Datum: Sonntag, 04.09.1988
Anstoß: 15.00 Uhr
Spielort: Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion, Grimma
Ergebnis: 1:1 (0:1)
Zuschauer: 1.400
Motor Grimma – Motor „Fritz Heckert“ Karl-Marx-Stadt 1:1 (0:1)
Grimma: Riediger – Nehring, Großmann, Germershausen, Spahlholz, Wimberger, Klein, Ulbricht, Saalbach (ab 75. Eichhorn), Liebers, Hunger – Trainer: Welwarsky
Motor „Fritz Heckert“: Dittrich – Kempe, Boensch, Henker, Eitemüller, Schöler (ab 76. Gläser), Tipold, Gerstenberger, Schubert (ab 75. Barthel), Bletsch, Körner – Trainer: Fuchs
Schiedsrichter: Rommel (Weimar) – Tore: 0:1 Schöler (30.), 1:1 Liebers (68.) – Gelbe Karten: Spahlholz, Klein – Schöler, Körner – Zuschauer: 1.400 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion zu Grimma
Erneut nicht gewonnen
Grimma. Die gegenüber dem Markkleeberger Spiel auf fünf Positionen veränderte Grimmaer Mannschaft erreichte auch diesmal keinen Doppelpunkt-Gewinn. Wenigstens wurde die Niederlagen-Serie der vergangenen drei Wochen gestoppt. Die Zuschauer mussten allerdings bis zur 68. Minute darum bangen, als Liebers die von Schöler erzielte Führung mit einem platzierten Schuss aus 16 Metern ausglich. Grimma wirkte kampfstärker als in den Vorwochen, doch spielerisch blieben – ausgenommen die ersten 20 Minuten – noch Wünsche offen. Glück hatten die Muldestädter, dass der Ball nach Barthels Schuss an den Innenpfosten ins Spielfeld zurücksprang (80.).
© Matthias Seifert
Kleines Grimmaer Lebenszeichen
Grimma. Im Tabellenkeller bleibt Grimma zwar weiterhin Schlusslicht, doch beim 1:1 daheim gegen Motor „Fritz Heckert“ sendete die Elf von Coach Hans Welwarsky immerhin ein kleines Lebenszeichen.
© Tom Rietzschel
Samstag, 03.09.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr
Dynamo Eisleben – Fortschritt Bischofswerda 1:1 (0:1)
Eisleben: Friedrich – Anders, Gareis, Rennert, Hoffmann, J. Schmidt, Georgi (ab 62. Spitschka), Romanowsky, Bedranowsky, Hanas, Auffenbauer – Trainer: Rothe
Bischofswerda: Groß – Bank, St. Schmidt, Petersohn, Kleditzsch, Gräulich, Bär, Stohn (ab 71. Gnauck), Wünsche (ab 46. Löpelt), Schiemann, Merkel – Trainer: Gumz
Schiedsrichter: Guse (Jena) – Tore: 0:1 Gräulich (5.), 1:1 Rennert (61.) – Gelbe Karten: Rennert – Kleditzsch – Zuschauer: 1.000 in der Sportstätte „Bernhard Koenen“ zu Eisleben
Verdiente Punkteteilung
Eisleben. Fortschritt Bischofswerda hat indes mit einem 1:1-Remis in Eisleben seinen zweiten Platz behauptet, der Rückstand zu Spitzenreiter Wismut Gera beträgt weiterhin zwei Zähler. Dabei erwischte „Schiebock“ durch ein frühes Tor von Andreas Gräulich einen Top-Start (5.), doch erwies sich der Liga-Rückkehrer als hartnäckiger Kontrahent, welcher sich den Ausgleich (Rennert/61.) in der Endkonsequenz auch verdiente.
