Datum: Samstag, 05.11.1988

Anstoß: 14.00 Uhr

Spielort: Stadion der Stahlwerker „Ernst Grube“, Riesa

Ergebnis: 2:0 (1:0)

Zuschauer: 1.480



DDR-Liga Staffel B • 11. Spieltag

Stahl Riesa – Motor Grimma  2:0 (1:0)

Riesa: Kircheis – A. Müller, Kretzschmar, Martick, Hennig, Herfurth, G. Kerper (ab 88. Leonhardt), Schulz, F. Kerper, Uwelius, J. Pfahl – Trainer: Hauptmann

Grimma: Lorenz – Großmann, Deuse, Nehring, Spahlholz, Vatter, Klein, Ulbricht, Thalmann (ab 46. Saalbach), Liebers, Hunger – Trainer: Welwarsky

Schiedsrichter: M. Müller (Gera) – Tore: 1:0 Hennig (32.), 2:0 J. Pfahl (57., Handstrafstoß) – Gelbe Karten: G. Kerper, Hennig – Ulbricht, Vatter – Zuschauer: 1.480 im Stadion der Stahlwerker „Ernst Grube“ zu Riesa 


Spielberichte

Ex-Oberligist mit Glück zum Sieg

Riesa. Beim Ex-Oberligisten konnte Motor Grimma gegenüber dem verkorksten Heimspiel gegen Borna eine Steigerung nachweisen. Vor allem die Hintermannschaft stand diesmal um den gut haltenden Lorenz sicher. Immer wieder (13 Mal) schnappte die Abseitsfalle zu. So taten sich die Gastgeber ziemlich schwer und kamen relativ glücklich zu ihren beiden Toren. Erst entschied Schiedsrichter Müller (der mit dem Spiel unnötigerweise viele Probleme hatte) auf indirekten Freistoß im Grimmaer Strafraum, nachdem der Torwart den Ball nicht aus dem 16-Meter-Raum spielte und nach Zweitberührung wieder sicher nahm. Den folgenden Freistoß köpfte Hennig zum 1:0 ins Tor. Beim 2:0 durch Jens Pfahl, per Strafstoß erzielt, bekam Ulbricht beim Abwehrversuch den Ball an die Hand.

© Ralf Körner • Leipziger Volkszeitung


Der Spieltag in der Übersicht

Samstag, 05.11.1988 • Anstoß: 14.00 Uhr

Stahl Riesa – Motor Grimma  2:0 (1:0)

Riesa: Kircheis – A. Müller, Kretzschmar, Martick, Hennig, Herfurth, G. Kerper (ab 88. Leonhardt), Schulz, F. Kerper, Uwelius, J. Pfahl – Trainer: Hauptmann

Grimma: Lorenz – Großmann, Deuse, Nehring, Spahlholz, Vatter, Klein, Ulbricht, Thalmann (ab 46. Saalbach), Liebers, Hunger – Trainer: Welwarsky

Schiedsrichter: M. Müller (Gera) – Tore: 1:0 Hennig (32.), 2:0 J. Pfahl (57., Handstrafstoß) – Gelbe Karten: G. Kerper, Hennig – Ulbricht, Vatter – Zuschauer: 1.480 im Stadion der Stahlwerker „Ernst Grube“ zu Riesa 


Samstag, 05.11.1988 • Anstoß: 14.00 Uhr

Motor Suhl – TSG Markkleeberg  1:1 (0:0)

Suhl: Gewalt – Seiler, Böhm, Böttcher, Schröder (ab 70. Büchel), Hüttl (ab 58. Brückner), Jertschewski, Kurth, Seyfarth, Hetzelt, Asmus – Trainer: Stein

Markkleeberg: Walther – Brix, Moldt, Geßner, Hoja, Jentzsch, Altmann, Schenkel, Tillmann (ab 90. Korb), Kurtz, Trommer – Trainer: Erler/Matoul

Schiedsrichter: Bley (Sehma) – Tore: 0:1 Tillmann (50.), 1:1 Büchel (90.) – Gelbe Karten: Böhm – Altmann, Geßner, Walther – Zuschauer: 1.000 im Sportpark der Freundschaft zu Suhl

 

Suhl verliert Punkte im Tabellenvorderfeld

Suhl. Auch die bisher zu Hause so erfolgreichen Suhler erlagen im Kampf um die vorderen Plätze am Wochenende einem leichten Rückschlag. Durch einen Last-Minute-Treffer von Uwe Büchel (90.) rettete Motor im Heimspiel gegen die TSG Markkleeberg im letzten Moment noch einen Zähler. Die Rand-Leipziger verpassten es nach der Führung (Tillmann/50.) die sich bietenden Kontergelegenheiten zu nutzen, um die Partie bereits frühzeitig zu entscheiden. Bei den Thüringern  blieb in den 90 Minuten vieles Stückwerk, doch mit dem Ausgleichstreffer belohnte sich Motor für die grenzenlose Moral. 

