Datum: Sonntag, 08.12.2002
Anstoß: 13.00 Uhr
Spielort: Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportanlage, Neugersdorf
Ergebnis: 0:1 (0:1)
Zuschauer: 199
OFC Neugersdorf – SV 1919 Grimma 0:1 (0:1)
Neugersdorf: Braniš – Maglica, Ladra, Winkler, Hecht, Uhlig (ab 62. Haasler), Fröhlich (ab 16. Študeny), Šigan, Havel, Miltzow, Behring (ab 80. Kästner) – Trainer: Berndt
Grimma: Winkler – Massner, Wohllebe, Zaulich, Ziffert, Saalbach, Schober, Liebich (ab 76. Großmann), Mähne, Pörschmann (ab 90. Braun), Müller – Trainer: Lisiewicz
Schiedsrichter: Gerber (Hohenstein-Ernstthal) – Tor: 0:1 Liebich (8.) – Gelbe Karten: Šigan – Mähne – Zuschauer: 199 in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportanlage zu Neugersdorf
Grimma holt sich auswärts noch drei Oberliga-Punkte
SV 1919 geht mit Polster in die Winterpause
Neugersdorf. Mindestens noch drei Punkte wollten die Oberliga-Fußballer des SV 1919 Grimma aus den letzten beiden Spielen der Hinrunde einfahren. Da sie ihr Heimspiel gegen Cottbus (Amateure) mit 0:1 in den Sand setzten, waren sie nun am Sonntag in die Pflicht genommen. Zumal sie ja mit Neugersdorf aus der vergangenen Saison gleich zwei Rechnungen offen hatten.
Vor der Begegnung hatte Trainer Rainer Lisiewicz mehr Durchsetzungsvermögen von seinen Stürmern gefordert. Das setzte Mirko Liebich dann auch gleich in die Tat um und brachte die Grimmaer frühzeitig in Führung (8.). Dass es das einzige Tor der Partie bleiben sollte, ahnte wohl keiner. Denn auf dem harten Geläuf entwickelte sich doch ein ansehenswertes Spiel, an dem auch die Gäste ihren Anteil hatten.
Die ganz großen Strafraumszenen blieben bis auf ein paar Ausnahmen Mangelware. Das war nicht zuletzt ein Verdienst der stark agierenden Grimmaer Hintermannschaft mit Keeper Ronny Winkler, Kapitän Steffen Ziffert, Thomas Massner und Marcus Saalbach. Zwar trafen die Gastgeber einmal durch Havel den Pfosten (35.). Doch das machte Daniel Wohllebe, der – wie auch Ragnar Zaulich – hervorragend auf der Außenbahn spielte, mit einem Lattenkracher zehn Minuten später wieder wett. „Auffällig war, dass wir sehr viele Zweikämpfe gewannen“, lobte Rainer Lisiewicz. Einen nicht kleinen Anteil hatte daran André Schober, der im zentralen Mittelfeld wieder gut aufspielte. Überhaupt überzeugten er und die Mittelfeldspieler Thomas Mähne und Andy Müller mit hoher Laufbereitschaft und Pässen, die in Mirko Liebich und Heiko Pörschmann dankbare Abnehmer fanden.
Nur ein Manko hatte das Spiel der Gäste: Bei den Kontern fehlte dann oft der entscheidende Pass. Auch gut, denn so konnten sich die 199 Zuschauer an einer Partie erwärmen, die bis zum Schlusspfiff spannend blieb. Den Grimmaern konnte es sowieso egal sein – gewonnen ist gewonnen.
Mit 22 Punkten und einem ausgeglichenen Torverhältnis nehmen sie nun einen guten Mittelfeldplatz in der Tabelle ein. „So gut standen wir noch nie da“, freute sich der Coach. Und das, obwohl der SV 1919 in dieser Hinrunde nur fünf echte Heimspiele hatte.
© Andreas Rücker
1:0 – Grimma in der Lausitz erfolgreich
Neugersdorf. Das Glück, gepaart mit dem nötigen Können vor allem in der ersten Spielhälfte, war diesmal auf der Seite der Gäste aus Grimma. Mit 1:0 besiegten sie gestern den OFC Neugersdorf. Liebichs früher Treffer sollte gleichzeitig die Entscheidung für die Lisiewicz-Elf bedeuten.
Der Torschütze hatte einen groben Abwehrschnitzer genutzt, konnte völlig frei stehend treffen Die Antwort der Gastgeber blieb nicht aus, denn es entwickelte sich eine Partie mit vielen Zweikämpfen. Glück für beide Teams, dass jeweils Holz im Wege stand. Zunächst knallte Havel den Ball an den Grimmaer Pfosten (35.) und fünf Minuten darauf jagte Müller das Leder ans Lattenkreuz der Lausitzer. Die hätten zumindest einen Punkt erkämpfen können, denn Miltzow brachte aus drei Metern den Ball nicht im Gäste-Tor unter.
