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Muldestädter ziehen sich trotz Niederlage achtbar aus der Affäre


NOFV-Oberliga Süd • Testspiel

FC Grimma – ZFC Meuselwitz  0:3 (0:2, 0:0, 0:1)

Grimma: Čáp – Rieger (ab 31. Wächtler), Vogel (ab 61. Bartsch), Bartsch (ab 31. Schumann), Spreitzer – Ziffert (ab 61. Nitschke) – Kaba (ab 61. Hübner), Haese (ab 61. Rieger), Nitschke (ab 31. Mattheus), Hübner (ab 31. Seidl) – Werner (ab 61. Förster) – Trainer: Behring

Meuselwitz: Fietz (ab 49. Sedlak) – Abayomi, Rehder, Keßler, Pfeil (ab 49. Schmökel) – Stiller (ab 49. Halasz), Wurr (ab 49. Kaymaz) – Hansch (ab 69. Albtritton), Eckardt (ab 69. Stiller), Trübenbach (ab 49. Baldé) – Albritton (ab 49. Oke) – Trainer: Leopold

Schiedsrichter: Haubenschild (Pegau) – Schiedsrichter-Assistenten: Wadewitz (Leipzig), Wehner (Wernesgrün) – Tore: 0:1, 0:2 Eckardt (22., 30.), 0:3 Baldé (79., Foulstrafstoß – Čap an Baldé) – Gelbe Karten: Mattheus (Foulspiel – 67), Hübner (Foulspiel – 86.) – besondere Vorkommnisse: Spielzeit 3 x 30 Minuten – Zuschauer: 102 im Husaren-Sportpark zu Grimma

 

Grimma. Fußball-Oberligist FC Grimma hat sich in seinem ersten Testspiel in Vorbereitung auf die neue Saison recht ordentlich aus der Affäre gezogen – jedoch am Ende des Tages eine klare Niederlage hinnehmen müssen. Gegen den Regionalligisten ZFC Meuselwitz unterlagen die Muldestädter in der heimischen Arena mit 0:3 (0:2) und konnten dem höherklassigen Gegner damit nicht in die Suppe spucken. Nichtsdestotrotz war die Grimmaer Leistung durchaus ansprechend, wohl wissend, dass dies der erste Test war und die Ostthüringer in ihrer Vorbereitung bereits eine Woche weiter sind. Defensiv standen die Hausherren ganz gut – das Problem war indes die mangelnde Durchschlagskraft sowie das etwas unsaubere Passspiel im letzten Drittel. Doch dass angesichts des aktuellen Vorbereitungsstandes sowie vier neuen und drei weiteren Probespielern zwangsläufig noch nicht alles funktionieren kann, dürfte Jedem einleuchten. Meuselwitz wirkte insgesamt handlungsschneller – Routinier René Eckardt brachte den Favoriten mit einem abgefälschten Schuss mit 0:1 in Front (22.). Acht Minuten später war der ZFC-Kapitän erneut erfolgreich als sein als Flanke gedachter Ball unerwartet zum Torschuss wurde und sich hinter Probe-Keeper Ondřej Čáp ins Tor senkte – 0:2 (30.). Doch auch nach dem Rückstand enttäuschten die Muldestädter nicht – große Torgefahr entstand vor dem ZFC-Gehäuse aufgrund der fehlenden Durchschlagskraft allerdings kaum. Meuselwitz hatte in der Folgezeit auch nicht eine Unmenge an Gelegenheiten, doch zweifellos mehr als die Einheimischen. Am ehesten hatte Andy Trübenbach eine Resultatserhöhung auf dem Stiefel, doch traf der Rückkehrer von Rot-Weiß Erfurt nur den Pfosten (31.). Elf Minuten vor Schluss kam der Favorit dann allerdings zum dritten Treffer. Nach einem Foulspiel von Čáp an seinen ehemaligen Geraer Mitspieler Califo Baldé zeigte Schiedsrichter Haubenschild (Pegau) auf den Elfmeterpunkt – der Gefoulte ließ sich die Möglichkeit nicht entgehen und brachte die Kugel mit etwas Glück zum 0:3-Endstand im FC-Gehäuse unter (79.).

