Datum: Samstag, 12.03.2016

Anstoß: 14.00 Uhr

Spielort: Stadion der Freundschaft, Grimma

Ergebnis: 2:1 (1:0)

Zuschauer: 104



Landesliga Sachsen • 19. Spieltag

 FC Grimma – SV Einheit Kamenz  2:1 (1:0)

Grimma: Evers – Brand, Schlüter, Dietrich, Kurzbach – Schwarz (ab 56. Streubel), Tröger – Jackisch, Engler, Kieback (ab 84. Wagner) – Radig (ab 68. Wiegner) – Trainer: Wohllebe

Kamenz: Arnold – Prentki, Vrabec, Charuza, Brückner (ab 59. Wocko) – Rehor, Ranninger (ab 80. Hrdlitschka) – Novotny, Pannach (ab 74. Kotyza), Schidun – Mielke – Trainer: Rietschel

Schiedsrichter: Alm (Fürstenwalde) – Schiedsrichter-Assistenten: Stolz (Pritzwalk), Müller (Cottbus) – Tore: 1:0 Ranninger (45., Selbsttor), 1:1 Vrabec (55.), 2:1 Jackisch (79.) – Gelbe Karten: Dietrich (Foulspiel – 33.), Engler (Foulspiel – 71.), Jackisch (Unsportlichkeit – 90.+1) – Ranninger (Foulspiel – 41.), Rehor (Foulspiel – 69.), Novotny (Foulspiel – 83.), Kotyza (Unsportlichkeit – 90.+2) – Rote Karten: Charuza (Kamenz) wegen einer Notbremse (89.) – Reservebänke: Ruppelt – Wochnik (Tor) – Zuschauer: 104 im Stadion der Freundschaft zu Grimma

 

Grimma. Sachsenligist FC Grimma hat einen echten Big Point gelandet. Im Verfolger-Duell der Liga besiegte die Mannschaft von Trainer Daniel Wohllebe im heimischen Stadion der Freundschaft den Tabellenzweiten SV Einheit Kamenz mit 2:1 (1:0) und fügte den Lessingstädtern damit die zweite Saisonniederlage zu. Mit diesem Erfolg rutschten die Muldestädter (36 Punkte) auf einen Zähler an Kamenz heran und schoben sich im Klassement wieder auf den vierten Platz vor. Durch die nahezu sensationelle 0:1-Niederlage von Spitzenreiter BSG Chemie Leipzig in Taucha und dem gleichzeitigen 1:1-Remis des Tabellendritten BSG Stahl Riesa daheim gegen den BSC Rapid Chemnitz konnte der Spieltag durchaus als „Runde der Muldestädter“ verbucht werden, da sich das Feld in der oberen Region dadurch noch enger zusammengeschoben hat. Insgesamt war der Erfolg des FC aufgrund einer spitzen zweiten Halbzeit durchaus verdient, in der man sich richtig steigern konnte, klasse Fußball spielte und die klar besseren Möglichkeiten besaß. Nun gilt es am kommenden Samstag in Zwickau diese Tabellenposition zu untermauern.

Dabei stellten sich die Gäste, wie erwartet, im ersten Durchgang als extrem spielstarke Mannschaft vor. Gekonnt ließ Kamenz den Ball durch die eigenen Reihen laufen und deutete an, dass man nicht umsonst erster Verfolger den Tabellenführer Chemie Leipzig ist und in dieser Saison erst ein Spiel (0:1 in Riesa) verloren hatte. So waren die Ostsachsen im ersten Durchgang die bessere Mannschaft, welche im Defensivbereich kompakt stand und im Spiel nach vorn immer wieder Akzente setzen konnte. Zwar hatten die Gastgeber die erste Möglichkeit, als der Ex-Kamenzer Kieback mit einem Distanzschuss knapp das Ziel verfehlte (10.), doch insgesamt fanden die Gastgeber zunächst nicht zu ihrem Spielfluss. Immer wieder wurden die mühevoll erkämpften Bälle viel zu schnell preisgegeben, was den Gästen eine Feldüberlegenheit in den ersten 45 Minuten einbringen sollte. Jedoch ließen die Einheimischen defensiv aus dem Spiel heraus absolut nichts zu. Die Innenverteidiger Mirko Dietrich und Philipp Schlüter, der den kurzfristig an Grippe erkrankten Stefan Maruhn tadellos ersetzte, hatten zwar gegen den baumlangen Mielke im Einheit-Angriffszentrum einiges an Schwerstarbeit zu verrichten, doch lösten beide dies Extraklasse. Torgefährlich wurden die Kamenzer – die mit Höer auf ihren besten Torschützen verzichten mussten – einzig bei zwei Freistößen ihres Spezialisten Rehor. Beide Male zog er die Kugel über die Mauer, doch fehlten jeweils die berühmten Zentimeter (17., 34.). Ansonsten waren Tormöglichkeiten auf beiden Seiten absolute Mangelware. Als sich die Zuschauer bereits schon mit der Halbzeitpause anfreundeten, gingen die Platzherren dann völlig überraschend in Führung. Nach einem Jackisch-Flugball erwischte Ranninger mit einer Kopfball-Rückgabe seinen Schlussmann Arnold auf dem völlig falschen Fuß, so dass die Kugel Sequenzen vor dem Pausenpfiff hinter die Kamenzer Torlinie trudelte – 1:0 (45.).