© Tom Rietzschel


Samstag, 05.11.1988 • Anstoß: 14.00 Uhr

Chemie Leipzig – Fortschritt Bischofswerda  2:4 (1:2)

Chemie Leipzig: Saumsiegel – Illge, Barth, Jack, Patula, Hübner, Thiemig (ab 60. Schleier), Weiß, Engelmann, Rösler, Kösser (ab 84. Meyer) – Trainer: Dr. Slaby

Bischofswerda: Sickert (ab 46. Groß) – Bär (ab 46. Beckert), Bank, Schmidt, Kunze, Kleditzsch, Gräulich, Stohn, Löpelt, Schiemann, Merkel – Trainer: Gumz

Schiedsrichter: Dr. Schukat (Dölbau) – Tore: 1:0 Engelmann (19.), 1:1 Gräulich (26.), 1:2 Merkel (40.), 1:3 Schiemann (53.), 2:3 Rösler (62.), 2:4 Schiemann (90.) – Gelbe Karten: Rösler (Chemie Leipzig) – Rote Karten: Barth (Chemie Leipzig) wegen einer Tätlichkeit (65.) – Gräulich (Bischofswerda) wegen wiederholten Foulspiels (68.) – Zuschauer: 2.400 im Georg-Schwarz-Sportpark zu Leipzig

 

Bischofswerda mit Big Point beim heimstarken Leutzschern

Leipzig. Fortschritt Bischofswerda hat seine letztwöchig zurückeroberte Tabellenführung verteidigt. Bei Chemie Leipzig, die daheim bisher noch ohne jeglichen Punktverlust waren, gewannen die Schützlinge von Trainer Siegfried Gumz mit 4:2 und sicherten sich damit im Kampf um die vorderen Positionen einen regelrechten Big Point. Dabei sahen die 2.400 im Leipziger Georg-Schwarz-Sportpark eine Partie mit allen Facetten. Führungswechsel, jede Menge Tormöglichkeiten, Platzverweise – alles war dabei. Allerdings ging die Mehrzahl der Fans traurig nach Hause, schließlich wollten die Leutzscher mit einem Sieg raus aus dem Niemandsland der Tabelle. Dabei sah es zunächst, nach dem Führungstreffer von Jörg Engelmann (19.), ganz vielversprechend für Chemie aus. Bischofswerda demonstrierte allerdings in der Folgezeit eindrucksvoll, dass man sie durchaus als Spitzenteam ansehen muss. Ohne jegliche Hektik setzten die Gäste auch nach dem Rückstand ihr Spiel fort, bleiben geduldig und setzten im Offensivspiel immer wieder Akzente. Den Lohn dafür hamsterte Fortschritt bereits schon zur Pause ein, als Andreas Gräulich (26.) und André Merkel (40.) die Partie mit ihren Treffern in die von ihnen gewünschten Bahnen lenkten. Als Roci Schiemann kurz nach dem Wechsel sogar das dritte Tor nachlegte (53.), schien bereits eine Vorentscheidung gefallen. Doch die Leutzscher wehrten sich. Als Uwe Rösler der Anschlusstreffer gelang (62.) keimte im Chemie-Lager für kurze Zeit Hoffnung auf. Diese zerstob allerdings kurz darauf, als Abwehrspieler Andreas Barth nach einer Tätlichkeit von Schiedsrichter Dr. Gerd Schukat (Dölbau) mit Rot vorzeitig den Platz verlassen musste (65.). Drei Minuten später war nach einem Feldverweis gegen Gräulich (wiederholtes Foulspiel/68.) zwar wieder die Gleichzahl auf dem Feld hergestellt, doch gelang es den Leutzscher nicht, das Momentum nach dem Anschlusstreffer zu nutzen. Die Gastgeber rannten zwar an, doch richtig zwingend wurde die Elf von Trainer Dr. Horst Slaby kaum. Bischofswerda verteidigte geschickt und fuhr aufgrund des steigernden Risikos der Platzherren immer wieder gefährliche Konter. Einen davon nutzten die Gäste kurz vor Schluss, als abermals Schiemann mit dem 2:4 den Auswärtssieg „Schiebocks“ perfekt machte.

