Datum: Sonntag, 02.10.1988
Anstoß: 14.30 Uhr
Spielort: Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion, Grimma
Ergebnis: 4:2 (2:1)
Zuschauer: 1.500
Motor Grimma – Chemie Buna Schkopau 4:2 (2:1)
Grimma: Riediger – Wimberger (ab 86. Deuse), Großmann, Thalmann, Spahlholz, Vatter, Klein, Ulbricht, Pannicke (ab 84. Saalbach), Liebers, Hunger – Trainer: Welwarsky
Schkopau: Sprang – Schumann, Meichsner, Strozniak, Reimann (ab 76. Meyer), Krüger, Thomas, Relius, Wagner, Zorn, Quarg (ab 58. Scholz) – Trainer: Lisiewicz
Schiedsrichter: Brenn (Bad Salzungen) – Tore: 0:1 Relius (15.), 1:1 Liebers (28.), 2:1 Vatter (43.), 2:2 Wagner (57.), 3:2 Vatter (70.), 4:2 Liebers (84., Foulstrafstoß) – Gelbe Karte: Schumann (Schkopau) – Zuschauer: 1.500 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion zu Grimma
Der Motor lief ungedrosselt
Grimma. Motor bot die bisher beste Heimleistung und gewann nach einem kämpferisch und spielerisch guten Spiel verdient beide Punkte. Wie so oft mussten die Motor-Spieler aber erst einem Rückstand nachlaufen, bevor mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung in der zweiten Halbzeit die Weichen auf Sieg gestellt wurden. Nun gilt es in den nächsten Spielen mit der gleichen Einstellung zur Sache zu gehen, um den angestrebten Mittelfeldplatz zu erreichen.
© Ralf Körner • Leipziger Volkszeitung
Ausgerechnet gegen Ex-Coach: Grimma feiert ersten Saisonsieg
Grimma. Dem Vorletzten Motor Grimma gelang mit einem 4:2-Heimerfolg über Chemie Buna Schkopau der erste Saisonsieg – man konnte die Steine der Grimmaer Verantwortlichen förmlich plumpsen hören. Gäste-Trainer Rainer Lisiewicz hatte sich seine Rückkehr nach Grimma mit Sicherheit anders vorgestellt – in der Sommerpause wechselte der jahrelange Motor-Coach zum Ligakonkurrenten Schkopau. Sorgen bereitet Lisiewicz mit Sicherheit die Auswärtsschwäche seiner neuen Mannschaft. Alle vier Begegnungen auf fremden Plätzen wurden verloren, hinzu kommen in diesen Partien bereits 18 Gegentore. Dies steht in absolut keinem Verhältnis zu den Heimspielen, in welchen man dreimal siegreich war und einmal remis spielte. Will Buna das Niemandsland der Tabelle langsam nach oben verlassen, muss in den Auswärtsspielen dringend eine gewisse Kompaktheit an den Tag gelegt werden. Sich nur auf die Heimspiele zu verlassen, wäre absolut fahrlässig. Grimma schob sich durch diesen Erfolg erst einmal über den Strich – fünf Punkte aus den letzten vier Begegnungen verdeutlichen die ansteigende Tendenz. Ziel muss es am kommenden Wochenende beim neuen Vorletzten Motor Weimar natürlich sein, diese kleine Positivserie weiter auszubauen.
© Tom Rietzschel
Samstag, 01.10.1988 • Anstoß: 14.30 Uhr
Motor „Fritz Heckert“ Karl-Marx-Stadt – Motor Nordhausen 0:1 (0:1)
Motor „Fritz Heckert“: Dittrich – Kempe, Boensch, Gläser, Eitemüller, Renn (ab 60. Hecker), Tipold, Gerstenberger, Schubert, Bletsch, Barthel (ab 70. Mäthe) – Trainer: Fuchs
Nordhausen: Zanirato – Etzrodt, U. Mappes, Boegelsack, Brotzmann, Gerlach, Kufs, M. Ludwig, Nauber, Görke – Trainer: Schwenzfeier
Schiedsrichter: Dr. Schukat (Dölbau) – Tor: 0:1 M. Ludwig (39.) – Gelbe Karten: Boensch, Barthel – Etzrodt – Zuschauer: 350 im Stadion an der Kurt-Wieland-Straße zu Karl-Marx-Stadt
Nordhausen erringt überlebenswichtigen Auswärtssieg
Karl-Marx-Stadt. Motor Nordhausen kann ebenfalls erst einmal aufatmen, der knappe 1:0-Auswärtssieg bei Motor „Fritz Heckert“ Karl-Marx-Stadt verhinderte ein weiteres Abrutschen im Klassement. Schütze des Goldenen Tores war Mathias Ludwig (39.) – Nordhausens Trainer Werner Schwenzfeier war nach dem Abpfiff die Erleichterung komplett anzusehen.
