Datum: Sonntag, 24.11.2002

Anstoß: 13.30 Uhr

Spielort: Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion, Hoyerswerda

Ergebnis: 0:0 ► Sportgerichtswertung: 2:0

Zuschauer: 312



NOFV-Oberliga Süd • 15. Spieltag

FC Lausitz Hoyerswerda – SV 1919 Grimma  0:0

► nachträgliche Sportgerichtswertung: 2:0

Hoyerswerda: Katzwinkel – Dörner, Schmidt, Baum, Mathiszik (ab 63. Garbe), Gierich, Strauß, Ballaschk, Paulick (ab 75. Rothenburger), Sarodnik (ab 88. Grun), Schmeißer – Trainer: Peschke

Grimma: Winkler – Wohllebe, Ziffert, Saalbach, Schober, Beyer, Birnbaum, Mähne (ab 57. Knoof), Pörschmann, Pötzsch (ab 90. Quarshiem), Müller (ab 79. Oteng) – Trainer: Lisiewicz

Schiedsrichter: Walter (Zwickau) – Gelbe Karten: Strauß – Wohllebe – Zuschauer: 312 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion zu Hoyerswerda

► Spiel wurde nachträglich vom Sportgericht des NOFV mit 2:0 gewertet, da Grimma mit Heiko Pörschmann einen Spieler mit fünf Gelben Karten einsetzte!


Spielberichte

Mehr war für die Grimmaer an dem Tag nicht drin

Fußball-Oberliga: 1919 spielt 0:0 in Hoyerswerda

Hoyerswerda. „Ein Knaller ist mir haarscharf am Ohr vorbei geflogen“, spielte Rainer Lisiewicz auf eine Gruppe von Chaoten an. Sie hätten fast einen Abbruch des Oberliga-Punktspiels Hoyerswerda gegen den SV 1919 Grimma provoziert. Dass der Grimmaer Coach am Ende dennoch lachen konnte, lag am Resultat. Seine Mannschaft hatte beim 0:0 aus der Lausitz einen Punkt entführt.

„Das war unter den gegebenen Umständen das Optimale“, schätzte Rainer Lisiewicz ein. Er musste nicht nur die gelb-gesperrten Ragnar Zaulich und Mirko Liebich ersetzen. Nach einer knappen Stunde fiel auch der eben erst genesene Thomas Mähne nach einem Luft-Duell mit einer Platzwunde am Hinterkopf aus. Zudem humpelte auch Holm Beyer vom Platz. Auch an den anderen Spielern waren die vorangegangenen harten Spiele in englischen Wochen nicht spurlos geblieben. Dazu kam, dass das schwere Geläuf im Lausitzer Stadion alles andere als kräfteschonend war.

Ein umso dickeres Lob bekam dafür die Grimmaer Hintermannschaft ab. Nach anfänglichen Schwierigkeiten stand sie immer besser, so dass der Gastgeber in der zweiten Halbzeit kaum noch zu Chancen kam. Und bei den dicken Möglichkeiten der Lausitzer war Ronny Winkler auf dem Posten. „Chancen hatte Hoyerswerda die besseren, obwohl wir ein Tor gemacht haben“, so Rainer Lisiewicz. Dabei sah der Schiri aber eine Behinderung des Hoyerswerdaer Keepers durch Steffen Ziffert. „War schon in Ordnung“, meinte Grimmas Coach. „Bei einer Attacke auf Ronny Winkler hat er ja auch reagiert. Ich hätte das nie gepfiffen.“

Was der Fußball-Lehrer bemängelte, war das Verhalten bei eigenen Kontern: „Da liefen einige gute Sachen über Andy Müller. Aber der war zu ballverliebt, so dass der finale Pass eben nicht kam.“ Ansonsten sei der eine Punkt hart erarbeitet und redlich verdient. Mehr sei eigentlich auch nicht drin gewesen. Aber Grimma wahrte den Abstand zu den Abstiegsrängen und könnte sich auf Platz 10 sonnen. Davon will der Coach nichts wissen: „Aus den letzten beiden Hinrundenspielen wollen wir schon noch drei, vier Punkte holen, um ruhig in die Winterpause zu gehen.“

Übrigens hatten auch die beiden Ghanaer Josef und Marc in Hoyerswerda schon ihre Feuertaufe – bedingt durch die gähnende Leere auf der Auswechselbank. Lob auch für sie: „Der Josef hat zwei, drei gute Sachen gemacht.“ Aber die Beiden müssen sich erst einmal einleben.

