Datum: Sonntag, 14.08.1988

Anstoß: 15.00 Uhr

Spielort: Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion, Grimma

Ergebnis: 1:1 (1:1)

Zuschauer: 1.750



DDR-Liga Staffel B • 1. Spieltag

Motor Grimma – Robotron Sömmerda  1:1 (1:1)

Grimma: Kurth – Nehring, Großmann, St. Grabinski, Blankenburg, Wimberger, Vatter (ab 82. Germershausen), Ulbricht, Thalmann, Liebers, Hunger (ab 70. Klein) – Trainer: Welwarsky

Sömmerda: Oevermann – Baumbach, Köberlein, Weiß, Franke, Becker, Graf, Vlay, Schröter (ab 82. F. Mappes), Fehrenbacher (ab 46. Werner), Busse – Trainer: Menz

Schiedsrichter: Meinel (Plauen) – Tore: 1:0 Liebers (29., Foulstrafstoß), 1:1 Busse (36.) – Gelbe Karte: Vatter (Grimma) – Zuschauer: 1.750 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion zu Grimma


Spielberichte

Gerechte Punkteteilung

Grimma. Bei hochsommerlichen Temperaturen war das Konzept beider Mannschaften schnell erkennbar. Sowohl Gast als auch Gastgeber wollten einen frühen Rückstand verhindern. Erfreulich aber, dass trotz allem die Offensive nicht vernachlässigt wurde. Vatter setzte in der 16. Minute das erste Achtungszeichen, als er einen Freistoß von Blankenburg an die Querlatte köpfte. Als wiederum Vatter in der 28. Minute von Becker im Strafraum gefoult wurde, verwandelte Liebers den Elfer zum 1:0 für die Gastgeber. Doch allzu lange währte die Freude nicht, denn in der 36. Minute kam Busse nach einem von Köberlein getretenen und von der Grimmaer Abwehrmauer abgefälschten Freistoß in Ballbesitz und ließ Kurth keine Abwehrchance.

In der zweiten Hälfte kamen die Sömmerdaer stärker ins Spiel, und Werner (59.) sowie Vlay (70.) kamen auch zu guten Gelegenheiten, die aber vom Grimmaer Torhüter zunichte gemacht wurden. Am Ende waren beide Kollektive sichtlich mit dem Punktgewinn zufrieden.

© Matthias Seifert


Der Spieltag in der Übersicht

Samstag, 13.08.1988 •  Anstoß: 15.00 Uhr

Stahl Riesa – Motor Suhl  2:1 (1:1)

Riesa: Kuhl – Wude, Kretzschmar, Martick, St. Dünger, Schulz, A. Müller, Drabow (ab 75. Biedermann), Herfurth, Maaß (ab 59. Paul), J. Pfahl – Trainer: Lienemann

Suhl: K. Müller – Seiler, Böttcher, Schröder, Hüttl, Jertschewski, Kurth, Seyfarth, Hetzelt, Roß, Brumme – Trainer: Stein

Schiedsrichter: M. Müller (Gera) – Tore: 1:0 Martick (20.), 1:1 Seyfarth (24.), 2:1 J. Pfahl (89.) – Gelbe Karten: keine – Zuschauer: 1.800 im Stadion der Stahlwerker „Ernst Grube“ zu Riesa

 

Torjäger Pfahl sorgt für späten Riesaer Erfolg

Riesa. Oberliga-Absteiger Stahl Riesa startete ebenfalls nach Maß in die neue Spielserie, doch musste die Mannschaft von Coach Manfred Lienemann im Heimspiel gegen Motor Suhl alle Register ziehen, um die Thüringer mit 2:1 zu bezwingen. Der Gast spielte im altehrwürdigen Ernst-Grube-Stadion von Beginn an munter mit und machte es dem Favoriten über die komplette Spielzeit extrem schwer. Riesa ging zwar durch Knut Martick Mitte der ersten Halbzeit in Führung (20.), doch Roman Seyfarth glich nur vier Minuten später zum 1:1 aus. Auch der Folgezeit sahen die 1.800 Zuschauer weiterhin eine ausgeglichene Auseinandersetzung, wobei Suhl bis zum Ende absolut auf Augenhöhe agierte. Doch für einen Punktgewinn sollte es letztlich nicht ganz reichen. Eine Minute vor Schluss sorgte Stahl-Torjäger Jens Pfahl für den Riesaer Siegtreffer und erlöste damit die eigenen Fans (89.). Großer Respekt gilt allerdings auch Motor Suhl – die Elf hätte sich aufgrund einer äußerst couragierten Vorstellung durchaus ein Zähler verdient gehabt.