So konnte das Team vom OFC Neugersdorf in Hälfte zwei aufspielen wie es wollte – ein Treffer gelang ihm nicht mehr. Der SV 1919 Grimma hat sich nach diesem umkämpften Auswärtserfolg im Mittelfeld platziert, sieht sich so für viele gute Partien in den letzten Wochen belohnt.
© Andreas Rücker
Grimma siegt dank Liebich
Neugersdorf. Der SV Grimma hat sich durch einen knappen 1:0-Sieg beim OFC Neugersdorf weiter im Mittelfeld festgesetzt.
Miltzow hatte auf schwer bespielbarem Geläuf die erste Chance für den OFC. Aus zehn Metern verzog er knapp. Einen groben Abwehrschnitzer nutzte Liebich zur Führung. Freistehend hatte er keine Mühe, den Ball im Tor unterzubringen. Es entwickelte sich ein munteres Spiel. Zunächst scheiterte Havel (35./OFC) mit einem strammen Schuss am Pfosten. Auf Grimmaer Seite visierte Müller (40.) das Lattenkreuz an. Die beste Chance vergab aber Miltzow (43.), als er den Ball aus drei Metern neben das Gehäuse der Grimmaer schoss. Zuvor parierte Winkler einen Freistoß-Kracher wegfaustete.
Nach dem Wechsel spielte nur der OFC. Die Grimmaer verteidigten mit Mann und Maus und ließen nur wenige Chancen zu. Eine davon nutzte Havel, der aus elf Metern das vermeintliche Ausgleichstor erzielte. Da aber ein Foulspiel von Behring der Aktion vorausging, konnte der Treffer nicht anerkannt werden. Mit zunehmender Spielzeit versuchten es die Neugersdorfer mit Fernschüssen. Doch Havel und Maglica verfehlten das Gehäuse knapp.
© MDR online
Samstag, 07.12.2002 • Anstoß: 13.00 Uhr
FC Sachsen Leipzig – VfB 09 Pößneck 2:1 (2:1)
FC Sachsen: Eckstein – Bergner, Radojičić (ab 83. Geißler), Rietschel, Kujat, Schönberg, Kittler, Cramer, Müller, Nemec, Kopunović – Trainer: Raab
Pößneck: Wohlfahrt – Daum, Bartholmé, Ludwig, Heidler, Krause (ab 4. Wieduwilt), Penzel (ab 46. Mußler), Stumpe, Fritzsche, Reimann, Walther – Trainer: Vogel
Schiedsrichter: Fehlow (Zaastow) – Tore: 1:0 Nemec (26.), 1:1 Reimann (31.), 2:1 Kopunović (45.) – Gelbe Karten: Radojičić – Penzel, Krause, Walther – Gelb-Rote Karten: Kujat (FC Sachsen) wegen wiederholten Foulspiels (89.) – Zuschauer: 1.340 im Alfred-Kunze-Sportpark zu Leipzig
Überlegen, aber FC Sachsen muss bis zum Abpfiff zittern
Leipzig. Viel fehlte nicht und dem FC Sachsen wäre die gestrige Weihnachtsfeier vermiest worden: Sonnabend-Gegner VfB Pößneck blieb nämlich bis zum Abpfiff ein widerspenstiger Kontrahent, gab er sich doch erst mit dem Abpfiff geschlagen. Da wurde es gestern im Leutzscher Lager noch als schöne Zugabe empfunden, dass Ortsrivale VfB in Dresden Punkte ließ.
„Abgerechnet wird nach der Relegation gegen den Nord-Meister, dann erst steht der Regionalliga-Aufsteiger fest“, dämpfte Sachsen-Coach Jürgen Raab als Realist alle Träumereien. Aber Freuen war erlaubt. Erst recht nach einer Partie gegen die Thüringer, die klar dominiert wurde, bei der nur eines fehlte, nämlich einige Tore mehr. Den Gästen muss das Kompliment gelten, bis zum Schluss um ein besseres Ergebnis bemüht gewesen zu sein. Vor allem Libero Gunnar Daum und der keinen Zentimeter Rasen auslassende Christian Reimann bereiteten den Gastgebern Probleme.
Die gingen wie erwartet in Führung. Sehenswert, wie Petr Nemec den Ball nach Roman Müllers Zuspiel – rückwärts zum Tor stehend – über Pößnecks Keeper und die Linie schlenzte. Doch fünf Minuten darauf entwischte Reimann seinem Manndecker Radiša Radojičić – 1:1. Der Treffer von Velibor Kopunović zum 2:1 (Zuspiel Frank Rietschel) rückte die Spielverhältnisse aber noch vor der Pause wieder zurecht.