© Andreas Rücker


Grimmas Not-Elf hält „Hoywoy“ auf Distanz

Hoyerswerda. Es bleibt dabei: Der SV 1919 Grimma hält sich in dieser Saison aus dem Geschehen im Tabellenkeller raus. Mit dem 0:0 gestern beim FC Lausitz Hoyerswerda haben die Schützlinge von Rainer Lisiewicz weiter acht Punkte Vorsprung zum ersten Abstiegsrang, den die Lausitzer weiter inne haben. „Ein typisches 0:0-Spiel, dass eigentlich keinen Sieger verdient hatte", zog der Gäste-Coach nach dem Abpfiff ein erstes Fazit.

Immerhin musste er in dieser Partie auf Ragnar Zaulich, Mirko Liebich (beide wegen fünf Gelben Karten gesperrt), Thomas Massner (beruflich verhindert), Sven Braun (Urlaub), Thomas Brumme und René Großmann (beide verletzt) verzichten. „Angesichts dieser vielen Ausfälle haben wir das Beste aus unserer Lage gemacht. Hochkarätige Chancen konnten wir uns nicht erarbeiten. Lediglich einige gefährliche Eingaben sorgten für Unruhe in der Hoyerswerdaer Abwehr“, meinte Lisiewicz, der besonders mit der Leistung von Libero Steffen Ziffert zufrieden war. Die Platzbesitzer spielten drei Möglichkeiten heraus, bei denen sich aber Torwart Ronny Winkler auf dem Posten zeigte.

Angesichts Grimmaer Personalnot kamen die erst Freitag in der Muldestadt eingetroffenen ghanaischen Neuzugänge Oteng und Quarshiem zu Kurzeinsätzen. „Über ihr Leistungsvermögen kann ich nach dem Freitagstraining noch nicht viel sagen. Die Zwei waren schließlich über 20 Stunden im Flugzeug unterwegs. Ein paar schöne Sachen haben sie schon gezeigt“, verriet Fußball-Lehrer Lisiewicz seine ersten Eindrücke von den 19-jährigen Afrikanern. Wunder erwartet von den beiden jungen Kickern in Grimma sowieso keiner, angesichts des nahen Winters schon gar nicht.

© Andreas Rücker


Torloses Remis in Hoyerswerda

Hoyerswerda. Der FC Lausitz Hoyerswerda und Grimma haben sich torlos getrennt. Damit bleiben die Lausitzer weiter im Tabellenkeller.

Bis zur 20. Minute verbuchten beide Mannschaften keine Torchancen. Dann fasste sich Gierich ein Herz, Winkler war auf der Hut. Zwei Minuten später verfehlte ein Schmeißer-Drehschuss das Grimmaer Tor nur knapp. Der gleiche Spieler (27.) wurde bei der gefährlichsten Aktion von Torwart Winkler im letzten Moment gestoppt. Nach dem Wechsel hatte wiederum ein Stürmer der Gastgeber den Siegtreffer auf dem Fuß: Im letzten Moment wurde er abgeblockt. Grimma rettete den Punkt.

© MDR online


Der Spieltag in der Übersicht

Freitag, 22.11.2002 • Anstoß: 19.30 Uhr

Hallescher FC – FC Carl Zeiss Jena  0:0

HFC: Völkner – Georg, Wellington (ab  58. Große), Schädlich, Stark, Zimmermann, Klajnszmit, Lesch, Rehmann, Kricke, Riediger – Trainer: Mankowski

Jena: Berbig – Holetschek, Benedetti, Schwabe, Nowotny, Hempel, Treil, Manai, Maul, Sanchez, J. Zimmermann (ab 59. Sonnenberg) – Trainer: Steffens

Schiedsrichter: Koch (Potsdam) – Gelbe Karten: Zimmermann, Rehmann, Stark, Große – Manai – Zuschauer: 2.292 im Kurt-Wabbel-Stadion zu Halle


Samstag, 23.11.2002 • Anstoß: 13.00 Uhr

FV Dresden Nord – 1. FC Magdeburg  3:2 (1:0)

Dresden Nord: Groß – T. Gaunitz, Ackermann, Moses, Scholze, Soltau, Georgi (ab 72. Linkert), Kühne, Kaszuba (ab 72. Jugo), F. Gaunitz (ab 90. Kostadinov), Keutel – Trainer: Baron

Magdeburg: Burmeister – Kallnik, Bengs, Uffrecht, Eschholz, Dürstel, Kreibich, Woitha, Horn, Schulz (ab 70. Banser), Holze (ab 89. Kühne) – Trainer: Hoffmann

