Datum: Sonntag, 18.09.1988
Anstoß: 15.00 Uhr
Spielort: Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion, Grimma
Ergebnis: 1:1 (1:0)
Zuschauer: 1.400
Motor Grimma – Stahl Thale 1:1 (1:0)
Grimma: Riediger – Wimberger, Großmann, Thalmann, Blankenburg, Pannicke (ab 68. Eichhorn), Klein, Ulbricht (ab 68. Saalbach), Vatter, Liebers, Hunger – Trainer: Welwarsky
Thale: Schneider – Steinat, Winter, Fuchs, S. Keller, B. Teichmann, Gothe, Fischer, Hahne (ab 82. Hantke), Losse, Günther (ab 88. Schrader) – Trainer: O. Keller
Schiedsrichter: Weise (Pößneck) – Tore: 1:0 Liebers (19.), 1:1 Fuchs (49.) – Gelbe Karten: Blankenburg – Winter, Fischer, Gothe – Zuschauer: 1.400 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion zu Grimma
Gäste waren sogar dem Sieg näher
Grimma. Grimma konnte in keiner Phase des Spiels Liga-Niveau nachweisen. Die Unsicherheiten begannen bereits in der eigenen Abwehr (außer Riediger) und setzten sich in allen Mannschaftsteilen fort. Obwohl ein Punkt gewonnen wurde, war dieses Spiel der Einheimischen das schlechteste der Saison. Einziger Lichtblick – Liebers, Freistoßtor. Thale war in der zweiten Halbzeit sogar dem Sieg näher, konnte aber seine Chancen nicht verwerten. Mit ähnlichen Leistungen der Muldestädter kommen schwere Zeiten auf sie zu.
© Matthias Seifert
Grimma noch immer ohne Sieg
Grimma. Dagegen ist Motor Grimma die einzige Elf, neben Aktivist Borna, die immer noch ohne Saisonsieg dasteht. Im Heimspiel gegen das bisher auch extrem durchhängende Stahl Thale wollte man nun den Bock umstoßen, doch konnte man trotz Pausenführung dieses Ziel mit einem 1:1-Remis nicht erreichen. Grimma bleibt weiter Schlusslicht, Thale ist aktuell Drittletzter.
© Tom Rietzschel
Samstag, 17.09.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr
Motor „Fritz Heckert“ Karl-Marx-Stadt – Chemie Böhlen 1:1 (0:0)
Motor „Fritz Heckert“: Dittrich – Kempe, Boensch, Henker, Eitemüller, Schöler (ab 70. Gläser), Tipold, Gerstenberger, Körner (ab 46. Schubert), Bletsch, Barthel – Trainer: Fuchs
Böhlen: Suchantke – Treske, Arnold, Wunderlich, Kamenz, Nolting (ab 75. Steinert), Kunze, Lange, Kirsten, Ferl (ab 85. Becher), Hanske – Trainer: Struppert
Schiedsrichter: Pleßke (Isserstädt) – Tore: 0:1 Lange (72.), 1:1 Schubert (90.) – Gelbe Karten: Tipold, Barthel – Wunderlich, Treske – Zuschauer: 600 im an der Stadion Kurt-Wieland-Straße zu Karl-Marx-Stadt
Samstag, 17.09.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr
Vorwärts Dessau – Stahl Riesa 2:0 (0:0)
Dessau: Weigang – Pohlers, Sauer, Retschlag (ab 76. Körner), Adomeit, Werner, Brust, Wolf, Reimer, Borchardt, Borkowski (ab 65. Papst) – Trainer: Miller
Riesa: Kircheis – Hennig (ab 36. Biedermann), Martick, St. Dünger, G. Kerper, Schulz, A. Müller, Drabow, Herfurth, Maaß, Uwelius – Trainer: Lienemann
Schiedsrichter: Demme (Schloßvippach) – Tore: 1:0 Pohlers (80.), 2:0 Reimer (88.) – Gelbe Karten: Sauer – Hennig – Zuschauer: 1.350 im Paul-Greifzu-Stadion zu Dessau
Muldestädter daheim weiter mit blütenweißer Weste
Dessau. Vorwärts Dessau unterstrich ihrerseits die hohen Ansprüche und besiegte Stahl Riesa daheim mit 2:0. Allerdings hatten die Muldestädter mit dem Oberliga-Absteiger eine harte Nuss zu knacken, auch ohne den verletzungsbedingt fehlenden Torjäger Jens Pfahl versteckte sich Riesa über die gesamte Spielzeit nicht. Zwar hatte die Armee-Elf die bessere Spielanlage und auch die Mehrzahl der Möglichkeiten, doch dauerte es lange ehe man den Gast „weichgeklopft“ hatte. Zehn Minuten vor Schluss war es Stephan Pohlers, der mit einem Führungstreffer die Überlegenheit der Dessauer auch an der Anzeigetafel sichtbar machte (80.), mit einem Kontertor gegen nun öffnende Riesaer stellte Michael Reimer den 2:0-Endstand her (88.). Vorwärts behielt mit diesem Sieg die blütenweiße Heimweste – drei Spiele, drei Zu-Null-Siege – und liegt in Lauerstellung auf Rang 4.