© Tom Rietzschel
Samstag, 03.09.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr
Stahl Riesa – Wismut Gera 1:1 (1:0)
Riesa: Kuhl – G. Kerper, Kretzschmar, Martick, St. Dünger, Uwelius, A. Müller, Drabow (ab 83. F. Kerper), Herfurth, Maaß, J. Pfahl – Trainer: Lienemann
Gera: Gottschalk – Kraft, Hintz, Häußler, Leinen, Patzer, Lublow, Töpfer, Kunzmann (ab 57. Bürger), Kunde (ab 87. Böttcher), Hoffmann – Trainer: Haustein
Schiedsrichter: Bußhardt (Karl-Marx-Stadt) – Tore: 1:0 J. Pfahl (12.), 1:1 Hoffmann (71.) – Gelbe Karte: Martick (Riesa) – Zuschauer: 1.800 im Stadion der Stahlwerker „Ernst Grube“ zu Riesa
Gera erleidet ersten Punktverlust
Riesa. Wismut Gera grüßt zwar weiterhin vom Platz an der Sonne, doch mussten die Ostthüringer am Wochenende den ersten Punkt abgeben. Beim Oberliga-Absteiger Stahl Riesa reichte es für die Haustein-Elf diesmal nur zu einem Teilerfolg – beide Teams trennten sich nach packenden 90 Minuten 1:1 unentschieden. Mit dem 2:0-Erfolg in Nordhausen im Rücken war den Riesaern frühzeitig anzumerken, dass man dem Tabellenführer die erste Saison-Niederlage beibringen wollte. So bestimmten die Stahlwerker deutlich die ersten 45 Minuten, der Führungstreffer von Goalgetter Jens Pfahl entsprach vollends dem Spielverlauf (12.). Nach dem Wechsel wurde Gera jedoch deutlich stärker. Wismut zeigte, warum die ersten vier Saisonsiege am Stück nicht von ungefähr kamen und drückten der Begegnung mehr und mehr den Stempel auf. Mit seinem dritten Saisontor erzielte Sylvio Hoffmann Mitte der zweiten Hälfte den mittlerweile verdienten Ausgleich (71.), auch wenn die Platzherren bei der Entstehung reichlich Pate standen. In der Schlussphase versuchten beide Teams die Begegnung zu den jeweiligen Gunsten zu entscheiden, so dass sich bis zum Abpfiff ein offener Schlagabtausch entwickelte. Letztlich blieb es jedoch beim Remis, mit welchem vor allem die Geraer gut leben können.
© Tom Rietzschel
Samstag, 03.09.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr
Motor Suhl – Motor Nordhausen 4:1 (1:1)
Suhl: Gewalt – Seiler, Böhm, Schröder, Hüttl, Jertschewski, Kurth, Seyfarth, Hetzelt, Roß (ab 46. Sprafke), Büchel (ab 67. Asmus) – Trainer: Stein
Nordhausen: Zanirato – Etzrodt, Gerlach, Boegelsack, Brotzmann, U. Mappes, Kufs, M. Ludwig (ab 69. Kiel), Nauber, Löder (ab 74. Heider) – Trainer: Schwenzfeier
Schiedsrichter: Trexler (Karl-Marx-Stadt) – Tore: 0:1 Thon (23.), 1:1 Seyfarth (45., Foulstrafstoß), 2:1 Seyfarth (48.), 3:1 Böhm (60.), 4:1 Kurth (66.) – Gelbe Karte: Löder (Nordhausen) – Zuschauer: 800 im Sportpark der Freundschaft zu Suhl
Samstag, 03.09.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr
Chemie Leipzig – Chemie Böhlen 1:0 (0:0)
Chemie Leipzig: Saumsiegel – Illge, Hübner, Barth, Patula, Schleier, Thiemig, Kösser (ab 46. Pietsch), Meyer, Weiß, Rösler – Trainer: Dr. Slaby
Böhlen: Suchantke – Kamenz, Treske (ab 46. Steinert), Arnold, Wunderlich, Lange, Kunze, Nolting, Kirsten, Becher, Hanske (ab 70. Seefeldt) – Trainer: Struppert
Schiedsrichter: Habermann (Sömmerda) – Tor: 1:0 Meyer (80.) – Gelbe Karten: Weiß – Wunderlich – Zuschauer: 4.200 im Georg-Schwarz-Sportpark zu Leipzig
Leutzscher Endspurt belohnt
Leipzig. Das mit Spannung erwartete Duell zwischen Chemie Leipzig und Chemie Böhlen entschieden die Leutzscher letztlich vor heimischer Kulisse knapp mit 1:0 für sich. Vor 4.200 Zuschauern war der spielerische Faktor auf beiden Seiten zwar nicht allzu hoch, allerdings lebte das Match extrem von der Spannung. Böhlen merkte man im Offensivspiel das verletzungsbedingte Fehlen von Regisseur Uwe Ferl an, so dass die Spitzen Jörg Kirsten und Rainer Hanske weitestgehend wirkungslos blieben. Jedoch hatten auch die Leutzscher im Spiel nach vorn deutlich Luft nach oben, jede Menge Fehlpässe und Missverständnisse prägten die Szenerie. Allerdings war den Gastgebern der größere Drang anzumerken, diese Begegnung unbedingt gewinnen zu wollen. So drängten die Leutzscher in der Schlussviertelstunde vehement auf den Siegtreffer, was im Endeffekt auch belohnt werden sollte. Zehn Minuten vor Schluss ließ Detlef Meyer Böhlens Keeper Hubert Suchantke nicht die Spur einer Chance – 1:0 (80.). Chemie Leipzig hatte diesen wichtigen Sieg regelrecht erzwungen, Gäste-Trainer Gerd Struppert konnte an alter Wirkungsstätte (Leutzscher Trainer von November 1983 bis Juni 1985) letztlich nichts Zählbares entführen. Chemie Leipzig hat mit diesem Sieg wieder den Kontakt ans Tabellenvorderfeld (Rang 8) hergestellt, Böhlen verpasste es ganz oben dranzubleiben und liegt nur aufgrund der leicht besseren Tordifferenz einen Platz vor den Leutzschern.