© Tom Rietzschel
Samstag, 01.10.1988 • Anstoß: 14.30 Uhr
Wismut Gera – Chemie Böhlen 1:1 (0:0)
Gera: Gottschalk – Hermannstädter, Patzer, Bürger, Lublow, Töpfer, Häußler, Kraft, Kunzmann, Kunde (ab 83. Böttcher), Hoffmann – Trainer: Haustein
Böhlen: Suchantke – Treske, Arnold, Wunderlich, Kamenz, Steinert (ab 70. Nolting), Kunze, Lange, Kirsten, Ferl, Hanske (ab 88. Stapelfeld) – Trainer: Struppert
Schiedsrichter: P. Müller (Dresden) – Tore: 1:0 Lublow (72.), 1:1 Ferl (75.) – Gelbe Karten: keine – Zuschauer: 1.100 im Stadion der Freundschaft zu Gera
Samstag, 01.10.1988 • Anstoß: 14.30 Uhr
Vorwärts Dessau – Chemie Leipzig 4:0 (3:0)
Dessau: Gaschka – Pohlers, Sauer, Körner, Adomeit, Werner, Brust (ab 82. Wemmer), Wolf, Reimer, Borchardt, Borkowski (ab 79. Holick) – Trainer: Miller
BSG Chemie: Saumsiegel – Hübner, Barth, Patula, Schleier (ab 63. Schmeichel), Illge, Thiemig, Pietsch (ab 57. Engelmann), Kösser, Weiß, Rösler – Trainer: Dr. Slaby
Schiedsrichter: Hirschelmann (Leimbach) – Tore: 1:0 Borchardt (26.), 2:0 Reimer (28.), 3:0 Sauer (43.), 4:0 Wolf (54.) – Gelbe Karten: Borkowski – Pietsch – Zuschauer: 2.100 im Paul-Greifzu-Stadion zu Dessau
Leutzscher bei spielfreudigen Muldestädtern deklassiert
Dessau. In der oberen Tabellenregion sorgten diesmal die Armee-Kicker von Vorwärts Dessau für einen gewaltigen Paukenschlag. Vor über 2.000 Zuschauern im heimischen Paul-Greifzu-Stadion deklassierte man Chemie Leipzig klar mit 4:0 (3:0) und gab somit die passende Antwort auf die letztwöchige vermeidbare Niederlage in Suhl. Die Leutzscher hatten über die gesamten 90 Minuten keine passende Antwort auf das variable Vorwärts-Spiel. Dessau dominierte nach Belieben – Chemie lief, vor den Augen ihrer zahlreich mitgereisten Anhänger, von der ersten Minute an nur hinterher. Bereits in der Anfangsphase konnten die Gastgeber vielversprechende Gelegenheiten nicht nutzen (Borchardt/13., Borkowski/22.), doch bis zur Pause brach es dann über die Leutzscher herein. Uwe Borchardt brachte nach 26 Minuten seine Elf mit 1:0 in Front, 120 Sekunden später erhöhte Michael Reimer auf 2:0. Ausgerechnet Reimer, der seinen fußballerischen Ursprung im Leutzscher Holz genoss, in den vergangenen Oberliga- und Liga-Spielzeiten fester Bestandteil der Chemiker war und nur aufgrund seines NVA-Wehrdienstes seit Sommer letzten Jahres in Dessau seine Schuhe schnürt. Damit war es allerdings immer noch nicht genug. Als der aufgerückte Vorwärts-Libero Roland Sauer zwei Minuten vor der Pause sogar zum 3:0 einnetzte, musste man im Chemie-Lager für den zweiten Durchgang Schlimmes befürchten. Mit dem Ziel Schadensbegrenzung ging der ehemalige Oberligist dann die zweite Hälfte an, doch hatten die Dessauer zunächst kein Erbarmen. Andreas Wolf traf zum 4:0 (54.), Gäste-Keeper Jörg Saumsiegel konnte einem regelrecht leidtun. Erst jetzt schalteten die Muldestädter langsam in den Verwaltungsmodus, ohne dabei jedoch die Spielkontrolle zu verlieren. Letztlich blieb es beim klaren Erfolg der Vorwärts-Elf, die nun jedoch auch einmal auswärts diese Leistung bestätigen müssen. Im Lager der Leutzscher heißt es nun Wunden lecken und am kommenden Samstag daheim gegen Sömmerda eine Reaktion zeigen.
