Datum: Sonntag, 21.08.1988

Anstoß: 15.00 Uhr

Spielort: Sportstätte Pieschener Allee, Dresden

Ergebnis: 4:0 (1:0)

Zuschauer: 500



DDR-Liga Staffel B • 2. Spieltag

SG Dynamo Dresden II – Motor Grimma  4:0 (1:0)

Dresden II: Schulze – Sack, Maucksch, Ritter, Büttner, Prasse (ab 74. Vogel), Minge, Neitzel, Jähnig, Scholtissek, Milde – Trainer: Dörner

Grimma: Lorenz – Nehring, Großmann, St. Grabinski, Blankenburg, Wimberger, Vatter (ab 83. Deuse), Ulbricht, Thalmann (ab 17. Eichhorn), Liebers, Hunger – Trainer: Welwarsky

Schiedsrichter: Dr. Schukat (Dölbau) – Tore: 1:0 Neitzel (16.), 2:0 Milde (71.), 3:0 Minge (74.), 4:0 Jähnig (90.)Zuschauer: 500 in der Sportstätte Pieschener Allee zu Dresden


Spielberichte

Mit Minge im Sturm

Dresden. Von Beginn an setzten die lauffreudigen und spielstarken Dresdner, die mit Nationalspieler Ralf Minge antraten, die Motor-Mannschaft stark unter Druck. So spielte sich das Geschehen vor allem vor dem Grimmaer Gehäuse ab und die Motor-Abwehr hatte Schwerstarbeit zu leisten. Neitzel fand in der 16. Minute eine Lücke und überwand den herauslaufenden Lorenz mit einem Heber zum 1:0. Erst in der 33. Minute hatte Liebers die ersten Gelegenheit für Grimma, als er mit einem Freistoß nur knapp das Tor verfehlte. Bei Minges Kopfball in der 34. Minute konnte sich Lorenz auszeichnen. Nach dem Wechsel im Prinzip das gleiche Bild. Dresden war optisch überlegen, ohne jedoch zunächst Wirkung zu erzielen. Für die Spielentscheidung sorgte Milde mit einem Fernschuss aus 25 Metern.

© Matthias Seifert


Klarer Sieg für Dynamo-Reserve

Dresden. Neben den Geraern haben nur noch die Reserve-Elf von Dynamo Dresden sowie Vorwärts Dessau das Punkte-Optimum von vier Zählern aus zwei Begegnungen erreicht. Die jungen Dynamos ließen im heimischen Kurt-Schlosser-Stadion Motor Grimma beim 4:0 (1:0)-Erfolg nicht die Spur einer Chance – letztlich waren die Muldestädter mit dem Ergebnis noch gut bedient. Von Beginn an sprühten die Schwarz-Gelben vor Spielfreude, die Gäste hatten gegen diesen Gegner nichts entgegenzusetzen. War der 0:1-Pausenrückstand für die Mannschaft von Trainer Hans Welwarsky zunächst noch einigermaßen erträglich, sorgten die jungen Dynamos mit einem Doppelschlag Mitte der zweiten Hälfte für klare Fronten. Dabei traf Ralf Minge aus dem Oberliga-Kader zum zwischenzeitlichen 3:0 (74.), welcher nach Verletzungspause Spielpraxis im Reserve-Team bekam.

© Tom Rietzschel


Der Spieltag in der Übersicht

Samstag, 20.08.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr

Motor Suhl – Motor „Fritz Heckert“ Karl-Marx-Stadt  1:0 (1:0)

Suhl: Müller – Seiler, Böttcher, Schröder, Hüttl, Jertschewski, Kurth, Seyfarth, Hetzelt (ab 65. Friedemann), Roß, Brumme – Trainer: Stein

Motor „Fritz Heckert“: Dittrich – Kempe, Boensch, Henker, Eitemüller, Schöler, Tipold, Gerstenberger, Körner (ab 75 Schubert), Bletsch, Barthel (ab 75. Mäthe) – Trainer: Fuchs

Schiedsrichter: Demme (Schloßvippach) – Tor: 1:0 Brumme (11.) – Gelbe Karte: Seyfarth (Suhl) – Zuschauer: 1.000 im Sportpark der Freundschaft zu Suhl


Samstag, 20.08.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr

Chemie Leipzig – Stahl Riesa  2:1 (0:0)

Chemie Leipzig: Saumsiegel – Jack, Barth, Patula, Schleier, Illge, Thiemig, Engelmann, Pietsch, Weiß, Rösler – Trainer: Dr. Slaby

