Datum: Sonntag, 01.12.2002

Anstoß: 13.00 Uhr

Spielort: Stadion der Freundschaft, Grimma

Ergebnis: 0:1 (0:1)

Zuschauer: 220



NOFV-Oberliga Süd • 16. Spieltag

SV 1919 Grimma – FC Energie Cottbus Amat.  0:1 (0:1)

Grimma: Winkler – Wohllebe (ab 77. Mähne), Zaulich, Ziffert, Saalbach, Schober, Beyer (ab 82. Knoof), Birnbaum, Liebich, Pörschmann, Müller (ab 58. Oteng) – Trainer: Lisiewicz

Cottbus Amat.: Berntsen – Lempke, Woltmann, Nuhs, Handreck, Jahn (ab 70. Wollermann), Thielemann, Trehkopf, Jungnickel, Mattuschka, Reichenberger (ab 89. Kretschann) – Trainer: Ulrich

Schiedsrichter: Scheibel (Breitenhagen) – Tor: 0:1 Jahn (27.) – Gelbe Karten: Beyer – Mattuschka, Wollermann, Handreck – Gelb-Rote Karten: Trehkopf (Cottbus II) wegen wiederholten Foulspiels (65.) – Zuschauer: 220 im Stadion der Freundschaft zu Grimma


Spielberichte

Grimma wird klassisch ausgekontert

Cottbus. Im Spiel gegen die Cottbuser Amateure hatte sich Grimma einiges vorgenommen. Ein Punkt sollte es schon werden, doch insgeheim liebäugelte der SV 1919 Grimma mit drei Zählern. Dafür gab es zwei Gründe. Zum einen wären die Lisiewicz-Schützlinge am direkten Kontrahenten vorbeigezogen. Des Weiteren hätte man sich auf einen einstelligen Tabellenplatz vormanövrieren können. Am Ende wurde weder das eine noch das andere erreicht, weil eben die Gäste aus der Lausitz ein Tor schossen, Grimma keins.

Dabei begann das Spiel eigentlich ganz vielversprechend. Grimma setzte beide Außen geschickt ein. Doch die, wie alle SV-1919-Akteure, mussten sich gegen die schnellen Gäste – unter ihnen vier aktuelle Bundesligaspieler – immer etwas einfallen lassen. Bei einigen gut angelegten Angriffen fehlte noch die Genauigkeit des tödlichen Passes. Und als eine Eingabe auf den vorgerückten Steffen Ziffert präzise gespielt wurde, schlug der den Ball in vollem Lauf aus etwa zehn Metern über das Tor. Schade, wer weiß, wie die Partie dann gelaufen wäre.

Schon nach wenigen Minuten war die Taktik der Gäste erkennbar. Sie agierten aus einer sicheren Abwehr und warteten auf Konterchancen, von denen sie drei erspielten. Die erste nach 28 Minuten. An der Mittellinie startete Patrick Jahn, er bekommt den Ball genau in den Lauf gespielt – läuft allein auf Ronny Winklers Gehäuse zu und schiebt überlegt ein. In der 39. Minute verhindert Grimmas Keeper Schlimmeres durch Winkelverkürzen, hält einen Schuss aus Nahdistanz. Ein schneller Cottbuser Angriff war dieser Aktion vorausgegangen.

In der zweiten Halbzeit fällt zwar kein Tor mehr, dennoch gibt es einige nennenswerte Aspekte zu berichten. 50. Minute: Der sichtlich überraschte Ragnar Zaulich kommt aus vier Metern zum Kopfball, bringt aber nicht die nötige Wucht hinter die Kugel. Zwei Minuten später dringt Holm Beyer in den Cottbuser Strafraum ein, kann aus 14 Meter abziehen. Doch der Ball pfeift am Tor vorbei – zwei der besten Grimmaer Chancen sind vertan. In der 56. Minute ärgert sich ein Cottbuser Wechselspieler, der während seiner Erwärmung miterleben muss wie Thomas Reichenberger seinen Alleingang ohne Torerfolg abschließt. Abermals hielt Winkler großartig. „Den hätte er reinhauen müssen, der spielte vorige Woche im Bundesliga-Team in Hamburg“, ärgerte sich der Lausitzer Youngster, der insgeheim auf seinen Einsatz wartete. Zwei Minuten später (58.) Premiere in Grimma. Erstmals läuft ein Spieler vom afrikanischen Kontinent im Stadion der Freundschaft auf. Grimmas Trainer Lisiewicz bringt Lord Oteng für Andy Müller. Der wusste im weiteren Verlauf durch geschicktes Ballhalten zu gefallen – in puncto Schnelligkeit allerdings muss er noch mächtig zulegen.