Schiedsrichter: Weise (Könitz) – Tore: 1:0 Scholze (3.), 1:1 Kreibich (63.), 1:2 Schulz (65.), 2:2 T. Gaunitz (86.), 3:2 Scholze (89.) – Gelbe Karten: Keutel, F. Gaunitz – Horn, Kreibich – Zuschauer: 320 im Stadion Wurzner Straße zu Dresden

 

Dresden Nord siegt gegen Tabellennachbarn

Dresden. Dresden Nord hat sein Spiel gegen den 1. FC Magdeburg mit 3:2 gewonnen. Die 320 Zuschauer sahen eine hochklassige Partie. Zunächst spielte die Heimelf. Schon nach drei Minuten markierte Scholze per Flachschuss aus 20 Metern die Führung für die Dresdner. Moses hatte den Torschützen mit einem Rückpass bedient. Nach der Pause überschlugen sich die Ereignisse. Zuerst glich Kreibich nach Dürstel-Zuspiel aus, dann traf Schulz zur Gästeführung. Aber kurz vor dem Schlusspfiff drehten die Sachsen die Partie. Ein Kopfball von T. Gaunitz und ein Scholze-Hammer brachten den Sieg.

© MDR online


Samstag, 23.11.2002 • Anstoß: 13.30 Uhr

FC Sachsen Leipzig – FC Anhalt Dessau  4:0 (1:0)

FC Sachsen: Eckstein – Bergner, Radojičić, Friedrich, Kujat, Schönberg, Rietschel (ab 74. Kittler), Cramer (ab 66. Geißler), Müller, Hänsel, Nemec (ab 74. Struck) – Trainer: Raab

Dessau: Kepczynski – Westendorf, Kurth, Cervienka, Jeckel, Westphal, Duga, Stefke, Galytskyi (ab 80. Baasch), Schwibbe (ab 62. Gerstmann), Dreyer – Trainer: Murawiew

Schiedsrichter: Wilske (Bretleben) – Tore: 1:0 Nemec (16.), 2:0 Radojičić (46.), 3:0 Kujat (51., Foulstrafstoß), 4:0 Kujat (65.) – Gelbe Karten: Friedrich, Rietschel – Westendorf, Westphal – Zuschauer: 1.690 im Alfred-Kunze-Sportpark zu Leipzig

 

Leutzscher Dauerdruck überfordert die Gäste

Leipzig. Oberliga-Treffen in einem großen „Buddelkasten“: 50 Tonnen Sand machten die Partie im Kunze-Sportpark in Leutzsch erst möglich. Die Befürchtungen, dass der Ball samt Spielerbeinen im Laufe der Zeit versinken würde, bestätigte sich nicht. Im Gegenteil, es entwickelte sich ein munteres Treiben – allerdings fast ausschließlich Richtung Gäste-Tor. Von der ersten Minute an wirkten die Sachsen sehr konzentriert, ließen Ball und Gegner laufen, so dass folgerichtig der Führungstreffer gelang. Piet Schönberg zirkelte einen Freistoßball auf Petr Nemec, der sich samt Spielgerät drehte und aus sechs Metern traf. Diesmal also bereits zur Pause eine Führung gegen einen der so genannten Kleinen.

„In der ersten Hälfte standen wir noch einigermaßen, aber dann brachen wir zusammen“, musste Dessaus Trainer Andrej Murawiew nach der 0:4-Klatsche seiner Elf feststellen. Enttäuscht verließ er das Stadion, zurück in eine „etwas ungewisse Fußball-Zukunft, denn wir haben personelle und finanzielle Probleme.“

Tatsächlich waren die Dessauer nie in der Lage, den anrennenden Leipzigern Paroli zu bieten. Die wenigen gegnerischen Angriffe schreckten die Abwehr um Libero David Bergner nicht. Er fand ebenso wie Manndecker Radislav Radojičić die Zeit, sich munter ins Offensivspiel einzuschalten. Der Serbe besorgte dann kurz nach Wiederanpfiff den beruhigenden zweiten Treffer, als er nach einer 40-Meter-Diagonalflanke von Kapitän Frank Rietschel überlegt einköpfte.

Was danach Trainer Jürgen Raab veranlasste, „von einem ordentlichen Spiel“ seiner Mannschaft bei den misslichen Bodenverhältnissen zu sprechen. Die Gastgeber zogen immer wieder ihr Spiel in die Breite, schufen sowohl von links (Roman Müller) als auch von rechts (Ronny Kujat) viele Gefahrenmomente für die Dessauer, die sich immer öfter mit sieben, acht Mann zur Abwehrmauer formierten und die Gegentreffer in erträglichen Grenzen halten wollten. Den Gefallen tat ihnen der einsatzstarke Kujat nicht. Als er vom Keeper gefoult wurde, verwandelte er den Strafstoß sicher. Und dann reagierte er bei Schönbergs Eckball am schnellsten, wuchtete das Leder zum 4:0 direkt in die Maschen.

