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Nächstes Endspiel: Grimma gastieren in Glauchau

Vorschau auf den 25. Spieltag der
NOFV-Oberliga Süd

 

VfB Empor Glauchau – FC Grimma

 

Datum:                   Sonntag, 19.04.2026

 

Anstoß:                  13.30 Uhr

 

Spielort:                 Sportpark Meeraner Straße, Glauchau

 

Grimma. Sechs Spieltage sind in der Oberliga noch zu absolvieren – für den FC Grimma ist jede einzelne Partie ein absolutes Endspiel. Mit 19 Punkten belegen die Muldestädter aktuell den vorletzten Tabellenplatz und benötigen daher dringend Zähler um den Klassenverbleib. Derzeit sind die Schützlinge von Trainer Marcus Dörfer vier Punkte vom rettenden Ufer entfernt, so das die Realisierung des großen Saisonziels noch absolut in Reichweite ist. Allerdings dürfen sich die Grimmaer nicht mehr so viele Fehltritte leisten, diesbezüglich hat man in der kompletten Saison bereits zu viele Punkte liegengelassen. Nichtsdestotrotz stirbt die Hoffnung bekanntlich zu allerletzt, wohl wissend, dass die Elf bis Ende Mai förmlich über sich hinauswachsen muss. Die erste Gelegenheit für einen möglichen Punktezuwachs ist bereits am morgigen Sonntag gegeben, wenn man beim Aufsteiger VfB Empor Glauchau anzutreten hat. Der Anstoß im Glauchauer Sportpark Meeraner Straße erfolgt bereits um 13.30 Uhr.

Im Sommer haben sich die Westsachsen zum ersten Mal in ein völlig neues Terrain begeben. Im Bereich des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) waren die Blau-Weißen bisher noch nie vertreten, so dass man komplettes Neuland betrat. Mit zwei Punkten Vorsprung vor der SG Handwerk Rabenstein wurden die Glauchauer in der abgelaufenen Saison Sachsenliga-Meister und stiegen mit 60 Zählern völlig verdient in die Oberliga auf. Im Gegensatz zum Verein war die neue Spielklasse für eine wichtige Person beim VfB Empor jedoch keine unbekannte Größe. Trainer Nico Quade (50), der seit dem 01.07.2024 den Taktstock bei den Westsachsen schwingt, hat sowohl beim damaligen 1. FC Gera 03 als auch beim FSV Zwickau und dem VFC Plauen bereits in dieser Liga trainiert – mit Zwickau und Plauen waren dies damals sogar Spitzenteams. „Das Niveau in der Oberliga war damals schon gut, dies ist es aber heute immer noch“, so der ehemalige Stürmer, der von 1999 bis 2001 zum Regionalliga-Kader des FC Carl Zeiss Jena gehörte. „Für uns hat als Aufsteiger natürlich der Klassenerhalt oberste Priorität. Wir haben jede Menge Spieler unter 23 Jahren in unserem Kader, diese Akteure gilt es selbstredend zu entwickeln. Daher ist diese Spielklasse für unsere Mannschaft sehr gut“, so Quade, dem es bisher gelang mit dem Neuling eine richtig ordentliche Saison zu spielen. 27 Punkte hat der VfB Empor bisher auf dem Konto und deutete in vielen Partien eindrucksvoll die absolut vorhandenen Qualitäten an. Nicht von ungefähr gewann man gegen das Spitzenteam vom VFC Plauen beide Begegnungen (jeweils 1:0), auch gegen solch eine renommierte Mannschaft wie Budissa Bautzen konnte man vier Punkte einfahren. Beeindruckend ist bisher die Auswärtsbilanz der Westsachsen. Im Gegensatz zu den Heimspielen (11 Punkte) holte Glauchau auf fremden Plätzen bisher 16 Zähler, was sicherlich im Vorfeld nicht unbedingt so zu erwarten war. Dabei hat man in den letzten sechs Begegnungen komplett die Tabellenränge 10 bis 16 als Gegner, so dass man aktuell auf einem recht guten Weg ist, auch in der kommenden Saison Oberliga spielen zu können. Mit Marcin Sieber, Maik Ebersbach, Louis Werrmann oder dem morgen gelbgesperrten Tommy Barth hat der VfB Empor jedoch auch einige Spieler in den Reihen, welche bereits schon höherklassig gespielt haben. Kurzum: Die Glauchauer haben genügend Substanz und Qualität im Kader, das Intermezzo Oberliga nicht nur auf eine Saison zu beschränken. Mit bisher 27 Punkten ist die Ausgangsposition auf den Klassenverbleib recht gut, auch wenn die Westsachsen aus den letzten fünf Begegnungen nur vier Zähler holten.

Die Grimmaer wissen natürlich um die Wichtigkeit dieser Partie. Nachdem man am Mittwoch im Nachholspiele gegen den VFC Plauen völlig chancenlos war und mit 0:3 (0:2) unterlag, möchte man morgen nun einen neuen Anlauf nehmen. Das Hinspiel gegen die Westsachsen gewannen die Muldestädter mit 3:2 (0:1), auch wenn der Sieg hinten raus am seidenen Faden hing. Dies sollte bei den Dörfer-Schützlingen zusätzliche Potenzen freisetzen, wohl wissend, dass man bei einem eventuellen Auswärtssieg weiter Druck auf die Konkurrenz ausüben könnte. Doch dafür müssen die Grimmaer alles in die Waagschale werfen und über die kompletten 90 Minuten in allen Bereichen konzentriert auftreten. Dies beginnt schon im Defensivbereich, wo man mit bisher 62 Gegentoren die meisten der Oberliga kassiert hat. Will heißen: Resolutes Zweikampf-Verhalten, null Risiko im kompletten Defensivbereich gepaart mit dem unbedingten Willen, das eigene Tor zu verteidigen. Dass die Elf dies kann, hat sie in dieser Saison bereits bewiesen – allerdings viel zu selten! Im Offensivspiel gilt es dagegen, aus den Ballgewinnen immer wieder schnell nach vorn zu spielen und die sich bietenden Möglichkeiten zu nutzen. Dafür stehen Trainer Marcus Dörfer personell wieder einige Optionen zur Verfügung, auch wenn sich Angreifer Tommy Kind beim heutigen Abschlusstraining an der Wade verletzt hat. „Wir fahren nach Glauchau mit dem Ziel die drei Punkte zu holen“, stellt Coachj Dörfer einmal mehr das Ziel klar heraus. „Natürlich kennen wir die Qualitäten des Gegners, doch werden wir alles tun, um nach 90 Minuten den Platz als Sieger zu verlassen. Die Mannschaft trainiert seit Wochen gut, so dass es gilt, die positiven Trainingseindrücke einmal mehr im Wettkampf zu bestätigen. Sollte uns dies gelingen, bleiben wir weiterhin im Rennen.“

Bericht: © Tom Rietzschel