Datum: Mittwoch, 14.12.1988
Anstoß: 13.00 Uhr
Spielort: Albert-Kuntz-Sportpark, Nordhausen
Ergebnis: 1:0 (1:0)
Zuschauer: 400
Motor Nordhausen – Motor Grimma 1:0 (1:0)
Nordhausen: Zanirato – Etzrodt, J. Ludwig (V), Boegelsack, Gerlach, Kiel (ab 75. Kufs), Müller, Decker, M. Ludwig, Görke, F. Ludwig – Trainer: i.V. Kulle
Grimma: Lorenz – Nehring (V), Großmann, Deuse, Thalmann, Vatter (ab 73. Braun), Wimberger (ab 74. Ulbricht), Klein (V), Pannicke, Liebers, Saalbach – Trainer: i.V. Haase
Schiedsrichter: P. Müller (Dresden) – Tor: 1:0 F. Ludwig (6.) – Gelbe Karten: J. Ludwig – Nehring, Klein – Zuschauer: 400 im Albert-Kuntz-Sportpark zu Nordhausen
Nordhausen verdienter Sieger im Keller-Duell
Nordhausen. Im Tabellenkeller gewann Motor Nordhausen ein ganz wichtiges Heimspiel gegen Schlusslicht Motor Grimma und klettert nun vom 17. auf den 15. Rang. Bereits nach sechs Minuten traf der Nordhäuser Sturmführer Frank Ludwig zum 1:0, was letztlich auch den Endstand bedeuten sollte. Die Südharzer setzten mit dem Sieg einen eminent wichtigen Big Point, in den Gesichtern der Muldestädter sah man hingegen nur Enttäuschung. Speziell nach dem letztwöchigen 4:2-Heimerfolg über Wismut Gera hatte sich die Elf von Interimstrainer Norbert Haase durchaus Selbstvertrauen erarbeitet – davon war jedoch in Nordhausen nichts zu sehen. Ob der psychologische Druck nach dem schnellen Rückstand zu groß war, ist vielleicht eine Erklärung. Letztendlich reichte die Grimmaer Vorstellung bei weitem nicht aus, um in diesem „Vier-Punkte-Spiel“ etwas mitnehmen zu können.
© Tom Rietzschel
► Nachholspiele vom 15. Spieltag
Mittwoch, 14.12.1988 • Anstoß: 13.00 Uhr
Chemie Leipzig – Dynamo Eisleben 2:2 (1:0)
Chemie Leipzig: Saumsiegel – Hübner, Jack, Patula, Thiemig, Illge, Pietsch, Kösser, Engelmann, Weiß, Reypka (ab 78. Meyer) – Trainer: Dr. Slaby
Eisleben: Friedrich – Anders (ab 46. Färber), Gareis, Bedranowsky, Hoffmann, Schmidt, Rennert, Hecker, Romanowsky, Georgi, Auffenbauer – Trainer: Rothe
Schiedsrichter: Escher (Altenfeld) – Tore: 1:0 Engelmann (30.), 1:1 Färber (62.), 1:2 Georgi (77.), 2:2 Pietsch (78.) – Gelbe Karten: Patula, Illge – Gareis – Rote Karten: Hoffmann (Eisleben) wegen einer Tätlichkeit (50.) – Zuschauer: 600 im Georg-Schwarz-Sportpark zu Leipzig
Achtungserfolg für Eisleben
Leipzig. Für Aufsehen sorgte dagegen die Dynamo-Elf aus Eisleben, die sich ebenfalls noch auf einem Abstiegsplatz befindet. Allerdings holten die Rothe-Schützlinge beim 2:2 einen nicht unverdienten Zähler aus Leipzig-Leutzsch – ein Punkt, welcher für Dynamo noch Goldwert sein kann.