© Tom Rietzschel
Samstag, 01.10.1988 • Anstoß: 14.30 Uhr
Robotron Sömmerda – Motor Suhl 0:2 (0:1)
Sömmerda: Oevermann – Baumbach (ab 66. Weiß), Köberlein, Franke, F. Mappes, Becker, Ettrichrätz, Vlay, Schröter, Schlieck (ab 32. Werner), Busse – Trainer: Menz
Suhl: Gewalt – Seiler, Böhm, Schröder, Hüttl (ab 88. Büchel), Jertschewski (ab 82. Asmus), Kurth, Seyfarth, Hetzelt, Roß, Sprafke – Trainer: Stein
Schiedsrichter: Purz (Cottbus) – Tore: 0:1 Hetzelt (13.), 0:2 Kurth (90., Foulstrafstoß) – Gelbe Karte: Becker (Sömmerda) – Zuschauer: 600 im Kurt-Neubert-Sportpark zu Sömmerda
Suhl setzt guten Lauf fort
Sömmerda. Gegner Robotron unterlag daheim Motor Suhl mit 0:2, die nun sieben Punkte aus den letzten vier Begegnungen geholt haben. Respekt!
© Tom Rietzschel
Sonntag, 02.10.1988 • Anstoß: 14.30 Uhr
Dynamo Dresden II – Stahl Riesa 2:0 (1:0)
Dresden II: Schulze – Sack, Kern, Maucksch, Büttner, Milde, Hauptmann, Neitzel, Jähnig, Scholtissek (ab 68. Tillig), Vogel (ab 84. Franke) – Trainer: Dörner
Riesa: Kircheis – Kretzschmar, Martick, St. Dünger, A. Müller, Herfurth, Drabow (ab 60. G. Kerper), Schulz, Uwelius, Maaß (ab 66. Biedermann), J. Pfahl – Trainer: Lienemann
Schiedsrichter: Eßbach (Leipzig) – Tore: 1:0 Neitzel (6.), 2:0 Jähnig (54.) – Gelbe Karte: Maucksch (Dresden II) – Zuschauer: 500 im Kurt-Schlosser-Stadion zu Cossebaude
Sonntag, 02.10.1988 • Anstoß: 14.30 Uhr
Fortschritt Bischofswerda – Aktivist Borna 5:1 (2:0)
Bischofswerda: Groß – Bank, Schmidt, Petersohn (ab 65. Kunze), Kleditzsch, Gräulich, Bär, Stohn (ab 76. Kaiser), Löpelt, Schiemann, Merkel – Trainer: Gumz
Borna: Vogler – Majetschak, Quaas, Gimpel, Kunath, Glöckner, Ziegert, Starke, Richter (ab 64. Greiling), Hermanns, Theile (ab 69. Weidner) – Trainer: Göcke
Schiedsrichter: Wittchen (Cottbus) – Tore: 1:0 Stohn (33.), 2:0 Bank (37.), 3:0 Merkel (59.), 3:1 Quaas (64.), 4:1 Kleditzsch (76., Foulstrafstoß), 5:1 Schiemann (84.) – Gelbe Karte: Weidner (Borna) – Zuschauer: 2.500 im Stadion der Jugend zu Bischofswerda
Spitzenreiter betreibt wenig Federlesen
Bischofswerda. An der Spitze gibt es nach den Resultaten vom Wochenende nichts neues. Spitzenreiter Fortschritt Bischofswerda grüßt weiterhin vom Platz an der Sonne, nachdem man Schlusslicht Aktivist Borna deutlich mit 5:1 nach Hause schickte. Dabei sorgten die Platzherren bereits in den ersten 45 Minuten für klare Fronten – der 2:0-Vorsprung zur Pause schien bereits sehr komfortabel. Auch im zweiten Durchgang ließen die Einheimischen keinen Millimeter nach, der klare Endstand spiegelt den Spielverlauf im Stadion der Jugend recht gut wider. Nach dieser erneuten Niederlage bleibt Borna natürlich weiter am Tabellenende, doch gab es insgesamt im Keller diesmal reichlich Bewegung.