Ab der 66. Minute ergibt sich eine neue Spielsituation: Nachdem Marcel Trehkopf (wiederholtes Foulspiel) per Ampelkarte des gut leitenden Marcus Scheibe) vorzeitig unter die Dusche geschickt wurde, hat Grimma einen Mann mehr auf dem Platz. Einen Vorteil daraus ziehen können die Einheimischen nicht. Die Bemühungen, der Libero-Posten wurde aufgegeben, waren erkennbar, doch die geeigneten Mittel fehlten. Cottbus schaukelt den Vorsprung über die Ziellinie. Trainer Rainer Lisiewicz sagte nach dem Spiel: „Wir schlugen uns selbst. Zu viele Abspielfehler im Mittelfeld riefen die Gäste immer auf den Plan.“ Mannschaftskapitän Steffen Ziffert hatte die Gelegenheit sich nach dem Spiel mit Cottbuser Spielern zu unterhalten. Dort erfuhr er, dass alle Akteure des Bundesligavereins mindestens sieben Mal in der Woche trainieren. „Gegen Cottbus kann man keine Punkte im Vorfeld einplanen. Alle Gästespieler verfügen über eine enorme Grundschnelligkeit, einige von ihnen sind in der Lage 1:1-Situationen aufzulösen. Wenn man gegen die hinten liegt, ist es sehr schwer, das Spiel noch zu reißen. Einen Rückstand wollten wir unbedingt verhindern, leider gelang das nicht. Im Bemühen, da Resultat freundlicher zu gestalten, machten wir zu viele Fehler“, war vom Kapitän zu hören.

© Andreas Rücker


Harmlose Grimmaer unterliegen Energie

Grimma. Der SV Grimma hat sein Heimspiel gegen die Amateure des FC Energie Cottbus mit 0:1 verloren.

Die ersten Minuten der Partie spielten sich ausschließlich im Mittelfeld ab. Die Cottbusser nutzten in der 27. Minute ihre erste Torchance: Nach einem Steilpass aus dem Mittelfeld schoss Jahn aus zwölf Metern ein. Wenig später hatte Jungnickel sogar die Chance zu erhöhen, aber SV-Keeper Winkler parierte.

Nach der Pause erste Grimmaer Lebenszeichen: Ziffert verlängerte einen Wohllebe-Freistoß zu Zaulich, der köpfte aus fünf Metern in die Arme des Energie-Keepers. Auf der Gegenseite nagelte Mattuschka den Ball aus 20 Metern an den Pfosten (53.).

© MDR online


Grimma. Dank der Bundesliga-Spieler (Thielemann, Jungnickel, Reichenberger) brachte Energie das 1:0 clever über die Zeit. Jahn war mit Steilpass durchgebrochen, Grimma hielt die Partie offen, kam durch Ziffert (30.), Zaulich (50.) und Liebich (53.) zu Chancen. Andererseits scheiterte Mattuschka am Pfosten (54.), Jungnickel frei an Winkler.

© Bernd Isaak • kicker Sportmagazin


Der Spieltag in der Übersicht

Samstag, 30.11.2002 • Anstoß: 13.00 Uhr

FV Dresden 06 Laubegast – SV Wacker 07 Gotha  abgesagt

► Grund: Unbespielbarkeit des Platzes


Samstag, 30.11.2002 • Anstoß: 13.00 Uhr

BSV Eintracht Sondershausen – Hallescher FC

► Grund: Unbespielbarkeit des Platzes


Samstag, 30.11.2002 • Anstoß: 13.00 Uhr

VfB 09 Pößneck – FV Dresden Nord  abgesagt

► Grund: Unbespielbarkeit des Platzes


Samstag, 30.11.2002 • Anstoß: 14.00 Uhr

VfB Leipzig – 1. FC Magdeburg  1:1 (1:0)

