewski brachte die Gäste früh in Front (3.). Dieser Führungstreffer war Wasser auf die Mühlen der Muldestädter, die durch die jüngste Ergebniskrise ihre sehr gute Ausgangsposition für den weiteren Saisonverlauf erst einmal verspielt hatten. Vorwärts agierte in der Folgezeit noch sicherer und verpasste den Einheimischen Mitte der ersten Hälfte den nächsten Nackenschlag – Uwe Borchardt erhöhte mit seinem 7. Saisontreffer auf 0:2 (23.). Zwar legten die Dynamo-Fohlen nach dem Wechsel eine Schippe drauf, doch aufgrund eines überragenden Sven Weigang im Gäste-Tor blieb den Platzherren der Anschlusstreffer verwehrt. Dörners Mannschaft verkrampfte mit zunehmender Spielzeit immer mehr, Dessau konnte sich nach einer etwa 15-minütigen Druckphase der Einheimischen wieder befreien. Letztlich lag für die Gäste sogar ein dritter Treffer im Bereich des Möglichen, doch vergaßen Holick (73.), Gajewski (78.) und Borchardt (84.) die Partie endgültig zu entscheiden. Dies spielte letztlich allerdings keine Rolle mehr, problemlos brachte Harro Millers Elf den Vorsprung über die Runden. Mit diesem Sieg gelang es der Vorwärts-Elf endlich auch einmal auf fremdem Platz ihr Potenzial auszuschöpfen.
© Tom Rietzschel
Samstag, 26.11.1988 • Anstoß: 13.00 Uhr
Fortschritt Bischofswerda – Wismut Gera 1:0 (1:0)
Bischofswerda: Groß – Schmidt, Petersohn, Kunze, Bär, Kleditzsch, Stohn, Gnauck, Schiemann, Löpelt, Beckert (ab 84. Gries) – Trainer: Gumz
Gera: Schumann – Leinen, Patzer, Bürger, Lublow, Töpfer (ab 89. Hallbauer), Lauke, Kraft, Kunzmann, Hoffmann, Böttcher – Trainer: Haustein
Schiedsrichter: Sather (Grimma) – Tor: 1:0 Schiemann (9.) – Gelbe Karten: Kleditzsch, Stohn, Löpelt – Kraft, Lublow – Rote Karten: Schumann (Gera) wegen grober Unsportlichkeit (89.) – Zuschauer: 1.800 im Stadion der Jugend zu Bischofswerda
„Schiebocker“ nach Sieg im Top-Spiel nun wieder allein vorn
Bischofswerda. Fortschritt Bischofswerda ist nun wieder alleiniger Tabellenführer. Die Oberlausitzer bezwangen im heimischen Stadion der Jugend die punktgleiche Elf von Wismut Gera knapp mit 1:0 und bauten damit ihre grandiose Heimbilanz (13:1 Punkte) weiter aus. Vor 1.800 Zuschauern verdienten sich die „Schiebocker“ diese zwei Punkte, weil man insgesamt mehr investierte und sich die Mehrzahl an Möglichkeiten erarbeitete. Das Goldene Tor fiel schon in der Anfangsphase – Roci Schiemann brachte bereits nach neun Minuten sein Team in Führung. Für den Fortschritt-Torjäger war es bereits Saisontreffer Nummer 12 – nach 14 Spieltagen eine herausragende Bilanz. Gera enttäuschte beim Spitzenreiter zwar nicht und spielte munter mit, doch blieb man im letzten Drittel weitestgehend harmlos. In einer hektischen Schlussphase mussten die Gäste sogar noch dezimiert auskommen – nach einer Tätlichkeit gegen einen Balljungen sah Wismut-Keeper Ralf Schumann von Referee Harald Sather (Grimma) folgerichtig die Rote Karte (89.). Gera belegt nun zwei Punkte hinter Bischofswerda den Vizerang, doch ist Stahl Riesa als Dritter schon auf einen Zähler herangekommen.