Doch nach dem Wechsel begann die Leidenszeit für die Fans, die sich bei Minusgraden mit weiteren Torrufen erwärmen wollten. Doch nichts mehr gelang, so sehr sich auch Nemec, Heiko Cramer oder Piet Schönberg mühten. Trainer Raab wusste einen Grund, weshalb allerhand Sand ins Getriebe kam. „Da wir das Spiel machen mussten, war dieser Untergrund für unsere Aktionen Gift.“ Der Platz war zwar gut präpariert, aber eine ebene Rasenfläche ist es noch nicht wieder. Da hatten es die Gäste tatsächlich leichter, die sich zumeist mit sieben, acht Mann am und im Strafraum postierten, um dann mit zwei, drei Kontern die aufgerückte Abwehr der Leutzscher in Aufregung zu versetzen.
„Pößneck hat es uns schwer gemacht, wir mussten bis zum Abpfiff zittern“, sprach Raab die Szene an, als der Ball plötzlich im Sachsen-Tor landete. Aber die Schiedsrichterin hatte sich diesmal auf den Abseits-Wink ihres Linienrichters verlassen können. Während Manndecker Radojičić einen schwachen Tag erwischte, übertrieb Kujat den Einsatz, durfte vor dem Abpfiff schon in die Kabine. „Gelb-Rot war überflüssig“, bereute der Sünder. Vielleicht war er mit den Gedanken bereits auf dem OP-Tisch. Morgen wird er in Leipzig an der Leiste operiert.
© Eberhard Schmiedel • Leipziger Volkszeitung
Nullnummer, Arbeitssieg! Wohl nix Herbstmeister – aber: FC Sachsen vor dem VfB!
Leipzig. Der Punktverlust des VfB machte es möglich: Lokalrivale FC Sachsen (durch das bessere Torverhältnis) an der Tabellenspitze! Aber auch bei den Leutzschern wird es wohl nix mit der Herbstmeisterschaft. Den Jenaern (5:0-Kantersieg in Magdeburg) genügt kommenden Freitag im Nachholer gegen Zwickau nämlich schon ein Punkt, um selbst auf Platz Eins zu springen.
Zum FC Sachsen: Ein Arbeitssieg (2:1) sprang vor 1.340 Fans gegen Pößneck raus. Und auch Trainer Jürgen Raab beklagte sich über die katastrophalen Bodenverhältnisse: „Die waren das blanke Gift für unseren Spielfluss. Aber zumindest haben wir diese Hausaufgabe gelöst.“ Petr Nemec lupfte das 1:0 rein (26.). Nach Patzern von Kevin Kittler und Radisa Radojičić traf Reimann nach einem Konter zum Ausgleich (31.). Velibor Kopunović war es dann, der eine Rietschel-Eingabe aus zwei Metern über die Linie drückte (44.). Jürgen Raab: „Dann haben wir es versäumt, das dritte Tor nachzulegen. Mussten deshalb bis zum Ende zittern. Zumal bei dem Boden selbst Schüsse aus 30 Metern gefährlich werden können.“ Und die Leutzscher das Spiel mit zehn Mann (Platzverweis für Ronny Kujat) über die Bühne bringen mussten.
Reichte jedoch. Und zum zweiten Mal in dieser Saison steht man damit vor dem Lokalrivalen aus Probstheida. Klar, dass deshalb auf der gestrigen Weihnachtsfeier im Marriott-Hotel kräftig darauf angestoßen wurde...
© Stefan Krause • BILD Leipzig
Tapfere Pößnecker lassen Favoriten um Sieg zittern
Leipzig. Oberliga-Neuling VfB 09 Pößneck verabschiedet sich mit einer knappen 1:2-Niederlage beim FC Sachsen Leipzig und auf dem zwölften Tabellenplatz in die verdiente Winterpause.
Die Fußballer aus Leipzig-Leutzsch, einer der Staffelfavoriten, mussten bis zur Schlusssekunde um den Sieg bangen. Die Pößnecker waren stark ersatzgeschwächt angetreten. „Was wäre wohl drin gewesen, wenn wir alle Spieler an Bord gehabt hätten?“, fragte sich nach Spielende im Alfred-Kunze-Sportpark nicht nur Silke Vogel, die Frau des Pößnecker Trainers. Obwohl der Sieg des Favoriten nach Toren von Cramer (26.) und Kopunović (46.), bei einem Gegentreffer durch Christian Reimann zum 1:1-Ausgleich (31.), am Ende verdient war, holte sich der Liga-Neuling auf fremden Rasen wieder große Anerkennung.
