Datum: Sonntag, 03.11.2002

Anstoß: 14.00 Uhr

Spielort: Stadion der Freundschaft, Grimma

Ergebnis: 1:0 (0:0)

Zuschauer: 280



NOFV-Oberliga Süd • 12. Spieltag

SV 1919 Grimma – FC Anhalt Dessau  1:0 (0:0)

Grimma: Winkler – Wohllebe, Zaulich, Ziffert (ab 53. Massner), Saalbach, Schober, Beyer, Birnbaum (ab 71. Pörschmann), Liebich, Müller, Großmann (ab 83. Knoof) – Trainer: Lisiewicz

Dessau: Kepczynski – Cervienka, Kurth, Westendorf, Strokosch (ab 85. Drimel), Baasch (ab 29. Schwibbe), Grosche, Gerstmann, Stefke, Galytsky (ab 71. Naujoks), Dreyer – Trainer: Murawiew

Schiedsrichter: M. Walter (Martinroda) – Tor: 1:0 Wohllebe (61.) – Gelbe Karten: Beyer, Liebich, Ziffert – Strokosch, Westendorf, Galytsky, Kurth – Zuschauer: 280 im Stadion der Freundschaft zu Grimma


Spielberichte

Wohllebes Sonntagshammer sichert drei Punkte

Grimma. „Im vergangenen Jahr haben wir gegen solche Mannschaften in solchen Spielen verloren, jetzt gewinnen wir sie“, freute sich Fußball-Lehrer Rainer Lisiewicz. Seine Oberliga-Mannschaft hatte den FC Anhalt Dessau mit 1:0 knapp aber verdient besiegt.

Einen Schönheitspreis konnten sich die Spieler des SV 1919 Grimma dafür nicht anheften, aber drei Punkte auf ihrem Konto gutschreiben. Das zählte mehr. 2Es war mir schon klar, dass wir nach dem schweren Pokalspiel gegen Dynamo Dresden nicht so auftrumpfen würden“, verriet Rainer Lisiewicz. Das ahnten wohl auch die Dessauer, die zumindest einen Punkt aus dem Stadion der Freundschaft mitnehmen wollten. Aber zuerst jubelten die Grimmaer (10.). Zu früh, wie sich herausstellte. Bei ihrem Tor hob der Linienrichter die Fahne.

Ihre Absichten untermauerten die Gäste dann mit einem Freistoß an den Pfosten (29.) und ebenfalls einem Abseitstor (33.). „Also der Linienrichter auf unserer Seite hat ja unmöglich gewunken“, beschwerte sich am Ende Grimmas Trainer. „Aber zum Glück bei denen auch.“ Stimmt, in vielen Situationen, bei denen die Grimmaer in der zweiten Halbzeit einfach nur schneller waren, als die Dessauer Verteidiger, hatte der Herr an der Linie die Fahne oben.

Überhaupt lief das Spiel der Heimmannschaft in diesem Abschnitt bedeutend besser. Die erste Großchance aber hatte Dessau, als Ronny Winkler (50.) den Ball mit einer Hand noch an die Querlatte lenken konnte. Dann war Grimma wieder am Drücker. Elfmeterreif die Situation, als Anhalt-Keeper Zbigniew Kepczynski Grimmas Dauerläufer René Großmann umschubste (55.). Der Keeper gebrauchte in der Partie überhaupt sehr oft, sei es beim Abstoß oder einem Fehler seiner Vorderleute, das böse deutsche Wort mit „Sch“ am Anfang. Als jedoch Daniel Wohllebe von der Strafraumgrenze einfach mal so abzog, war er macht- und vor allem sprachlos – der Ball zappelte im entlegenen Winkel (61.).

Nun musste Anhalt Dessau die Abwehr lockern. Das kam den Grimmaern zu Gute, die nun ihr druckvolles Konterspiel förmlich ausleben konnten. Dabei hatten Andy Müller, der den Ball vorbeischoss und Mirko Liebich, dessen Kopfball Zbigniew Kepczynski im Liegen von der Linie boxte, die größten Chancen, die Entscheidung herbei zu führen. Warum nicht so in der ersten Halbzeit? „Wir sind doch keine Übermannschaft“, gab Rainer Lisiewicz zu verstehen. „Am vergangenen Wochenende das Spiel in Pößneck, am Donnerstag gegen Dynamo Dresden und Sonntag schon wieder gegen Dessau.“ Er könne es seinen Spielern gar nicht hoch genug anrechnen, wie sie die Belastung durch Arbeit, Training und Spiele wegstecken.