Für die Grimmaer geht es nach diesem ordentlichen Aufgalopp bereits am Freitagabend weiter. Dann gastiert mit der BSG Chemie Leipzig um 19.00 Uhr ein weiterer Regionalligist im Husaren-Sportpark.


Fotos: Karsten Hannover


Spielberichte

„Zipse“ gewinnt im Husarenpark

Grimma. Am Dienstag, dem 08.07.2025, konnte unser ZFC das Testspiel beim Oberligisten FC Grimma, welches auf dem Hauptplatz des Grimmaer Husarenparks stattfand, standesgemäß gewinnen. Die Schützlinge von Trainer Georg-Martin Leopold zeigten dabei ein anderes Gesicht als zuletzt in Auerbach. Sie fuhren phasenweise gute Angriffe, standen in der Abwehr sicher und erarbeiteten sich ein paar gute Torchancen. So ging der 3:0-Auswärtserfolg in Ordnung und „Zipse“ verdient als Sieger vom Platz. Die Verantwortlichen hatten vor dem Spiel ausgemacht, die Partie im Modus 3 x 30 Minuten auszutragen.

„Zipse“ war mit drei Testspielern angereist und nahm vor 102 Zuschauern, darunter auch einige aus Meuselwitz, sofort das Heft des Handelns in die Hand. Schon nach drei Minuten versuchte sich Testspieler Jerome Albritton nach einer guten Flanke von Andy Trübenbach mit einem Kopfball, der aber über das Grimmaer Tor ging. Ein paar Minuten später war es noch knapper. Und wieder waren die beiden beteiligt. Nach einem Schuss von Andy Trübenbach setzte Jerome Albritton gut nach, scheiterte aber am Grimmaer Keeper (7.). Unser ZFC bestimmte die Partie und die Hausherren versuchten, früh zu stören und gegebenenfalls selbst Nadelstiche zu setzen. Unsere Mannschaft arbeitete jedoch weiter an der Führung und nach 22 Minuten zappelte der Ball das erste Mal im Grimmaer Kasten. „Zipse“-Kapitän René Eckardt hatte Maß genommen und sein Schlenzer, noch leicht abgefälscht, fand den Weg in die Maschen. Keine Frage: Diese Führung war verdient, aber auch wenn die Grimmaer nicht die Angriffswucht wie zuletzt die Auerbacher entwickelten, machten sie es unseren Jungs nicht einfach. Trotzdem baute unsere Mannschaft die Führung nach gut einer halben Stunde aus. Wieder war es René Eckardt, der wahrscheinlich aus gut 30 Metern flanken wollte, jedoch senkte sich der Ball wunderschön ins Grimmaer Tor. So war das erste Drittel gespielt und „Zipse“ führte verdient mit 2:0.

Auch in der Folge war unser ZFC die aktivere und optisch überlegene Mannschaft. „Zipse“ erspielte sich ein paar gute Gelegenheiten, wie einen Pfostenschuss von Andy Trübenbach. Natürlich wurde auch munter durchgewechselt, sodass jeder im Zipsendorfer Kader seine Spielzeit bekam. Obwohl unsere Kicker die Oberhand behielten, versuchten sich auch die Grimmaer an ein paar Umschaltern, die aber alle von unserer Abwehr erfolgreich wegverteidigt wurden. Nach 72 Minuten hätte es fast mit dem Anschlusstreffer geklappt, doch der Kopfball von Jan Hübner ging knapp über das Zipsendorfer Tor.

Ein Tor fiel aber noch, und es fiel wieder für unsere Mannschaft. Nachdem Califo Balde perfekt bedient worden war, wurde er im Strafraum zu Fall gebracht und es gab einen Strafstoß. Califo versuchte es selbst und hatte mit etwas Glück Erfolg. Der Grimmaer Keeper war zwar noch dran, konnte aber das 0:3 nicht verhindern (79.). Dabei blieb es bis zum Abpfiff.