© Tom Rietzschel
Samstag, 17.09.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr
Robotron Sömmerda – Aktivist Borna 2:0 (0:0)
Sömmerda: Oevermann – Baumbach, Köberlein, Franke, Weiß (ab 46. Werner), F. Mappes, Becker, Vlay, Schröter (ab 88. Schlieck), Fehrenbacher, Busse – Trainer: Menz
Borna: Vogler – Ziegert, Geppert, Quaas, Majetschak, Glöckner (ab 80. Weidner), Rinkau, Starke, Richter, Gimpel, Teucher (ab 46. Adler) – Trainer: Göcke
Schiedsrichter: Holland-Moritz (Steinbach-Hallenberg) – Tore: 1:0 Fehrenbacher (63.), 2:0 Vlay (90.) – Gelbe Karten: Glöckner, Geppert, Teucher (alle Borna) – Zuschauer: 850 im Kurt-Neubert-Sportpark zu Sömmerda
Sömmerda bleibt oben dran, Borna rutscht ab
Sömmerda. Robotron Sömmerda festigt mit einem 2:0-Heimsieg über Aktivist Borna aktuell Rang 3. Konnten die Wyhrastädter dabei die ersten 45 Minuten noch offenhalten, drückte Sömmerda in Halbzeit zwei die eigene Dominanz folgerichtig im Ergebnis aus. Durch Treffer von Jürgen Fehrenbacher (63.) und Josef Vlay (90.) besiegte man den Neuling mit 2:0 und ist damit nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses hinter Bischofswerda postiert. Aufsteiger Borna wartet dagegen nach sechs Spielen immer noch auf den ersten Sieg und ist nun in der Tabelle auf den vorletzten Rang abgerutscht.
© Tom Rietzschel
Samstag, 17.09.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr
Fortschritt Bischofswerda – Chemie Buna Schkopau 6:0 (1:0)
Bischofswerda: Groß – Bär, Bank, Petersohn, St. Schmidt, Kleditzsch (ab 75. Kunze), Gräulich, Gnauck (ab 58. Wünsche), Löpelt, Schiemann, Merkel – Trainer: Gumz
Schkopau: Sprang – Schumann, Meichsner, Strozniak, Reimann, V. Schmidt, Krostitz (ab 63. Quarg), Scholz, Wagner, Zorn, Heinrich (ab 63. Meyer) – Trainer: Lisiewicz
Schiedsrichter: Zeng (Gotha) – Tore: 1:0 Kleditzsch (7.), 2:0 Gräulich (49.), 3:0, 4:0 Löpelt (54., 72.), 5:0 Schiemann (77.), 6:0 Gräulich (79.) – Gelbe Karten: keine – Zuschauer: 1.800 im Stadion der Jugend zu Bischofswerda
Buna geht in der zweiten Halbzeit unter
Bischofswerda. Fortschritt Bischofswerda bestätigt dabei seine ansteigende Form und deklassierte Chemie Buna Schkopau im heimischen Stadion der Jugend mit 6:0. Bis zur Pause konnten die dabei die Gäste noch einigermaßen mithalten, in den zweiten 45 Minuten brach es dann jedoch über Buna herein. Auf Seiten der Schiebocker wären dabei Andreas Gräulich und Heiko Löpelt hervorzuheben, die im zweiten Durchgang jeweils zwei Treffer erzielten.
© Tom Rietzschel
Sonntag, 18.09.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr
Motor Nordhausen – Chemie Leipzig 0:2 (0:1)
► Sportgerichtswertung: 3:0 für Nordhausen, da Chemie Leipzig nach einer Einwechslung nicht die gewünschten vier Spieler unter 23 Jahren auf dem Platz hatte!