Wie wichtig der Sieg war, zeigt ein Blick auf die Tabelle. Der SV 1919 Grimma (15 Punkte) arbeitete sich mit einem Spiel weniger auf den 10. Rang vor, hat nun direkten Kontakt zu Dresden Nord (18) und Cottbus Amateure (17). Hinter den Kreisstädtern lauern Sondershausen (14), Neugersdorf (13), Dessau (12) und Pößneck (11). Am kommenden Sonntag spielt Grimma in Plauen. Im Falle einer Niederlage könnte dem SV 1919 zu Gute kommen, dass auch die anderen Mannschaften keine leichten Gegner haben oder sich gegenseitig die Punkte abnehmen.

© Andreas Rücker


Gastgeber mit drittem Sieg in Folge

Grimma. Einen Arbeitssieg wie er im Buche stand, landete der SV 1919 Grimma gestern gegen den FC Anhalt Dessau. Hart erkämpft war das 1:0, aber allemal verdient. Bereits nach zehn Minuten rissen die Grimmaer die Arme hoch – zu früh, Abseits. Genauso sollte es später dem Gast aus Dessau gehen, der immerhin noch einen Pfostenschuss in der ersten Halbzeit aufzuweisen hatte. Bis dahin agierten die Grimmaer im Angriff zu harmlos, brachten das Tor von Zbigniew Kepczynski kaum ernsthaft in Gefahr. „Nach dem schweren Donnerstagspiel gegen Dynamo Dresden war das nicht anders zu erwarten“, meinte Trainer Rainer Lisiewicz.

Was hatte er in der Pause seinen Männern wohl ins Ohr geflüstert? Plötzlich lief das Spiel der Grimmaer besser. Die erste Chance allerdings hatten die Dessauer, als Ronny Winkler bei einem Konter den Ball noch an die Latte lenken konnte (50.). Fünf Minuten später Aufregung im Grimmaer Lager, als Dessaus Keeper den Grimmaer René Großmann zu Fall brachte. War es der Frust über den ausgebliebenen Pfiff, dass Daniel Wohllebe plötzlich abzog und das 1:0 markierte? Bei diesem Stand blieb es dann bis zum Schlusspfiff, weil auch Mirko Liebich und Andy Müller ihre glasklaren Chancen nicht verwerten konnten.

© Andreas Rücker


Grimma gewinnt umkämpftes Spiel

Grimma. Der SV Grimma hat sich mit einem knappen 1:0-Heimsieg gegen Dessau etwas Luft im Abstiegskampf verschafft.

In der spielerisch wenig ansprechenden, kämpferisch geführten Partie, konnte Wohllebe mit dem Tor des Tages den Grimmaern drei Punkte sichern: Sein 16-Meter-Schuss (61.) war auch eine der wenigen ansehnlichen Szenen. Sonst dominierten Fehlpässe und Nervosität das Spiel der beiden Abstiegskandidaten. In der ersten Hälfte konnte sich Dessau leichtes Übergewicht erspielen, die wenigen Chancen aber nicht nutzen. Nach der Grimmaer Führung hätten Müller (74.) und Liebich (84.) erhöhen können.

© MDR online


Der Spieltag in der Übersicht

Samstag, 02.11.2002 • Anstoß: 14.00 Uhr

FSV Zwickau – VfB 09 Pößneck  4:0 (2:0)

Zwickau: Mewes – Krauß, Findeisen, Vogel, Böckel (ab 64. Papp), Chudzik, Arzt, Köcher, Gerloff, Weiß (ab 75. Trochocki), Düring (ab 46. Schmidt) – Trainer: Doege

Pößneck: Wohlfahrt – Penzel, Ceesay, Ludwig (ab 57. Krause), Fritzsche, Lässig, Stumpe (ab 64. Heynig), Bartholmé, Walther (ab 81. Daum), Scheuerl, Heidler – Trainer: Vogel