Mit Beginn der zweiten Hälfte sahen die Zuschauer dann eine ganz andere Grimmaer Mannschaft – der etwas überraschende Führungstreffer tat den Einheimischen sichtbar gut. Hinzu wurden die Anweisungen von Trainer Wohllebe in der Pause fortan sehr gut umgesetzt. Man war fortan viel ruhiger am Ball, agierte sichtbar präsenter und legte im Spiel nach vorn dadurch deutlich einen Zahn zu. Kieback hatte Sekunden das Wiederanpfiff die große Möglichkeit zu erhöhen, doch nach guter Vorarbeit von Engler agierte er im Torabschluss etwas zu hektisch (46.). Die nächste gute Gelegenheit ließ Brand aus vielversprechender Position verstreichen, als er nach guter Kombination über Kieback und Tröger an Arnold scheiterte (52.). Dennoch blieben die Gäste immer gefährlich. Als Novotnys Schuss knapp das kurze Eck verfehlte (51.), war ein erstes Achtungszeichen gesetzt. Kurz darauf fand Prentki mit einer langgezogenen Flanke Mielke im Sturmzentrum, doch wie FC-Keeper Evers dessen Kopfball aus dem oberen Eck fischte, war sensationell (54.). Doch bereits beim nachfolgenden Eckball war auch Grimmas Kapitän machtlos. Einheit-Innenverteidiger Vrabec hielt den Kopf in einen verunglückten Schuss, so dass sich das Streitobjekt per Bogenlampe in das für Evers‘ entlegene Eck zum 1:1 senkte (55.). Insgesamt war der Ausgleich zu diesem Zeitpunkt aufgrund des zurückliegenden Spielgeschehens verdient, doch wie die Muldestädter darauf reagierten, war großer Sport. Fortan gelang es der Wohllebe-Elf immer mehr das Spiel an sich zu reißen, so dass sich zwangsläufig Gelegenheiten ergaben. So meisterte Arnold einen Jackisch-Flachschuss aus der Drehung (57.), Radig hatte nach einer Engler-Flanke per Kopf etwas Rücklage, um die Kugel wunschgemäß in Richtung Tor bringen zu können (59.). Grimma blieb fortan am Drücker, das Geschehen verlagerte sich immer mehr in die Gäste-Hälfte. So lenkte Arnold einen Distanzschuss von Jackisch mit letztem Einsatz über die Querlatte (70.), nach einer scharfen Eingabe des eingewechselten Wiegner fehlte abermals Jackisch am kurzen Pfosten wiederum das Abschlussglück (72.). Doch kurze Zeit später sollten sich die Gastgeber für ihren nimmermüden Aufwand belohnen. Überragend von Tröger eingeleitet, spritzte Jackisch in einen Schuss von Wiegner und drosch die Kugel aus Nahdistanz zum 2:1 in die Maschen (79.). Die Gäste setzten fortan natürlich alles auf eine Karte, doch stand die FC-Hintermannschaft bis zum Ende weiterhin bombensicher. Stattdessen hätten die Platzherren in der Endphase das Ergebnis sogar noch ausbauen können. Zunächst wurde der allein aufs Tor zulaufende Engler von Charuza mit einer Notbremse gestoppt, was dem Kamenzer Innenverteidiger von Schiedsrichter Alm (Fürstenwalde) die Rote Karte einbrachte und den Endspurt der Lessingstädter natürlich drastisch erschweren sollte (89.). Den folgenden Freistoß brachte Engler gefährlich in Richtung Torwartecke, doch ließ sich Arnold nicht überraschen (90.+1). Sekunden vor dem Schlusspfiff fuhren die Grimmaer den nächsten Konter über den schnellen Wiegner, doch wurde sein Querpass auf den mitgelaufenen Jackisch im letzten Moment noch abgefangen (90.+3). Doch es sollte auch so reichen. Jubelnd lagen sich die Grimmaer Akteure in den Armen als Referee Alm die hochintensive und rassige Partie anschließend beendete und die Gastgeber einen aufgrund der zweiten Halbzeit verdienten 2:1 (1:0)-Heimsieg feiern konnten.