Trainer Raab reagierte, gab Regisseur Heiko Cramer (dafür Tom Geißler) ebenso wie dem Gelb-belasteten Rietschel (Kevin Kittler) eine Pause, gestattete Angreifer Nemec einen viel beklatschten Abgang. Ein kleiner Mangel der Sachsen-Aktionen: Noch ein, zwei Tore mehr waren gegen die schwachen Gäste ohne Probleme möglich. Erklärbar durch Dessaus „Dauer-Beton“ und die Abwesenheit von Glück (bei Sebastian Hänsels Klasse-Kopfbällen). Aber: Sand drüber.

© Eberhard Schmiedel • Leipziger Volkszeitung

 

4:0! Richtig freuen konnte sich keiner

FC Sachsen schießt Dessau ab und bleibt oben dran – Kujat trifft doppelt

Leipzig. Fünfter Sieg in Folge für den FC Sachsen! Trotzdem hielt sich die Freude nach dem verdienten 4:0 gegen Anhalt Dessau vor 1.690 Fans in Grenzen...

Denn nix war es mit der Tabellenführung! Doppel-Torschütze Ronny Kujat fragte gleich nach Abpfiff bei Manager Uwe Thomas nach dem Zwickau-Ergebnis – und drehte enttäuscht ab. Ronny Kujat: „Wir hatten schon darauf spekuliert, dass Zwickau dem VfB Punkte abknöpft. Wollten unbedingt die Spitze stürmen.“ Auch Trainer Jürgen Raab irritiert: „Aus der Fankurve kam der Spruch: Zwickau führt. Wäre schön gewesen…“

Kaum Jubel übers 4:0 – auch deshalb: Dessau war zwei Klassen schlechter, hatte besseres Bezirksliga-Format. Die Anhaltiner schossen in 90 Minuten nicht einmal gefährlich auf die Eckstein-Kiste. Mittelfeld-Regisseur Heiko Cramer: „So macht das Gewinnen einfach keinen Spaß.“

Die Gäste von der ersten Minute überfordert. Sachsen am Drücker: Ronny Kujat köpft drüber (4.), einen Müller-Lupfer schlägt Westendorf von der Linie (10.). Dann macht es Petr Nemec besser: Der Tscheche dreht sich um Gegenspieler Kurth, zieht flach aus neun Metern ab – drin im rechten Eck (16.). Sein zweites Saisontor! Und nach der Pause ist binnen einer Viertelstunde alles klar: Radiša Radojičić meißelt eine Rietschel-Flanke mit der Stirn zum 2:0 ins linke Eck (49.). Dann versenkt Ronny Kujat einen Elfer (Keeper Kepczynski hatte ihn zuvor von den Beinen geholt) sicher (50.), trifft nach Schönberg-Ecke volley aus 14 Metern ins rechte Eck (64.). Tom Geißler (78.) und Norman Struck (82.) haben sogar noch den fünften Treffer auf dem Fuß. Trainer Jürgen Raab zufrieden: „Eine starke Leistung von uns über 90 Minuten.“

© Stefan Krause • BILD Leipzig

 

Club beängstigend lasch im Angriff

0:4 beim FC Sachsen – Vierte Niederlage in Folge

Leipzig. Die erhoffte Überraschung blieb aus. Auch beim FC Sachsen Leipzig, einem der Meisterschaftsfavoriten, konnte der FC Anhalt Dessau seine sportliche Talfahrt nicht stoppen. Beim 0:4 am Sonnabend vor 1.690 Zuschauern war der Club von der Mulde absolut chancenlos. Schon vor dem Anpfiff musste FCA-Coach Andrej Murawiew umplanen, da Eike Strokosch kurzfristig ausfiel. Für ihn beorderte Murawiew den Ukrainer Oleksander Galytskyi in die Stammelf. Im Sturm bot der Moskauer erstmals von Beginn an den gerade 17 Jahre alten Daniel Schwibbe auf. Enttäuscht hat der Youngster auf dem sandigen Leipziger Boden keineswegs, aber von ihm zu erwarten, dass er die anhaltende Sturmflaute der Dessauer beendet, wäre zu viel verlangt gewesen. Seit bereits vier Spielen wartet der FC Anhalt Dessau auf einen eigenen Treffer, die beiden letzten schoss der Club beim 2:2 gegen den VfB Chemnitz am elften Spieltag.