Nordhausen: Zanirato – Müller, U. Mappes, Boegelsack, Kiel (ab 62. Gerlach), Etzrodt, M. Ludwig, Kufs, Nauber (ab 70. Löder), J. Ludwig, Thon – Trainer: Schwenzfeier
Chemie Leipzig: Saumsiegel – Jack, Barth, Patula, Schleier, Hübner, Thiemig, Pietsch (ab 89. Kösser), Meyer, Weiß, Rösler (ab 88. Engelmann) – Trainer: Dr. Slaby
Schiedsrichter: Gottschall (Eickendorf) – Tore: 0:1 Thiemig (44.), 0:2 Saumsiegel (90., Foulstrafstoß) – Gelbe Karten: M. Ludwig Müller, Löder (alle Nordhausen) – Rote Karten: Meyer (BSG Chemie) wegen wiederholten Foulspiels (65.) – Zuschauer: 1.450 im Albert-Kuntz-Sportpark zu Nordhausen
Wechselfehler – Chemie Leipzig muss Sieg am Grünen Tisch abgeben
Nordhausen. Kurioses aus Nordhausen: Chemie Leipzig befand sich nach dem letztwöchigen 1:0-Heimsieg über Böhlen auch bei Motor Nordhausen auf der Siegerstraße – bis tief in die Schlussphase führten die Leutzscher mit 1:0. In der Nachspielzeit dann die Erlösung: Nach einem Foulspiel am eingewechselten Jörg Engelmann im Nordhäuser Strafraum zeigte Schiedsrichter Reinhard Gottschall (Eickendorf) auf den ominösen Punkt. Chemie-Torhüter Jörg Saumsiegel schritt zur Tat, schließlich hatte er sich sowohl im April 1985 im Oberliga-Spiel gegen Stahl Riesa (2:0) als auch im Juni 1987 im Liga-Duell gegen ISG Schwerin (2:2) bereits als nervenstark erwiesen. Auch in Nordhausen blieb er cool vom Punkt und sicherte den Leutzschern mit dem 2:0 einen wichtigen Auswärtssieg im Südharz. Doch nach dem Abpfiff der Schock: Kurz vor der Spielentscheidung unterlief Chemie-Trainer Dr. Horst Slaby ein fataler Fehler, welcher letztlich am Grünen Tisch über Sieg und Niederlage entscheiden sollte. Zwei Minuten vor Spielende wollte der Leutzscher Coach mit einem Wechsel etwas Zeit von der Uhr nehmen, es galt die knappe 1:0-Führung über die Runden zu bringen. Er brachte für den ausgepumpten Jungspund Uwe Rösler für die letzten Minuten den bereits angesprochenen Jörg Engelmann. Und genau das hätte der Chemie-Trainer mal lieber nicht tun sollen. Mit der Auswechslung des 19-jährigen Rösler standen mit Jens Thiemig, Matthias Jack und Michael Hübner nur noch drei Akteure unter 23 Jahren auf dem Platz bei den Chemikern – laut Spielordnung des DFV müssen es allerdings vier sein! Mannschaftsleiter Hans-Christian Kaubitzsch und Ersatz-Torhüter Harald Bellot bemerkten den Fehler sofort, so dass Slaby nur eine Minute später mit Andreas Kösser (20) für den erfahrenen Rainer Pietsch den nächsten Youngster einwechselte, um die erforderliche Anzahl von vier U23-Spielern wieder zu erfüllen. Doch da war es um die Leutzscher bereits geschehen. Die Szene, als Rösler den Platz verlies und Engelmann das Feld betrat reichte aus – die Ex-Oberligist beging einen gravierenden Regelverstoß! Das Sportgericht des DFV wandelte den 2:0-Erfolg der Chemiker in eine 0:3-Niederlage um! Dadurch verpassten es die Leutzscher in die Spitzengruppe vorzustoßen und verharren mit 6:6 Punkten im Tabellenmittelfeld.
© Tom Rietzschel
Sonntag, 18.09.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr
Wismut Gera – Motor Suhl 2:2 (0:2)
Gera: Gottschalk – Leinen, Patzer, Bürger, Lublow, Töpfer, Häußler, Kraft, Kunzmann, Kunde, Hoffmann (an 81. Böttcher) – Trainer: Haustein
Suhl: Gewalt – Seiler, Böhm, Schröder, Hüttl, Jertschewski (ab 89. Büchel), Kurth, Asmus (ab 65. Seyfarth), Hetzelt, Roß, Brumme – Trainer: Stein
Schiedsrichter: Eßbach (Leipzig) – Tore: 0:1 Asmus (37.), 0:2 Hetzelt (39.), 1:2 Töpfer (49.), 2:2 Hoffmann (61.) – Gelbe Karte: Hetzelt (Suhl) – Zuschauer: 2.800 im Stadion der Freundschaft zu Gera
Suhl bringt Zwei-Tore-Vorsprung beim Tabellenführer nicht über die Zeit
Gera. Spitzenreiter Wismut Gera musste nach dem letztwöchigen 1:1-Remis in Riesa auch diesmal einen Zähler abgeben. Im Heimspiel gegen Motor Suhl kam man nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus. Dabei wären die Haustein-Schützlinge zur Halbzeitpause wohl damit zufrieden gewesen, lag man nach 45 Minuten sogar mit 0:2 im Hintertreffen. Im zweiten Durchgang blies die Wismut-Elf dann allerdings zur Aufholjagd, das frühe Anschlusstor von Thomas Töpfer half dabei ungemein (49.). Aufgrund der Steigerung kam der Ausgleichstreffer nicht von ungefähr – Sylvio Hoffmann erzielte Mitte der zweiten Hälfte seinen vierten Saisontreffer zum 2:2-Endstand (61.). Gera bleibt damit zwar weiterhin Tabellenführer, doch ist die Konkurrenz Bischofswerda, Sömmerda und Dessau nun auf einen Punkt herangerückt.