Tom Rietzschel 

 

Grimma. Die Mannschaft um Kapitän Eric Prentki erlitt heute im Grimmaer Stadion der Freundschaft ihre zweite Saisonniederlage. Die Gastgeber gingen durch ein Eigentor mit 1:0 in Führung. Karel Vrabec konnte in der 55. Minute zum 1:1 ausgleichen. Christoph Jackisch brache die Gastgeber in der 79. Minute mit 2:1 in Führung. Danach versuchten die Kamenzer alles um das Ergebnis besser zu gestalten. Vier Gelbe und eine Rote Karte verteilte der Schiedsrichter an die Kamenzer.

Quelle: www.sv-einheit-kamenz.de

 

Grimma. Dafür, dass die Niederlage für Chemie dennoch fast folgenlos blieb, sorgte vor allem der FC Grimma. Er bezwang Chemies ärgsten Verfolger Einheit Kamenz mit 2:1. Allerdings sind die Muldestädter selbst nicht außer Reichweite des Tabellenführers. Ganze zwei Punkte (bei einem Spiel mehr) liegt Daniel Wohllebes Grimmaer Truppe noch hinter Chemie. Zwischen Kamenz und Grimma rangieren aktuell die Riesaer, die mit einem dürftigen 1:1 gegen Neuling Rapid Chemnitz wieder Punkte liegen ließen.

Quelle: Frank Müller • Leipziger Volkszeitung 

 

Grimma. Der 19. Spieltag der Fußball-Landesliga war nicht der Tag der Spitzenteams. Tabellenführer Chemie Leipzig verlor beim abgeschlagenen Schlusslicht in Taucha mit 0:1. Und der SV Einheit Kamenz verpasste die Gunst der Stunde, um mit einem Sieg beim FC Grimma (4.) an die Spitze zu rücken. Zu allem Überfluss sah Jan Charuza nach einer Notbremse auch noch die Rote Karte (89.). Die Mannschaft von Trainer Frank Rietschel kassierte in der Muldestadt ihre zweite Saison-Niederlage (1:2). Als lachender Dritter hätten die Riesaer den Platz an der Sonne erklimmen können, aber Stahl musste sich zu Hause mit einem 1:1 gegen Rapid Chemnitz begnügen.

In Rückstand gerieten die Kamenzer, die in Grimma nicht in Bestbesetzung antreten konnten, durch ein Eigentor von Eric Ranninger (44.). Karel Vrabec, der die Kapitänsbinde trug, erzielte nach 54 Minuten den Ausgleich. Ein Ergebnis, mit dem Rietschel und seine Jungs gut hätten leben können, aber Christoph Jackisch machte einen Strich durch diese Rechnung und markierte in der 78. Minute das Siegtor für die Hausherren.

Quelle: Sächsische Zeitung


Bilder vom Spiel

Fotos: Karsten Hannover


Die übrigen Ergebnisse

BSC Freiberg – VfB Empor Glauchau  1:3 (1:2)

VfL Pirna-Copitz 07 – FSV Zwickau II  5:1 (2:0)

BSG Stahl Riesa – BSC Rapid Chemnitz  1:1 (0:0)

VfL 05 Hohenstein-Ernstthal – Heidenauer SV  1:1 (0:0)

SG Taucha 99 – BSG Chemie Leipzig  1:0 (0:0)

NFV Gelb-Weiß Görlitz 09 – Reichenbacher FC  1:0 (0:0)

Kickers 94 Markkleeberg – FC Eilenburg  2:1 (1:1)