VfB Leipzig: Grundmann – Lenz, Freund, Jülich, Renn, Breitkreutz (ab 78. Großmann), Blessin, Embingou, Kanitz, Sadlo, Gunkel (ab 69. Marcetić) – Trainer: Dörner

Magdeburg: Burmeister – Kallnik, Bengs, Uffrecht, Probst, Dürstel, Woitha (ab 58. Stary), Horn, Kullat, Holze, Schulz (ab 76. Kühne) – Trainer: Hoffmann

Schiedsrichter: Zwayer (Berlin) – Tore: 1:0 Sadlo (5., Foulstrafstoß), 1:1 Probst (80.) – Gelbe Karten: Freund, Embingou, Kanitz – Bengs, Woitha, Holze – Zuschauer: 2.937 im Bruno-Plache-Stadion zu Leipzig

 

Leipzig. Eine Klasse-Partie auf schwerem Geläuf. Der VfB gab vor der Pause den Ton an bevorzugt mit Angriffen über die linke Flanke (Kanitz), ging auch früh in Führung, als Bengs gegen Breitkreutz einen Strafstoß verursachte, versäumte aber, den Vorsprung zu erhöhen. Das rächte sich denn der 1. FCM drehte nach dem Pausentee das Spiel, imponierte mit schneller Angriffsführung.

© Guido Schäfer • kicker Sportmagazin

 

VfB verspielt wichtige Punkte

Leipzig. Der VfB Leipzig hat wichtige Punkte im Kampf um den Staffelsieg verschenkt. Die Dörner-Elf kam gegen den 1. FC Magdeburg lediglich zu einem 1:1. Ein früher Elfmeter brachte die Heimelf in Führung: Nachdem Breitkreutz im Strafraum von Kallnik gefoult wurde, traf Torjäger Sadlo vom Punkt. Geschockt vom frühen Gegentreffer lief bei den Gästen zunächst nur wenig. Erst nach etwa 20 Minuten fingen sich die Elbestädter, aber Holze platzierte einen Kopfball über dem VfB-Gehäuse. In den Reihen der Leipziger vergab Sadlo die Chance zu erhöhen: Er scheiterte, nach starker Gunkel-Vorarbeit, aus Nahdistanz an FCM-Keeper Burmeister.

Nach dem Wechsel kämpften sich die Magdeburger zurück in die Partie. Die Abwehr der Leipziger bot jedoch keine Lücke. Erst eine Unachtsamkeit bei einem Freistoß ließ die Elbestädter jubeln. Kallnik brachte die Kugel von links in den Strafraum, die VfB-Abwehr um Libero Lenz schlief, Probst nicht. Der Magdeburger stocherte den Ball über die Linie des Grundmann-Gehäuses. Gleich in der Folgeminute hätte Embingou wieder zum Matchwinner mutieren können, aber sein 14-Meter-Schuss klatschte an die Querlatte.

© MDR online


Sonntag, 01.12.2002 • Anstoß: 13.00 Uhr

SV 1919 Grimma – FC Energie Cottbus Amat.  0:1 (0:1)

Grimma: Winkler – Wohllebe (ab 77. Mähne), Zaulich, Ziffert, Saalbach, Schober, Beyer (ab 82. Knoof), Birnbaum, Liebich, Pörschmann, Müller (ab 58. Oteng) – Trainer: Lisiewicz

Cottbus Amat.: Berntsen – Lempke, Woltmann, Nuhs, Handreck, Jahn (ab 70. Wollermann), Thielemann, Trehkopf, Jungnickel, Mattuschka, Reichenberger (ab 89. Kretschmann) – Trainer: Ullrich

Schiedsrichter: Scheibel (Breitenhagen) – Tor: 0:1 Jahn (27.) – Gelbe Karten: Beyer – Mattuschka, Wollermann, Handreck – Gelb-Rote Karten: Trehkopf (Cottbus II) wegen wiederholten Foulspiels (65.) – Zuschauer: 220 im Stadion der Freundschaft zu Grimma


Sonntag, 01.12.2002 • Anstoß: 13.00 Uhr

VfB Chemnitz – OFC Neugersdorf  1:0 (1:0)

VfB Chemnitz: D. Fröhlich – Schöler, Büttner, Laudeley, Burkhardt (ab 87. Voigt), Franke, Dittrich, Horn, Kunze, Pafel, Bergt (ab 64. Richter) – Trainer: Schmitt