© Tom Rietzschel
Sonntag, 18.09.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr
Dynamo Dresden II – Motor Weimar 2:1 (1:0)
Dresden II: Schulze – Maucksch, Kern, Ritter, Büttner, Fritzsche, Minge, Neitzel, Milde (ab 29. Tillig), Scholtissek (ab 58. Prasse), Vogel – Trainer: Dörner
Weimar: Benkert – Deppe, Linde, Zelßmann, Karczmarczyk, Große, Winter, Gerlach, Machowski (ab 56. Heinzelmann), Wengefeld, Hornik – Trainer: Hinkelmann
Schiedsrichter: Ebert (Halle) – Tore: 1:0 Minge (33.), 1:1 Große (47.), 2:1 Vogel (58., Handstrafstoß) – Gelbe Karten: Neitzel – Hornik – Zuschauer: 270 im Kurt-Schlosser-Stadion zu Cossebaude
Sonntag, 18.09.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr
TSG Markkleeberg – Dynamo Eisleben 3:1 (2:0)
Markkleeberg: Walther – Görke, Fritsche, Hoja, Jentzsch, Altmann, Schenkel, Geßner, Oehmig, Moldt, Trommer (ab 89. Brix) – Trainer: Erler
Eisleben: Friedrich – Schmidt, Gareis, Bedranowsky (ab 56. Krieg), Hoffmann, Gehlhaar, Spitschka, Romanowsky, Rennert, Hanas, Auffenbauer – Trainer: Rothe
Schiedsrichter: Meinel (Plauen) – Tore: 1:0, 2:0 Schenkel (7., 34.), 3:0 Oehmig (68.), 3:1 Krieg (89.) – Gelbe Karten: Schenkel – Romanowsky, Auffenbauer – Zuschauer: 700 im Sportpark „An der Lauer“ zu Markkleeberg
Sonntag, 18.09.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr
Motor Grimma – Stahl Thale 1:1 (1:0)
Grimma: Riediger – Wimberger, Großmann, Thalmann, Blankenburg, Pannicke (ab 68. Eichhorn), Klein, Ulbricht (ab 68. Saalbach), Vatter, Liebers, Hunger – Trainer: Welwarsky
Thale: Schneider – Steinat, Winter, Fuchs, S. Keller, B. Teichmann, Gothe, Fischer, Hahne (ab 82. Hantke), Losse, Günther (ab 88. Schrader) – Trainer: O. Keller
Schiedsrichter: Weise (Pößneck) – Tore: 1:0 Liebers (19.), 1:1 Fuchs (49.) – Gelbe Karten: Blankenburg – Winter, Fischer, Gothe – Zuschauer: 1.400 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion zu Grimma
| Motor Suhl – Vorwärts Dessau |
Sa., 24.09.1988 • 15.00 Uhr |
| Chemie Leipzig – Wismut Gera |
Sa., 24.09.1988 • 15.00 Uhr |
| Chemie Böhlen – Motor Nordhausen |
Sa., 24.09.1988 • 15.00 Uhr |
| Stahl Thale – Motor „Fritz Heckert“ Karl-Marx-Stadt |
So., 25.09.1988 • 15.00 Uhr |
| Dynamo Eisleben – Motor Grimma | So., 25.09.1988 • 15.00 Uhr |
| Chemie Buna Schkopau – TSG Markkleeberg | So., 25.09.1988 • 15.00 Uhr |
| Motor Weimar – Fortschritt Bischofswerda | So., 25.09.1988 • 15.00 Uhr |
| Aktivist Borna – Dynamo Dresden II | So., 25.09.1988 • 15.00 Uhr |
| Stahl Riesa – Robotron Sömmerda | So., 25.09.1988 • 15.00 Uhr |
