Datum: Sonntag, 06.08.2000

Anstoß: 14.00 Uhr

Spielort: Westsachsenstadion, Zwickau

Ergebnis: 3:0 (1:0)

Zuschauer: 2.022



NOFV-Oberliga Süd • 1. Spieltag

FSV Zwickau – SV 1919 Grimma  3:0 (1:0)

Zwickau: Mewes – Thaly, Riedel, Köcher, Radojičić, Gerloff, Köcher, Kramer, Shubitidze, Kopunović (ab 78. Düring), Richter (ab 88. Nejedly) – Trainer: Weise

Grimma: Winkler – Massner, Wohllebe, Zaulich, Schober, Birnbaum, Braun, Liebich, Mähne, Pörschmann (ab 68. Brumme), Hannig – Trainer: Lisiewicz

Schiedsrichter: Zschoke (Dippoldiswalde) – Tore: 1:0 Radojičić (37.), 2:0 Kopunović (52.), 3:0 Köcher (90.) – Gelbe Karten: Kopunović, Richter – Winkler, Massner, Mähne, Hannig – Zuschauer: 2.022 im Westsachsenstadion zu Zwickau

 

SV 1919 muss Feld nun von hinten aufrollen

Zwickau. Etwas besser hatte sich Trainer Rainer Lisiewicz den Saisonstart in die Oberliga schon gewünscht. Bei Favorit FSV Zwickau wollte man sich mit einem Unentschieden zumindest einen Punkt sichern. Am Ende musste man mit einer 0:3-Niederlage alle Wunschträume begraben.

Dass man sich gegen die Mannschaft von Trainer Konrad Weise auf eine Abwehrschlacht einstellen sollte, war von Beginn an klar. Umso verdrießlicher war es, dass mit Steffen Ziffert und Detlef Schößler zwei ganz wichtige Spieler in der Grimmaer Verteidigung fehlten. Trotzdem gelang es den Gästen, ihr Tor 37 Minuten lang rein zu halten. Ja, Zwickau hatte bis zu diesem Zeitpunkt erst eine zwingende Torchance durch Kvicha Shubitidze (23.), die Ronny Winkler in sicherer Manier meisterte. Doch einige Wackler in der Abwehr waren unübersehbar. Zudem ging nach vorn so gut wie nichts los – lange Pässe kamen meist nur bei den Zwickauern an oder trudelten ins Aus.

Umso größer war der Schreck bei den Gastgebern und dem Großteil der 2.022 Zuschauer, als Mirko Liebich frei zum Schuss kam (28.). Hier allerdings war FSV-Keeper Mark Mewes auf dem Posten, bereinigte die Situation. Konrad Weise trieb seine Mannen immer wieder an, verlangte mehr Konzentration. Aber mit zunehmender Spieldauer fügte sich das Grimmaer Bollwerk immer besser zusammen. Bis eben zu jener 37. Minute, als sich bei einer Ecke niemand so recht für Radiša Radojičić verantwortlich fühlte. Der Zwickauer bedankte sich dafür mit einem Kopfball, der den Führungstreffer brachte.

Grimma löste sich nach diesem Tor etwas aus der Abwehr. Vor allem der unermüdlich rackernde Ragnar Zaulich versuchte auf der linken Seite die Fäden zu knüpfen. In Mirko Liebich und Heiko Pörschmann fand er dabei Anspielpunkte. Die beiden hätten kurz vor dem Pausenpfiff auch für den Ausgleich sorgen können. Doch Heiko Pörschmann vergab die Riesenchance nach Zuspiel von Mirko Liebich.

In der Kabine versuchte Trainer Rainer Lisiewicz der Mannschaft klarzumachen, dass noch nichts verloren sei. Er forderte noch mehr Kampfgeist und Einsatzbereitschaft. Aber nach Wiederanpfiff sorgte Zwickau rasch für klare Fronten. Nachdem der Ball nicht konsequent aus der Abwehr geschlagen wurde, kam Goran Kopunović an das Leder, und gegen seinen Schuss war kein Kraut gewachsen (52.).