Neugersdorf: Braniš – Maglica, Ladra, Winkler, Hecht, St. Fröhlich, Študeny (ab 51. Havel), Haasler, Küttner (ab 46. Šigan), Behring, Miltzow (ab 62. Kästner) – Trainer: Berndt

Schiedsrichter: Hoffmann (Seligenthal) – Tor: 1:0 Kunze (45.) – Gelbe Karten: Bergt, Burkhardt – Študeny, Fröhlich – Zuschauer: 140 im Stadion an der Beyerstraße zu Chemnitz

 

Chemnitz. Ein sehr ausgeglichenes Spiel, indem Fröhlich seinem Namensvetter Fröhlich zweimal prüfte, aber der VfB zum Siegtreffer kam. Kunze verwertete einen abgeprallten Schuss Laudeleys. Die Gäste zwangen danach Chemnitz in eine wahre Abwehrschlacht. Doch Ladra vergab frei aus elf Metern, Pafel (zu zögerlich) eine Chance zum 2:0.

© Jens Zeidler • kicker Sportmagazin

 

Kunze beschert Chemnitz wichtigen Sieg

Chemnitz. Der VfB Chemnitz hat die Abstiegsplätze nach dem glücklichen 1:0-Heimsieg gegen den OFC Neugersdorf verlassen. Das Kellerduell stand über 90 Minuten auf schwachem Niveau.

In einer mittelmäßigen ersten Hälfte verbuchten die Gäste vom OFC die besseren Chancen: Fröhlich prüfte seinen Namensvetter im VfB-Tor mit zwei gefährlichen Schüssen. In der 17. Minute zog der Mittelfeldspieler aus 30 Metern ab und scheiterte am Keeper. Nur fünf Minuten später blieb er mit seinem Schuss aus Nahdistanz wieder zweiter Sieger. Neugersdorf war optisch überlegen, doch das Tor erzielten die Gastgeber. Kunze bescherte dem VfB Chemnitz wenige Sekunden vor der Pause die glückliche Führung. Aus 13 Metern schlug der Ball im rechten unteren Eck ein.

Mit einem Fehlpass-Festival starteten beide Teams nach dem Wechsel. Konzeptlos wurden die Bälle nach vorn geschlagen. Erst in der Schlussphase erwachte Neugersdorf und kam durch Ladra zur besten Chance, diese vereitelte Fröhlich aber mit einer Glanztat.

© MDR online


Sonntag, 01.12.2002 • Anstoß: 14.00 Uhr

VFC Plauen – FC Sachsen Leipzig  1:1 (1:0)

Plauen: Golle – Fahrenholz (ab 53. Spranger), Richter, Dashi, Risch, Schulze, Hölzel, Gemeiner, Th. Pannach, Curri, Zapyhsnyi (ab 82. Brust) – Trainer: Müller

FC Sachsen: Eckstein – Bergner, Radojičić, Friedrich, Kujat, Schönberg, Rietschel, Cramer, Müller (ab 60. Struck), Hänsel (ab 46. Kopunović), Nemec – Trainer: Raab

Schiedsrichter: M. Walter (Martinroda) – Tore: 1:0 Risch (30.), 1:1 Nemec (88.) – Gelbe Karten: Spranger – Kujat, Friedrich, Rietschel – Zuschauer: 2.853 im Vogtlandstadion zu Plauen

 

Schlussminuten haben es in sich - Nemec trifft zum 1:1

Plauen. Nach dem Abpfiff des Verfolger-Duells Plauen gegen den FC Sachsen musste der Leutzscher Coach Jürgen Raab seinen Vizepräsidenten mit physischer Gewalt vor unüberlegten Handlungen bewahren. Uwe Thomas hatte sich seiner Jacke entledigt und marschierte mit hochrotem Kopf Richtung Schiedsrichter. „Das war heute ein einziger Skandal“, blaffte Thomas, nachdem er von Raab ausgebremst worden war und das 1:1 verinnerlich hatte. „Der Mann hätte uns fast das Unentschieden geklaut. Wie kann man nur einen 20-Jährigen zu so einem Spiel schicken?“ Sachsen-Profi Piet Schönberg relativierte das Statement seines Vorgesetzten. „Von einem Skandal will ich nicht unbedingt sprechen. Sagen wir, es waren einige diskussionswürdige Szenen dabei.“