Riesa: Kuhl – Kretzschmar, G. Kerper (ab 65. Uwelius), St. Dünger, Wude, Schulz, A. Müller, Drabow, Herfurth, Maaß (ab 30. Martick), J. Pfahl – Trainer: Lienemann

Schiedsrichter: Purz (Cottbus) – Tore: 1:0 Rösler (60.), 2:0 Weiß (80., Foulstrafstoß), 2:1 Pfahl (90., Foulstrafstoß) – Gelbe Karten: Pietsch, Weiß – G. Kerper, Schulz, A. Müller – Rote Karten: Schulz (Riesa) wegen wiederholten Foulspiels (26.) – Zuschauer: 4.500 im Georg-Schwarz-Sportpark zu Leipzig

 

Feldverweis stellt Riesa ins Abseits

Leipzig. In einem Duell zweier Staffelfavoriten gelang Chemie Leipzig ein wichtiger Heimsieg gegen Oberliga-Absteiger Stahl Riesa. Nach dem mageren 1:1-Unentschieden am vergangenen Sonntag beim Aufsteiger Borna waren die Leutzscher schon etwas in Zugzwang geraten, doch nach dem 2:1-Erfolg herrschte allgemeine Zufriedenheit im Georg-Schwarz-Sportpark. Dabei half den Chemikern ein Platzverweis gegen den Riesaer Matthias Schulz, der frühzeitig wegen wiederholten Foulspiels von Schiedsrichter Reinhard Purz (Cottbus) mit Rot des Feldes verwiesen wurde (26.). In Überzahl erlangte Chemie mehr und mehr Spielkontrolle, durch Treffer von Uwe Rösler (60.) und einen von Matthias Weiß verwandelten Foulstrafstoß (80.) drückte man die Überlegenheit schließlich auch im Ergebnis aus. Zwar wurde es in der Schlussphase noch einmal eng, doch mehr als der Anschlusstreffer gelang Riesa nicht.

© Tom Rietzschel


Samstag, 20.08.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr

Fortschritt Bischofswerda – TSG Markkleeberg  0:0

Bischofswerda: Groß – Bär, Schmidt, Petersohn, Bank, Gräulich, Stohn, Kleditzsch, Werner (ab 60. Wünsche), Schiemann (ab 75. Gnauck), Merkel – Trainer: Gumz

Markkleeberg: Walther – Görke (ab 46. Brix), Fritsche, Hoja, Jentzsch, Altmann, Schenkel, Tillmann, Oehmig, Moldt, Trommer – Trainer: Erler/Matoul

Schiedsrichter: Bley (Sehma) – Gelbe Karten: Gräulich – Fritsche, Jentzsch – Zuschauer: 3.000 im Stadion der Jugend zu Bischofswerda


Sonntag, 21.08.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr

Chemie Böhlen – Aktivist Borna  0:0

Böhlen: Suchantke – Arnold, Steinert, Wunderlich, Kamenz, Becher (ab 46. Stapelfeld), Nolting, Kugler (ab 69. Seefeldt), Kirsten, Ferl, Hanske – Trainer: Struppert

Borna: Bochmann – Hermanns (ab 46. Richter), Geppert, Quaas, Majetschak, Glöckner, Rinkau, U. Schneider, Thormann (ab 79. Liptow), Martin, Adler – Trainer: Göcke

Schiedsrichter: Hagen (Dresden) – Gelbe Karten: keine – Zuschauer: 2.700 im Stadion an der Jahnbaude zu Böhlen

 

Neuling Borna mit nächstem Teilerfolg gegen Top-Team

Böhlen. Als beachtlich kann man auch den erneuten Punktgewinn von Neuling Aktivist Borna einordnen. Nach dem 1:1-Heimremis gegen Chemie Leipzig trotzte man auch Chemie Böhlen beim torlosen 0:0 an der Jahnbaude einen Zähler ab – Respekt! Beide Teams haben nach den ersten beiden Begegnungen zwei Unentschieden auf dem Konto, womit vor allem die Böhlener nicht zufrieden sein können.