© Tom Rietzschel


Sonntag, 14.08.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr

Motor „Fritz Heckert“ Karl-Marx-Stadt – Fortschritt Bischofswerda  1:1 (1:1)

Motor „Fritz Heckert“: Dittrich – Kempe, Boensch, Henker, Eitemüller, Schöler, Tipold, Gerstenberger, Schubert (ab 62. Barthel), Bletsch, Körner (ab 62. Mäthe) – Trainer: Fuchs

Bischofswerda: Groß – Bank, Schmidt, Petersohn, Kleditzsch, Gräulich, Bär, Stohn, Werner, Schiemann, Merkel – Trainer: Gumz

Schiedsrichter: Brenn (Bad Salzungen) – Tore: 0:1 Schiemann (23.), 1:1 Kempe (36.) – Gelbe Karten: Tipold – Bank – Zuschauer: 850 im Stadion an der Kurt-Wieland-Straße zu Karl-Marx-Stadt


Sonntag, 14.08.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr

TSG Markkleeberg – Dynamo Dresden II  0:2 (0:2)

Markkleeberg: Walther – Görke, Jentzsch, Hoja, Geßner (ab 61. Fritsche), Altmann, Schenkel, Tillmann, Oehmig (ab 81. Brix), Moldt, Trommer – Trainer: Erler/Matoul

Dresden II: Schulze – Sack, Maucksch, Ritter, Büttner, Diebitz, Prasse, Neitzel, Milde, Scholtissek, Vogel – Trainer: Dörner

Schiedsrichter: Rommel (Weimar) – Tore: 0:1, 0:2 Scholtissek (58., 59.) – Gelbe Karten: Görke, Trommer (beide Markkleeberg) – Zuschauer: 550 im Sportpark „An der Lauer“ zu Markkleeberg


Sonntag, 14.08.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr

Motor Grimma – Robotron Sömmerda  1:1 (1:1)

Grimma: Kurth – Nehring, Großmann, St. Grabinski, Blankenburg, Wimberger, Vatter (ab 82. Germershausen), Ulbricht, Thalmann, Liebers, Hunger (ab 70. Klein) – Trainer: Welwarsky

Sömmerda: Oevermann – Baumbach, Köberlein, Weiß, Franke, Becker, Graf, Vlay, Schröter (ab 82. F. Mappes), Fehrenbacher (ab 46. Werner), Busse – Trainer: Menz

Schiedsrichter: Meinel (Plauen) – Tore: 1:0 Liebers (29., Foulstrafstoß), 1:1 Busse (36.) – Gelbe Karte: Vatter (Grimma) – Zuschauer: 1.750 im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion zu Grimma


Sonntag, 14.08.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr

Stahl Thale – Vorwärts Dessau  0:1 (0:0)

Thale: Große – Steinat, Winter (ab 70. Hahne), Fuchs, S. Keller, B. Teichmann, Adamczak, Fischer, Rensch (ab 77. Losse), Günther, Weiß – Trainer: O. Keller

Dessau: Weigang – Adomeit, Sauer, Retschlag, Körner, Werner, Reimer, Wolf, Naumann, Borchardt (ab 67. Pohlers), Borkowski (ab 63. Holick) – Trainer: Miller

Schiedsrichter: Sather (Grimma) – Tore: 0:1 Pohlers (74.) – Gelbe Karte: Weiß (Thale) – Zuschauer: 2.400 im Sportpark der Hüttenarbeiter zu Thale

 

Dessau im Harz das eine Tor besser

Thale. Wenn man die Abschlusstabelle des Vorjahres zur Hand nimmt, dann sollte das Spitzenspiel des Spieltages jedoch in Thale stattfinden. Vizemeister Stahl Thale empfing mit Vorwärts Dessau den damals punktgleichen Dritten (jeweils 42:26 Zähler), doch bestritten beide Teams in der Sommerpause jeweils unterschiedliche Wege. Während bei den Harzern mit Heiko Weber (Carl Zeiss Jena) sowie den Wiermann-Brüdern Heiner (Lok Stendal) und Frank (HFC Chemie) drei nicht zu ersetzende Akteure den Verein verließen, peppte die Dessauer Armee-Elf ihren Kader weiter auf. Mit den Rückholaktionen von Roland Sauer und Uwe Borchardt (beide Vorwärts Frankfurt) sowie den Verpflichtungen von Ronald Werner (TSG Markkleeberg), Michael Greiner (Chemie Leipzig) und Silvio Wemmer (FC Karl-Marx-Stadt) holte man zusätzliche Qualität ins Team. Mit Harro Miller schwang zudem ein neuer Trainer den Taktstock beim ASG-Team. Der ehemalige Coach des 1. FC Lok Leipzig (1979 – 1985) ersetzte Jürgen Piepenburg, der von Januar 1984 die Mannschaft betreute. In Thale wurden die Muldestädter dann ihrer Favoritenbürde auch gerecht, auch wenn die Gastgeber – angetrieben von 2.400 Fans – einen erbitterten Kampf lieferten. Der Ex-Böhlener Stephan Pohlers war gerade erst sieben Minuten auf dem Platz, als er seine Elf mit dem Goldenen Treffer erlöste (74.). Zwar versuchte es die Gastgeber-Elf von Coach Olaf Keller (arbeitete unter Miller früher als Co-Trainer beim 1. FC Lok Leipzig) in der Endphase mit der Brechstange, doch brachten die Dessauer den knappen Erfolg letztlich sicher über die Zeit.