Schiedsrichter: Mattig (Frankfurt) – Tore: 1:0 Weiß (41.), 2:0 Düring (45.), 3:0 Köcher (55.), 4:0 Findeisen (86.) – Gelbe Karten: Arzt – Penzel, Lässig, Ceesay – Zuschauer: 557 im Westsachsenstadion zu Zwickau

 

Zwickau. Erst um 13.00 Uhr fiel im Westsachsenstadion die Entscheidung durch Schiedsrichter Mattig (Frankfurt/O.), ob denn die Oberligapartie angepfiffen wird. Lang anhaltender Regen – auch während der Begegnung – hatte den Rasen fast unbespielbar hergerichtet, so dass beide Teams auf tiefem und kräftezehrendem Boden 90 Minuten absolvieren mussten. Die Platzbesitzer suchten eine schnelle Führung. Die Pößnecker überstanden mit Glück und Geschick diese Drangperiode. Wohlfahrt im Tor musste dabei mehrmals prächtig reagieren, so gegen Düring (4.), Arzt aus Nahdistanz (10.), Krauß (15.) und Chudzik (20.). Zwischenzeitlich traf Findeisen mit einem kapitalen Hinterhaltsschuss die Querlatte (11.). In dieser Zeit trat Heidler zweimal in Aktion (9.) und (12.). Nach 20 Minuten Spielzeit befreite sich der VfB 09 und kam selbst zu ansehnlichen Kombinationen, die aber nicht den notwendigen Abschluss fanden. Zu langes Ballhalten und Ungenauigkeiten hemmten den Torerfolg. Bei Walthers Schuss musste Mewes den Ball aus dem Eck holen (38.). Fast wäre der VfB zur Halbzeit wunschgemäß mit einem 0:0 in die Kabinen gegangen. Aber ein echtes Gastgeschenk führte noch vor dem Pausenpfiff zum Doppelschlag. Ausgangspunkt war ein Einwurf für den VfB 09 in Höhe des Zwickauer 16-Meter-Raumes, aus dem sich ein Angriff für die Gastgeber entwickelte. Weiß köpfte darauffolgend den Ball ins entlegene Dreiangel zum 1:0 (41.). Denkbar ungünstig für die Pößnecker gelang dem FSV auch noch das 2:0 durch Düring (45.). Pößnecks Abseitsfalle griff nicht.

Im zweiten Abschnitt musste Wohlfahrt im Tor gegen Köcher klären (49.), und der gleiche Akteur erzielte aus abseitsverdächtiger Position das spielentscheidende 3:0 (56.). Danach kontrollierten die Gäste das Geschehen und kamen zu einigen gelungenen Aktionen. Scheuerl (72.), Ceesay (75.) und Walther (78.) mit Freistoß ins Dreiangel zwangen Torwart Mewes zu mehreren Paraden, die aber letztlich nicht zu einer Resultatsverbesserung führten. Im Gegenteil: zu allem Überfluss war eine katastrophaler Fehler der Pößnecker Ausgangspunkt für den vierten Treffer. Scheuerl spielte aus der Zwickauer Hälfte den Ball in den Rücken der eigenen Abwehr, und Arzt und Findeisen zogen gemeinsam davon. Findeisen (86.) stellte das Endergebnis sicher.

VfB-Trainer Tino Vogel: „Mit dem Kampfgeist meiner Mannschaft bin ich zufrieden. Wir haben jedoch in entscheidenden Situationen nicht den notwendigen Pass gespielt sowie mehrmals nicht den erforderlichen Abschluss gefunden. Der Doppelschlag vor der Halbzeit war fast tödlich.“

© Ostthüringer Zeitung

 

Problemloser Sieg für Zwickau

Zwickau. Der FSV Zwickau ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat den VfB Pößneck souverän mit 4:0 besiegt. Die Westsachsen bleiben damit im Spitzenquartett der Südstaffel, während für Pößneck der Tabellenkeller immer näher kommt.

Die Platzherren spielten von Beginn an überlegen auf, konnten aber zunächst ihre klaren Chancen nicht verwerten. Erst scheiterte Arzt aus drei Metern am VfB-Torwart, dann traf Krauß nur die Querlatte und kam anschließend per Freistoß nicht am Keeper vorbei. Doch kurz vor der Pause kam, was kommen musste: Weiß köpfte nach Arzt-Flanke zur Führung und kurz danach erhöhte Düring aus zehn Metern. Pößneck hatte in den ersten 45 Minuten lediglich eine Chance per Fernschuss.

