Datum: Sonntag, 13.11.1988
Anstoß: 13.30 Uhr
Spielort: Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion, Grimma
Ergebnis: 1:0 (0:0)
Zuschauer: 1.000
Motor Grimma – Motor Suhl 1:0 (0:0)
Grimma: Lorenz – Deuse, Großmann, Nehring, Spahlholz, Vatter, Klein, Eichhorn (ab 75. Pannicke), Wimberger, Liebers, Hunger – Trainer: i.V. Haase
Suhl: Gewalt – Seiler (ab 67. Brumme), Böhm, Böttcher, Hüttl, Jertschewski, Kurth, Seyfarth, Hetzelt, Asmus (ab 75. Büchel), Brückner – Trainer: Stein
Schiedsrichter: Meinel (Plauen) – Tor: 1:0 Vatter (74.) – Gelbe Karten: Hetzelt, Brückner, Böttcher (alle Suhl) – Zuschauer: 1.000 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion zu Grimma
Wichtiger Heimerfolg
Grimma. Es wurde der erwartet schwere Gang gegen die ehrgeizigen Suhler. Nach einer nur mäßigen ersten Halbzeit steigerte sich Motor aber und gewann verdient beide Punkte. Torchancen ergaben sich im Spielverlauf für beide Mannschaften, jedoch scheiterten die Suhler immer wieder am gut haltenden Lorenz. So blieb es dem mit zunehmender Spielzeit immer stärker werdenden Steffen Vatter vorbehalten, mit seinem Tor nach langem Solo aus dem Mittelfeld heraus für die Spielentscheidung zu sorgen. Die ziemlich hart zur Sache gehenden Gäste kämpften zwar um das Remis, aber die Motor-Abwehr hielt dem Druck stand (drei Gelbe Karten). Bei etwas mehr Übersicht in der Schlussphase der Partie wäre bei einigen gelungenen Kontern auch ein zweites Tor möglich gewesen. Mit weiteren konzentrierten Leistungen sollte der Anschluss an das Mittelfeld bald hergestellt werden.
© Ralf Körner • Leipziger Volkszeitung
Überraschungs-Sieg nach Trainerwechsel
Grimma. Neue Besen kehrten gut! Nach der letztwöchigen 0:2-Niederlage in Riesa musste Hans Welwarsky seinen Stuhl bei Schlusslicht Motor Grimma räumen, bis zur Verpflichtung eines Nachfolgers übernimmt Co-Trainer Norbert Haase erst einmal die Mannschaft. Unter dem Interims-Coach gelang den Muldestädtern mit einem 1:0-Heimsieg über Motor Suhl durchaus eine Überraschung, womit man die Rote Laterne erst einmal an Aktivist Borna abgeben konnte.
© Tom Rietzschel
Samstag, 12.11.1988 • Anstoß: 13.30 Uhr
Motor „Fritz Heckert“ Karl-Marx-Stadt – Vorwärts Dessau 2:1 (2:1)
Motor „Fritz Heckert“: Lämmel – Kempe, Schöler, Renn (ab 76. Henker), Eitemüller, Jörg Körner (ab 83. Grunwald), Tipold, Gerstenberger, Schubert, Bletsch, Barthel – Trainer: Fuchs
Dessau: Gaschka – Pohlers, Sauer, Retschlag, Adomeit (ab 68. Jörn Körner), Werner, Holick, Wolf, Reimer, Borchardt, Papst (ab 46. Wemmer) – Trainer: Miller
Schiedsrichter: Escher (Altenfeld) – Tore: 1:0 Barthel (4.), 1:1 Reimer (37.), 2:1 Jörg Körner (42.) – Gelbe Karten: Gerstenberger – Retschlag – Zuschauer: 600 im Stadion an der Kurt-Wieland-Straße zu Karl-Marx-Stadt
Dessau bleibt auswärts blass
Karl-Marx-Stadt. Mit der bereits vierten Auswärtsniederlage verspielt Vorwärts Dessau mehr und mehr die in den Heimspielen mühsam aufgebaute, sehr gute Ausgangsposition. Diesmal unterlagen die Armee-Kicker bei Aufsteiger Motor „Fritz Heckert“ Karl-Marx-Stadt mit 1:2 und konnten auch dort nicht im Geringsten ihr absolut vorhandenes Potenzial ausschöpfen. An der Karl-Marx-Städter Kurt-Wieland-Straße erwischten die Platzherren dabei einen regelrechten Blitzstart – Volker Barthel traf früh zum 1:0 (4.). In der Folgezeit beschränkten zogen sich die Gastgeber weit in die eigene Hälfte zurück und überließen Vorwärts nahezu komplett das Mittelfeld. Demzufolge agierte Dessau zwar durchaus feldüberlegen, doch blieb man im Passspiel viel zu fehlerhaft, um gegen diesen kompakten Gegner gefährlich zu werden. Einmal klappte es