NOFV-Oberliga Süd • Nachholspiel vom 14. Spieltag
FC Grimma – VFC Plauen 0:3 (0:2)
Grimma: Čáp – Bartsch, Mattheus (ab 82. Markus), Ziffert, Janz – Rieger (ab 79. Seidl), Vogel (ab 79. Kögler), Tröger (ab 46. Spreitzer), Katzenberger – Hübner (ab 58. Kind), Werner – Trainer: Dörfer
Plauen: Schulze – Sponer, Tanriver, Michalek (ab 66. Habermann Passionoto), Schubert – Haake, Tavares Ganime Bastos – Martynets (ab 73. Lemba), Winter (ab 66. Wagner), De Moura Beal (ab 73. Träger) – Profis (ab 73. Krantz) – Trainer: Zschach
Schiedsrichter: Haubenschild (Elstertrebnitz) – Schiedsrichter-Assistenten: Albert (Muldenhammer), Seidl (Langenbernsdorf) – Tore: 0:1, 0:2 Martynets (5., 36.), 0:3 Profis (59.) – Gelbe Karten: Tröger (Foulspiel – 28.), Hübner (Foulspiel – 50.), Mattheus (Foulspiel – 71.), Janz (Foulspiel – 74.) – Winter (Foulspiel – 29.) – Reservebänke: Tsarenko (Tor), Reisinger, Ambrosius, Nitschke – Pischon (Tor), Plank, Glaser – Zuschauer: 114 im Husaren-Sportpark zu Grimma
Grimma. Nach dem 5:2 (0:0)-Heimerfolg gegen den 1. FC Lok Stendal hat Oberligist FC Grimma eine weitere Niederlage im Kampf um den Klassenerhalt hinnehmen müssen. Im Nachholspiel unterlagen die Muldestädter im heimischen Husaren-Sportpark dem VFC Plauen deutlich mit 0:3 (0:2) und mussten sich am Ende des Tages einem besseren Gegner klar beugen. In den gesamten 90 Minuten wurden die Plauener einer Spitzenmannschaft absolut gerecht, die Grimmaer fanden ihrerseits keine Mittel, um den Vogtländern auch nur ansatzweise gefährlich zu werden. Sowohl körperlich als auch mental waren die Gastgeber komplett unterlegen, im vierten Spiel binnen zehn elf waren die Muldestädter einfach leer und konnten gegen ein fußballerisches gutes Team nicht mithalten. Trainer Marcus Dörfer fasste die 90 Minuten im Anschluss recht nüchtern zusammen. „Wir müssen heute die Niederlage akzeptieren, Plauen war über die komplette Spielzeit klar besser. Aufgrund der Vielzahl der Spiele in den letzten Tagen war ein gewisser Substanzverlust bei unserer Mannschaft unübersehbar. Wir waren heute gedanklich in fast allen Situationen zu langsam und kamen daher in den Zweikämpfen in den meisten Fällen einen Schritt zu spät. Nichtsdestotrotz werden wir fokussiert weiterarbeiten und am Sonntag in Glauchau einen neuen Anlauf nehmen.“ Auf Plauener Seite war man sowohl mit dem Ergebnis als auch mit dem Ergebnis selbstredend zufrieden. „Es war ein sehr gefälliges Spiel unserer Mannschaft, vor allem in der ersten Halbzeit. Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben dominant gespielt und sind dann mit einem 2:0 in die Halbzeit gegangen“, resümierte Trainer Norman Zschach. „Auch im zweiten Durchgang blieben wir zunächst dran, so dass wir nach dem 3:0 die Begegnung endlich einmal in Ruhe zu Ende spielen konnten. Insgesamt kann ich von einer recht ordentlichen Leistung meiner Mannschaft sprechen.“