Gegen die Sachsen hielt zumindest die Abwehr um Peter Westendorf 45 Minuten lang, der eine Gegentreffer in der 16. Minute durch Peter Nemec war zwar vermeidbar, aber bis zur Pause verkraftbar. Die Antwort des FCA darauf war ein Freistoß von Kapitän Sören Westphal (31.). Doch mit Wiederanpfiff passte sich auch die Deckung des Clubs der gesamten Leistung des Teams an, mit zwei Toren in vier Minuten (47., 51.) entschieden die Hausherren das Duell.

Sachsen Leipzig schaltete dann im Spiel auf ein Tor und angesichts der klaren Führung einen Gang zurück. In der 65. Minute konnte Ronny Kujat, der nach seinem Strafstoß in der 51. Minute zum zweiten Mal traf, auf 4:0 erhöhen. Für das 2:0 in der 47. Minute hatte zuvor Radiša Radojičić gesorgt. „Eine Hauptursache für diese hohe Niederlage sehe ich in den verloren gegangenen Zweikämpfen“, meinte Murawiew nach dem Abpfiff, und räumte ein, dass Leipzig wohl eine Nummer zu groß war.

Anhalt richtet jetzt seine Aufmerksamkeit im sportlichen Bereich auf die womöglich wegweisende Partie gegen Hoyerswerda. Voraussichtlich kehrt für dieses Spiel der lange verletzte Stürmer Christian Hildebrandt zurück.

© Frank Harnack • Mitteldeutsche Zeitung

 

Vier Tore im Leutzscher Beach-Soccer

Leipzig. Dass die einen den anderen überlegen sind, ist in der Zweiklassen-Gesellschaft Oberliga Süd an der Tagesordnung. Meist sind die Unterschiede so groß, dass ein Sieg, wenn er nicht eindeutig genug ausfällt, bei den Fans nicht viel gilt. Doch was sich am Sonnabend in Leutzsch abspielte, hat absoluten Seltenheitswert: Gegner Anhalt Dessau hatte nicht eine einzige Torchance (!) im gesamten Spiel und ging völlig verdient mit 0:4 unter. „Zum Glück war es nicht so kalt, da habe ich nicht so gefroren“, flüchtete sich Torhüter Marco Eckstein in Galgenhumor. Ernst gemeint war die Antwort auf die Frage, ob er sich an eine einzige gefährliche Situation vor seinem Tor erinnern könne. Diese lautete kurz und knapp: „Nein!“ Nur dreimal gelangten die Gäste, die durchgängig auf Verbandsliga-Niveau spielten, überhaupt in die Nähe des Leutzscher Tores. Einmal ballerte Torjäger Dreyer einen Ball in die Wolken, zweimal gab es Freistöße etwa 30 Metern vor dem Eckstein-Gehäuse. Beide blieben in der Mauer hängen. Das war es auch schon mit den „gefährlichen“ Situationen.

Ganz anders die Gastgeber. Angriffs-Welle folgte auf Angriffs-Welle, alle Spieler beteiligten sich am Sturmlauf. Dieses Mal gelang auch recht schnell ein Tor, als Nemec nach Müllers Flanke auf den kurzen Pfosten schnell reagierte, sich drehte und flach ins lange Eck traf (16.). Weitere Gelegenheiten wurden durch Cramer, Hänsel und Müller ausgelassen. Das Spiel wurde von Beginn an überlegen geführt. Fast alle Zweikämpfe konnten die Sachsen für sich entscheiden, zogen Mal für Mal wieder ihr Angriffsspiel auf. Dabei wurde die gesamte Breite des Feldes genutzt, es wurde konsequent über die Flügel gespielt (Müller, Kujat). In der zweiten Hälfte zahlte sich das Engagement auf dem extrem schweren Rasen, der noch mit viel Sand bespielbar gemacht wurde, aus – jetzt fielen auch die Tore.