Insbesondere die in Minute 77 erregte das grün-weiße Gemüt im Vogtlandstadion. Nach einer Schönberg-Flanke und anschließendem Luftkampf zwischen Ronny Kujat und dem Plauener Sven Gemeiner markierte Velibor Kopunović das vermeintliche 1:1 – Schiri Markus Walter (Martinroda) gab das Tor wegen angeblichen Kujat-Fouls nicht. Für die Leutzscher Entourage der Gipfel der Gemeinheiten, die sich der Unparteiische gestern Nachmittag leistete. „Das war nie und nimmer ein Foul“, so Schönberg. „Ein klares Tor“, meinten Thomas und Raab. Plauens Trainer Rene Müller ergriff mutig Partei für Walter, sprach von einer „völlig korrekten“ Entscheidung: „Sven Gemeiner wurde von Kujat weggesperrt.“ Die Fernsehbilder bestätigten Müllers Sicht, Kujat hatte tatsächlich den Ellenbogen ausgefahren.

Drei Minuten vor Ultimo fiel der verdiente Ausgleich für die im zweiten Durchgang drückend überlegenen Gäste: Sachsen-Libero David Bergner flankte auf Kopunović, von dessen Schädel das Leder über den Umweg eines desorientierten VFClers bei Petr Nemec landete – 1:1, die 1.000 Leutzscher Fans und Uwe Thomas waren nicht mehr zu halten. Der Vize glitt beim Jubeln mit Piet Schönberg wie eine Bahnschranke zu Boden, rappelte sich wieder auf, und fasste wohl in diesem Moment den Entschluss, später auf Tuchfühlung mit Herrn Walter zu gehen.

Die turbulenten Minuten unmittelbar vor und nach dem Abpfiff verwässerten den keineswegs erbaulichen Leutzscher Gesamteindruck. Die Sachsen brauchten 45 Minuten, um sich auf die glänzend organsierte und kampfeswütige VFC-Elf einzustellen. Chancen im ersten Durchgang: Keine! Dass der Rückstand ausgerechnet einem Leutzscher Eigengewächs zu „verdanken“ war – Thomas Risch machte nach Roman-Müller-Aussetzer das Plauener 1:0 – tat zusätzlich weh. „Solche Geschichten schreibt nur der Fußball“, sagte Risch, der in seinen langen Jahren beim FC Sachsen des Öfteren als Torschütze in Erscheinung getreten war – allerdings ausschließlich im Training. Mit Wiederbeginn übernahmen Raabs Mannen das Kommando, erkämpften und erspielten sich den wichtigen Punkt. „Hut ab vor dieser Riesenmoral“, lobte der Ex-Internationale sein Personal. Über seinen eigenen entschlossenen Einsatz verlor Raab kein Wort.

© Guido Schäfer • Leipziger Volkszeitung

 

Auch der FC Sachsen bleibt im Titelrennen - Nemec rettet einen Punkt!

Plauen. Ein 1:0 hätte gereicht, um den VfB von der Spitze zu verdrängen. Aber auch mit dem 1:1 in Plauen kann der FC Sachsen ganz gut leben. Bleibt als Zweiter mit im Titelrennen.

„Einen Punkt in Plauen zu holen, das muss man erst mal schaffen“, war Trainer Jürgen Raab zufrieden. Und legte nach: „Das gibt mir die Sicherheit, dass wir am Saisonende ganz oben stehen werden.“

Tiefer Boden im Vogtlandstadion, nix für Techniker. Sachsen-Regisseur Heiko Cramer blieb deshalb blass. Mit dem Ergebnis: Die Stürmer bekamen vor der Pause keinen vernünftigen Pass. Überhaupt regiert der Krampf im Spiel. Einziger Höhepunkt in Hälfte eins: Risch schlenzt vor 2.853 Fans aus sieben Metern die Plauener Führung rein (31.). Sein erstes Saisontor. Und das ausgerechnet gegen den Ex-Verein. „Ein Fußballmärchen“, jubelte der. Es war einmal...