© Tom Rietzschel


Sonntag, 21.08.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr

Motor Nordhausen – Motor Weimar  0:1 (0:1)

Nordhausen: Zanirato – Etzrodt, Gerlach, Boegelsack, Brotzmann, Kiel, Müller, U. Mappes (ab 46. Kufs), Nauber, Thon, Heider (ab 70. Löder) – Trainer: Schwenzfeier

Weimar: Benkert – Karczmarczyk (ab 65. Lauke), Linde, Deppe, Habi, Große, Röder (ab 70. Langer), Heinzelmann, Machowski, Wengefeld, Puschner – Trainer: Hinkelmann

Schiedsrichter: Escher (Altenfeld) – Tor: 0:1 Röder (8.) – Gelbe Karten: Thon – Karczmarczyk, PuschnerZuschauer: 1.100 im Albert-Kuntz-Sportpark zu Nordhausen


Sonntag, 21.08.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr

Wismut Gera – Chemie Buna Schkopau  5:3 (3:0)

Gera: D. Gottschalk – Leinen (ab 74. Hermannstädter), Patzer, Hintz (ab 62. Günther), Lublow, Töpfer, Häußler, Kraft, Kunzmann, Kunde, Hoffmann – Trainer: Haustein

Schkopau: R. Gottschalk – Schumann, Krüger, Strozniak, Fülle (ab 81. Meichsner), V. Schmidt, Krostitz, Scholz, Wagner, Zorn, Papst – Trainer: Lisiewicz

Schiedsrichter: Heller (Leipzig) – Tore: 1:0 Kunzmann (7.), 2:0 Hoffmann (15.), 3:0 Töpfer (25.), 3:1 Papst (54.), 3:2 Scholz (58.), 4:2 Töpfer (73.), 5:2 Hoffmann (84.), 5:3 Krostitz (86., Foulstrafstoß) – Gelbe Karten: Leinen – KrügerZuschauer: 1.600 im Stadion der Freundschaft zu Gera

 

Tag der Offenen Tür in Gera

Gera. Nach dem letztwöchigen glanzvollen 4:1-Heimsieg über Motor Nordhausen, was zeitgleich die erste Tabellenführung in der neuen Saison einbrachte, hat es Chemie Buna Schkopau diesmal richtig böse erwischt. Im Geraer Stadion der Freundschaft kamen die Schkopauer bei der Wismut-Elf klar mit 3:5 unter die Räder, wobei man bei einem 0:3-Pausenrückstand sogar ein eventuelles Debakel ins Kalkül ziehen musste. In den ersten 45 Minuten lief Buna nur hinterher, Trainer Rainer Lisiewicz erkannte seine Elf im Vergleich zur Vorwoche gar nicht wieder. Gera lieferte richtig starke erste 45 Minuten ab, durch Treffer von Peter Kunzmann (7.), Sylvio Hoffmann (15.) und Thomas Töpfer (25.) schien man den Gegner regelrecht demontieren zu wollen. Dies änderte sich jedoch nach Wiederanpfiff, als Buna durch zwei Treffer binnen vier Minuten auf 3:2 herankam (54., 58.). Das Geschehen wogte nun hin und her, doch zogen die Ostthüringer den Kopf gerade noch rechtzeitig aus der Schlinge. Mit dem 4:2, abermals von Töpfer erzielt (73.), bog die Wismut-Elf nun endgültig auf die Siegerstraße ein. Hoffmann ließ, ebenfalls mit seinem zweiten Treffer (84.), letztlich keinen Zweifel mehr am verdienten Geraer Sieg aufkommen. Da spielte es auch keine Rolle mehr, dass die Gäste durch einen von Holger Krostitz verwandelten Foulstrafstoß kurz vor Spielende noch einmal auf 5:3 verkürzen konnten (86.). Mit diesem Sieg unterstrich die Mannschaft von Trainer Wolfgang Haustein den letztwöchigen 3:1-Erfolg in Eisleben und hätte mit zwei Siegen aus den ersten beiden Spielen den Auftakt nicht besser meistern können. Weiterhin entschied Wismut-Keeper Dirk Gottschalk mit diesem doppelten Punktgewinn das interne Duell gegen seinen drei Jahre älteren Bruder Ralf, der auf Seiten Bunas das Tor hütete. 1.600 Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten. Sofern man der Wismut-Elf die Daumen drückte, hatte sich der Ausflug am Sonntagnachmittag vollends gelohnt.