Zunächst stand Radojičić goldrichtig, als er nach Rietschels langer Flanke in die Waagerechte ging und mit wuchtigem Kopfstoß zum 2:0 traf (46.). Munter weiter ging's, als der schwache Dessauer Torwart Kepczynski Cramers Freistoß abprallen ließ und den nachstoßenden Kujat „fällte“. Kujat selbst ging zum Elfmeterpunkt, legte sich den Ball zurecht und verwandelte souverän in die rechte untere Ecke (51.). Den Schlusspunkt schließlich setzte erneut Kujat, der nach Eckball Schönbergs per Fuß aus zehn  Metern direkt vollstreckte (65.). Das war bereits Kujats neunter Saisontreffer. Das 4:0 entsprach auch voll und ganz dem Spielgeschehen. 11:0 Eckbälle und 10:0 Chancen sprechen Bände. So war Trainer Jürgen Raab auch zufrieden: „Eine starke Partie von uns über die gesamten 90 Minuten. Bei diesem Boden verlief das Spiel absolut positiv. Ein Kompliment auch an unsere Platzarbeiter und deren Helfer – ohne sie wäre dieses Spiel nicht möglich gewesen.“

Ein Lachen erntete der Reporter der „Leutzscher Welle“, dem Internet-Radio der Sachsen-Fans. Er fragte Raab, ob seine Truppe künftig am Beach-Soccer-Wettbewerb teilnehme, weil man sich so gut auf dem tiefen sandigen Boden geschlagen habe. Raab stockte, schmunzelte dann und stellte fest: „Das können wir unbesehen – wir wären sogar Favorit.“

Doch dann wurde es wieder ernster: Ab sofort gelten die Gedanken der Leutzscher dem extrem schweren Auswärtsspiel in Plauen am kommenden Wochenende. Dann erst wird sich beweisen, was solche Siege wie der gegen Dessau wert sind.

© Jens Fuge • SachsenSonntag

 

Sachsen Leipzig souverän

Leipzig. Der FC Sachsen Leipzig hat die Pflichtaufgabe gegen Anhalt Dessau ohne Probleme gelöst. Die Raab-Elf siegte mit 4:0.

Nemec stellte die Weichen schon nach 16 Minuten auf Sieg. Er traf aus sechs Metern per Flachschuss. Wenig später hatte Hänsel das 2:0 auf der Stirn, aber sein Kopfball wurde von Westendorf weggekratzt.

Direkt nach Wiederanpfiff erhöhte Radojičić mit einem Kopfball. Dann war es Kujat der sich den Ball am Elfmeterpunkt zurechtlegte und verwandelte. Den Schlusspunkt setzte wiederum Kujat. Er zog nach einer Schönberg-Ecke direkt ab.

© MDR online


Samstag, 23.11.2002 • Anstoß: 13.30 Uhr

VFC Plauen – VfB 09 Pößneck  2:0 (1:0)

Plauen: Golle – Richter, Hölzel, Gemeiner, Risch (ab 68. Neumann), Schulze, Spranger, Gemazashvili, Th. Pannach (ab 87. Brust), Curri, Zapyshnyi – Trainer: Müller

Pößneck: Wohlfahrt – Penzel (ab 53. Daum), Bartholme, Ceesay, Fritzsche (ab 57. Scheuerl), Lässig, Stumpe, Heidler, Krause, Reimann (ab 87. Wieduwilt), Walther – Trainer: Vogel

Schiedsrichter: Simon (Halle) – Tore: 1:0 Zapyshnyi (1.), 2:0 Richter (59., Foulstrafstoß) – Gelbe Karten: Schulze – Walther – Zuschauer: 1.401 im Vogtlandstadion zu Plauen

 

Plauen gibt sich keine Blöße

Plauen. Der VFC Plauen hat sich mit einem 2:0-Sieg souverän seiner Heimaufgabe gegen Pößneck entledigt. Damit bleiben die Vogtländer weiter in der Verfolgerrolle.

Die erste Ecke brachte gleich die Führung: Nachdem die Gefahr bereits beseitigt schien, flankte Gemeiner auf Zapyshnyi, der unbedrängt traf. Die Gastgeber dominierten weiter klar. Bei einem sehenswerten Seitfallzieher (22.) fand er Wohlfahrt seinen Meister. Auch die konterstarken Gäste hatten ihre Chance, als Reimann freistehend das Tor verfehlte. Allerdings übersah der Schiedsrichter zuvor ein klares Foul an Gemeiner. Nach dem Wechsel sorgte Richter mit einem verwandelten Elfmeter für die Entscheidung. Weitere Tor waren möglich. So behielt Neumann (VFC/77.) nicht die Nerven, als er freistehend am sehr gut reagierenden Keeper Wohlfahrt scheiterte.

