Datum: Sonntag 29.09.2002
Anstoß: 14.00 Uhr
Spielort: Sportstätte „Johannes Wiede“, Trebsen
Ergebnis: 1:1 (1:0)
Zuschauer: 500
SV 1919 Grimma – FSV Zwickau 1:1 (1:0)
Grimma: Winkler – Zaulich, Ziffert, Schober, Beyer, Birnbaum (ab 73. Brumme), Braun (ab 68. Wohllebe), Liebich, Mähne, Müller, Großmann (ab 79. Pörschmann) – Trainer: Lisiewicz
Zwickau: Mewes – Chudzik, Krauß, Trochocki, Gerloff, Köcher, Papp, Metzner (ab 89. Böckel), Schmidt (ab 42. Düring), Arzt, Weiß (ab 79. Troche) – Trainer: Doege
Schiedsrichter: Wenkel (Mühlhausen) – Tore: 1:0 Liebich (44.), 1:1 Gerloff (59.) – Gelbe Karten: Beyer – Metzner, Gerloff, Düring – besondere Vorkommnisse: Mewes (Zwickau) hält Foulstrafstoß von Mähne (66.) – Zuschauer: 500 in der Sportstätte „Johannes Wiede“ zu Trebsen
Grimma spendierte FSV Zwickau zwei Punkte
Fußball-Oberliga: SV 1919 schießt beim 1:1 sein erstes Tor gegen die Westsachsen – dennoch keine Freude
Trebsen. Einen Grund zum Jubeln hatten die Oberliga-Fußballer des SV 1919 Grimma: Am Sonntag gelang gegen den FSV Zwickau das erste Tor in einem Pflichtspiel. Dass der Jubel ausblieb, lag am Ergebnis. Das 1:1 war ganz einfach zu wenig. Wer über fast 90 Minuten das Spiel bestimmt, muss einfach gewinnen.
Die zwei verlorenen Punkte, denen man beim SV 1919 nachtrauerte, haben viele Ursachen. Der gravierendste Grund war, die Grimmaer verstanden es erneut nicht, aus einem überlegen geführten Spiel heraus ihre Chancen in Tore umzumünzen. Dabei gab es Möglichkeiten zur Genüge. So war FSV-Keeper Mark Mewes schon in den Anfangsminuten gefordert – Mirko Liebich und Steffen Ziffert scheiterten. Dann passierte dem Gäste-Keeper mit einem Fehlabspiel selbst ein Missgeschick. Doch der unermüdlich laufende René Großmann legte sich den Ball zu weit vor, so dass Mewes seinen Fehler wieder ausbügeln konnte. Wie desolat es bei den Westsachsen zuging, mag folgender Wortwechsel beim Abstoß verdeutlichen. „Versuch es hoch“, so Mewes zu Holger Krauß. „Ja, aber wohin soll ich spielen“, zuckte der die Schultern.
Schon in diesen ersten 35 Minuten hätte Grimma den Sack einfach zubinden, die orientierungslosen Zwickauer aushebeln müssen. Doch plötzlich wurden die gefährlich, hatten ein paar gute Szenen in Grimmas Strafraumnähe. Doch die Phase währte nicht lange. Grimma war wieder am Drücker. Kurz vor dem Pausenpfiff von Schiedsrichter Tino Wenkel (Mühlhausen) setzte Thomas Mähne auf der rechten Seite zu einem Sturmlauf an. Seine Flanke donnerte Mirko Liebich mit einem Seitfallzieher in die Maschen – 1 :0.
Nach dem Seitenwechsel das gleiche Spiel. Gefährlich wurde Zwickau, wenn überhaupt, bei Standard-Situationen. Doch da war Ronny Winkler auf dem Posten. Bis die ansonsten gut agierende Abwehr eine Schlafpause einlegte. Der eingewechselte Björn Düring wurde nicht genügend attackiert und kam zum Flanken. Mark Gerloff war Nutznießer der Abwehrschwäche (59.). Wäre alles halb so schlimm gewesen, denn vier Minuten später gab es nach einem Foul an Holm Beyer Strafstoß. Eine Sache für Thomas Mähne. Doch Mark Mewes witterte den Braten, lag in der richtigen Ecke. „So schlecht geschossen war der nicht“, verteidigte sich der Schütze, die Fernsehaufzeichnung gab ihm Recht. Dennoch schimpfte Trainer Rainer Lisiewicz, nicht nur über den vergebenen Strafstoß: „Wir waren wieder nicht in der Lage, unsere Chancen zu nutzen. Ganz einfach deshalb, weil alles zu halbherzig gemacht wurde.“ Damit sprach er auch die vergebenen Chancen der Grimmaer in der Schlussphase des Spiels an.