jedoch, was prompt den Ausgleichstreffer nach sich zog. Endlich wurde einmal schnell und geradlinig nach vorn gespielt, Michael Reimer schloss eine sehenswerte Kombination mit dem 1:1 ab (37.). Doch wie gewonnen, so zerronnen. Fünf Minuten später sahen sich die Miller-Schützlinge erneut in Rückstand, Jörg Körner bestrafte eine Nachlässigkeit in der Dessauer Hintermannschaft zum 2:1 (42.). Nach dem Wechsel versuchte die ASG zwar noch die Kastanien aus dem Feuer zu holen und die zweite Niederlage in Folge zu verhindern, doch ohne das nötige Tempo im Spiel war gegen den kompakten Aufsteiger nichts zu holen. „Fritz Heckert“ brachte den knappen Vorsprung nahezu mühelos über die Zeit und festigte ihre Position im Mittelfeld der Tabelle. Die Muldestädter dagegen blieben erneut unter den Erwartungen und müssen sehen, dass man am kommenden Samstag daheim gegen Sömmerda wieder in die Spur findet.
© Tom Rietzschel
Samstag, 12.11.1988 • Anstoß: 13.30 Uhr
Robotron Sömmerda – Wismut Gera 1:3 (0:0)
Sömmerda: Oevermann – Baumbach, Köberlein, Weiß, Bertram, Becker, Werner (ab 49. Schlieck), Vlay, Franke, Fehrenbacher (ab 74. Schwarz), Busse – Trainer: Menz
Gera: Schumann – Leinen, Patzer, Bürger, Lublow, Töpfer, Lauke, Kraft, Kunzmann, Hoffmann, Böttcher – Trainer: Haustein
Schiedsrichter: Brenn (Bad Salzungen) – Tore: 0:1 Lublow (48.), 1:1 Köberlein (61., Foulstrafstoß), 1:2 Hoffmann (72.), 1:3 Böttcher (88.) – Gelbe Karten: keine – Zuschauer: 800 im Kurt-Neubert-Sportpark zu Sömmerda
Gera nach Schwächephase mit drittem Sieg in Folge
Sömmerda. Nach einem sehr guten Saisonstart hat sich Wismut Gera von einer zwischenzeitlichen Schwächephase gut erholt und hat mit dem dritten Sieg in Folge Platz drei zementiert. Am Wochenende gelang der Elf von Coach Wolfgang Haustein im Sömmerdaer Kurt-Neubert-Sportpark ein 3:1-Auswärtssieg, auch wenn dieser lange nicht sicher war. Erst in der Schlussphase zogen die Ostthüringer noch einmal das Tempo an und sorgten mit zwei Treffern in den letzten 18 Minuten letztlich für klare Fronten. Den zwischenzeitlichen 2:1-Führungstreffer Wismuts steuerte abermals Sylvio Hoffmann bei (72.), der sein Torekonto damit auf fünf erhöhte. Den Schlusspunkt setzte Karsten Böttcher (90.), der mit seinen zwei Treffern schon am vergangenen Sonntag maßgeblich zum 3:2-Erfolg über Vorwärts Dessau beitrug.
© Tom Rietzschel
Samstag, 12.11.1988 • Anstoß: 13.30 Uhr
Fortschritt Bischofswerda – Chemie Böhlen 3:0 (1:0)
Bischofswerda: Groß – Bär, Kunze, Schmidt, Kaiser (ab 69. Gnauck), Kleditzsch, Merkel (ab 83. Gries), Stohn, Löpelt, Schiemann, Beckert – Trainer: Gumz
Böhlen: Suchantke – Treske, Lange, Wunderlich, Arnold, Hammermüller (ab 83. Nolting), Kunze, Becher, Kirsten, Ferl, Hanske (ab 61. Purrucker) – Trainer: Struppert
Schiedsrichter: Gläser (Breitungen) – Tore: 1:0 Löpelt (14.), 2:0 Kleditzsch (60., Foulstrafstoß), 3:0 Beckert (87.) – Gelbe Karten: Arnold, Hammermüller, Lange (alle Böhlen) – Zuschauer: 2.700 im Stadion der Jugend zu Bischofswerda
Spitzenreiter mühelos
Bischofswerda. Spitzenreiter Fortschritt Bischofswerda hatte im Heimspiel gegen Chemie Böhlen keine Mühe und siegte sicher mit 3:0. Über die gesamten 90 Minuten war die Oberlausitzer die klar bessere Mannschaft, so dass der Erfolg vor 2.700 Zuschauern definitiv als verdient zu bezeichnen ist. Ohne Treffer blieb diesmal Fortschritt-Goalgetter, Roci Schiemann, der mit sage und schreibe schon 11 Treffern die Torschützenliste anführt. Nach dem Big Point am letzten Spieltag bei Chemie Leipzig konnten die Gumz-Schützlinge diese Leistung damit bestätigen und liegen daher nicht von ungefähr an der Tabellenspitze.