© Tom Rietzschel
Sonntag, 04.09.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr
Motor Grimma – Motor „Fritz Heckert“ Karl-Marx-Stadt 1:1 (0:1)
Grimma: Riediger – Nehring, Großmann, Germershausen, Spahlholz, Wimberger, Klein, Ulbricht, Saalbach (ab 75. Eichhorn), Liebers, Hunger – Trainer: Welwarsky
Motor „Fritz Heckert“: Dittrich – Kempe, Boensch, Henker, Eitemüller, Schöler (ab 76. Gläser), Tipold, Gerstenberger, Schubert (ab 75. Barthel), Bletsch, Körner – Trainer: Fuchs
Schiedsrichter: Rommel (Weimar) – Tore: 0:1 Schöler (30.), 1:1 Liebers (68.) – Gelbe Karten: Spahlholz, Klein – Schöler, Körner – Zuschauer: 1.400 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion zu Grimma
Sonntag, 04.09.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr
Stahl Thale – TSG Markkleeberg 1:2 (1:2)
Thale: Schneider – Steinat, Winter, Fuchs (V), S. Keller, B. Teichmann, Hantke, Fischer, Gothe (ab 46. Hahne), Günther, Losse (ab 68. Rensch) – Trainer: O. Keller
Markkleeberg: Walther – Görke, Korb (ab 58. Geßner), Hoja, Jentzsch, Altmann, Schenkel, Tillmann, Oehmig, Moldt, Trommer – Trainer: Erler/Matoul
Schiedsrichter: Hirschelmann (Leimbach) – Tore: 0:1 Schenkel (10.), 1:1 Günther (44.), 1:2 Oehmig (45.) – Gelbe Karten: Fuchs – Görke, Jentzsch – Zuschauer: 1.750 im Sportpark der Hüttenarbeiter zu Thale
Sonntag, 04.09.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr
Chemie Buna Schkopau – Dynamo Dresden II 4:1 (3:1)
Schkopau: Gottschalk – Schumann, Krüger, Strozniak, Reimann, V. Schmidt, Krostitz, Scholz, Wagner, Zorn (ab 73. Meichsner), Quarg (ab 65. Stolze) – Trainer: Lisiewicz
Dresden II: Weidner – Sack, Kern, Ritter, Maucksch, Prasse (ab 62. Franke), Tillig, Neitzel, Milde, Scholtissek, Vogel – Trainer: Dörner
Schiedsrichter: S. Scheurell (Wusterhausen) – Tore: 1:0 Wagner (6.), 1:1 Vogel (20., Foulstrafstoß), 2:1 Scholz (33.), 3:1 Krostitz (34., Foulstrafstoß), 4:1 Reimann (79.) – Gelbe Karte: Scholz (Schkopau) – Zuschauer: 900 im Stadion der Chemiearbeiter zu Merseburg
Sonntag, 04.09.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr
Motor Weimar – Robotron Sömmerda 2:4 (2:0)
Weimar: Benkert (ab 36. Fröhling) – Puschner, Linde, Gerlach, Röder, Große, Winter, Heinzelmann (ab 72. Lauke), Machowski, Wengefeld, Deppe – Trainer: Hinkelmann
Sömmerda: Oevermann – Baumbach, Köberlein, Franke, F. Mappes, Becker, Werner (ab 55. Weiß), Vlay, Schröter, Fehrenbacher (ab 55. Graf), Busse – Trainer: Menz
Schiedsrichter: Heynemann (Magdeburg) – Tore: 1:0 Machowski (27.), 2:0 Wengefeld (29.), 2:1 Graf (65.), 2:2 Busse (68.), 2:3 Schröter (83.), 2:4 Busse (87.) – Gelbe Karten: Winter, Röder, Deppe – Becker, Franke – Rote Karten: Puschner (Weimar) wegen groben Foulspiels (88.) – Zuschauer: 1.800 am Sportplatz Lindenberg zu Weimar
Sömmerda nach der Pause wie verwandelt