© Andreas Rücker
Grimma verschenkt Heimsieg
Trebsen. Erneut mit einem Remis verabschiedete sich der SV 1919 Grimma aus seinem „Heimspielort“ Trebsen. Dabei verloren die Muldestädter beim 1:1 gegen den FSV Zwickau aber zwei Punkte. Bisher noch ohne jeglichen Torerfolg gegen die Westsachsen, beendete Mirko Liebich mit seinem Treffer zum 1:0 diese Serie (44.). Die Führung der Grimmaer war nicht nur verdient, sondern längst überfällig. Sie hatten bis dahin nicht nur die Partie bestimmt, sondern sich auch eine Vielzahl von Chancen erarbeitet. Allein René Großmann hätte die Gäste zum Verzweifeln bringen können. Wenn die Zwickauer in der ersten Halbzeit überhaupt einmal gefährlich wurden, dann meist nur bei Standards.
Nach der Pause begann Grimma dort, wo es aufgehört hatte – das Zwickauer Tor wurde berannt. Doch die Erfolgslosigkeit der Grimmaer Stürmer ermutigte die Gäste, Konter zu wagen. So in der 59. Minute, als Björn Düring bei einem Flankenlauf den Ball nach innen geben konnte. Die Grimmaer Abwehr bekam das Leder nicht weg und der freistehende Mark Gerloff verwandelte zum 1:1. Wieder sah sich der SV 1919 um den Lohn eines guten Spiels gebracht, als Thomas Mähne mit einem Foulstrafstoß an Keeper Mewes scheiterte (66.), Steffen Zifferts Kopfball das Tor nur knapp verfehlte (90.).
© Andreas Rücker
Grimma vergibt möglichen Sieg
Trebsen. Der SV Grimma hat gegen Angstgegner FSV Zwickau ein beachtliches 1:1 erreicht und mögliche drei Punkte verschenkt. Beide Teams begannen offensiv und erarbeiteten sich jeweils gute Möglichkeiten. Die erste Chance hatten die Gäste. Chudzik (3.) köpfte jedoch am SVG-Gehäuse vorbei. Nur drei Minuten später musste Grimmas Keeper Winkler bei einem 25-m-Freistoß von Krauß seine ganze Klasse aufbringen, um einen Rückstand zu verhindern. Nach einer halben Stunde übernahmen die Gastgeber die Spielkontrolle, hatten aber Glück, dass erneut Winkler die bis dahin größte FSV-Chance durch Schmidts Nahschuss (39.) vereitelte. Schließlich gelang dem SVG nach einem Seitfallzieher von Liebich das 1:0. Zuvor hatte Mähne in den Strafraum geflankt.
Nach dem Wechsel erhöhte Zwickau den Druck. Folgerichtig gelang Gerloff nach Düring-Flanke der Ausgleich. Sieben Minuten später Aufregung im Zwickauer Strafraum: Metzner hatte Beyer gefoult und der Schiri auf Elfmeter entschieden. Doch Mähnes Schuss konnte vom FSV-Torhüter Mewes gehalten werden. Auch danach spielte Grimma weiter auf Sieg. Doch auch kurz vor Schluss brachten zwei Chancen von Ziffert (88./90.) nichts mehr ein.
© MDR online
Mähne vergab eine Elfmeter-Chance
Trebsen. Erstmals gelang Grimma gegen Angstgegner Zwickau ein Tor, erstmals setzte es keine Niederlage. Das Spiel verlief abwechslungsreich, hatte seine Höhepunkte in der ersten Halbzeit, seinen Wendepunkt in der 66. Minute, als Mähne einen Elfmeter nicht verwerten konnte. Im Endspurt fand Grimma nochmals zu druckvollem Spiel. Ein Treffer gelang trotz Chancen nicht mehr.