Von Beginn an ließen die Gäste keine Zweifel aufkommen, diese Auswärtsaufgabe erfolgreich bestreiten zu wollen. Plauen kontrollierte frühzeitig das Geschehen, wirkte spielerisch absolut reif und war vom Kopf her immer einen Schritt schneller als die Hausherren. Der Ex-Grimmaer Valentino Schubert setzte dabei das erste Achtungszeichen, als er nach Ablage von Martynets knapp verzog (4.). Doch nur bereits eine Zeigerumdrehung später war es dann bereits soweit. Nach einem langen Ball von Can-Deniz Tanriver unterlief Tim Mattheus ein folgenschwerer Stellungsfehler – Johan Martynets lief im Anschluss allein aufs Grimmaer Tor zu, umspielte Schlussmann Ondřej Čáp und schob die Kugel zum 0:1 ein (5.). Schlimmer konnte es aus Sicht der Muldestädter kaum beginnen, doch schon kurz darauf hätte es bereits ein weiteres Mal im FC-Kasten klingeln müssen. Ein abgefälschter Schuss von Winter landete wiederum direkt vor den Füßen von Martynets, doch warf sich Kapitän Ziffert im letzten Moment in den Schuss und konnte auf der Linie klären (7.). Erst nach gut einer Viertelstunde hatten sich die Platzherren von dem Druck einigermaßen befreit, im Offensivspiel kam der FC allerdings über Ansätze kaum hinaus. Nach einer Flanke von Nico Rieger fehlte es beim Kopfball von Kevin Werner an der nötigen Präzision (drüber, 17.), nach einem langgezogenen Freistoß von Jan Hübner kam Toni Ziffert einen Schritt zu spät (25.). Gefährlicher blieb weiterhin der VFC Plauen, der im Anschluss mit dem zweiten Treffer den Grundstein für den Auswärtssieg bereits in den ersten 45 Minuten legte. Nach Ablage von Profis hatte Čáp mit einem Martynets-Schuss große Probleme (26.), ehe der VFC-Torjäger zehn Minuten später ein weiteres Mal eiskalt zuschlug. Ohne große Gegenwehr und aggressive Zweikampfführung gelangte Gabriel Michalek nahezu spielend durch die Grimmaer Reihen, dessen anschließenden Pass verwandelte Martynets daraufhin mühelos – 0:2 (36.). Zwar hatten die Hausherren kurz vor der Halbzeit die große Möglichkeit zum Anschlusstreffer, doch sollte erneute Spannung nicht aufkommen. Sehenswert von Katzenberger eingeleitet, sah Alexander Vogel über links den perfekt einlaufenden Nico Rieger, doch holte Michalek die Direktabnahme gedankenschnell für seinen bereits geschlagenen Torhüter von der Torlinie (43.).
Wer im zweiten Durchgang dann auf eine Aufholjagd der Gastgeber gehofft hatte, wurde eines Besseren belehrt. Grimma hatte an diesem Tag keine Mittel und Lösungen parat, um diesen Gegner in die Bredouille zu bringen. Stattdessen hatten die Vogtländer kurz nach Wiederanpfiff bereits die Entscheidung auf dem Fuß, als Max Winter aus zentraler Position klar verzog (drüber, 49.). Zehn Minuten später machten die Gäste dann jedoch endgültig den Deckel drauf. Glänzend von Winter vorbereitet, zog Tyron Profis aus spitzem Winkel staubtrocken ab und katapultierte das Leder zum 0:3 ins lange Eck (59.). Damit waren recht frühzeitig alle Messen im Husaren-Sportpark gelesen. Plauen war fortan nicht mehr so zielstrebig im Offensivspiel, doch gaben die Vogtländer auch in der Folgezeit nie die Spielkontrolle aus der Hand. Nichtsdestotrotz hatte der im Herrenbereich sein Debüt feiernde Ilja Lemba zweimal die Möglichkeit, das Ergebnis für die Gäste weiter anwachsen zu lassen. Nach einer flachen Eingabe von Leonard Krantz verfehlte sein hoppelnder Linksschuss zunächst hauchzart den Kasten (79.), ehe er im Anschluss einen schnell ausgeführten Einwurf von Sponer über das Gebälk zimmerte (84.). Letztlich war der VFC dem Ausbau der Führung bedeutend näher, als die Hausherren dem Ehrentreffer. Nach einem Pass von Robin Spreitzer war Leonhard Kögler der Einzige, der etwas Torgefahr versprühte – doch lenkte Plauens Keeper Simon Schulze das Streitobjekt über die Latte (81.).