In der zweiten Hälfte bauten Köcher und Findeisen gegen die völlig harmlosen Pößnecker ihr Tor-Polster noch aus. Den möglichen Ehrentreffer des VfB verhinderte FSV-Torhüter Mewes, der die einzigen zwei Möglichkeiten in der zweiten Hälfte zunichtemachte.

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Samstag, 02.11.2002 • Anstoß: 14.00 Uhr

BSV Eintracht Sondershausen – FC Lausitz Hoyerswerda  1:2 (0:2)

Sondershausen: Kraus – Plachy (ab 82. Demmer), Gerschewski, Silabetzschky, Kloth, Tanne, Duft, Švejdik, Krug (ab 57. Baumann), Paul (ab 67. Franz), Caspar – Trainer: Venth

Hoyerswerda: Katzwinkel – Dörner, Schmidt, Baum, Paulick (ab 82. Meinhardt), Ballaschk, Strauß, Gierich (ab 71. Rothenburger), Garbe, Schmeißer, Sarodnik – Trainer: Peschke

Schiedsrichter: Scheibel (Breitenhagen) – Tore: 0:1 Gierich (14.), 0:2 Garbe (44.), 1:2 Caspar (67.) – Gelbe Karten: Baumann – Schmidt, Katzwinkel, Baum – Rote Karten: Schmeißer (Hoyerswerda) wegen einer Tätlichkeit (38.) – Gelb-Rote Karten: Gerschewski (Sondershausen) wegen wiederholten Foulspiels (38.) – Garbe (Hoyerswerda) wegen Foulspiel/Handspiel (90.) – besondere Vorkommnisse: Schiedsrichter Scheibel verweist Hoyerswerdas Trainer Peschke wegen Reklamierens aus dem Innenraum (67.) – Zuschauer: 550 im Sportzentrum „Am Göldner“ zu Sondershausen

 

Bittere Niederlage für Sondershausen

Sondershausen. Fußball kurios in Sondershausen: Die Eintracht-Elf hat trotz deutlicher Überlegenheit mit 1:2 gegen den FC Lausitz Hoyerswerda verloren. „Das war ein Schlag ins Gesicht. So kann man gegen die schwächste Mannschaft, die seit drei Jahren hier war, nicht auftreten“, sagte der Sondershäuser Trainer Venth anschließend stocksauer.

Die Gastgeber stürmten nahezu 90 Minuten gen Hoyerswerdaer Tor, erarbeiteten sich Chancen im Minutentakt – doch Zählbares kam nicht heraus. Entweder der stark auftrumpfende FC-Keeper Katzwinkel verhinderte den Torjubel oder aber die fehlende Zielgenauigkeit der Schützen. Die Lausitzer hingegen machten aus zwei Möglichkeiten zwei Treffer. Erst nutzte Gierich die nicht funktionierende Abwehrfalle der Eintracht und kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte Garbe zum völlig überraschenden 2:0-Halbzeitstand. Zuvor waren Schmeißer und Gerschewski nach einem rüden Zweikampf mit Roter bzw. Gelb-Roter Karte vom Platz geflogen.

Nach Wiederanpfiff das gleiche Bild: Sondershausen stürmte, doch ein Treffer blieb aus. Erst in der 68. Minute schaffte Caspar den Anschlusstreffer. Mehr passierte nicht außer, dass Garbe in der 90. Minute wegen Handspiels ebenfalls Gelb-Rot sah.

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Samstag, 02.11.2002 • Anstoß: 14.00 Uhr

FV Dresden Nord – SV Wacker 07 Gotha  1:0 (1:0)

Dresden Nord: Groß – T. Gaunitz, Moses, Keutel, Kostadinov, Scholze, Soltau (ab 46. Heinisch), Georgi, Kühne (ab 77. Streiber), Kaszuba (ab 89. Ackermann), F. Gaunitz – Trainer: Baron

Gotha: Mähler – Otto, Ertmer (ab 68. Ulrich), Fuhrmann, Harnisch (ab 75. Knäbe), Busch, Tews, Nowacki, Münzberg, Schneider, Schwesinger – Trainer: Stein

Schiedsrichter: Simon (Halle) – Tor: 1:0 Kaszuba (34.) – Gelbe Karten: Streiber, Kaszuba – Busch, Münzberg – Zuschauer: 80 im Stadion Wurzner Straße zu Dresden

 

Dresden Nord gewinnt mit sicherer Abwehr

Dresden. Dresden Nord hat mit einem glücklichen 1:0-Erfolg gegen Gotha den sicheren Mittelfeldplatz verteidigt.