Denn die Sachsen plötzlich mit viel mehr Druck. Velibor Kopunović (kam für den schwachen Sebastian Hänsel) sorgt dafür. Zunächst zieht er aus elf Metern ab – Keeper Golle kratzt den Flachmann aus dem linken Eck (68.). Dann trifft er aus 14 Metern in den rechten Winkel (76.). Der Ausgleich? Von wegen! Schiri Walter (Martinroda) will zuvor ein Foul von Ronny Kujat gesehen haben.

Drei Minuten vor dem Abpfiff dann diese Szene: David Bergner drischt den Ball blind in den Strafraum der Plauener hinein, Velibor Kopunović legt mit dem Kopf ab und Petr Nemec vollendet aus fünf Metern links unten. Das überfällige und hochverdiente 1:1!

„Enttäuschend, wenn man den Sieg so kurz vor Schluss noch aus der Hand gibt“, war Plauens Trainer René Müller sauer. „Mit drei Punkten hätten wir wieder zur Spitze aufschließen können.“ In der bleibt nun der FC Sachsen. Und die Spieler deshalb überglücklich. „In diesem Hexenkessel haben wir gezeigt, was für eine tolle Mannschaft wir sind“, meinte Mittelfeld-Glatze Piet Schönberg. Und Kapitän Frank Rietschel: „Wir haben bis zur letzten Sekunde gekämpft, sind dafür belohnt worden.“

© Stefan Krause • BILD Leipzig

 

VFC Plauen: Risch nur bis zur 88. Minute der Held im Vogtlandstadion

Plauen. Bis zur 88. Minute war er am Sonntag im Vogtlandstadion der Held des Tages: Thomas Risch – er kam im Sommer vom FC Sachsen Leipzig zum VFC – schoss die Plauener in der 31. Minute in Führung. Doch kurz vor Schluss gaben die Gastgeber den Vorsprung noch preis. Petr Nemec stand völlig frei im VFC-Strafraum und erzielte aus Nahdistanz den Ausgleich. Die Sachsen-Spieler feierten nach dem Abpfiff diesen Punktgewinn mit ihren 1.000 mitgereisten Anhängern wie einen Sieg. Die Plauener Kicker waren hingegen völlig frustriert und donnerten mit den Füßen gegen die Bandenwerbung. In der Kabine herrschte dann Totenstille. VFC-Trainer René Müller sah dieses tragische Ende nicht ganz so verbissen: „Was die Mannschaft in dieser Saison bisher geleistet hat, darauf können wir stolz sein. Bei uns kann nicht unter so professionellen Bedingungen trainiert werden, wie das bei den Leipzigern der Fall ist.“

Verletzungs- und krankheitsbedingt musste er seine Mannschaft erneut umstellen. Der junge Daniel Fahrenholz spielte von Beginn an in der Abwehr und der grippegeschwächte Arnd Spranger wurde im zweiten Abschnitt als Verteidiger eingewechselt. „Wir wollten gewinnen und die Tabellenspitze erobern, müssen aber mit dem Punkt zufrieden sein. Es war ein ritterlicher Kampf, in dem wir in der ersten Halbzeit mehr Fehler als die Plauener machten. Die Steigerung im läuferischen und kämpferischen Bereich führte zum verdienten Remis. Die Leistung meiner Mannschaft bestärkt mich in der Tatsache, dass wir Meister werden“, meinte Sachsen-Trainer Jürgen Raab. Er beklagte sich darüber, dass der Schiedsrichter in der 69. Minute das von Velibor Kopunović erzielte Tor nicht anerkannte. Dem widersprach Müller: „Die Entscheidung war richtig, denn zuvor wurde Sven Gemeiner mit unfairen Mitteln gesperrt.“

In diesem Spitzenspiel hatten die Abwehrreihen das Geschehen gut unter Kontrolle, Torchancen blieben Mangelware. „Nach der Führung hätten wir das 2:0 nachlegen müssen. So kam keine Ruhe ins Spiel und wir wurden bestraft,“ bedauerte Müller.

