Datum: Dienstag, 31.10.2000

Anstoß: 14.00 Uhr

Spielort: Sachsenstadion, Pirna

Ergebnis: 0:1 n.V. (0:0, 0:0, 0:1, 0:1)

Zuschauer: 250



Sachsenpokal • Viertelfinale

VfL Pirna-Copitz 07 – SV 1919 Grimma  0:1 n.V. (0:0, 0:0, 0:1, 0:1)

Grimma: Kluge – Ziffert, Massner, Zaulich, Wohllebe, Braun, Mähne (ab 80. Zieger), Birnbaum, Pörschmann, Liebich (ab 116. Schober), Brumme – Trainer: Lisiewicz

Schiedsrichter: folgt – Tor: 0:1 Zaulich (102.) – Zuschauer: 250 im Sachsenstadion zu Pirna

 

Ragnar Zaulichs Tor bringt Grimma weiter

Pirna. „Halbfinale – Grimma ist dabei“, so sangen die mitgereisten Fans des SV 1919 Grimma noch auf dem Parkplatz. Allerdings war der 1:0-Sieg beim Landesligisten Pirna-Copitz den Oberliga-Kickern aus der Muldestadt schwerer als erwartet gefallen. Erst in der Verlängerung erlöste Ragnar Zaulich mit seinem Kopfball-Treffer Spieler, Trainer, Betreuer und Fans (102.).

Dabei hätte man am Dienstag bereits nach 90 Minuten alles in Sack und Tüten haben können. Im Pirnaer Sachsenstadion übernahm der SV 1919 sofort das Heft des Handelns. Landesligist Pirna-Copitz wurde keine Entfaltungsmöglichkeit gegeben. Denn Trainer Rainer Lisiewicz hatte vor dem Anpfiff gewarnt: „Solche vermeintlich schwächeren Gegner steigern sich meist enorm.“

Die Grimmaer indes demonstrierten recht klar, wer der Favorit in dieser Begegnung war. Spielerisch machten sie den Klassenunterschied mehr als deutlich. Die Pirnaer kamen nur selten in die Gäste-Hälfte, von der torgefährlichen Zone ganz zu schweigen. So freuten sich die rund 250 Zuschauer schon mächtig, als ein Fernschuss von Andre Büttig neben den Grimmaer Kasten ging (11.). In dem stand Ronny Kluge und konnte den Feiertag genießen.

Anders sein Gegenüber, Christoph Rautenberg. Der hatte Mühe, einen Direktschuss von Heiko Pörschmann (6.) abzuwehren. Die Vorarbeit hatte Mirko Liebich geleistet. Dann musste der Pirnaer Keeper den Bällen hinterherschauen, die Daniel Wohllebe (Freistoß/13.) und Ragnar Zaulich (30.) knapp neben das Gehäuse setzten. In der 39. Minute allerdings wäre er machtlos gewesen. Doch Mirko Liebich erreichte die Eingabe von Sven Birnbaum nicht mehr. Da auch Thomas Mähne einen Fernschuss ( 44.) danebenfeuerte, ging es torlos in die Kabinen.

Dort schien Matthias Müller seinen Mannen mehr Dampf gemacht zu haben als Rainer Lisiewicz. Wie umgewandelt kam der Gastgeber auf den Platz. Nun versuchte er seinerseits, die Torlosigkeit zu beenden. Bis zum Grimmaer Strafraum sahen die Ver­suche auch nicht schlecht aus. Aber dann waren die Pirnaer mit ihrem Latein meistens am Ende.

Grimma indes sorgte für Spannung auf den Rängen, weil der SV 1919 klare Tormöglichkeiten ausließ. So ging Steffen Zifferts Kopfball (55.) neben das Pirnaer Tor. Gegen Thomas Brumme (60.) zeigte Christoph Rautenberg sein ganzes Können, ebenso gegen Heiko Pörschmann (80.). In einen Distanzschuss von Sven Braun (86.) grätschte Thomas Brumme und lenkte das Leder über den Kasten. Und dann hätte der eingewechselte Wadim Atamanyuk fast für die Sensation gesorgt. Doch zwei Minuten vor Spielende hob der Pirnaer den Ball aus Nahdistanz über den Kasten von Ronny Kluge.

In der Verlängerung ersparte dann der immer wieder nach vorn prellenge Ragnar Zaulich seiner Mannschaft Ärgeres. Der Grimmaer sprintete in einen von Daniel Wohllebe gefühlvoll getretenen Freistoß und verwandelte per Kopf. Den Rest der Zeit brachte der Oberligist clever über die Zeit und konnte sich über den Einzug ins Halbfinale freuen.

Quelle: Andreas Rücker • LVZ Muldental

 

Ragnar Zaulich köpft die Grimmaer ins Halbfinale

Grimma. Die Oberliga-Fußballer des SV 1919 Grimma setzten gestern auch im Pokal ihre Siegesserie der letzten Wochen fort. Allerdings gewannen die Schützlinge von Trainer Rainer Lisiewicz ihr Treffen beim Landesli­gisten Pirna-Copitz erst in der Verlängerung mit 1:0. Manndecker Ragnar Zaulich erzielte den Siegestreffer per Kopf in der 102. Minute.

Dabei hätten sich die Muldestädter den Gang über 120 Minuten ersparen können. Sie waren den Platzbesitzern meist überlegen. Vor allem vor der Pause diktierten die Gäste fast nach Belieben das Geschehen. Nur sprang dabei kein zählbarer Erfolg für Grimma heraus. Der Grimmaer Torwart Ronny Kluge, der im Pokal eine Einsatzchance erhielt, brauchte kaum einzugreifen. Gleich nach sechs Minuten zwang Heiko Pörschmann Pirnas Keeper Christoph Rautenberg mit herrlichem Direktschuss aus zehn Metern zu einer Glanzparade. Auch Daniel Wohllebe (13.), Ragnar Zaulich (30.) und Thomas Mähne (44.) ließen gute Möglichkeiten ungenutzt. Pech hatte Mirko Liebich (39.), der an einer Eingabe von Sven Birnbaum vorbei schlitterte.

Mit Wiederbeginn steigerten sich die Pirnaer. Über weite Strecken erreichten sie Gleichwertigkeit, ohne sich dabei hochkarätige Chancen zu erspielen. Diese wiederum hatten die Gäste. So setzte Libero Steffen Ziffert aus günstiger Position einen Kopfball (55.) neben den Kasten. Torjäger Thomas Brumme scheiterte mit seinem straffen Schuss am Gastgeber-Torwart (60.). Fast hätte es sich gerächt, dass die höherklassigen Grimmaer so sträflich mit ihren Chancen sündigten. Denn in der 85. Minute hatten die 250 Zuschauer schon den Torschrei auf den Lippen, als der eingewechselte Atamanyuk die Kugel über Kluge, aber auch über das Gehäuse hob. In der Verlängerung traf dann Routinier Zaulich nach Freistoß von Wohllebe (102.). Die restlichen 18 Minuten schaukelten die cleveren Gäste über die Zeit.

Trainer Lisiewicz meinte nach der Partie: Wir haben konzentriert gespielt, so konsequent wie in den letzten Punktspielen agierten wir aber nicht. Zu viele unserer Chancen blieben ungenutzt.

Quelle: Andreas Rücker • LVZ Muldental


Der Spieltag in der Übersicht

folgt