Bei regnerischem Wetter boten beide Teams den 80 Zuschauern ansehnlichen Fußball. Leichte Vorteile konnte Dresden Nord in der ersten Hälfte zur Führung nutzen: Nach einer Flanke von T. Gaunitz traf Kaszuba, den die Gothaer Abwehr vergessen hatte, zum 1:0. Noch vor der Pause hätte Moses erhöhen können. Nach dem Wechsel kam Gotha besser ins Spiel und zu guten Möglichkeiten. Dresden agierte nur noch aus der Abwehr. Am Ende stürmte Gotha mit Mann und Maus, jedoch erfolglos.

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Samstag, 02.11.2002 • Anstoß: 14.00 Uhr

FV Dresden 06 Laubegast – FC Sachsen Leipzig  0:6 (0:0)

Dresden-Laubegast: Rinke – Küttner, Kätzel, Winkler, Flügel, Tusche, Maucksch, Heiße (ab 76. Kolbe), Sluka (ab 82. Kohlschütter), Taatz, Eißrich – Trainer: Fröhlich

FC Sachsen: Eckstein – Friedrich, Radojičić, Rietschel, Geißler, Schönberg, Cramer, Kittler, Struck, Kujat, Hänsel – Trainer: Raab

Schiedsrichter: Zwayer (Berlin) – Tore: 0:1 Kujat (46.), 0:2 Kittler (56.), 0:3 Hänsel (63.), 0:4, 0:5 Geißler (78., 82.), 0:6 Hänsel (90.) – Gelbe Karten: Tusche, Eißrich, Flügel, Maucksch – Kittler, Friedrich – Zuschauer: 630 im Rudolf-Harbig-Stadion zu Dresden

 

Leutzscher fertigen Neuling 6:0 ab

Dresden. Mit einem in der Höhe überraschenden 6:0 (0:0) beim Oberliga-Neuling FV Dresden 06 Laubegast kehrte der FC Sachsen vom Gastspiel in der Elbestadt zurück. Vor 630 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion bejubelten die rund 400 Sachsen-Fans alle Tore ihrer Mannschaft erst nach dem Seitenwechsel. Wie zuletzt gegen Sondershausen fanden die Leutzscher in den ersten 45 Minuten nicht richtig ins Spiel. „Diese Spiele laufen alle ähnlich“, meinte Kapitän Frank Rietschel. „Man muss die Gegner weich klopfen, irgendwann das erste Tor machen –und dann läuft's.“

Den besseren Auftakt erwischte der Gastgeber. Bereits in der 1. Minute musste Torhüter Marco Eckstein zweimal gegen Ex-Bundesliga-Profi Matthias Maucksch klären. Nur 60 Sekunden später schoss Taatz freistehend aus elf Metern Entfernung am Leipziger Gehäuse vorbei. „In den ersten zehn Minuten waren wir gar nicht auf dem Platz“, kritisierte Sachsen-Profi Rietschel.

Rietschel und Co. kamen durch Kevin Kittler zur ersten Möglichkeit, aber Dresdens Keeper Rinke rettete gegen den agilen Kittler (11.). Die größte Chance zur Pausenführung verpasste Ronny Kujat, der allein auf Rinke zusteuerte, aber am Laubegaster Schlussmann scheiterte (30.). Fünf Minuten zuvor hatte Winkler eine Eingabe von Kujat an die Querlatte des Dresdner Tores gelenkt.

Kujat war es, der Sekunden nach Wiederanpfiff für die Erlösung in den Leipziger Reihen sorgte. Schön von Sebastian Hänsel in Szene gesetzt, markierte der Sachsen-Stürmer sein 7. Saisontor. Nur einmal noch mussten die Leutzscher um den Dreier bangen, als ein Kopfball von Eißrich nur knapp das Ziel verfehlte.