Der FSV wurde nun spielbestimmend, Grimma wirkte in einigen Aktionen etwas konfus. So kam der Zwickauer Markus Richter zu zwei guten Chancen (60., 72.). Möglichkeiten für Mirko Liebich und Thomas Mähne blieben leider ungenutzt.

Noch einmal ruckte der SV 1919 an, versuchte das Unmögliche. Dabei hatte aber nur noch Sven Birnbaum mit einem Kopfball die Chance zur Resultatsverbesserung. Auf der Gegenseite scheiterte Mark Gerloff an Ronny Winkler. Quasi in letzter Sekunde dann das 3:0, als Alexander Köcher frei zum Schuss kam.

Mit dieser Niederlage wird der SV 1919 leben können, stellt sie doch eigentlich nur die Normalität dar. Die Punkte müssen auf jeden Fall gegen andere Mannschaften geholt werden. Gelegenheit dazu ist bereits am Sonntag, wenn der VfB Zittau im Stadion der Freundschaft antritt (Beginn: 14 Uhr).

Quelle: Andreas Rücker • LVZ Muldental

 

Vorhandene Chancen nicht genutzt

Zwickau. Mit einer 0:3-Niederlage im Gepäck traten die Fußballer des SV 1919 Grimma gestern den Heimweg aus dem Zwickauer Westsachsenstadion an. Vor 2.022 Zuschauern hatten sie dem gastgebenden FSV immerhin bis zur 37. Minute Paroli geboten. Kompakt in der Abwehr stehend, gestatteten sie den Zwickauern bis dahin nur eine zwingende Chance durch Khvicha Shubitidze. Auf der Gegenseite hätte Grimma durchaus in Führung gehen können. Doch Mirko Liebich scheiterte am Schlussmann des FSV Zwickau, Mark Mewes.

Mit dem Führungstreffer in der 37. Minute durch Radiša Radojičić lief die Partie für den Favoriten in geordneten Bahnen, zumal Goran Kopunović nach dem Seitenwechsel auf 2:0 erhöhte. Das Tor zum 3:0-Endstand fiel Sekunden vor Schluss, als Grimma die Deckung geöffnet hatte und sich den Zwickauern dementsprechende Räume boten. Damit blieb das heimlich erhoffte Unentschieden ein unerfüllter Wunsch.

Quelle: Andreas Rücker • LVZ Muldental

 

Grimma hielt gegen den Favoriten lange gut mit

Zwickau. Ein Unentschieden war das Ziel der Grimmaer Gäste zum Auftakt beim FSV Zwickau. Bis zur 37. Minute schien ihre Rechnung mit einer kompakt stehenden Abwehr die Zwickauer Angriffe abzublocken, aufzugehen. SV-Keeper Ronny Winkler musste bis dahin erst einmal sein Können unter Beweis stellen, fing den scharfen Schuss von Khvicha Shubitidze sicher weg (23.). Danach hatte Mirko Liebich sogar die Chance zum Führungstreffer, scheiterte aber an Mark Mewes (28.).

Ausgerechnet als sich die Abwehr, in der mit Steffen Ziffert und Detlef Schößler zwei wichtige Spieler fehlten, stabilisiert zu haben schien, fiel das 1:0 für den FSV. Radiša Radojičić war nach einer Ecke mit dem Kopf zur Stelle (37.). Da Heiko Pörschmann (43.), nach einer Eingabe von Mirko Liebich, den möglichen Ausgleich vergab, lief die Partie nun zunehmend für Zwickau, ohne dass die Gastgeber deutlich überlegen wirkten. Doch das 2:0 durch Goran Kopunović war dann schon eine Vorentscheidung (52.).

Grimma lockerte nun die Abwehr, dabei öffneten sich für die Zwickauer Kontermöglichkeiten. Im Abschluss erwiesen sie sich zu harmlos, auf der anderen Seite rannten sich Grimmas Stürmer meist in der FSV-Abwehr fest. Lediglich Sven Birnbaum besaß mit einem Kopfball noch eine zwingende Gelegenheit.