© Freie Presse Chemnitz

 

Zwei Minuten fehlen VFC Plauen am Sieg im Spitzenspiel

Fußball-Oberliga: VFC Plauen spielt gegen FC Sachsen Leipzig 1:1

Plauen. Die Vorzeichen konnten gestern im Plauener Vogtlandstadion nicht besser stehen: Spitzenreiter VfB Leipzig patzte zu Hause mit seinem 1:1 am Sonnabend gegen den 1. FC Magdeburg, verschenkte somit zwei wichtige Punkte im Kampf um den Staffelsieg und machte damit den Kampf um die Spitzenposition wieder interessant sowohl für den VFC Plauen, aber eben auch für den FC Sachsen Leipzig. So stand bereits vor dem Anpfiff der Spitzenpartie fest, was am Sonntag ab 14.00 Uhr im Plauener Vogtlandstadion abgehen wird: Beide Mannschaften wollten mit einem Kraftakt die drei Punkte.

Auf tiefem Boden war dabei Fußballspielen im ersten Spielabschnitt und Fußballkampf in der zweiten Halbzeit angesagt. Der Fußballknaller mobilisierte insgesamt 2.853 Zuschauer, die sich die Spitzenpartie zwischen dem VFC Plauen und den „Chemikern“ nicht entgehen lassen wollten. Dabei fanden rund 450 Fans aus Leipzig den Weg ins Vogtlandstadion. Auch sie trugen dazu bei, dass der äußere Rahmen im Vogtlandstadion stimmte. Doch beide Mannschaften zeigten sich teilweise befangen, nervös und konnten sich nicht näher an den VfB Leipzig heran schieben, denn am Ende der 90 Minuten hieß es leistungsgerecht 1:1. Vor allem Thomas Risch war heiß auf seine Ex-Kameraden aus Leipzig. Nach Curri-Ecke wurde sein Schuss in der 18. Minute noch aufgehalten. Nach Zapyshnyi-Flanke von links köpfte Pannach Richtung Sachsen-Tor, doch Torhüter Eckstein entschärfte die Situation souverän (24.). Aber Risch ließ nicht locker. Ihm war es auch vorbehalten, nach einer hohen Eingabe Zapyshnyis von links durch Einlaufen das einzige Tor der Spitzenstädter zu erzielen (31.). Zwei Minuten später verzog Schulze von der Strafraumgrenze aus in einer von Torraumszenen armen ersten Halbzeit. Aber auch zwei gefährliche Situationen hieß es für die Heimelf in der Anfangsviertelstunde zu überstehen. Beim Freistoß durch Bergner zeigte sich VFC-Keeper Golle sicher (4.). Als Richter grob patzte, konnte Kujat präzise flanken. Mit einer Hand rettete Golle beim Kopfball Cramers seiner Elf die knappe Halbzeitführung.

Im zweiten Spielabschnitt forcierten die Leutzscher das Tempo. Der eingewechselte Kopunović brachte mit seinem Kopfballspiel mehr Gefahr ins Angriffsspiel der Gäste (48./55.). Erneut brannte es lichterloh im VFC-Strafraum, als sich Struck auf der linken Seite routiniert durchsetzte und seine Flanke den langen Friedrich erreichte. Seinen Kopfball setzte der Leipziger zum Glück der Plauener neben den Pfosten (65.) und Golle war Sieger bei den Torschussversuchen von Nemec und Kopunović (69.). In der 78. Minute markierten die Leipziger einen Treffer, dem allerdings durch beide Trainer umstritten die Anerkennung verwehrt wurde. Die Plauener verlegten sich in Halbzeit auf Konter, führten diese aber oft zu eigensinnig oder überhastet aus (Curri/79.). Als alle Plauener schon darauf hofften, dass die Spitzenstädter das Spiel über die Zeit retten könnten, verlor Richter sein Kopfballduell gegen Kopunović, Spranger sprang der Ball vor die Füße, der verlängerte unfreiwillig und Nemec bedankte sich hinter ihm stehend zwei Minuten vor Ultimo mit dem 1:1-Ausgleichstreffer.

Ein Ergebnis, dass keiner der beiden Mannschaften so richtig nützt. Doch etwas Gutes kann man dem Spiel noch abgewinnen: Das „Kriegsbeil“ zwischen Trainer Jürgen Raab und René Müller scheint begraben. Der Plauener Coach reichte seinem Gegenüber die Hand für ein auch in Zukunft faires Miteinander. Und der Leipziger nahm diese menschliche Geste erwidernd an. „Es war ein rassiges Spiel mit ritterlichem Kampf“, das beide Mannschaften gewinnen wollten resümierte Raab. VFC-Coach Müller schilderte den Gemütszustand seiner Elf: „Totenstille herrscht in der Kabine. Wenn man zwei Minuten vor Schluss zwei Punkte verliert…"

© Ilong Göll • Freie Presse Plauen

 

Ex Sachse Risch trifft, am Ende reicht es nur zum Remis! Beide Serien halten!