© Tom Rietzschel
Sonntag, 13.11.1988 • Anstoß: 13.30 Uhr
Dynamo Dresden II – Motor Nordhausen 5:1 (2:0)
Dresden II: Schulze – Maucksch, Neitzel, Ritter, Büttner, Prasse, Stübner, Fritzsche, Jähnig, Scholtissek, Milde (ab 64. Tillig) – Trainer: Dörner
Nordhausen: Zanirato – Etzrodt, U. Mappes, Boegelsack, Decker, Uwelius (ab 46. Nauber), Görke, Kufs, M. Ludwig, F. Ludwig, Thon (ab 75. Müller) – Trainer: Schwenzfeier
Schiedsrichter: Holland-Moritz (Steinbach-Hallenberg) – Tore: 1:0 Fritzsche (19.), 2:0 Scholtissek (37.), 3:0 Jähnig (65.), 3:1 F. Ludwig (84.), 4:1 Fritzsche (85.), 5:1 Tillig (87.) – Gelbe Karten: keine – Zuschauer: 100 in der Sportstätte Pieschener Allee zu Dresden
Dynamo-Reserve bleibt an Spitzenreiter dran
Dresden. Mit dem dritten Sieg in Folge, genauso wie Bischofswerda, unterstreicht auch die Reserve-Elf Dynamo Dresdens ihre ansteigende Form und bleibt damit ärgster Verfolger „Schiebocks“. Im Heimspiel gegen Motor Nordhausen zeigten sich die Schützlinge von Trainer Hans-Jürgen Dörner zudem in Torlaune und bezwangen die Südharzer klar mit 5:1. Bereits zur Pause führten die Elbestädter mit 2:0, auch in der zweiten Hälfte blieb man das klar spielbestimmende Team. Als Nordhausen in der Endphase, beim Stand von 3:1, alles auf eine Karte setzte, nutzten die Dynamos die sich nun bietenden Räume und schossen letztlich einen regelrechten Kantersieg heraus.
© Tom Rietzschel
Sonntag, 13.11.1988 • Anstoß: 13.30 Uhr
TSG Markkleeberg – Chemie Leipzig 0:1 (0:0)
Markkleeberg: Walther – Brix, Geßner, Hoja, Jentzsch, Fritsche (ab 63. Walzel), Schenkel, Tillmann, Kurtz, Moldt, Trommer (ab 80. Gosch) – Trainer: Erler/Matoul
Chemie Leipzig: Saumsiegel – Hübner, Koch, Patula, Pietsch, Illge, Thiemig, Engelmann, Kösser, Weiß, Reypka (ab 46. Meisel) – Trainer: Dr. Slaby
Schiedsrichter: Weise (Pößneck) – Tor: 0:1 Kösser (55.) – Gelbe Karten: Patula, Weiß (beide Chemie Leipzig) – Zuschauer: 2.000 im Stadion des Friedens zu Leipzig
Sonntag, 13.11.1988 • Anstoß: 13.30 Uhr
Motor Grimma – Motor Suhl 1:0 (0:0)
Grimma: Lorenz – Deuse, Großmann, Nehring, Spahlholz, Vatter, Klein, Eichhorn (ab 75. Pannicke), Wimberger, Liebers, Hunger – Trainer: i.V. Haase
Suhl: Gewalt – Seiler (ab 67. Brumme), Böhm, Böttcher, Hüttl, Jertschewski, Kurth, Seyfarth, Hetzelt, Asmus (ab 75. Büchel), Brückner – Trainer: Stein
Schiedsrichter: Meinel (Plauen) – Tor: 1:0 Vatter (74.) – Gelbe Karten: Hetzelt, Brückner, Böttcher (alle Suhl) – Zuschauer: 1.000 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion zu Grimma
Sonntag, 13.11.1988 • Anstoß: 13.30 Uhr
Stahl Thale – Stahl Riesa 0:2 (0:2)
Thale: Große – Steinat, Winter, Fuchs (ab 43. Näumann), S. Keller, B. Teichmann, Adamczak, Fischer, Henschel, Günther, Losse – Trainer: O. Keller