© Tom Rietzschel
Sonntag, 02.10.1988 • Anstoß: 14.30 Uhr
TSG Markkleeberg – Motor Weimar 5:0 (2:0)
Markkleeberg: Walther – Görke (ab 65. Brix), Fritsche (ab 81. Gosch), Hoja, Jentzsch, Altmann, Schenkel, Petersohn, Oehmig, Moldt, Trommer – Trainer: Erler
Weimar: Benkert – Deppe, Linde, Zelßmann, Habi (ab 46. Machowski), Große, Winter (ab 69. Röder), Gerlach, Hoffmann, Wengefeld, Hornik – Trainer: Hinkelmann
Schiedsrichter: Trexler (Karl-Marx-Stadt) – Tore: 1:0, 2:0 Oehmig (22., 35.), 3:0 Altmann (46.), 4:0 Fritsche (53.), 5:0 Petersohn (55.) – Gelbe Karten: Petersohn – Linde, Machowski– Zuschauer: 750 im Sportpark „An der Lauer“ zu Markkleeberg
Weimar taumelt aktuell durch die Liga
Markkleeberg. Weimar ist durch das sechste sieglose Spiel in Folge in diese prekäre Situation geraten, die neuerliche 0:5-Klatsche in Markkleeberg war der bisherige absolute Tiefpunkt. Daher steht auch für die Thüringer am kommenden Wochenende auf dem Lindenberg gegen Grimma gewaltig viel auf dem Spiel.
© Tom Rietzschel
Sonntag, 02.10.1988 • Anstoß: 14.30 Uhr
Motor Grimma – Chemie Buna Schkopau 4:2 (2:1)
Grimma: Riediger – Wimberger (ab 86. Deuse), Großmann, Thalmann, Spahlholz, Vatter, Klein, Ulbricht, Pannicke (ab 84. Saalbach), Liebers, Hunger – Trainer: Welwarsky
Schkopau: Sprang – Schumann, Meichsner, Strozniak, Reimann (ab 76. Meyer), Krüger, Thomas, Relius, Wagner, Zorn, Quarg (ab 58. Scholz) – Trainer: Lisiewicz
Schiedsrichter: Brenn (Bad Salzungen) – Tore: 0:1 Relius (15.), 1:1 Liebers (28.), 2:1 Vatter (43.), 2:2 Wagner (57.), 3:2 Vatter (70.), 4:2 Liebers (84., Foulstrafstoß) – Gelbe Karte: Schumann (Schkopau) – Zuschauer: 1.500 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion zu Grimma
Sonntag, 02.10.1988 • Anstoß: 14.30 Uhr
Stahl Thale – Dynamo Eisleben 3:2 (3:2)
Thale: Schneider – Steinat, Winter, Fuchs, S. Keller, B. Teichmann, Adamczak, Rensch, Fischer, Losse, Günther – Trainer: O. Keller
Eisleben: Friedrich – Schmidt, Gareis, Rennert, Hoffmann, Züchner, Krieg, Romanowsky, Bedranowsky, Hanas, Auffenbauer – Trainer: Rothe
Schiedsrichter: Heller (Leipzig) – Tore: 0:1 Rennert (14.), 1:1 Adamczak (18.), 2:1 Fuchs (32.), 3:1 Fischer (34.), 3:2 Bedranowsky (42.) – Gelbe Karten: S. Keller – Hanas, Romanowsky – Zuschauer: 1.700 im Sportpark der Hüttenarbeiter zu Thale
Thale gewinnt „Vier-Punkte-Spiel“
Thale. Einen wichtigen Sieg in der unteren Region verbuchte auch Stahl Thale, die im heimischen Sportpark der Hüttenarbeiter Liga-Rückkehrer Dynamo Eisleben knapp mit 3:2 bezwangen. Vor allem im ersten Durchgang agierten beide Vertretungen mit offenem Visier, die 1.700 Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten. Die Harzer haben mit diesem doppelten Punktgewinn und nun 6:10 Zählern langsam den Anschluss an das untere Mittelfeld der Tabelle geschafft – Eisleben hängt nach dieser Pleite nun vollends im Schlamassel und übernimmt nun von Motor Nordhausen erst einmal den drittletzten Rang.
© Tom Rietzschel
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Dynamo Eisleben – Motor „Fritz Heckert“ Karl-Marx-Stadt |
Sa., 15.10.1988 • 14.30 Uhr |
| Chemie Buna Schkopau – Stahl Thale |
Sa., 15.10.1988 • 14.30 Uhr |
| Motor Weimar – Motor Grimma |
Sa., 15.10.1988 • 14.30 Uhr |
| Aktivist Borna – TSG Markkleeberg |
Sa., 15.10.1988 • 14.30 Uhr |
| Stahl Riesa – Fortschritt Bischofswerda | Sa., 15.10.1988 • 14.30 Uhr |
| Motor Suhl – Dynamo Dresden II | Sa., 15.10.1988 • 14.30 Uhr |
| Chemie Leipzig – Robotron Sömmerda | Sa., 15.10.1988 • 14.30 Uhr |
| Chemie Böhlen – Vorwärts Dessau | Sa., 15.10.1988 • 14.30 Uhr |
| Motor Nordhausen – Wismut Gera | Sa., 15.10.1988 • 14.30 Uhr |