Fazit: Es war ein ansehnlicher Test. „Zipse“ agierte aus einer sicheren Abwehr heraus, zeigte stellenweise gute Angriffe, erarbeitete sich ein paar Torchancen und machte drei Buden. Die Analysen sollen und werden die Verantwortlichen übernehmen. Beim Gastgeber bedanken wir uns für die Gastfreundschaft und wünschen eine gute und erfolgreiche Saison.

Das nächste Testspiel für unseren ZFC steigt am Samstag, dem 12.07.2025, in Plauen. Gegner ist der dort heimische VFC. Die Partie wird um 14 Uhr im Vogtlandstadion angepfiffen. Unsere Jungs würden sich selbstverständlich über Unterstützung freuen.

© www.zfc.de


Tumbe Klänge stören nicht: Der ZFC Meuselwitz gewann am Dienstag sein Testspiel beim FC Grimma mit 3:0. Zuvor waren im Husaren-Sportpark dreiste Diebe unterwegs.

Grimma. Vorm Testspiel des ZFC Meuselwitz in Grimma berichtete Tom Rietzschel, der Team-Manager des einheimischen FC, dass vor kurzem die Stadion-Lautsprecher von der Tribüne des Husaren-Sportparks gestohlen wurden. Die Dreistigkeit der Diebe überraschte dabei auch angesichts der Größe dieser Boxen. Man fragt sich zudem, was die Übeltäter damit vorhaben oder was sie zur Tat veranlasste.

Eine etwas bösartige These dazu kam dem Besucher in den Sinn, als vor der Partie mit dem ZFC am Dienstagabend schwer erträgliche Klänge in „Dudelfunkmanier“ aufs Publikum loshämmerten, in quälender Lautstärke aus den bereits vorhandenen Ersatzboxen. Vielleicht hatten es die Diebe nur gut mit den Zuschauern gemeint und wollten ihnen die Beschallung ersparen, welche die letztlich gut 100 Zuschauer sowie beide Teams beim Warmmachen nun doch ertragen mussten. Bei den Akteuren hinterließ diese „psychologische Kriegsführung“ aber gottlob keine nachweisbaren Schäden.

Womit wir beim Spiel an sich wären. Beide Mannschaften zeigten sich durchaus fit, vielleicht traf die Musik ja sogar den Geschmack der jungen Kicker. Regionalligist ZFC gewann standesgemäß 3:0 (2:0). Gespielt wurde auf Wunsch des Grimmaer Trainers René Behring statt zweimal 45 diesmal dreimal 30 Minuten. Dies sowie das beiderseitige Durchwechseln des Kaders tat dem Geschehen ebenso wenig Abbruch wie die „Vormusik“.

Es entwickelte sich ein munteres, tempostarkes Match, in dem sich die Kontrahenten früh attackierten, dadurch allerdings manchmal etwas hektisch wirkten, wodurch logischerweise längst nicht alles gelang. Der Favorit aus Meuselwitz war den eine Klasse tiefer in der Oberliga kickenden Hausherren auf dessen sehr gepflegtem Rasen dennoch recht deutlich überlegen. Allerdings ließ das dritte Tor lange auf sich warten. René Eckardt hatte nach Ablage von Hendrik Wurr von der Strafraumgrenze getroffen (22. Minute) und dann war dem Kapitän eine abgerutschte Flanke zum 2:0 gelungen (30.). Auch gut, wird er sich gedacht haben.

Zwischendurch und danach gab es immer mal Möglichkeiten, den Vorsprung auszubauen, was aber erst durch einen Elfmeter des Neuzugangs Califo Baldé geschah (79.). Der Ex-Geraer war zuvor selbst gefoult worden. ZFC-Trainer Georg-Martin Leopold hatte relativ wenig zu bemängeln, außer dass sein Team schon eher hätte hoch führen müssen: „Es könnte schon 5:0 oder 6:0 stehen“, bemerkte er nach etwa einer Stunde. In einer der zwei Pausen appellierte er: „Wir müssen noch etwas ruhiger spielen“, freute sich aber zugleich: „Wir sind heute schon weit spritziger und frischer als beim 0:2 in Auerbach.“ Da hatten seine Jungs vom harten Vorbereitungstraining offenbar noch „schwere Knochen“ gehabt.

© Frank Müller • Leipziger Volkszeitung