„Heute brauchen wir uns nicht zu schämen“, war sich Mannschaftsleiter Heinrich Linke mit vielen Beobachtern einig. „Die Pößnecker haben es uns verdammt schwer gemacht“, zeigte sich der Trainer der Gastgeber, Jürgen Raab, nach der Partie angesichts der drei Punkte erleichtert.
„Die Mannschaft ist auf einem guten Weg“, würdigt Gert Heidler, Ex-Nationalspieler aus Dresden und Vater von VfB 09-Kicker Peter Heidler. „Mir gefällt, dass sich die Mannschaft offen präsentiert und nicht einfach nur in die Defensive stellt“, so Heidlers Fazit nach dem Leipzig-Spiel, das er sich angesehen hatte.
Mit dem 1:2 zum Abschluss der Hinrunde konnte auch Tino Vogel gut leben: „Wir wussten, was uns hier erwartet, zumal sehr wichtige Spieler fehlten. Kompliment an meine Mannschaft, mit etwas mehr Glück war auch der Ausgleich drin. Hervorragend war der Einsatz von Gunnar Daum, der über 90 Minuten Libero spielte.“ Vogel wünscht sich ansonsten, dass „langsam die Pößnecker Sponsoren wach werden und anerkennen, was die Mannschaft bisher geleistet hat.“
© Ostthüringer Zeitung
Oberliga-Neuling in Leutzsch unbeeindruckt
Leipzig. Der VfB 09 Pößneck kam bei seiner Oberliga-Premiere beim FC Sachsen Leipzig nicht um eine 1:2 (1:2)-Niederlage herum. Dennoch boten die Gäste in Leutzsch unbekümmerten und geradlinigen Fußball. Nicht weniger als sieben Akteure standen VfB-Trainer Tino Vogel nicht zur Verfügung: Ceesay, Scheuerl (je 5. Gelbe Karte), Hanf, Lässig, Heynig, Dienst und Förster.
Daum spielte einen umsichtigen und stellungssicheren Libero. Überhaupt stand die Abwehr der Pößnecker gut, obwohl mehrere Manndecker fehlten. Die Leutzscher erzeugten viel Druck, konnten aber den Oberliga-Neuling im Wesentlichen nicht beeindrucken. Wohlfahrt, der mehrmals im Brennpunkt stand, musste u. a. einen platziert getretenen Freistoß von Cramer (10.) über die Querlatte lenken.
Schon zu dieser Zeit trat Reimann über Konter in Aktion (14., 20.). Den Abschluss aber verhinderten die Gastgeber. Mit einigen Faustparaden bereinigte Wohlfahrt im Tor mehrere brenzlige Situationen. Cramer vergab eine Leipziger Möglichkeit (20.), Eckstein konnte Heidlers Eckball nur wegfausten und Fritzsche schoss im Nachsetzen daneben.
Dann das Führungstor der Leipziger. Kopunović setzte sich am linken Flügel durch, und seine Eingabe schlenzte Nemec zum 1:0 ins Tor (26.). In dieser Phase kam der VfB immerhin auf fünf Eckbälle, die aber zu keinem Torerfolg führten. Erst Bartholmes 40-Meter-Solo war die Vorarbeit für den Ausgleich der kampfstarken Pößnecker. Reimann übernahm das Leder und schoss aus acht Metern flach ins Eck zum 1:1 (31.).
Die Leutzscher drängten auf die erneute Führung. Aber Wohlfahrt holte Kujats Geschoss aus dem Eck (35.) und Daum stoppte den Ex-Erfurter Schönberg. Fast mit dem Pausenpfiff kamen die Gastgeber zur erneuten Führung. Rietschel flankte aus Rechtsaußenposition und Kopunović verwandelte aus Nahdistanz zum 2:1 (45.).
Nach der Pause suchten die Leipziger die Vorentscheidung, aber Pößneck hielt dagegen. Zweimal in Folge klärte Wohlfahrt, als er Schüsse von Kopunović entschärfte. Walther mit Freistoß (62.) und Reimann nach Zuspiel von Walther, der knapp am kurzen Pfosten vorbei schoss (68.), das waren Möglichkeiten der Pößnecker.
Obwohl die Gastgeber weiter Druck machten, steckten die Pößnecker nicht auf und gaben sich nicht geschlagen. Walthers Ausgleichstor kurz vor Schluss zum 2:2 wurde wegen Abseits nicht anerkannt. Die Pößnecker boten im Alfred-Kunze-Sportpark eine starke Leistung und können mit 18 Punkten und mit dem 12. Tabellenplatz in der Oberliga Süd überwintern.
© Ostthüringer Zeitung Pößneck
Tabellenführer nur für eine Nacht?