Danach ging es Schlag auf Schlag. Kujats Flanke köpfte Kittler zum 2:0 ein. Schönberg scheiterte danach wieder an Rinke (63.), ehe Hänsel das 3:0 erzielte. Danach erhöhte Tom Geißler, erneut einer der auffälligsten Leipziger, mit einem Traumtor auf 4:0 und ließ wenig später noch das 5:0 folgen. Den Schlusspunkt setzte Hänsel, der sich die Torecke aussuchen durfte (90.).

© Jürgen Schwarz • Leipziger Volkszeitung

 

Die Sachsen-Gala – Das war der Sieg der jungen Wilden

Dresden. Der VfB an der Spitze! Aber auch mit dem Lokalrivalen FC Sachsen (3.) ist im Kampf um den Staffelsieg weiter zu rechnen. Was für eine Gala beim 6:0 gegen Laubegast!

Der Sieg gehörte vor allem den jungen Wilden: Sebastian Hänsel, Kevin Kittler (beide 20) und Tom Geißler (19) schossen vor 630 Fans gleich fünf der sechs Tore. Trainer Jürgen Raab happy: „Freut mich für die Jungs. Sie haben im Training hart gearbeitet. Dieser tolle Erfolg ist die Belohnung dafür.“

Dabei sah es zur Pause (0:0) noch gar nicht danach aus. Weil Kevin Kittler (13.), Sebastian Hänsel (20.) und Ronny Kujat (31.) selbst dickste Dinger vergeigten. „Schon da hätten wir 2:0 führen müssen“, stöhnte Jürgen Raab.

Aber die Leutzscher hatten den Aufsteiger bis dahin aber zumindest weich gekocht. Ronny Kujat traf nach Wiederanpfiff aus sieben Metern (46.). Dann begann die Show der Youngster: Kevin Kittler meißelt eine Kujat-Flanke mit der Stirn ins linke Eck (56.). Sebastian Hänsel staubt nach einem Schönberg-Kracher, den Keeper Rinke nicht festhalten kann, zum 3:0 ab (63.). Dann das schönste Tor des Spiels: Tom Geißler nagelt es aus 15 Metern volley in den rechten Winkel (76.). Schiebt die Kugel danach aus spitzem Winkel ins leere Tor – 5:0 (82.). Schlusspunkt: Der eiskalte Lupfer von Sebastian Hänsel über Rinke nach einem Solo (87.). Jürgen Raab: „Dresden ist selbst nach dem 0:2 weiter nach vorn gerannt. Hat uns zum Tore schießen eingeladen.“ Die jungen Wilden hatten an diesem Tage nix dagegen...

© André Schmidt • BILD Leipzig

 

FCS nutzt eine Halbzeit zu klarem Sieg

Dresden. Der FC Sachsen hat die Pflichtaufgabe in Dresden Laubegast genutzt und für 24 Stunden die Tabellenführung übernommen.

Allerdings hatte die Leipziger lange Zeit mit den frisch aufspielenden Dresdnern Probleme. So machten Maucksch (3.) und Taatz (6.) schon zeitig klar, dass sich der Außenseiter nicht verstecken will. So konnte Dresden die erste Hälfte ausgeglichen gestalten. Kujat brachte die Leipziger auf die Siegerstraße, als er kurz nach Wiederanpfiff freistehend zum 0:1 traf. Nun spielte Sachsen aus einer sicheren Abwehr und konterte Laubegast mit fünf weiteren Toren aus.

© MDR online


Sonntag, 03.11.2002 • Anstoß: 14.00 Uhr

VfB Leipzig – OFC Neugersdorf  3:1 (1:0)

VfB Leipzig: Grundmann – Lenz, Jülich, Freund, Renn (ab 78. Räbsch), Embingou, Breitkreutz (ab 18. Gunkel), Hannemann, Kanitz, Sadlo (ab 84. Marcetić), Blessin – Trainer: Dörner

Neugersdorf: Doleček – Maglica, Winkler, Ladra, Hecht, Uhlig (ab 55. Fröhlich), Haasler (ab 76. Kästner), Havel (ab 24. Študeny), Šigan, Behring, Miltzow – Trainer: Berndt