© MDR online


Samstag, 23.11.2002 • Anstoß: 13.30 Uhr

FSV Zwickau – VfB Leipzig  0:2 (0:0)

Zwickau: Mewes – Krauß, Findeisen, Vogel, Böckel, Chudzik, Düring (ab 80. Arzt), Köcher, Gerloff, Weiß, Trochocki – Trainer: Doege

VfB Leipzig: Grundmann – Lenz, Freund, Jülich, Renn (ab 82. Großmann), Embingou, Blessin, Breitkreutz (ab 68. Gebhardt), Kanitz, Sadlo, Gunkel (ab 72. Marcetić) – Trainer: Dörner

Schiedsrichter: Wenkel (Mühlhausen) – Tore: 0:1 Embingou (77.), 0:2 Sadlo (90.+2) – Gelbe Karten: Düring, Trochocki – Freund, Kanitz – Zuschauer: 2.392 im Westsachsenstadion zu Zwickau

 

Als Mewes stürmt, kontert Sadlo

Zwickau. Beide Teams konnten über 90 Minuten spielerisch überzeugen. Zwickau begann druckvoll, Trochocki scheiterte per Kopf (4.) und nach tollem Solo (8.) gleich zweimal an Grundmann. Der VfB antwortete, doch Renn (14.), Breitkreutz (28.) und Sadlo (31.) vergaben klare Möglichkeiten. Nach der Pause wurde der FSV dominanter, aber Grundmann stand sicher. Die Entscheidung fiel, als der Schiri bei einem klaren VfB-Foul weiterspielen ließ. Die Zwickauer reklamierten, Embingou köpfte zum 1:0 ein (77.). In der Nachspielzeit stürmte selbst Mewes mit, Sadlo nutzte das zum 2:0-Konter.

© Gerd Daßler • kicker Sportmagazin

 

Glücklicher Sieg für den VfB Leipzig

Zwickau. Im Spitzenspiel der Oberliga Süd hat der VfB Leipzig in Zwickau einen äußerst glücklichen 2:0-Sieg gefeiert und damit die Tabellenspitze verteidigt.

Zwickau begann auf tiefem Geläuf stürmisch: Trochocki scheiterte per Kopf (4.) und nach schönem Solo (8.). Die Leipziger blieben aber nichts schuldig. Renn (14.) und Breitkreuz (28.) verfehlten das Gehäuse nur um Zentimeter. Danach waren wieder die Westsachsen dran. Weiß fasste sich ein Herz und zog aus 20 Metern ab. Grundmann ließ sich aber nicht überraschen und parierte bravourös.

Nach der Pause hatten die starken Gastgeber ihre Chancen. Weiß (49.) fand in Grundmann seinen Meister. Auch per Kopf (52.) konnte der Zwickauer den Keeper nicht überwinden. Dann kam der Spitzenreiter besser ins Spiel. Gunkel traf mit einem Hammer die Lattenunterkante, der Ball sprang aber wieder ins Feld zurück. Zuvor hatte der gleiche Spieler aus Nahdistanz das Gehäuse verfehlt (61.). In ein abermaliges Aufbäumen der Zwickauer, mit zwei Knallern von Böckel und Trochocki, dessen Kopfball von Kanitz auf der Linie geklärt wurde, fiel die Leipziger Führung. Embingou traf nach Kanitz-Flanke. Sadlo erhöhte noch: In der Nachspielzeit traf er ins verlassene Tor.

© MDR online


Samstag, 23.11.2002 • Anstoß: 13.30 Uhr

SV Wacker 07 Gotha – BSV Eintracht Sondershausen  3:2 (1:1)

Gotha: Weigel – Otto, Harnisch, Fuhrmann, Ertmer, Tews, Ulrich (ab 78. Winterkorn), Nowacki, Münzberg, Schneider (ab 46. Knäbe), Schwesinger (ab 87. Iffarth) – Trainer: i.V. Brenner

Sondershausen: Kraus – Rasch, Silabetzschky, Gerschewski, Kloth, Tanne, Švejdik, Duft, Krug (ab 46. Paul), Baumann (ab 70. Franz), Caspar – Trainer: Venth

Schiedsrichter: Walter (Martinroda) – Tore: 1:0 Fuhrmann (10.), 1:1 Švejdik (22.), 1:2 Caspar (55.), 2:2, 3:2 Knäbe (78., 84.) – Gelbe Karten: Schneider – Kloth, Baumann, Paul – Gelb-Rote Karten: Tews (Gotha) wegen wiederholten Foulspiels (85.) – Zuschauer: 586 im Volkspark-Stadion zu Gotha


Samstag, 23.11.2002 • Anstoß: 13.30 Uhr

FC Energie Cottbus Amat. – VfB Chemnitz  2:3 (1:0)

Cottbus Amat.: Berntsen – Woltmann, Lempke, Nuhs, Brychcy (ab 56. Trehkopf), Jahn, Handreck, Gebhardt, Mattuschka (ab 85. Schuchardt), Kretschmann, Wollermann (ab 66. Grötsch) – Trainer: Ullrich