© Tom Rietzschel
Mittwoch, 14.12.1988 • Anstoß: 13.00 Uhr
Stahl Riesa – Motor Weimar 3:1 (1:1)
Riesa: Kircheis – Hennig, St. Dünger, G. Kerper, Martick (ab 67. Kretzschmar), A. Müller, Schulz, Drabow, Maaß, Uwelius (ab 67. Paul), J. Pfahl – Trainer: Hauptmann
Weimar: Benkert – Puschner (ab 82. Gerlach), Zelßmann, Große, Habi, Deppe, Röder, Winter, Machowski (ab 65. Welwarsky), Wengefeld, Hornik – Trainer: Vollrath
Schiedsrichter: Eßbach (Leipzig) – Tore: 0:1 Wengefeld (26.), 1:1 Drabow (35.), 2:1 J. Pfahl (76., Foulstrafstoß), 3:1 Drabow (88., Foulstrafstoß) – Gelbe Karte: Habi (Weimar) – Zuschauer: 320 im Stadion der Stahlwerker „Ernst Grube“ zu Riesa
Oberliga-Absteiger nach schwer erkämpftem Heimsieg nun Dritter
Riesa. An der Tabellenspitze gelang es Stahl Riesa mit einem 3:1-Heimsieg über Motor Weimar mit dem Zweiten Wismut Gera punktemäßig gleichzuziehen. Dabei musste der Oberliga-Absteiger sich jedoch harten Widerstandes erwehren, Weimar stellte sich im altehrwürdigen Ernst-Grube-Stadion absolut selbstbewusst vor. Seit sieben Spielen ohne Niederlage (vier Siege, drei Unentschieden) agierten die Thüringer mutig und zeigten nur allzu wenig Respekt. Riesa hatte zunächst mit dem agilen Gegner große Probleme, die Gäste-Führung von Kai Wengefeld entsprach durchaus dem Spielverlauf (26.). Doch im Anschluss daran kämpften sich die Stahlwerker in die Partie. Endlich wurden die Zweikämpfe angenommen und auch spielerisch gelangen die ersten vielversprechenden Aktionen. Dem Ex-Cottbuser Dietmar Drabow gelang noch vor der Pause der 1:1-Ausgleich (35.), was den Platzherren zusätzliche Sicherheit brachte. Nach dem Wechsel blieb die Begegnung zunächst ausgeglichen, beide Teams trugen ihrerseits zur Attraktivität dieses Spiels bei. In der Endphase schlug das Pendel dann jedoch in Richtung der Riesaer aus, auch wenn man dabei etwas Glück benötigte. Bei einer undurchsichtigen Situation im Weimarer Strafraum zeigte Schiedsrichter Thomas Eßbach (Leipzig) auf den Elfmeterpunkt, nachdem Drabow angeblich von Peter Habi zu Fall gebracht wurde – eine harte Entscheidung. Stahl-Goalgetter Jens Pfahl interessierte dies allerdings recht wenig, vom Punkt aus brachte er mit seinem neunten Saisontreffer die Einheimischen mit 2:1 in Front (76.). Weimar lockerte fortan die Defensive und setzte in der Schlussphase alles auf eine Karte, was Riesa mit einem Konter zu nutzen vermochte. Motor-Schlussmann Wolfgang Benkert kam im Duell mit Pfahl einen Tick zu spät – Referee Eßbach zeigte erneut auf den Elfmeterpunkt. Diesmal ließ sich Drabow nicht zweimal bitten und sorgte mit dem 3:1 für den Endstand (88.).
© Tom Rietzschel
Mittwoch, 14.12.1988 • Anstoß: 13.00 Uhr
Chemie Böhlen – Stahl Thale 2:1 (1:0)
Böhlen: Suchantke – Nolting, Kamenz (ab 56. Kugler), Wunderlich, Nolting, Hammermüller, Lange, Kunze, Purrucker, Kirsten, Ferl, Hanske – Trainer: Struppert
Thale: Schneider – Steinat, Winter, Fuchs, Henschel, S. Keller, Hantke, Fischer (ab 76. Wendler), Adamczak, Kunde (ab 33. Losse), Günther – Trainer: O. Keller
Schiedsrichter: Ziller (Königsbrück) – Tore: 1:0 Kirsten (31.), 1:1 Fuchs (78.), 2:1 Ferl (89.) – Gelbe Karten: Kamenz – Günther, Schneider – Zuschauer: 200 im Stadion an der Jahnbaude zu Böhlen
Thale verspielt verdienten Auswärtspunkt kurz vor Schluss
Böhlen. Neuer Vorletzter ist nun Stahl Thale. Bei der Rückkehr von Olaf Keller (Trainer in Böhlen von Januar 1986 bis November 1987) unterlagen die Harzer in der vorletzten Minute mit 1:2. Einen Punkt hätte sich Thale aufgrund des ordentlichen Auftritts verdient, doch bestrafte Chemie-Spielmacher Uwe Ferl eine Unzulänglichkeit im Defensivverbund und sicherte Böhlen damit den Sieg (89.).