Plauen. Es war kurz vor 15.45 Uhr als die Sachsen Fans doch noch jubeln durften. Drei Minuten fehlten dem VFC Plauen zum Sieg in einer von beiden rassig geführten Partie. So sahen es auch nach dem Spiel beide Trainer. Sachsens Trainer Raab war am Ende zufrieden mit dem Punkt, „denn wenn man kurz vor Ende noch den Ausgleich in Plauen erzielt, muss man froh sein.“ Freunde machte er sich mit der Aussage, dass der FC Sachsen am Ende den Staffelsieg erringen würden jedoch nicht. Trainer René Müller sah man die Enttäuschung an. Auch die Stimmung in der Mannschaftskabine ist wie auf einem „Friedhof“. „Wir müssen einen unserer Konter besser abschließen und das 2:0 machen, dann kriegen wir das Ding auch durch. Ich habe vor dem Spiel gesagt, dass Sachsen bei Standards immer gefährlich ist und so ist es auch gekommen.“

Doch nun zum Spiel. Von Beginn an entwickelte sich vor etwa 2.800 Zuschauern im Vogtlandstadion ein richtiges Kämpferspiel. Die Sachsen übernahmen anfänglich die Initiative, die Vogtländer mussten sich aufgrund der Umstellungen erst finden. So spielte Fahrenholz von Beginn an und machte seine Sache gut. Nach einer Viertelstunde fanden die Vogtländer besser ins Spiel. So prüfte Pannach Keeper Eckstein mit einem Kopfball. Auf Sachsen Seite hatten Cramer und Radojičić Möglichkeiten, die Golle sicher parierte. In der 31. Minute war es dem Ex-Sachsen Thomas Risch vorbehalten die Führung für Plauen zu erzielen, die zu diesem Zeitpunkt in Ordnung ging.

Nach der Pause bringt Raab mit Kopunuvić und Struck weitere Offensivkräfte. Erst passiert wenig auf dem schlechter werdenden Geläuf, dann drückt Sachsen ohne zwingend zu werden, der VFC Plauen kontert über den starken Curri und Zapyshnyi. Ein Tor für Sachsen wird zurecht nicht gegeben, weil Gemeiner vorher gefoult wurde. Doch das Tor fiel trotzdem noch. Nach einer Flanke von Cramer stand Nemec goldrichtig und macht drei Minuten vor Ultimo doch noch den Ausgleich. Kurz darauf war Schluss, beide Serien haben gehalten, aber keiner konnte den Abstand auf den VfB verringern.

© www.vfc-plauen.de

 

Ex-Leutzscher Risch trifft zum 1:0

Plauen. Die Gäste dominierten in der Startphase, setzte die umformierte VFC-Abwehr unter Druck. Aber in Führung ging Plauen. Zapyshnyi spielte sich auf der linken Flanke durch, seine Eingabe nahm Risch direkt. Ausgerechnet der ehemalige Leutzscher Risch gegen seine „Ehemaligen“. Die begannen auch den zweiten Durchgang stark, blieben aber vor dem Tor zu unentschlossen, bevorzugten zudem hohe, weite Bälle. Dennoch gelang das 1:1, ein Schuss von Kopunović verfing sich in der VFC-Abwehr, Nemec reagierte am schnellsten zum Abstauber.

© Gottfried Indlekofer • kicker Sportmagazin


Sonntag, 01.12.2002 • Anstoß: 14.00 Uhr

FC Anhalt Dessau – FC Lausitz Hoyerswerda  abgesagt

► Grund: Unbespielbarkeit des Platzes 


Sonntag, 01.12.2002 • Anstoß: 14.00 Uhr

FC Carl Zeiss Jena – FSV Zwickau  abgesagt

► Grund: Unbespielbarkeit des Platzes


Tabelle


Nachholspiele

Nachholspiel vom 16. Spieltag  
VfB 09 Pößneck – FV Dresden Nord Mi., 04.12.2002 • 13.30 Uhr