Weimar. Mit dem zweiten Sieg in Folge hat sich Robotron Sömmerda klamm und heimlich auf Platz 3 vorgeschoben. Dabei musste man jedoch auf dem Weimarer Lindenberg zunächst Angst um die Elf von Trainer Siegmar Menz haben. Gastgeber Motor hatte bis zur Pause alles im Griff, der 2:0-Halbzeitstand entsprach komplett dem Spielverlauf. Doch hatte Weimar, trotz des günstigen Spielstandes, noch in der ersten Hälfte einen echten Nackenschlag zu verkraften. Wolfgang Benkert, 37-jähriger Torhüter-Routinier mit über 250 Oberliga-Spielen für den FC Rot-Weiß Erfurt und zu Beginn der Saison gerade von Sömmerda nach Weimar gewechselt, musste kurz vor der Pause nach einem Zusammenprall das Feld verlassen – für Motor ein gewaltiges Handicap! Hinzu kam, dass Robotron sich nach dem Wechsel wie verwandelt präsentierte, Mitte der zweiten Hälfte hatte der Gast durch Treffer von Michael Graf und Martin Busse den Rückstand egalisiert (65., 68.). Von diesem Doppelschlag erholte sich Weimar in der Folgezeit nicht mehr. Durch Tore von Peter Schröter (83.) und abermals Busse (87.) schaffte es Robotron sogar eine zur Pause schon verloren geglaubte Partie letztlich komplett zu drehen.
© Tom Rietzschel
Sonntag, 04.09.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr
Aktivist Borna – Vorwärts Dessau 0:0
Borna: Vogler – Hermanns, Geppert, Quaas, Majetschak, Glöckner, Rinkau, U. Schneider, Thormann (ab 66. Martin), Gimpel, Richter (ab 66. Teucher) – Trainer: Göcke
Dessau: Weigang – Adomeit, Sauer, Retschlag, Körner, Werner, Pohlers, Wolf, Reimer (ab 82. Brust), Borchardt, Borkowski (ab 46. Rost) – Trainer: Miller
Schiedsrichter: Peschel (Radebeul) – Gelbe Karten: Geppert – Borkowski, Körner – Zuschauer: 2.550 im Rudolf-Harbig-Stadion zu Borna
Gäste können klare Überlegenheit nicht nutzen
Borna. Weiterhin in Schlagdistanz, sowie punktgleich mit Bischofswerda und Sömmerda auf Rang 4, liegt Vorwärts Dessau. Allerdings klemmt auswärts, im Vergleich zu den bisherigen verlustpunktfreien Heimspielen, etwas die Säge. Beim Aufsteiger Aktivist Borna kam die Elf von Trainer Harro Miller nicht über ein torloses 0:0 hinaus und konnte somit der Favoritenstellung nicht gerecht werden. Dessau war im Bornaer Rudolf-Harbig-Stadion zwar die klar spielbestimmende Mannschaft, doch war die Elf nicht in der Lage, die Vorteile dem Ergebnis Ausdruck zu verleihen. Im Offensivspiel starb die Mannschaft viel zu oft in Schönheit, der direkte Weg zum Tor wäre in der einen oder anderen Situation die bessere Variante gewesen. Borna warf in den 90 Minuten extreme Kampfkraft dagegen, doch aufgrund der drückenden Überlegenheit hätte Vorwärts dieses Auswärtsspiel zwingend gewinnen müssen.
© Tom Rietzschel
| Motor „Fritz Heckert“ Karl-Marx-Stadt – Chemie Böhlen | Sa., 17.09.1988 • 15.00 Uhr |
| Vorwärts Dessau – Stahl Riesa | Sa., 17.09.1988 • 15.00 Uhr |
| Robotron Sömmerda – Aktivist Borna | Sa., 17.09.1988 • 15.00 Uhr |
| Fortschritt Bischofswerda – Chemie Buna Schkopau | Sa., 17.09.1988 • 15.00 Uhr |
| Motor Nordhausen – Chemie Leipzig | So., 18.09.1988 • 15.00 Uhr |
| Wismut Gera – Motor Suhl | So., 18.09.1988 • 15.00 Uhr |
| Dynamo Dresden II – Motor Weimar | So., 18.09.1988 • 15.00 Uhr |
| TSG Markkleeberg – Dynamo Eisleben | So., 18.09.1988 • 15.00 Uhr |
| Motor Grimma – Stahl Thale | So., 18.09.1988 • 15.00 Uhr |