Leipzig. Die ehemalige Mannschaft von Jürgen Raab startete sehr verhalten, kam in den ersten 15 Minuten kaum aus der eigenen Hälfte. Doch wer sich da schon auf ein Schützenfest gefreut hatte, wurde enttäuscht. Denn die Leipziger taten sich vor allem mit der Chancenverwertung schwer, konnten das erste Tor nicht erzielen. Als es dann endlich doch klappte, war der Spielfluss längst nicht mehr so zwingend, kamen die Anspiele schon lange nicht mehr so genau, wurden die Zweikämpfe nicht mehr so oft gewonnen. Trotzdem: Hier spielte nur eine Mannschaft – der Gastgeber! Herrlich auch das Tor zur Führung: Müllers scharfe Hereingabe von der linken Seite ließ der Tscheche Nemec nur ganz leicht über den Außenrist schnippeln. Der Ball hob sich tückisch über den Pößnecker Torwart Wohlfahrt hinweg, senkte sich hinter ihm ins Netz und es stand 1:0 (26.). Erneut ein Treffer des Tschechen, der ja so unglücklich in die Saison gestartet war und lange einem Tor hinterherhechelte.
Doch irgendwie war der Faden weg. Schlampigkeiten und Ungenauigkeiten schlichen sich ins Leipziger Spiel ein. Im Aufbau von hinten offenbarte vor allem Bergner Schwächen, aber auch Rietschel und Radojičić hatten nicht ihren stärksten Tag. So konnten die Gäste immer wieder gefährlich über ihren einzigen Stürmer Reimann Gegenangriffe inszenieren. Der körperlich starke, aber auch schnell fallende Mittelstürmer ließ in der 31. Minute seinen Gegenspieler Radojičić ziemlich alt aussehen, als er einen 20-Meter-Sprint mit Ball (!) für sich entschied und auch noch Eckstein mit einem trockenen Schuss ins lange Eck düpierte. Das 1:1 – überraschend und vor allem gefährlich. Denn die Leutzscher brauchten doch eine Weile, um sich zu erholen von diesem Rückschlag. Zum Glück behielt Schönberg den Überblick, als er Kapitän Rietschel mit einem schönen Pass rechts auf die Reise schickte. Der hob den Ball vors Pößnecker Tor, wo Kopunović aus zwei Metern wuchtig vollendete (45.). Psychologisch wichtig, dieser Treffer vor der Pause!
Doch die Gäste brachen nicht zusammen, sondern wurden jetzt stärker. Über Reimann inszenierten sie immer wieder schnelle Konter, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden. Ruhe kehrte indes ins FCS-Spiel nicht ein. Es fehlte ganz einfach der dritte Treffer, der mehrfach in der Luft lag, aber Nemec, Kramer, Kopunović ließen selbst beste Chancen aus. So musste bis zum Schluss höllisch aufgepasst werden, dass nicht doch noch ein Blitzangriff der Gäste den dreifachen Punktgewinn in Frage stellte.
Trainer Jürgen Raab sparte nach dem Match nicht mit Komplimenten: „Ich bin erst mal froh, dass wir gewonnen haben. Pößneck hat es uns verdammt schwer gemacht. Aber wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.“ Und für eine Nacht mindestens ist der FC Sachsen Leipzig nun, wo er am Ende der Saison auch stehen will: an der Tabellenspitze. Klar, dass heute mit Argusaugen der Videotext beobachtet wird. Denn wer weiß: Vielleicht bleibt man auch nach diesem Spieltag auf dem heiß begehrten Tabellenplatz.
© Jens Fuge • SachsenSonntag
Sachsen Leipzig wieder an der Spitze
Leipzig. Der FC Sachsen hat erwartungsgemäß sein Heimspiel gegen Pößneck mit 2:1 gewonnen und zwischenzeitlich die Tabellenspitze der Oberliga Süd übernommen.
Nach 26 Minuten Dauerdruck erlöste Nemec die Sachsen, als er nach einer schönen Kombination die Flanke von Müller verwertete. Zuvor hatte Cramer mit einem Freistoß von der Strafraumgrenze den Gästekeeper zu einer Großtat gezwungen. Völlig überraschend fiel der Ausgleich. Reimann ließ Radojičić stehen und traf aus acht Metern. Mit dem Pausenpfiff brachte Kopunović nach Rechtsflanke die Leutzscher wieder in Führung. Aus sechs Metern hatte er keine Mühe.