© Tom Rietzschel
Mittwoch, 14.12.1988 • Anstoß: 13.00 Uhr
Motor Nordhausen – Motor Grimma 1:0 (1:0)
Nordhausen: Zanirato – Etzrodt, J. Ludwig, Boegelsack, Gerlach, Kiel (ab 75. Kufs), Müller, Decker, M. Ludwig, Görke, F. Ludwig – Trainer: i.V. Kulle
Grimma: Lorenz – Nehring, Großmann, Deuse, Thalmann, Vatter (ab 73. Braun), Wimberger (ab 74. Ulbricht), Klein, Pannicke, Liebers, Saalbach – Trainer: i.V. Haase
Schiedsrichter: P. Müller (Dresden) – Tor: 1:0 F. Ludwig (6.) – Gelbe Karten: J. Ludwig – Nehring, Klein – Zuschauer: 400 im Albert-Kuntz-Sportpark zu Nordhausen
Mittwoch, 14.12.1988 • Anstoß: 13.00 Uhr
Motor Suhl – Chemie Buna Schkopau 0:2 (0:1)
Suhl: Gewalt – Seiler, Böhm, Böttcher (ab 46. Asmus), Brückner, Hüttl, Kurth, Seyfarth, Hetzelt, Roß (ab 68. Jertschewski), Friedemann – Trainer: Stein
Schkopau: Gottschalk – Gießner, Jäschke, Strozniak, Fülle, Meichsner (ab 79. Thomas), Schumann, V. Schmidt, Zorn (ab 77. Reimann), Wagner, Quarg – Trainer: Lisiewicz
Schiedsrichter: Trexler (Karl-Marx-Stadt) – Tore: 0:1 Strozniak (43.), 0:2 Thomas (82.) – Gelbe Karten: keine – Zuschauer: 200 im Sportpark der Freundschaft zu Suhl
Faustdicke Überraschung im Thüringer Wald
Suhl. Für eine große Überraschung sorgten dagegen die bisher so auswärtsschwachen Schkopauer, die Motor Suhl nach deren bisherigen 13:1-Heimpunkten die erste Niederlage im Sportpark der Freundschaft beibrachten. Nach 90 Minuten gewann Buna mit 2:0, doch schaute man sich im Lager der Thüringer nach dem Abpfiff fragend an. Über die komplette Spielzeit agierte Motor drückend überlegen, erarbeitete sich ein deutliches Übergewicht – doch stand die Elf von Trainer Helmut Stein am Ende mit leeren Händen da. Die Gäste aus Merseburg stellten bereits schon zur Pause den Spielverlauf völlig auf den Kopf, als Libero Dieter Strozniak nach einem Eckball per Kopf erfolgreich war (43.). Auch nach dem Wechsel änderte sich rein gar nichts am Geschehen. Suhl drückte und drängte, doch konnte die Mannschaft selbst beste Gelegenheiten nicht nutzen. Buna setzte ausschließlich auf Konter und sorgte acht Minuten vor Schluss damit für die endgültige Entscheidung. Nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte ging es ruckzuck – Peter Thomas schloss den Schnellangriff, allein vor Motor-Keeper Rainer Gewalt, mit dem 0:2 ab (82.). Doch auch nach diesem Nackenschlag hörte Suhl nicht auf und besaß in der Endphase immer noch Möglichkeiten, um die Partie letztlich nicht verlieren zu müssen. Allerdings hätten die Stein-Schützlinge noch bis nächste Woche spielen können – es wäre ihnen definitiv kein Treffer gelungen. Buna hat sich nach diesem völlig überraschenden Sieg im Tabellenmittelfeld eingenistet, in welches die Gastgeber nun auch zurückgefallen sind.
© Tom Rietzschel
| Stahl Riesa – Motor „Fritz Heckert“ Karl-Marx-Stadt | Sa., 17.12.1988 • 13.00 Uhr |
| Chemie Leipzig – Motor Weimar | Sa., 17.12.1988 • 13.00 Uhr |
| Chemie Böhlen – Chemie Buna Schkopau | Sa., 17.12.1988 • 13.00 Uhr |
| Motor Nordhausen – Dynamo Eisleben | Sa., 17.12.1988 • 13.00 Uhr |
| Wismut Gera – Stahl Thale | Sa., 17.12.1988 • 13.00 Uhr |
| Vorwärts Dessau – Motor Grimma | Sa., 17.12.1988 • 13.00 Uhr |
| Robotron Sömmerda – TSG Markkleeberg | Sa., 17.12.1988 • 13.00 Uhr |
| Motor Suhl – Aktivist Borna | Sa., 17.12.1988 • 13.00 Uhr |
| Dynamo Dresden II – Fortschritt Bischofswerda | Sa., 17.12.1988 • 13.00 Uhr |
