Datum: Dienstag, 01.05.2001

Anstoß: 17.00 Uhr

Spielort: Stadion der Freundschaft, Grimma

Ergebnis: 0:1 n.V. (0:0, 0:0, 0:1, 0:1)

Zuschauer: 1.500



Sachsenpokal • Halbfinale

SV 1919 Grimma – FSV Zwickau  0:1 n.V. (0:0, 0:0, 0:1, 0:1)

Grimma: Winkler – Ziffert, Wohllebe (ab 60. Mähne), Zaulich, Müller (ab 99. Zieger), Massner, Schober (ab 13. Pörschmann), Braun, Liebich, Birnbaum, Brumme – Trainer: Lisiewicz

Zwickau: Mewes – Krauß, Thaly, Radojičić, Riedel, Danko, Kramer, Gerloff, Düring (ab 88. Troche), Richter (ab 68. Arzt), Shubitidze – Trainer: Weise

Schiedsrichter: Zschoke (Dippoldiswalde) – Tor: 0:1 Troche (96.) – Gelb-Rote Karten: Danko (Zwickau) wegen wiederholten Foulspiels – Zuschauer: 1.500 im Stadion der Freundschaft zu Grimma

 

Grimma scheidet aus – großer Kampf blieb unbelohnt

Grimma. Gestern Abend, 19.24 Uhr: Die Grimmaer Fußballer liegen entkräftet und enttäuscht auf dem Rasen des Stadions der Freundschaft, während sich die Zwickauer von rund 300 mitgereisten Schlachtenbummlern feiern lassen. Die Lisiewicz-Schützlinge haben das Halbfinalspiel des Sachsenpokals unglücklich 0:1 nach Verlängerung verloren.

Steffen Ziffert, der Kapitän der Gastgeber, der in der Verlängerung fast nur in der Hälfte der Zwickauer zu finden war, schleppte sich vom Platz: „Es war ein Riesenspiel, das wir unglücklich verloren haben. Ich weiß nicht, ob Troche bei seinem Tor im Abseits stand. Manndecker Thomas Massner, einer der Besten im Grimmaer Team, war nur über das Ergebnis enttäuscht: „Wir haben über den Kampf zum Spiel gefunden. Schade, dass Andy Müller mit seinen Schüssen so viel Pech hatte.“

In dem ausgeglichenen Spiel tat Gäste-Trainer Konrad Weise einen Glücksgriff. Er brachte in der 88. Minute René Troche in die hart umkämpften Partie. Der Stürmer bedankte sich für das Vertrauen seines Trainers mit dem Tor des Tages. Nachdem in der 96. Minute der Grimmaer Sven Braun sich im Mittelfeld einen Abspielfehler leistete, zog der Einwechsler auf und davon und schob die Kugel Torwart Ronny Winkler durch die Beine. Das war die Entscheidung.

Die Platzbesitzer kämpften bis zum Umfallen, zogen sogar ein Powerplay auf, aber Zwingendes gelang ihnen nicht. Im Gegenteil, die Gäste ließen nach schnellen Kontern noch zwei hochkarätige Chancen durch Sebastian Arzt ungenutzt.

In der regulären Spielzeit hatten sich beide Mannschaften ein von der Taktik geprägtes Treffen geliefert, in dem die Zwickauer die besseren Chancen besaßen. Die beste davon ließ Shubitidze aus, als er freistehend an Winkler scheiterte (22.).

Das Pech klebte dem jungen Mittelfeld-Akteur Andy Müller in den ersten 45 Minuten gleich zweimal an den Stiefeln. Erst ging seit herrlicher Seitfallzieher (26.) knapp am Kasten vorbei, dann kratzte Mark Mewes seinen Knaller aus 20 Metern (37.) aus dem Winkel.

Die Grimmaer verpassten durch diese Heimniederlage die Chance, am 16. Mai das Endspiel gegen FC Erzgebirge Aue im eigenen Stadion austragen zu können. Zwickau war an diesem herrlichen Frühlingsabend nicht die bessere, sondern die glücklichere Mannschaft.

Quelle: Norbert Töpfer • Leipziger Volkszeitung


Der Spieltag in der Übersicht

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