Nach dem Wechsel das gleiche Bild: Die Leutzscher stürmten ideenlos auf das Pößnecker Tor. Der Leipziger Cramer scheiterte gleich reihenweise: Zunächst brachte er den Ball aus Nahdistanz nicht im Tor unter (50.). Dann wurde sein 18-Meter-Kracher von Keeper Wohlfahrt großartig pariert. Die Thüringer verteidigten zeitweise mit acht neun Leuten und bleiben bei ihren Kontern über Reimann gefährlich. Am Ende sah Kujat wegen einer Notbremse gegen den durchbrechenden Reimann Gelb-Rot.
© MDR online
Samstag, 07.12.2002 • Anstoß: 13.00 Uhr
FSV Zwickau – BSV Eintracht Sondershausen 5:2 (1:0)
Zwickau: Mewes – Krauß, Vogel, Trochocki, Böckel (ab 67. Papp), Chudzik, Gerloff, Köcher, Findeisen, Weiß, Arzt – Trainer: Doege
Sondershausen: Menzel – Rasch, Kloth, Gerschewski, Franz, Tanne, Švejdik, Duft, Krug, Paul (ab 85. Wille), Caspar – Trainer: Venth
Schiedsrichter: Förster (Falkenberg) – Tore: 1:0 Weiß (31.), 2:0 Krauß (59., Foulstrafstoß), 3:0 Chudzik (63.), 3:1 Franz (67.), 4:1 Arzt (71.), 4:2 Caspar (83.), 5:2 Weiß (90.) – Gelbe Karten: Köcher – Rasch, Paul – Zuschauer: 506 im Westsachsenstadion zu Zwickau
Schützenfest in Zwickau
Zwickau. Der FSV Zwickau hat einen klaren Heimsieg gegen Sondershausen eingefahren. Die Partie begann ausgeglichen: Chancen gab es jeweils für Caspar (9.) und Arzt (14.). Mit zunehmender Spieldauer übernahm Zwickau das Heft des Handelns. Schließlich brachte Weiß den FSV aus vier Metern in Führung. Nach der Pause traf Krauß nach Foul an Arzt per Elfer, ehe Gerloff volley den dritten FSV-Treffer markierte. Den Gästen gelang durch Franz der Anschluss, nachdem der Sondershäuser einen Freistoß unhaltbar abgefälscht hatte. Doch Arzt stellte mit seinem Treffer aus acht Metern wieder den alten Abstand her. Für Eintracht nutzte Caspar ein Missverständnis der FSV-Abwehr zum zweiten Thüringer Tor. Doch Weiß traf mit seinem erneuten Treffer zum hochverdienten Endstand.
© MDR online
Dass im Westsachsenstadion noch kein Schnee lag, rettete Eintracht Sondershausen beim FSV Zwickau nicht
Zwickau. Die Hausherren fuhren mit ihrem Gegner trotzdem Schlitten und seiften die Thüringer 5:2 ein. 506 Zuschauer (Negativrekord) konnten die drei Minusgrade dank der drei Pluspunkte verschmerzen, zumal der FSV in der zweiten Halbzeit sein Möglichstes tat, das durchblutungsfördernde Aufspringen, Herumtanzen und Beifallklatschen zu fördern. Diese Leistung war das beste Frostschutzmittel.
Auf gefrorenem Boden gings unterkühlt los. Nach 32 Minuten köpfte Mario Weiß eine Flanke von Tino Findeisen ins Tor, "verlief" sich kurze Zeit später frei vor Keeper Menzel im Strafraum. Viel mehr war nicht.
Nach der Pause taute zuerst Sondershausen auf, doch dann erreichte Zwickau Betriebstemperatur. Holger Krauß per Elfer nach Foul an Sebastian Arzt (59.), Stefan Chudzik Dropkick nach Ecke von Mark Gerloff (63.), Arzt nach Gerloff-Flanke (70.) und Weiß nach Arzt-Ablage (89.) heizten den Gästen ein, die durch Franz (67.) und Caspar (82.) verkürzten. FSV-Trainer Robby Doege fand warme Worte: „Wenn wir jetzt noch in Jena punkten, haben wir eine optimale Ausbeute erreicht.“
© Morgenpost
Samstag, 07.12.2002 • Anstoß: 13.30 Uhr
Hallescher FC – FV Dresden 06 Laubegast abgesagt
► Grund: Unbespielbarkeit des Platzes
Samstag, 07.12.2002 • Anstoß: 13.00 Uhr
SV Wacker 07 Gotha – VfB Chemnitz 0:1 (0:0)
Gotha: Weigel – Otto, Harnisch, Fuhrmann, Schneider, Rustler, Ertmer, Nowacki, Ulrich (ab 62. Winterkorn), Knäbe, Schwesinger – Trainer: i.V. Brenner
VfB Chemnitz: Fröhlich – Schöler, Burkhardt, Laudeley, Kellig, Franke (ab 73. Bergt), Horn, Dittrich, Kunze, Richter (ab 85. Voigt), Pafel – Trainer: Schmitt
Schiedsrichter: Ruzik (Halle) – Tor: 0:1 Franke (51.) – Gelbe Karten: Knäbe – Kellig – Zuschauer: 164 im Volkspark-Stadion zu Gotha
Wacker Gotha behält die Rote Laterne
Gotha. Wacker Gotha behält die Rote Laterne. Wacker 07 Gotha hat trotz Überlegenheit die Chemnitzer nicht bezwingen können und bleibt weiter Schlusslicht.