Das 3:0 besorgte Alexander Köcher (90.). Nach einem Freistoß hämmerte er die Eingabe volley in die Maschen (90.). „Die Niederlage ist zu hoch ausgefallen, wirft uns aber nicht um“, resümierte Coach Rainer Lisiewicz. „Denn wir haben gegen den Favoriten lange Zeit gut mitgespielt.“

Quelle: Andreas Rücker • LVZ Muldental

 

„Mit dem Spiel bin ich nicht unzufrieden“

Zwickau. Nach dem 0:3-Auftakt meinte Grimmas Trainer Rainer Lisiewicz: „Mit dem Spiel bin ich an sich nicht unzufrieden. Es hat doch gezeigt, dass wir im Prinzip mithalten können. Ich denke, kämpferisch konnten wir überzeugen. Zufrieden bin ich auf jeden Fall mit der Leistung von Thomas Massner, auch Mirko Liebich überraschte mich positiv, dazu noch ein laufstarker Thomas Mähne. Das Resultat ist eigentlich klar, und man braucht nicht zu diskutieren, was passiert wäre, wenn wir eine der Chancen in der ersten Halbzeit verwandelt hätten. Auf jeden Fall ist die Mannschaft jetzt heiß auf das nächste Spiel. Mit den Zittauern haben wir ja noch eine Rechnung offen. Im Vorjahr ein Unentschieden und eine Niederlage – ich glaube, jetzt sind sie dran.“

Quelle: Andreas Rücker • LVZ Muldental

 

0:3! SV Grimma startet mit Pleite in Liga vier

Zwickau. Nix zu holen gabs für den SV Grimma beim Oberliga-Start in Zwickau (mit den Ex- Leipzigern Gerloff, Krauß und Richter) – 0:3 vor 2.000 Fans. Radojičić (37.) traf zunächst per Kopf, dann ließ Grimma-Keeper Winkler einen harmlosen Kopunović-Schuss durch die Finger rutschen (50.). In der Schlussminute traf Köcher zum Endstand.

„Schon ein verdienter Sieg für die Zwickauer“, erkannte Trainer Lisiewicz an. „Aber bei unseren klaren Chancen hätte zumindest ein Treffer rausspringen müssen.“ Pörschmann (40.) und Birnbaum (48.) scheiterten jedoch am überragenden Mewes im gegnerischen Tor. Grimma ist jetzt zunächst Schlusslicht in Liga vier.

Quelle: André Schmidt • Bild Leipzig

 

Zwickau mit Neuzugängen erfolgreich

Zwickau. Zwickau hat sich mit seinen sieben Neuzugängen gegen die Grimmaer als die bessere Mannschaft erwiesen. Grimma war das Fehlen der Routiniers Schößler und Ziffert anzumerken.

Nach Freistoßflanke von Shubitidze bringt ein wuchtiger Kopfball von Radojičić die Führung. Mewes verhinderte in der 42. Minute mit guten Paraden den Grimmaer Ausgleich, als Birnbaum und Pörschmann zum Schuss kommen. Das 2:0 besorgte mit einem 16-Meter-Flachschuss Kopunović, der beste Spieler auf dem Platz, bevor Köcher in der 90. Minute das 3:0 erzielte.

Quelle: www.mdr.de


Der Spieltag in der Übersicht

Hallescher FC – VfB Leipzig  0:1 (0:0)

Bischofswerdaer FV 08 – 1. FC Magdeburg  2:1 (1:1)

FV Dresden Nord – FC Anhalt Dessau  2:2 (2:0)

FSV Hoyerswerda – FC Energie Cottbus Amat.  2:1 (0:0)

BSV Eintracht Sondershausen – 1. FC Dynamo Dresden  1:0 (1:0)

FC Stahl Riesa 98 – VfL Halle 96  0:1 (0:1)

VfB Zittau – FSV Wacker 90 Nordhausen  1:2 (1:0)

VfB Chemnitz – VFC Plauen  2:2 (1:2)