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Samstag, 26.11.1988 • Anstoß: 13.00 Uhr
TSG Markkleeberg – Motor Nordhausen 3:1 (1:1)
Markkleeberg: Walther – Kurtz, Jentzsch, Hoja, Geßner, Trommer, Moldt (ab 32. Fritsche), Altmann, Schenkel (ab 84. Martin), Oehmig, Tillmann – Trainer: Erler/Matoul
Nordhausen: Zanirato – Gerlach, Boegelsack, Kiel (ab 72. Thon), Decker, Müller, M. Ludwig, Uwelius, Nauber, Löder, F. Ludwig – Trainer: Schwenzfeier
Schiedsrichter: Wolter (Wilkau-Haßlau) – Tore: 0:1 Müller (12.), 1:1 Geßner (15.), 2:1, 3:1 Oehmig (65., 68.) – Gelbe Karten: M. Ludwig, Thon (beide Nordhausen) – Zuschauer: 550 im Sportpark „An der Lauer“ zu Markkleeberg
Nordhäuser Talfahrt geht weiter
Markkleeberg. Neuer Vorletzter ist nun Motor Nordhausen, die bei der TSG Markkleeberg nach zwischenzeitlicher Führung mit 1:3 unterlagen. Die Südharzer holten damit aus den letzten fünf Begegnungen nur einen Zähler, so dass das Abrutschen in diese bedrohliche Region nicht von ungefähr kommt.
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Samstag, 26.11.1988 • Anstoß: 13.00 Uhr
Motor Grimma – Chemie Böhlen 0:2 (0:2)
Grimma: Riediger – Nehring, Großmann, Deuse, Spahlholz, Vatter (ab 80. Germershausen), Ulbricht (ab 46. Braun), Klein, Pannicke, Liebers, Hunger – Trainer: i.V. Haase
Böhlen: Suchantke – Arnold, Kamenz, Wunderlich, Nolting (ab 46. Becher), Lange, Hammermüller, Schubert, Kirsten, Ferl, Purrucker (ab 87. Hanske) – Trainer: Struppert
Schiedsrichter: Hirschelmann (Leimbach) – Tore: 0:1 Nolting (13.), 0:2 Hammermüller (22.) – Gelbe Karten: Nehring – Wunderlich, Nolting, Kamenz – Zuschauer: 800 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion zu Grimma
Samstag, 26.11.1988 • Anstoß: 13.00 Uhr
Stahl Thale – Chemie Leipzig 0:2 (0:1)
Thale: Große – Steinat, Winter, Fuchs, Henschel, S. Keller, Hantke (ab 72. Hantke), Fischer, Näumann, Günther, Losse – Trainer: O. Keller
Chemie Leipzig: Saumsiegel – Hübner, Jack, Patula, Thiemig (ab 62. Schleier), Illge, Pietsch, Kösser (ab 75. Reypka), Engelmann, Weiß, Rösler – Trainer: Dr. Slaby
Schiedsrichter: Kniesch (Berlin) – Tore: 0:1, 0:2 Engelmann (42., 87.) – Gelbe Karten: Fuchs, Winter – Kösser – Zuschauer: 1.900 im Sportpark der Hüttenarbeiter zu Thale
Erneuter Engelmann Doppelpack – Thale verbleibt im Keller
Thale. Auch Stahl Thale lässt derzeit eine gewisse Konstanz vermissen, die 0:2-Heimniederlage gegen Chemie Leipzig bedeutet aktuell den drittletzten Rang. Wie bereits am letzten Wochenende gegen Grimma traf für die Chemiker dabei Jörg Engelmann doppelt.