In Halbzeit eins spielten nur die Thüringer, ohne sich aber die großen Chancen herauszuspielen. Einen Abpraller konnte Knäbe nur zu einem harmlosen Schuss nutzen (17.). Gefährlich wurde es, als Schwesinger den Ball im Strafraum bekam, aber zu zögerlich agierte. Überraschend fiel die Führung der Gäste: Nach einer Ecke schoss Franke aus Nahdistanz ein. Danach zogen sich die Gäste noch weiter zurück. Gotha gelang es nicht, sich Chancen herauszuspielen. Schwesingers 15-Meter-Schuss war zu wenig.
© MDR online
Samstag, 07.12.2002 • Anstoß: 13.00 Uhr
FC Lausitz Hoyerswerda – VFC Plauen 0:0
Hoyerswerda: Katzwinkel – Dörner, Schmidt, Baum, Gierich, Mathiszik (ab 74. Sarodnik), Ballaschk, Strauß, Paulick, Schmeißer, Garbe – Trainer: Peschke
Plauen: Golle – Hölzel, Dashi, Spranger, Richter, Gemeiner, Th. Pannach, Schulze, Neumann, Curri (ab 75. M. Pannach), Zapyshnyi – Trainer: Müller
Schiedsrichter: Schößling (Leipzig) – Gelbe Karten: Schmidt (Hoyerswerda) – Gelb-Rote Karten: Dashi (Plauen) wegen wiederholter Unsportlichkeit (60.) – Zuschauer: 162 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion zu Hoyerswerda
Plauen stolpert in Hoyerswerda
Hoyerswerda. Der VFC Plauen hat beim 0:0 bei Hoyerswerda wichtige Punkte eingebüßt. Bei minus sechs Grad dauerte es über eine halbe Stunde, ehe Schmeißer eine Hundertprozentige auf dem Fuß hatte. Doch der Lausitzer scheiterte aus sechs Metern an Golle. Auf der Gegenseite konnte Curri per 25-Meter-Freistoß (41.) den Keeper Katzwinkel nicht überwinden. Nach der Pause wurden die Gastgeber immer stärker. Zudem brachte Dashi wegen seiner doppelten Meckereinlage die Vogtländer unnötig in Schwierigkeiten. Doch der FSV konnte die Überzahl nicht nutzen. Dem VFC gelang im Anschluss nicht mehr als ein Abseitstor.
© MDR online
Sonntag, 08.12.2002 • Anstoß: 13.00 Uhr
1. FC Magdeburg – FC Carl Zeiss Jena 0:5 (0:2)
Magdeburg: Burmeister – Kallnik, Probst, Uffrecht, Bengs, Dürstel, Kullat (ab 46. Banser), Horn (ab 76. Stary), Kreibich, Holze, Schulz (ab 60. Kühne) – Trainer: Hoffmann
Jena: Berbig – Holetschek, Schwabe, Šugžda, Benedetti, Nowotny (ab 55. Sonnenberg), Treitl, Hempel (ab 60. Manai), J. Zimmermann, Sanchez (ab 72. Jović), Maul – Trainer: Steffens
Schiedsrichter: Binkowski (Berlin) – Tore: 0:1 Holetschek (3.), 0:2 Hempel (8.), 0:3 Šugžda (50.), 0:4 J. Zimmermann (67.), 0:5 Šugžda (83.) – Gelbe Karten: Kreibich – Šugžda, Hempel – Gelb-Rote Karten: Dürstel (Magdeburg) wegen wiederholten Foulspiels (39.) – Zuschauer: 2.621 im Ernst-Grube-Stadion zu Magdeburg
Blitztore durch Holetschek, Hempel
Magdeburg. Die Jenaer zeigten sich von Beginn an überlegen, operierten schneller, druckvoller, gewannen die wichtigsten Zweikämpfe. Frühe Tore, wenn auch mit großzügiger Unterstützung der brüchigen FCM-Abwehr, waren der Lohn. Selbst der sonst so starke Burmeister im Tor patzte. So beim 0:2, als er Hempels 35-Meter-Freistoß durch die Hände rutschen ließ. Berbig machte die einzige zwingende Chance Magdeburgs (Kopfball Holze, 85.) zunichte.