© Tom Rietzschel


Samstag, 05.11.1988 • Anstoß: 14.00 Uhr

Motor Nordhausen – Robotron Sömmerda  0:1 (0:0)

Nordhausen: Zanirato – Decker, U. Mappes, Boegelsack, Gerlach, Helmstedt (ab 73. Uwelius), Müller, Kufs, Nauber, Thon (ab 60. Brotzmann), M. Ludwig – Trainer: Schwenzfeier

Sömmerda: Oevermann – Baumbach, Köberlein, Weiß, Bertram, Becker, Werner, Vlay, Schröter, Schwarz (ab 52. Schlieck), Busse – Trainer: Menz

Schiedsrichter: Weise (Pößneck) – Tor: 0:1 Weiß (72.) – Gelbe Karten: Gerlach – Schröter, Schwarz, Busse – Zuschauer: 1.000 im Albert-Kuntz-Sportpark zu Nordhausen


Samstag, 05.11.1988 • Anstoß: 14.00 Uhr

Chemie Böhlen – Dynamo Dresden II  0:1 (0:0)

Böhlen: Suchantke – Treske, Nolting (ab 76. Fischer), Wunderlich, Arnold, Hammermüller, Kunze, Becher, Kirsten, Ferl, Hanske (ab 70. Kamenz) – Trainer: Struppert

Dresden II: Schulze – Sack, Neitzel, Ritter, Fritzsche, Prasse, Stübner, Jähnig, Tillig (ab 77. Vogel), Scholtissek, Milde – Trainer: Dörner

Schiedsrichter: Demme (Schloßvippach) – Tor: 0:1 Jähnig (55.) – Gelbe Karten: Becher – Fritzsche – Zuschauer: 500 im Stadion an der Jahnbaude zu Böhlen

 

Dynamo-Youngster pirschen sich weiter nach vorn

Böhlen. Neuer Tabellenzweiter im Klassement ist die Oberliga-Reserve von Dynamo Dresden, die das schwere Auswärtsspiel in Böhlen knapp mit 1:0 gewann. Auch auf dem kleinen Platz an der Jahnbaude bestachen die Schwarz-Gelben durch ihre spielerische Anlage – Uwe Jähnig sorgte letztlich für das Tor des Tages (55.). Nach dem letztwöchigen 4:1-Heimerfolg über Chemie Leipzig setzten die jungen Dynamos binnen sieben Tagen die zweite Duftmarke – auch mit ihnen wird bis zum Saisonende in der oberen Tabellenregion zu rechnen sein.

© Tom Rietzschel


Sonntag, 06.11.1988 • Anstoß: 14.00 Uhr

Chemie Buna Schkopau – Motor „Fritz Heckert“ Karl-Marx-Stadt  1:1 (0:0)

Schkopau: Gottschalk – Gießner, V. Schmidt, Strozniak, Fülle (ab 61. Meichsner), Krüger, Krostitz (ab 78. Meyer), Relius, Wagner, Zorn, Scholz – Trainer: Lisiewicz

Motor „Fritz Heckert“: Lämmel – Kempe, Boensch, Gläser, Eitemüller, Schöler, Körner, Gerstenberger, Schubert, Bletsch, Barthel – Trainer: Fuchs

Schiedsrichter: Hirschelmann (Leimbach) – Tore: 1:0 Scholz (52.), 1:1 Körner (64.) – Gelbe Karten: Geißner, Wagner – Boensch – Zuschauer: 700 im Stadion der Chemiearbeiter zu Merseburg


Sonntag, 06.11.1988 • Anstoß: 14.00 Uhr

Motor Weimar – Dynamo Eisleben  3:1 (2:0)

Weimar: Benkert – Puschner, Röder, Zelßmann, Linde, Große (ab 81. Machowski), Hoffmann, Deppe, Heinzelmann, Wengefeld (ab 67. Winter), Hornik – Trainer: Hinkelmann

Eisleben: Fienhold – Anders, Gehlhaar, Gareis (ab 53. Hanas), Hoffmann (ab 78. Thiele), Bedranowsky, Hecker, Schmidt, Rennert, Romanowsky, Auffenbauer – Trainer: Rothe

Schiedsrichter: Marx (Leipzig) – Tore: 1:0 Hornik (30.), 2:0 Linde (35., Foulstrafstoß), 2:1 Schmidt (82.), 3:1 Hoffmann (90.) – Gelbe Karten: Hoffmann, Gehlhaar (beide Eisleben) – Zuschauer: 800 am Sportplatz Lindenberg zu Weimar