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Samstag, 26.11.1988 • Anstoß: 13.00 Uhr
Dynamo Eisleben – Motor Suhl 0:0
Eisleben: Friedrich – Gehlhaar (ab 50. Gareis), Hoffmann, Bedranowsky, Schmidt, Hecker, Hanas, Rennert, Romanowsky, Krieg (ab 46. Spitschka), Auffenbauer – Trainer: Rothe
Suhl: Gewalt – Seiler, Böhm, Böttcher, Brückner (ab 63. Reitzenstein), Asmus, Kurth, Seyfarth, Friedemann, Roß, Hetzelt (ab 80. Büchel) – Trainer: Stein
Schiedsrichter: Pleßke (Isserstedt) – Gelbe Karten: Bedranowsky, Hecker – Böttcher, Hetzelt – Zuschauer: 300 in der Sportstätte „Bernhard Koenen“ zu Eisleben
Samstag, 26.11.1988 • Anstoß: 13.00 Uhr
Chemie Buna Schkopau – Stahl Riesa 2:2 (2:0)
Schkopau: Gottschalk – Gießner (ab 80. Heinrich), Jäschke, Strozniak, Fülle, Schumann, V. Schmidt, Meyer (ab 56. Wagner), Zorn, Krostitz, Scholz – Trainer: Lisiewicz
Riesa: Kircheis – Wude, Kretzschmar, Martick, A. Müller, Hennig, Schulz, Leonhardt, Herfurth (ab 39. Uwelius), Maaß, J. Pfahl (ab 85. Kupper) – Trainer: Hauptmann
Schiedsrichter: Marx (Leipzig) – Tore: 1:0 Strozniak (13.), 2:0 Zorn (15.), 2:1 Martick (47.), 2:2 Uwelius (59.) – Gelbe Karten: Schumann – Maaß – Zuschauer: 650 im Stadion der Chemiearbeiter zu Merseburg
Riesa bleibt unter Hauptmann ungeschlagen
Merseburg. Oberliga-Absteiger Stahl Riesa, welcher zuletzt unter Reinhard Hauptmann mit fünf Siegen in Folge für Aufsehen sorgte, gewann diesmal zwar nicht – doch bleibt man unter dem neuen Trainer nach wie vor ungeschlagen. Dabei sah es bei Chemie Buna Schkopau bis zur Pause nicht gut aus, bereits nach einer Viertelstunde führten die Gastgeber mit 2:0 (Strozniak/13., Zorn/15.). Nach dem Wechsel steigerten sich die Stahlwerker jedoch, der frühe Anschlusstreffer von Knut Martick (47.) ließ im Lager der Gäste neue Hoffnung auf eine Wende in diesem Spiel aufkommen. Diese wurden nur allzu bestätigt, als der noch vor der Pause eingewechselte Jörg Uwelius nach gut einer Stunde zum 2:2 ausglich (59.). Zwar wogte das Geschehen in der Folgezeit hin und her, doch sollte keinem der Teams noch der entscheidende Siegtreffer gelingen. Für Buna war dieses Remis letztlich enttäuschend, allzu fahrlässig gab die Elf von Coach Rainer Lisiewicz im zweiten Durchgang den wichtigen Heimsieg aus der Hand.
© Tom Rietzschel
Samstag, 26.11.1988 • Anstoß: 13.00 Uhr
Motor Weimar – Aktivist Borna 2:2 (1:0)
Weimar: Benkert – Puschner (ab 60. Heinzelmann), Karczmarczyk (ab 78. Zelßmann), Linde, Habi, Röder, Große, Deppe, Hoffmann, Wengefeld, Hornik – Trainer: Vollrath
Borna: Bochmann – Teucher, Geppert, Hermanns, Majetschak (ab 62. Liptow), Quaas, U. Schneider, Theile, Starke, Teubel, Adler (ab 70. Greiling) – Trainer: Göcke
Schiedsrichter: Bley (Sehma) – Tore: 1:0, 2:0 Wengefeld (27., 50.), 2:1 Theile (80.), 2:2 Starke (90.) – Gelbe Karte: Majetschak, Hermanns (beide Borna) – Zuschauer: 900 am Sportplatz Lindenberg zu Weimar
| Stahl Riesa – Motor Weimar | Sa., 03.12.1988 • 13.00 Uhr |
| Chemie Leipzig – Dynamo Eisleben | Sa., 03.12.1988 • 13.00 Uhr |
| Vorwärts Dessau – Fortschritt Bischofswerda | Sa., 03.12.1988 • 13.00 Uhr |
| Aktivist Borna – Motor „Fritz Heckert“ Karl-Marx-Stadt | So., 04.12.1988 • 13.00 Uhr |
| Motor Suhl – Chemie Buna Schkopau | So., 04.12.1988 • 13.00 Uhr |
| Chemie Böhlen – Stahl Thale | So., 04.12.1988 • 13.00 Uhr |
| Motor Nordhausen – Motor Grimma | So., 04.12.1988 • 13.00 Uhr |
| Wismut Gera – TSG Markkleeberg | So., 04.12.1988 • 13.00 Uhr |
| Robotron Sömmerda – Dynamo Dresden II | So., 04.12.1988 • 13.00 Uhr |