© Bernd Isaak • kicker Sportmagazin
► Nachholspiele vom 3. Spieltag
Samstag, 28.09.2002 • Anstoß: 14.00 Uhr
BSV Eintracht Sondershausen – VfB Leipzig 1:2 (0:1)
Sondershausen: Kraus – Plachy (ab 33. Krug), Rasch, Gerschewski, Franz, Tanne, Duft, Švejdik, Kloth, Baumann (ab 83. Paul), Caspar – Trainer: Venth
VfB Leipzig: Grundmann – Lenz, Freund, Jülich, Großmann, Renn (ab 11. Marcetić), Breitkreutz (ab 75. Blessin), Hannemann (ab 83. Gebhardt), Kanitz, Embingou, Gunkel – Trainer: Dörner
Schiedsrichter: Simon (Halle) – Tore: 0:1, 0:2 Marcetić (17., 54.), 1:2 Tanne (69.) – Gelbe Karten: Kanitz, Marcetić, Freund, Hannemann (alle VfB Leipzig) – Rote Karten: Gunkel (VfB Leipzig) wegen einer Tätlichkeit (69.) – Zuschauer: 500 im Sportzentrum „Am Göldner“ zu Sondershausen
Marcetić mit Doppel-Treffer
Sondershausen. Standard-Situationen entschieden die spannende Partie. Ausgangspunkt waren jeweils präzise Eckbälle vom Ex-Rostocker Bundesligaspieler Breitkreutz, Vollstrecker war Marcetić, der sich als echter Joker erwies. Aber einseitig war die Partie trotzdem nicht, Grundmann musste mit toller Fußparade zweimal gegen den gefährlichen Caspar klären, später traf der agile Stürmer nur das Quer-Holz.
© Lutz Balßuweit • kicker Sportmagazin
VfB Leipzig mit glücklichem Sieg
Sondershausen. Der VfB Leipzig hat bei Eintracht Sondershausen knapp mit 2:1 gewonnen und die Tabellenführung ausgebaut. Die Gastgeber begannen offensiv und hatten durch Caspar (8.) auch die erste Chance. Dann musste der Leipziger Renn bereits nach elf Minuten verletzt aus dem Spiel. Dafür brachte VfB-Trainer Dörner Marcetić. Nur drei Minuten später zahlte sich der Wechsel aus. Marcetić traf per Kopf nach einer Ecke zum 1:0. Im Anschluss vergab der Torschütze (17./28.) jeweils nach Ecken eine noch höhere Führung. Auf der Seite der Gastgeber verpasste Caspar noch vor der Pause mit einem Latten-Kopfball den Ausgleich.
In der zweiten Hälfte drängte Eintracht weiter nach vorn. Doch wiederum nach einer Ecke traf erneut Marcetić zum 2:0 für den VfB. Danach lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Nach Rot für Gunkel (66.) setzte Sondershausen alles auf eine Karte. Doch es reichte drei Minuten später allerdings nur noch zum Anschlusstreffer durch Tanne.
© MDR online
Sonntag, 29.09.2002 • Anstoß: 14.00 Uhr
SV 1919 Grimma – FSV Zwickau 1:1 (1:0)
Grimma: Winkler – Zaulich, Ziffert, Schober, Beyer, Birnbaum (ab 73. Brumme), Braun (ab 68. Wohllebe), Liebich, Mähne, Müller, Großmann (ab 79. Pörschmann) – Trainer: Lisiewicz
Zwickau: Mewes – Chudzik, Krauß, Trochocki, Gerloff, Köcher, Papp, Metzner (ab 89. Böckel), Schmidt (ab 42. Düring), Arzt, Weiß (ab 79. Troche) – Trainer: Weise
Schiedsrichter: Wenkel (Mühlhausen) – Tore: 1:0 Liebich (44.), 1:1 Gerloff (59.) – Gelbe Karten: Beyer – Metzner, Gerloff, Düring – besondere Vorkommnisse: Mewes (Zwickau) hält Foulstrafstoß von Mähne (66.) – Zuschauer: 500 in der Sportstätte „Johannes Wiede“ zu Trebsen
| SV Wacker 07 Gotha – VfB 09 Pößneck | Sa., 05.10.2002 • 14.00 Uhr |
| VfB Leipzig – VFC Plauen | So., 06.10.2002 • 14.00 Uhr |
| 1. FC Magdeburg – FC Lausitz Hoyerswerda | So., 06.10.2002 • 14.00 Uhr |
| FSV Zwickau – FC Energie Cottbus Amat. | So., 06.10.2002 • 14.00 Uhr |
| Hallescher FC – OFC Neugersdorf | So., 06.10.2002 • 14.00 Uhr |
| FV Dresden 06 Laubegast – VfB Chemnitz | So., 06.10.2002 • 14.00 Uhr |
| BSV Eintracht Sondershausen – SV 1919 Grimma | So., 06.10.2002 • 14.00 Uhr |
| FC Carl Zeiss Jena – FC Anhalt Dessau | So., 06.10.2002 • 14.00 Uhr |
| FV Dresden Nord – FC Sachsen Leipzig | So., 06.10.2002 • 14.00 Uhr |