VfB Chemnitz: Fröhlich – Schöler, Büttner, Laudeley, Burkhardt, Franke, Horn, Dittrich (ab 90. Voigt), Kunze, Kellig (ab 83. Bergt), Pafel – Trainer: Schmitt

Schiedsrichter: Reiche (Wolmirstedt) – Tore: 1:0 Jahn (30.), 1:1 Horn (47.), 1:2 Dittrich (48.), 1:3 Kunze (52.), 2:3 Gebhardt (60.) – Gelbe Karten: Woltmann, Lempke, Brychcy, Trehkopf – Horn – Zuschauer: 101 im Stadion der Eisenbahner zu Cottbus

 

VfB dank Dreierpack erfolgreich

Cottbus. Der VfB Chemnitz hat bei den Amateuren von Energie Cottbus für eine Überraschung gesorgt. Die Sachsen siegten mit 3:2. In den ersten 30 Minuten wurde wenig Ansehnliches geboten. Energie spielte überlegen, scheiterte aber bei den Schussversuchen. Dann war es Jahn, der einen 25-Meter-Flachschuss im VfB-Gehäuse unterbrachte. Nach dem Wechsel überraschten die Sachsen mit einem Dreierpack. Zuerst traf Horn ins lange Eck. Dietrich besorgte per Flachschuss die Gästeführung. Dann erhöhte Kunze im Nachschuss. Gebhardts 2:3 blieb Ergebniskosmetik.

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Sonntag, 24.11.2002 • Anstoß: 13.30 Uhr

OFC Neugersdorf – FV Dresden 06 Laubegast  6:2 (2:0)

Neugersdorf: Braniš – Maglica, Ladra, F. Winkler, Uhlig (ab 77. Hecht), St. Fröhlich, Študeny, Küttner, Havel (ab 77. Haasler), Behring, Miltzow (ab 87. Kästner) – Trainer: Berndt

Dresden-Laubegast: Weidner – S. Winkler, Tusche, Berthold, Kohlschütter (ab 69. Kätzel), Taatz, Flügel, Ehrlich, Heiße, Eißrich, Sluka (ab 46. Fischer) – Trainer: B. Fröhlich

Schiedsrichter: Sather (Grimma) – Tore: 1:0 Miltzow (15.), 2:0 Küttner (26.), 3:0 Behring (59.), 3:1 Eißrich (74.), 4:1 Havel (76.), 5:1 Haasler (82.), 5:2 Eißrich (85.), 6:2 Behring (87.) – Gelbe Karten: Ladra, Havel – Berthold, Heiße – Zuschauer: 360 in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportanlage zu Neugersdorf

 

Kantersieg für Neugersdorf

Neugersdorf. Der OFC Neugersdorf hat durch einen 6:2-Kantersieg gegen Dresden-Laubegast den Anschluss ans Mittelfeld geschafft. Dabei sahen die Zuschauer ein unterhaltsames Spiel mit einer allerdings in der Abwehr schwachen Dresdner Mannschaft. Während die Gäste mehr Spielanteile hatten, nutzte Neugersdorf seine Konter eiskalt.

© MDR online


Sonntag, 24.11.2002 • Anstoß: 13.30 Uhr

FC Lausitz Hoyerswerda – SV 1919 Grimma  0:0 ► Sportgerichtswertung: 2:0

Hoyerswerda: Katzwinkel – Dörner, Schmidt, Baum, Mathiszik (ab 63. Garbe), Gierich, Strauß, Ballaschk, Paulick (ab 75. Rothenburger), Sarodnik (ab 88. Grun), Schmeißer – Trainer: Peschke

Grimma: Winkler – Wohllebe, Ziffert, Saalbach, Schober, Beyer, Birnbaum, Mähne (ab 57. Knoof), Pörschmann, Pötzsch (ab 90. Quarshiem), Müller (ab 79. Oteng) – Trainer: Lisiewicz

Schiedsrichter: A. Walter (Zwickau) – Gelbe Karten: Strauß – Wohllebe – Zuschauer: 312 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion zu Hoyerswerda

► Spiel wurde nachträglich vom Sportgericht des NOFV mit 2:0 gewertet, da Grimma mit Heiko Pörschmann einen Spieler mit fünf Gelben Karten einsetzte!


Tabelle


Nachholspiel vom 13. Spieltag  
OFC Neugersdorf – FC Carl Zeiss Jena Mi., 27.11.2002 • 13.30 Uhr