Riesa: Kircheis – Kretzschmar, Martick (ab 53. Kupper), Hennig, A. Müller, Wude, G. Kerper, Schulz, Herfurth, F. Kerper (ab 73. Biedermann), J. Pfahl – Trainer: Hauptmann
Schiedsrichter: Dr. Mewes (Berlin) – Tore: 0:1 Schulz (12.), 0:2 J. Pfahl (40.) – Gelbe Karte: Henschel (Thale) – Zuschauer: 1.800 im Sportpark zu Hüttenarbeiter zu Thale
Vierter Sieg im vierten Spiel unter Neu-Trainer Hauptmann
Thale. Beachtlich ist dagegen die Serie von Oberliga-Absteiger Stahl Riesa, der unter dem neuen Trainer Reinhard Hauptmann alle vier Begegnungen siegreich gestalten konnte. Diesmal behielten die Riesaer in Thale mit 2:0 die Oberhand und profitierten dabei wiederum von einem Treffer Jens Pfahls (40.). Damit teilt sich der blonde Lockenkopf aktuell Platz 2 der Torjägerliste mit dem derzeit rotgesperrten Markkleeberger Felix Oehmig (beide 7 Treffer). Riesa hat sich mittlerweile auf Rang 4 hochgearbeitet – Thale bleibt als Vierzehnter weiterhin in der kritischen Tabellenregion.
© Tom Rietzschel
Sonntag, 13.11.1988 • Anstoß: 13.30 Uhr
Dynamo Eisleben – Aktivist Borna 3:1 (2:0)
Eisleben: Friedrich – Anders, Gareis, Bedranowsky, Hoffmann, Schmidt, Krieg (ab 85. Spitschka), Hecker, Rennert, Romanowsky, Auffenbauer – Trainer: Rothe
Borna: Greif – Kunath, Geppert, Starke, Teucher, Theile, Teubel (ab 62. Adler), Quaas, Majetschak, Hermanns (ab 55. Thormann), Greiling – Trainer: Göcke
Schiedsrichter: Hirschelmann (Leimbach) – Tore: 1:0 Romanowsky (10.), 2:0 Gareis (45.), 2:1 Starke (50.), 3:1 Hecker (81.) – Gelbe Karten: Anders, Schmidt – Kunath – Zuschauer: 500 in der Sportstätte „Bernhard Koenen“ zu Eisleben
Sonntag, 13.11.1988 • Anstoß: 13.30 Uhr
Chemie Buna Schkopau – Motor Weimar 0:0
Schkopau: Gottschalk – Gießner, V. Schmidt, Strozniak, Fülle, Krüger, Meyer, Relius (ab 46. Quarg), Wagner, Zorn (ab 60. Krostitz), Scholz – Trainer: Lisiewicz
Weimar: Benkert – Puschner, Röder, Zelßmann (ab 72. Karczmarczyk), Habi, Große, Hoffmann, Deppe, Linde, Wengefeld, Hornik – Trainer: Hinkelmann
Schiedsrichter: Heller (Leipzig) – Gelbe Karten: Gießner, Quarg (beide Schkopau) – Zuschauer: 550 im Stadion der Chemiearbeiter zu Merseburg
| Stahl Riesa – Dynamo Eisleben | Sa., 19.11.1988 • 13.00 Uhr |
| Vorwärts Dessau – Robotron Sömmerda | Sa., 19.11.1988 • 13.00 Uhr |
| Motor Nordhausen – Fortschritt Bischofswerda | Sa., 19.11.1988 • 13.00 Uhr |
| Motor Weimar – Motor „Fritz Heckert“ Karl-Marx-Stadt | So., 20.11.1988 • 13.00 Uhr |
| Aktivist Borna – Chemie Buna Schkopau | So., 20.11.1988 • 13.00 Uhr |
| Motor Suhl – Stahl Thale | So., 20.11.1988 • 13.00 Uhr |
| Chemie Leipzig – Motor Grimma | So., 20.11.1988 • 13.00 Uhr |
| Chemie Böhlen – Chemie Markkleeberg | So., 20.11.1988 • 13.00 Uhr |
| Wismut Gera – Dynamo Dresden II | So., 20.11.1988 • 13.00 Uhr |