Schiedsrichter: Rosenkranz (Plauen) – Tore: 1:0 Hannemann (18.), 2:0 Gunkel (51.), 2:1 Behring (58.), 3:1 Sadlo (68.) – Gelbe Karten: Blessin, Lenz, Hannemann – Uhlig, Miltzow, Haasler – Zuschauer: 1.571 im Bruno-Plache-Stadion zu Leipzig

 

VfB ungefährdet an die Tabellenspitze

Leipzig. Der VfB Leipzig hat sich mit einem ungefährdeten und verdienten 3:1-Heimsieg gegen Neugersdorf die Spitze der Oberliga Süd zurückerobert.

Gegen eine ausschließlich auf Defensive ausgerichtete OFC-Elf hatte der VfB nur zu Beginn Probleme. Hannemann, der auffälligste Akteur auf dem Platz, brachte den VfB nach 18 Minuten mit einem Zwölf-Meter-Knaller in Führung. Danach hätte der VfB weiter erhöhen können. Nach dem Wechsel nutzten Gunkel und Sadlo weitere Möglichkeiten für den VfB. Hoffnung keimte beim OFC kurz auf, als Behring die einzige Großchance für Neugersdorf zum 1:2-Anschluss nutzte.

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Sonntag, 03.11.2002 • Anstoß: 14.00 Uhr

1. FC Magdeburg – Hallescher FC  4:3 (1:0)

Magdeburg: Burmeister – Kallnik, Bengs, Probst, Stary (ab 64. Prosovsky), Kullat, Kühne, Kreibich, Woitha, Holze, Schulz (ab 64. Banser) – Trainer: Hoffmann

HFC: Paden (ab 85. Völkner) – Zimmermann, Wellington, Schädlich, Georg, Klajnszmit, D. Kurzeja, Stark, Rehmann (ab 46. Kricke), Riediger (ab 72. Körner), Lesch – Trainer: Mankowski

Schiedsrichter: Klatte (Wildau) – Tore: 1:0 Kreibich (41., Foulstrafstoß), 1:1 Schädlich (48.), 1:2 Riediger (57.), 1:3 Kricke (63.), 2:3 Kreibich (75., Handstrafstoß), 3:3 Prosovsky (78.), 4:3 Kullat (90.+5) – Gelbe Karten: Holze, Banser, Probst – Schädlich – Rote Karten: Stark (HFC) wegen Torvereitelung durch Handspiel auf der Torlinie (75.) – Gelb-Rote Karten: Georg (HFC) wegen wiederholten Foulspiels (59.) – Zuschauer: 4.873 im Ernst-Grube-Stadion zu Magdeburg

 

Kullat rettet Sieg und weiße Weste

Magdeburg. Ein Schüttelfrost-Spiel für Spieler wie Fans. Der HFC begann defensiv, der 1. FCM aggressiv auf ein schnelles Tor aus. Schulz vergab allein vor Paden (22.). Mit Kricke begann Halles Sturmlauf, ermuntert durch Schädlichs Glückstor (wurde angeschossen). Kein Aufgeben beim 1:3-Rückstand, vielmehr bedingungslose Offensive, die belohnt wurde. Der 1. FCM zu Hause weiter ungeschlagen.

© Peter Skubowius • kicker Sportmagazin


Sonntag, 03.11.2002 • Anstoß: 14.00 Uhr

SV 1919 Grimma – FC Anhalt Dessau  1:0 (0:0)

Grimma: Winkler – Wohllebe, Zaulich, Ziffert (ab 53. Massner), Saalbach, Schober, Beyer, Birnbaum (ab 71. Pörschmann), Liebich, Müller, Großmann (ab 83. Knoof) – Trainer: Lisiewicz

Dessau: Kepczynski – Cervienka, Kurth, Westendorf, Strokosch (ab 85. Drimel), Baasch (ab 29. Schwibbe), Grosche, Gerstmann, Stefke, Galytsky (ab 71. Naujoks), Dreyer – Trainer: Murawiew

Schiedsrichter: M. Walter (Martinroda) – Tor: 1:0 Wohllebe (61.) – Gelbe Karten: Beyer, Liebich, Ziffert – Strokosch, Westendorf, Galytsky, Kurth – Zuschauer: 280 im Stadion der Freundschaft zu Grimma