So blieb es am Ende des Tages bei der klaren Grimmaer Heimniederlage, die aufgrund des Spielverlaufs so auch in Ordnung geht. Der zeitige Rückstand setzte der Elf frühzeitig entscheidend zu, die zunehmende Müdigkeit in den Beinen tat ihr Übriges dazu. Am Ende des Tages gilt es nun diese Niederlage recht schnell aus den Kleidern zu schütteln, dafür sind die restlichen sechs Begegnungen viel zu wichtig. Vier Punkte beträgt weiterhin der Rückstand auf das rettende Ufer, bei noch fünf auszutragenden Partien ist dies weiterhin möglich. Doch dazu ist am Sonntag zwingend ein Sieg in Glauchau von Nöten.
Bericht: © Tom Rietzschel
Spielberichte
Mit gutem Auftritt fährt der VFC Plauen den Dreier ein
Grimma. Der VFC Plauen musste am Mittwochabend zu seinem Nachholspiel nach FC Grimma. Der Lieblingsgegner ist das schon mal nicht. Hat sich der VFC Plauen doch immer gegen die robuste und kampfstarke Truppe zumindest auswärts immer schwergetan. Da der VFC Plauen in dieser Saison teils schwankende Leistungen zeigt, durfte man gespannt sein, wie sich die Spitzenstädter diesmalig auf fremdem Terrain schlagen. Die Gelb-Schwarzen ließen diesmal gegen die abstiegsgefährdeten Gastgeber keine Zweifel aufkommen und siegten hochverdient mit 0:3. Die Sorgenfalten bei der Heim-Elf dürften durch die Niederlage noch tiefer sein.
Es geht für den VFC Plauen seit der Niederlage in Glauchau um nichts mehr, es sei denn um eine bessere Platzierung in der Oberliga-Tabelle. Beim Gastgeber hingegen um sehr viel, will er dem Abstieg entrinnen. Der Druck lag somit auf Seiten des FC Grimma. Das war dem Spiel nicht unbedingt anzusehen. Grimma kam mit dem schnellen Spiel der Plauener überhaupt nicht zurecht. Man sah den Spitzenstädtern an, mit wie viel Lust sie Fußball gespielt haben. Die Dominanz zeigte sich schon in den Anfangsminuten. Bereits nach fünf Minuten lag der VFC Plauen in Front. Johan Martynets düpierte Ondřej Čáp im Tor der Heim-Elf. Valentino Schubert und Tyron Profis und noch einmal Martynets wollten nachlegen, scheiterten aber an Grimmas Keeper. Doch Martynets ließ nicht locker und versuchte es von der anderen Seite – diesmal mit Erfolg. Mit einem Schuss von links ins lange Eck erhöhte er auf 0:2. Einmal hatten die Spitzenstädter das Glück des Tüchtigen. In der 43. Minute rettete Gabriel Michalek auf der Linie. Mehr Höhepunkte auf Seiten von Grimma gab es nicht.
Mit der gleichen Intensität starteten die Gelb-Schwarzen in Halbzeit zwei. Das Spiel der Grimmaer wurde härter. Sie konnten den VFC Plauen nur mit zahlreichen Fouls stoppen. Trotzdem kam der VFC Plauen immer wieder gefährlich vor Čáps Tor. Plauen hielt den Druck hoch und Profis gelang mit feinem Füßchen das 0:3 in der 60. Minute. Wenig später war die Zeit für Wechselungen gekommen. Alle Wechselspieler spielten weiter auf Erfolg. Selbst die beiden ins Spiel gekommenen Youngster Leonard Krantz und Ilja Lemba erarbeiteten sich noch gute Möglichkeiten. Am Ende blieb es aber bei dem 0:3 und einem hochverdienten Sieg. Auch Simon Schulze konnte sich einmal auszeichnen, lenkte den Ball über die Latte und hielt damit die Null.
Fazit zum Spiel: Der VFC Plauen präsentierte sich in Spiellaune und zeigte, was eigentlich in ihm steckt. So sollte er auch gegen Halle auftreten. Dann wäre auch da ein Dreier fällig.
© Ilong Göll • VFC Plauen
Fotos: © Dieter Koch

















