Sonntag, 06.11.1988 • Anstoß: 14.00 Uhr

Aktivist Borna – Stahl Thale  1:2 (1:0)

Borna: Greif – Kunath, Geppert, Hermanns, Teucher (ab 65. Majetschak), Quaas, Ziegert, Starke, Theile, Teubel, Greiling (ab 58. Adler) – Trainer: Göcke

Thale: Große – Steinat, Winter, Fuchs, S. Keller, B. Teichmann, Adamczak (ab 88. Henschel), Hantke (ab 46. Näumann), Fischer, Günther, Losse – Trainer: O. Keller

Schiedsrichter: Borcherding (Barleben) – Tore: 1:0 Theile (20., Foulstrafstoß), 1:1 Günther (51.), 1:2 Losse (53.) – Gelbe Karten: Greiling, Theile – Adamczak – Zuschauer: 2.000 im Rudolf-Harbig-Stadion zu Borna


Sonntag, 06.11.1988 • Anstoß: 14.00 Uhr

Wismut Gera – Vorwärts Dessau  3:2 (0:0)

Gera: Schumann – Leinen, Patzer, Bürger, Lublow, Töpfer, Häußler, Kraft, Kunzmann, Kunde (ab 68. Hoffmann), Böttcher – Trainer: Haustein

Dessau: Gaschka – Pohlers, Sauer, Retschlag, Adomeit, Werner, Brust (ab 54. Papst), Wolf, Reimer, Borchardt, Borkowski (ab 86. Holick) – Trainer: Miller

Schiedsrichter: Rommel (Weimar) – Tore: 1:0, 2:0 Böttcher (47., 58.), 2:1, 2:2 Borchardt (61., 78.), 3:2 Kunzmann (83.) – Gelbe Karten: Brust Borkowski (beide Dessau) – Zuschauer: 1.400 im Stadion der Freundschaft zu Gera

 

Taktischer Fehler entscheidet Spitzenspiel

Gera. Dabei profitierte Dresden jedoch vom Ausrutscher Vorwärts Dessaus, die es wieder einmal nicht schafften, auf fremden Plätzen ihr Potenzial abzurufen. Bei Wismut Gera unterlag die Mannschaft von Trainer Harro Miller mit 2:3 und fiel damit erst einmal auf Rang 4 zurück. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte verschlief Vorwärts die Anfangsphase nach dem Wechsel komplett und sah sich nach einem Doppelpack von Karsten Böttcher (47., 58.) kurzerhand einem 0:2-Rückstand ausgesetzt. Allerdings kamen die Muldestädter zurück, mit seinen Saisontreffern fünf und sechs brachte Uwe Borchardt seine Elf wieder ins Spiel (61., 78.). Im Anschluss daran wollte Dessau vielleicht zu viel, zu groß war der Drang die Partie noch ganz zu drehen. Die Geraer, die sich nach dem Ausgleich eigentlich mit dem Punkt schon zufrieden zeigten, nutzten ihrerseits einen folgenschweren Dessauer Ballverlust im Vorwärtsgang – Peter Kunzmann schloss den blitzschnell vorgetragenen Konter mit dem 3:2-Siegtreffer ab. Verständlich lange Mienen nach dem Abpfiff im Lager der Armee-Elf, die nach einer mühsamen Aufholjagd durch taktische Fehler letztlich mit leeren Händen dastehen. 

© Tom Rietzschel


Tabelle


Der nächste Spieltag

Motor „Fritz Heckert“ Karl-Marx-Stadt – Vorwärts Dessau Sa., 12.11.1988 • 13.30 Uhr
Robotron Sömmerda – Wismut Gera Sa., 12.11.1988 • 13.30 Uhr
Fortschritt Bischofswerda – Chemie Böhlen Sa., 12.11.1988 • 13.30 Uhr
Dynamo Dresden II – Motor Nordhausen So., 13.11.1988 • 13.30 Uhr
TSG Markkleeberg – Chemie Leipzig So., 13.11.1988 • 13.30 Uhr
Motor Grimma – Motor Suhl So., 13.11.1988 • 13.30 Uhr
Stahl Thale – Stahl Riesa So., 13.11.1988 • 13.30 Uhr
Dynamo Eisleben – Aktivist Borna So., 13.11.1988 • 13.30 Uhr
Chemie Buna Schkopau – Motor Weimar So., 13.11.1988 • 13.30 Uhr