Sonntag, 03.11.2002 • Anstoß: 14.00 Uhr

VfB Chemnitz – VFC Plauen  0:2 (0:1)

VfB Chemnitz: Fröhlich – Schöler, Büttner, Laudeley, Kellig (ab 70. Bergt), Franke, Dittrich, Horn, Kunze, Richter, Pafel – Trainer: Schmitt

Plauen: Golle – Krasselt, Hölzel, Dashi, Risch, Richter, Curri, Schulze, Gemeiner, T. Pannach, Zapyshnyi – Trainer: Müller

Schiedsrichter: Walter (Zwickau) – Tore: 0:1 Zapyshnyi (27.), 0:2 T. Pannach (49.) – Gelbe Karten: Franke (VfB Chemnitz) – Zuschauer: 400 im Stadion an der Beyerstraße zu Chemnitz

 

Plauen erledigt Pflichtaufgabe

Chemnitz. Der VFC Plauen hat beim Schlusslicht VfB Chemnitz die eingeplanten drei Zähler erkämpft. Die Vogtländer gewannen glanzlos mit 2:0.

Das Spiel nahm von Beginn an den erwarteten Verlauf. Der VFC stürmte druckvoll nach vorn, während sich der VfB auf Konter verlegte. Die erste Chance der Partie hatte dennoch Chemnitz: Nach Ecke von Dittrich köpfte Horn knapp über das Tor. Ins Tor traf VFC-Stürmer Zapyshnyi, der in der 27. Minute eine Gemeiner-Flanke verwandelte. Vier Minuten nach Wiederanpfiff erhöhte Pannach nach Ablage von Curri zum Endstand, da die Plauener mehrere weitere Chancen nicht verwerten konnten. Vielmehr hatten die über weite Strecken unkonzentrierten Chemnitzer sogar noch die Möglichkeit auf den Anschluss – nach Zuspiel von Horn trifft Dittrich freistehend das Tor nicht.

© MDR online


Sonntag, 03.11.2002 • Anstoß: 14.00 Uhr

FC Carl Zeiss Jena – FC Energie Cottbus Amat.  5:0 (2:0)

Jena: Berbig – Holetschek, Grasser, Schwabe, Nowotny, Treitl, Hempel, Benedetti (ab 65. Manai), Maul, Sanchez (ab 74. Šugžda), J. Zimmermann (ab 61. Sonnenberg) – Trainer: Steffens

Cottbus Amat.: Thoms – Woltmann, Hujdurović, Nuhs, Rozgonyi, Jahn (ab 61. Lempke), Handreck, Mattuschka, Rohde, Brychcy (ab 77. Szobonya), Wollermann (ab 88. Schuchardt) – Trainer: Ulrich

Schiedsrichter: Oehme (Witzschdorf) – Tore: 1:0 Maul (25.), 2:0 J. Zimmermann (37.), 3:0 Maul (54.), 4:0 Grasser (73.), 5:0 Hempel (83.) – Gelbe Karten: Sanchez – Rozgonyi, Wollermann, Brychcy – Zuschauer: 2.003 im Ernst-Abbe-Sportfeld zu Jena


Tabelle


Der nächste Spieltag

Hallescher FC – FV Dresden Nord Fr., 08.11.2002 • 19.00 Uhr
FC Sachsen Leipzig – VfB Chemnitz Sa., 09.11.2002 • 14.00 Uhr
FSV Zwickau – 1. FC Magdeburg Sa., 09.11.2002 • 14.00 Uhr
FC Lausitz Hoyerswerda – FV Dresden 06 Laubegast Sa., 09.11.2002 • 14.00 Uhr
VfB 09 Pößneck – FC Anhalt Dessau Sa., 09.11.2002 • 14.00 Uhr
VFC Plauen – SV 1919 Grimma So., 10.11.2002 • 14.00 Uhr
SV Wacker 07 Gotha – VfB Leipzig So., 10.11.2002 • 14.00 Uhr
FC Energie Cottbus Amat. – BSV Eintracht Sondershausen So., 10.11.2002 • 14.00 Uhr
OFC Neugersdorf – FC Carl Zeiss Jena So., 10.11.2002 • 14.00 Uhr