© Hans-Joachim Malli • kicker Sportmagazin
Sonntag, 08.12.2002 • Anstoß: 13.00 Uhr
OFC Neugersdorf – SV 1919 Grimma 0:1 (0:1)
Neugersdorf: Braniš – Maglica, Ladra, Winkler, Hecht, Uhlig (ab 62. Haasler), Fröhlich (ab 16. Študeny), Šigan, Havel, Miltzow, Behring (ab 80. Kästner) – Trainer: Berndt
Grimma: Winkler – Massner, Wohllebe, Zaulich, Ziffert, Saalbach, Schober, Liebich (ab 76. Großmann), Mähne, Pörschmann (ab 90. Braun), Müller – Trainer: Lisiewicz
Schiedsrichter: Gerber (Hohenstein-Ernstthal) – Tor: 0:1 Liebich (8.) – Gelbe Karten: Šigan – Mähne – Zuschauer: 199 in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportanlage zu Neugersdorf
Sonntag, 08.12.2002 • Anstoß: 13.00 Uhr
FC Energie Cottbus Amat. – FC Anhalt Dessau 1:2 (1:0)
Cottbus Amat.: Berntsen – Woltmann, Hujdurović, Nuhs, Lempke, Jahn (ab 86. Wollermann), Handreck (ab 89. Kretschmann), Brychcy, Mattuschka, Reichenberger, Vagner – Trainer: Ullrich
Dessau: Spielau – Westendorf, Kurth, Cervienka, Jeckel, Grosche, Westphal, Duga (ab 87. Gerstmann), Stefke, Ch. Hildebrandt, Dreyer (ab 70. Galytskyi) – Trainer: Murawiew
Schiedsrichter: Schaper (Leipzig) – Tore: 1:0 Reichenberger (30.), 1:1 Ch. Hildebrandt (59.), 1:2 Dreyer (69.) – Gelbe Karten: Lempke, Vagner – Kurth, Stefke – Zuschauer: 129 im Stadion der Eisenbahner zu Cottbus
Sonntag, 08.12.2002 • Anstoß: 13.00 Uhr
FV Dresden Nord – VfB Leipzig 0:0
Dresden Nord: Groß – T. Gaunitz, Ackermann, Härtig, Kostadinov, Scholze, Soltau, Georgi, Linkert (ab 61. Streiber), Jugo (ab 89. Heinisch), F. Gaunitz – Trainer: Baron
VfB Leipzig: Grundmann – Lenz, Großmann, Jülich, Renn, Breitkreutz, Blessin, Embingou, Kanitz, Sadlo, Gunkel – Trainer: Dörner
Schiedsrichter: Oehme (Witzschdorf) – Gelbe Karten: Scholze – Gunkel, Breitkreutz, Blessin, Lenz, Jülich – Rote Karten: Sadlo (VfB Leipzig) wegen einer Tätlichkeit (77.) – Zuschauer: 505 im Stadion Wurzner Straße zu Dresden
Abwehrreihen bestimmten das Spiel
Dresden. Der VfB Leipzig hat durch ein 0:0 beim FV Dresden Nord die Tabellenführung an den Lokalrivalen FC Sachsen verloren. In der ersten Halbzeit des insgesamt gerechten Unentschiedens dominierte der VfB Leipzig. Die beste Chance hatte dabei noch Lenz mit einem 20-Meter-Hammer, den Groß gerade so noch parieren konnte.
Nach dem Wechsel allerdings war das Spiel von beiden Seiten eher taktisch geprägt. Alle wollten zu Null spielen. Was auch gelang, denn die Abwehrreihen leisteten sich kaum Fehler. Ansonsten waren die Keeper zur Stelle. Groß rettete gegen Gunkel und Breitkreuz. Auf der anderen Seite verpassten Jugo und Streiber einen Torerfolg. „Höhepunkt“ des Spiels war somit die Rote Karte für Sadlo, der Härtig mit dem Knie attackiert hatte.
© MDR online
| Nachholspiele vom 16. Spieltag | |
| FC Carl Zeiss Jena – FSV Zwickau | Fr., 13.12.2002 • 20.00 Uhr |
| FV Dresden 06 Laubegast – SV Wacker 07 Gotha | Sa., 14.12.2002 • 13.00 Uhr |
| BSV Eintracht Sondershausen – Hallescher FC | Sa., 14.12.2002 • 13.00 Uhr |
| FC Anhalt Dessau – FC Lausitz Hoyerswerda | Sa., 21.12.2002 • 14.00 Uhr |
| Nachholspiel vom 17. Spieltag | |
| Hallescher FC – FV Dresden 06 Laubegast | Sa., 21.12.2002 • 13.00 Uhr |