© Tom Rietzschel


Sonntag, 14.08.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr

Dynamo Eisleben – Wismut Gera  1:3 (0:1)

Eisleben: Friedrich – Anders, Gehlhaar, Züchner, Kluge, Schmidt, Romanowsky, Hanas, Georgi, Krieg, Auffenbauer – Trainer: Rothe

Gera: Gottschalk – Leinen, Kraft, Hintz, Häußler, Patzer, Töpfer, Lublow, Kunzmann, Hoffmann, Kunde – Trainer: Haustein

Schiedsrichter: Strzyz (Mühlhausen) – Tore: 0:1 Häußler (43.), 0:2 Töpfer (50., Foulstrafstoß), 1:2 Krieg (62.), 1:3 Kunde (87.) – Gelbe Karten: keine  – Zuschauer: 1.000 in der Sportstätte „Bernhard Koenen“ zu Eisleben


Sonntag, 14.08.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr

Chemie Buna Schkopau – Motor Nordhausen  4:1 (3:0)

Schkopau: Gottschalk – Schumann, Krüger, Strozniak, Fülle, V. Schmidt, Krostitz, Scholz, Wagner (ab 82. Stolze), Zorn, Quarg (ab 65. Papst) – Trainer: Lisiewicz

Nordhausen: Lerchner – Gerlach, U. Mappes, Boegelsack, Gogsch (ab 46. Heider), Decker, Müller, Kufs, Thon, Nauber, Löder – Trainer: Schwenzfeier

Schiedsrichter: Marx (Leipzig) – Tore: 1:0, 2:0 Wagner (1., 7.), 3:0 Scholz (41.), 3:1 Müller (52.), 4:1 Wagner (64.) – Gelbe Karten: Papst – Decker, Thon – Zuschauer: 800 im Stadion der Chemiearbeiter zu Merseburg

 

Blitzstart legt Grundstein für klaren Buna-Sieg

Merseburg. Der ersten Spitzenreiter in der neuen Saison heißt Chemie Buna Schkopau. Im heimischen Stadion der Chemiearbeiter wurde Motor Nordhausen klar mit 4:1 besiegt und dabei vor allem im ersten Durchgang förmlich an die Wand gespielt. Unter dem neuen Trainer Rainer Lisiewicz (kam von Motor Grimma) legte die Mannschaft zu Beginn einen Blitzstart hin – bereits nach sieben Minuten führte man durch einen Doppelpack des Ex-Hallensers Gerald Wagner mit 2:0. Die Gäste kamen zunächst überhaupt nicht in die Gänge, so dass die Südharzer mit einem Drei-Tore-Rückstand zur Pause noch gut bedient waren. In der zweiten Hälfte nahm der ehemalige Oberligist (Saison 1981/82) etwas den Fuß vom Gas, doch behielten die Merseburger jederzeit die Spielkontrolle. Wagner traf in dieser Begegnung noch ein weiteres Mal – Mitte des zweiten Durchgangs erzielte er den 4:1-Endstand. 

© Tom Rietzschel 


Sonntag, 14.08.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr

Motor Weimar – Chemie Böhlen  0:0

Weimar: Benkert – Karczmarczyk (ab 73. Große), Linde, Zelßmann, Habi, Deppe, Röder, Heinzelmann, Machowski, Wengefeld, Puschner (ab 82. Lauke) – Trainer: Hinkelmann

Böhlen: Suchantke – Arnold, Lange, Wunderlich, Kamenz, Becher (ab 73. Stapelfeld), Kunze, Steinert, Kirsten, Ferl, Hanske (ab 63. Seefeldt) – Trainer: Struppert

Schiedsrichter: Trexler (Karl-Marx-Stadt) – Gelbe Karten: Deppe – Arnold – Zuschauer: 1.200 am Sportplatz Lindenberg zu Weimar


Sonntag, 14.08.1988 • