Datum: Sonntag, 10.12.2000

Anstoß: 13.00 Uhr

Spielort: Stadion der Freundschaft, Grimma

Ergebnis: 2:1 (1:1)

Zuschauer: 560



NOFV-Oberliga Süd • 17. Spieltag

SV 1919 Grimma – FC Stahl Riesa 98  2:1 (1:1)

Grimma: Winkler – Wohllebe, Ziffert, Schober, Birnbaum, Braun, Liebich, Pörschmann, Brumme, Hannig, Zieger (ab 88. Mähne) – Trainer: Lisiewicz

Riesa: Michael – Fiedler, Hecht, Diettrich (ab 78. Huß), Gierich (ab 73. Kaiser), Schütze (ab 75. Runge), D. Küttner, Schönfeld, Richter, Zschätzsch, Hausmann – Trainer: Rau

Schiedsrichter: Walter (Martinroda) – Tore: 1:0 Ziffert (3.), 1:1 Richter (6.), 2:1 Birnbaum (70., Foulstrafstoß) – Gelbe Karten: Brumme, Zieger, Birnbaum – Hausmann, Diettrich – Rote Karten: Runge (Riesa) wegen einer Tätlichkeit (90.) – Zuschauer: 560 im Stadion der Freundschaft zu Grimma

 

Grimma zittert bis zum Schluss um drei Punkte

Grimma. Erst mit dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Marcus Walter fiel den Grimmaer Oberliga-Fußballern und ihren Fans ein Stein vom Herzen. Sie hatten das letzte Spiel der Hinrunde mit 2:1 knapp aber verdient gegen Stahl Riesa gewonnen. Damit hatten sie auch ihr Ziel, drei Punkte einzufahren, erfüllt.

Schon die Aufstellung der Muldestädter ließ aufhorchen. Für den zuletzt nicht überzeugenden Thomas Mähne bekam Thomas Brumme seine Chance von Beginn an. Im Verein mit Nico Zieger sollte er für mehr Angriffsdruck der Grimmaer sor­gen. Marco Hannig stand für den gelb-gesperrten Thomas Massner im Aufgebot.

Und des Trainers Rechnung mit dem Angriffsdruck schien aufzugehen. Bereits nach drei Minuten stand es 1:0 für den SV 1919. Nachdem Mirko Liebich hart an der Strafraumgrenze von den Füßen geholt wurde, zirkelte Kapitän Steffen Ziffert das Leder haarscharf ins Eck. Die Freude der Grimmaer indes währte nicht lange. Bei einem Konter der Riesaer klatschte Keeper Ronny Winkler einen Kopfball von Stephan Zschätzsch dem Riesaer Thomas Richter direkt vor die Füße. Der bedankte sich mit dem Ausgleich (6.) dafür.

Was folgte war ein Spiel zwischen den Strafräumen mit Grimmaer Vorteilen. So konnte Riesas Hüter, Andreas Michael, einen Schuss von Mirko Liebich (18.) nur mit Mühe um den Pfosten lenken. Dann aber jubelten mit Thomas Brumme zusammen die Grimmaer Spieler und Fans. Der Goalgetter hatte sich den Ball erspitzelt, den Andreas Michael zum Abschlag in die Luft warf und ihn in den Maschen versenkt. Die Freude kam zu früh, denn Schiedsrichter Marcus Walter erkannte auf Torwartbehinderung, obwohl der Ball frei in der Luft war und der Riesaer Keeper nicht berührt wurde. Aber das sollte nicht die einzige Fehlentscheidung des Unparteiischen bleiben. Sowohl in der ersten Halbzeit wie auch im zweiten Spielabschnitt wurde Mirko Liebich im Strafraum umgesäbelt. Beide Male blieb der Pfiff aus.

Das Spiel begann nach dem Seitenwechsel, wie es vor der Pause aufhörte – mit einem Schuss von Daniel Wohllebe, bei dem Andreas Michael sein ganzes Können aufbieten musste. Obwohl die Grimmaer oft mit zehn Mann die Hälfte von Stahl Riesa belagerten, blieben zwingende Torchancen Mangelware. Dann aber doch die Möglichkeit, in Führung zu gehen. Thomas Brumme wurde von Daniel Küttner und Steffen Diettrich im Strafraum gestreckt. Diesmal erkannte Marcus Walter auf Elfmeter. Die Frage war nur, wer sich auf Grimmaer Seite so viel Nervenstärke zutraute, das Leder zu versenken. Sven Birnbaum nahm Anlauf und hatte keine Probleme Keeper Andreas Michael zu verladen und zum 2:1 einzuschießen (70.). Dass das bereits der Endstand war, wagte kaum einer zu hoffen.

Doch der Treffer gab den Grimmaern frischen Mut. Und nun sorgte auch die Doppelspitze Zieger – Brumme für den gewünschten Tordruck. Dabei hatte Thomas Brumme die Entscheidung auf dem Fuß. Als Mirko Liebich bei einem Sturmlauf gefoult wurde, ließ Walter weiterspielen, Thomas Brumme kam völlig frei stehend in Ballbesitz. Aber der Grimmaer Stürmer traf nur den Pfosten (82.). Knapp drei Minuten später hatte er erneut die Möglichkeit, zu erhöhen. Doch diesmal konnte Andreas Michael in höchster Not mit Fußabwehr klären. So blieb es beim viel umzitterten aber verdienten 2:1-Sieg des SV 1919.