© Tom Rietzschel


Sonntag, 21.08.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr

Vorwärts Dessau – Dynamo Eisleben  1:0 (0:0)

Dessau: Weigang – Adomeit, Sauer, Retschlag, Körner, Werner, Holick (ab 76. Pohlers), Wolf, Naumann (ab 57. Borkowski), Borchardt, Reimer – Trainer: Miller

Eisleben: Friedrich – Anders, Gehlhaar, Rennert, Hoffmann, Schmidt, Georgi, Romanowsky, Krieg, Hanas (ab 59. Bedranowsky), Auffenbauer  Trainer: Rothe

Schiedsrichter: Weise (Pößneck) – Tore: 1:0 Werner (64.) – Gelbe Karten: keineZuschauer: 2.100 im Paul-Greifzu-Stadion zu Dessau

 

Dessau legt Top-Saisonstart hin

Dessau. Vorwärts Dessau bestätigte den letztwöchigen 1:0-Auftakterfolg in Thale nun mit einem Heimsieg über Dynamo Eisleben. Dieser fiel zwar wiederum mit 1:0  recht knapp aus, doch wichtig für Trainer Harro Miller waren einzig die zwei Punkte. Vorwärts bestimmte zwar weitgehend die Szenerie, doch Eisleben stand kompakt in der Defensive und war mit gelegentlichen Kontern stets gefährlich. Vorwärts verlor jedoch nicht die Geduld und wurde Mitte der zweiten Hälfte belohnt. Ronald Werner zog aus der Distanz staubtrocken ab – Dynamo-Keeper Volker Friedrich war gegen dieses Geschoss absolut machtlos (64.). In der Folgezeit taten die Gäste natürlich mehr für die Offensive, doch wie bereits in der Vorwoche ließ die ASG-Hintermannschaft um den umsichtigen Libero Roland Sauer kaum etwas zu. Stattdessen hätte man in Schlussphase sogar noch erhöhen können, doch ließ die Mannschaft zahleiche gute Kontermöglichkeiten ungenutzt.

© Tom Rietzschel


Sonntag, 21.08.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr

Robotron Sömmerda – Stahl Thale  2:1 (2:0)

Sömmerda: Oevermann – Baumbach, Köberlein, Weiß, Franke, Becker, Graf, Vlay, Schröter (ab 79. Schlieck), Fehrenbacher, Busse – Trainer: Menz

Thale: Große – Steinat, Winter, Fuchs, S. Keller, B. Teichmann, Adamczak, Fischer (ab 46. Losse, ab 84. Hantke), Hahne, Günther, Weiß – Trainer: O. Keller

Schiedsrichter: Guse (Jena) – Tore: 1:0 Schröter (32.), 2:0 Vlay (36.), 2:1 Weiß (81.) – Gelbe Karten: Steinat, Winter (beide Thale) – Zuschauer: 1.400 im Kurt-Neubert-Sportpark zu Sömmerda


Sonntag, 21.08.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr

Dynamo Dresden II – Motor Grimma  4:0 (1:0)

Dresden II: Schulze – Sack, Maucksch, Ritter, Büttner, Prasse (ab 74. Vogel), Minge, Neitzel, Jähnig, Scholtissek, Milde – Trainer: Dörner

Grimma: Lorenz – Nehring, Großmann, St. Grabinski, Blankenburg, Wimberger, Vatter (ab 83. Deuse), Ulbricht, Thalmann (ab 17. Eichhorn), Liebers, Hunger – Trainer: Welwarsky

Schiedsrichter: Dr. Schukat (Dölbau) – Tore: 1:0 Neitzel (16.), 2:0 Milde (71.), 3:0 Minge (74.), 4:0 Jähnig (90.) – Gelbe Karten: keineZuschauer: 500 in der Sportstätte Pieschener Allee zu Dresden


Tabelle


Der nächste Spieltag

TSG Markkleeberg – Motor „Fritz Heckert“ Karl-Marx-Stadt Mi., 24.08.1988 • 17.00 Uhr
Motor Grimma – Fortschritt Bischofswerda Mi., 24.08.1988 • 17.00 Uhr
Stahl Thale – Dynamo Dresden II Mi., 24.08.1988 • 17.00 Uhr
Dynamo Eisleben – Robotron Sömmerda Mi., 24.08.1988 • 17.00 Uhr
Chemie Buna Schkopau – Vorwärts Dessau Mi., 24.08.1988 • 17.00 Uhr
Motor Weimar – Wismut Gera Mi., 24.08.1988 • 17.00 Uhr
Aktivist Borna – Motor Nordhausen Mi., 24.08.1988 • 17.00 Uhr
Stahl Riesa – Chemie Böhlen Mi., 24.08.1988 • 17.00 Uhr
Motor Suhl – Chemie Leipzig Mi., 24.08.1988 • 17.00 Uhr