Trainer Rainer Lisiewicz war am Ende nicht nur mit dem Sieg, sondern auch mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: „Den Sieg haben wir uns auf jeden Fall verdient. Denn speziell in der zweiten Halbzeit hatten die Riesaer ja kaum eine nennenswerte Toraktion zu verzeichnen. Wir haben doch den größeren Druck ausgeübt, was nicht zuletzt Nico Zieger und Thomas Brumme zu verdanken war. Damit will ich aber keinesfalls die Leistung der anderen Spieler schmälern. Heute haben alle ordentlich gekämpft und darüber auch zum Spiel gefunden. Und das, obwohl uns der Schiedsrichter bei vielen Entscheidungen eindeutig benachteiligt hat.“

Quelle: Andreas Rücker • LVZ Muldental

 

Birnbaums Nervenstärke beschert Grimma den Sieg

Grimma. Bis zum Schlusspfiff mussten die Grimmaer und ihre Fans bangen, ehe sie erleichtert die Arme nach oben reißen konnten. Mit einem knappen, aber verdienten 2:1 hatten die Schützlinge von Trainer Rainer Lisiewicz den Aufsteiger FC Stahl Riesa bezwungen. Trotzdem war Trainer Rainer Lisiewicz mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: „Wir haben diesmal für mehr Torgefahr gesorgt und verdient gewonnen. Und das, obwohl der Schiedsrichter in einigen Situationen ganz klar gegen uns entschieden hat.“

Bereits in der 3. Minute jubelten die Grimmaer das erste Mal. Nach einem Foul an Mirko Liebich zirkelte Kapitän Steffen Ziffert den Ball haarscharf neben dem Pfosten ins Riesaer Gehäuse zur 1:0-Führung –keine Chance für Andreas Michael, den Stahl-Keeper. Doch die Freude dauerte ganze drei Minuten. Da hatte Riesa durch Thomas Richter den Ausgleich erzielt.

In der Folgezeit konnte sich Gäste-Schlussmann Michael mehrmals auszeichnen. So rettete der Torwart gegen Mirko Liebich und Daniel Wohllebe mit höchstem Einsatz. Verdutzt schaute er indes drein, als ihn Grimmas Goalgetter Thomas Brumme überlistete. Als der Riesaer Keeper nämlich den Ball in die Luft warf, um abzuschlagen, „erspitzelte“ sich der Grimmaer Goalgetter das Leder und versenkte es in den Maschen. Doch Schiedsrichter Marcus Walter erkannte auf Torwartbehinderung. Das sollte nicht die einzige Fehlentscheidung des Unparteiischen in der Partie bleiben.

Allein Grimmas Mirko Liebich versagte der Mann aus Martinroda zwei glasklare Elfmeter. Als jedoch Thomas Brumme von Daniel Küttner und Steffen Diettrich von den Beinen geholt wurde, blieb ihm nichts weiter übrig, als auf den Punkt zu zeigen. Von hier aus verwandelte Sven Birnbaum sicher zum 2:1 (70.).

Dieses Tor gab den Grimmaern weiteren Auftrieb. Und die Doppelspitze Zieger – Brumme sorgte nun auch für den nötigen Druck. Ein weiterer Treffer der Muldestädter wollte allerdings nicht fallen. Einmal traf Thomas Brumme völlig freistehend nur den Pfosten (82.). Dann konnte Riesas Keeper Andreas Michael in höchster Not noch mit Fußabwehr gegen den Grimmaer retten (85.).

Quelle: Andreas Rücker • LVZ Muldental

 

2:1 – Grimma siegt endlich wieder

Grimma. Nach fünf sieglosen Spielen endlich wieder Jubel in Grimma – 2:1 (1:1) gegen Riesa! Anschluss ans Mittelfeld geschafft.

Schon nach drei Minuten gingen die Grimmaer vor 500 Zuschauern in Führung: Kapitän Steffen Ziffert hob einen direkten Freistoß aus 18 Metern über die Riesa-Mauer in die Maschen. Richter glich per Kopf aus (6.).

Aufregung in der 25. Minute: Torjäger Brumme spitzelte Gäste-Keeper Michael beim Abstoß die Kugel aus der Hand, schob ein. Kein Tor. Schiri Walter (Martinroda) winkte ab. Grimmas Trainer Lisiewicz: „Drei Ball war frei, Fehlentscheidung.“

Sieg in der 70. Minute: Birnbaum haut einen Foulelfer (Hecht an Brumme) rein. Dann trifft Brumme nur den Pfosten (75.).

Quelle: André Schmidt • Bild Leipzig

 

Elfmeter rettet Grimmaer Heimsieg

Grimma. Die Partie startete furios. Beide Mannschaften trafen schon in der Anfangsphase. Ziffert brachte die Riesaer in Front, Richter glich fast postwendend aus. Er köpfte nach einem Eckball unhaltbar ein. Dann verflachte das Spiel, doch der Spielstand sorgte für Spannung.

Nach dem Wechsel neutralisierten sich die Mannschaften, die Chancenverteilung war ausgeglichen. Die Entscheidung fiel schließlich in der 70. Minute: nach einem Foul an Grimmas Brumme zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeter-Punkt. Birnbaum verwandelte sicher. Die Heimelf verteidigte den Vorsprung.

Quelle: www.mdr.de


Der Spieltag in der Übersicht

folgt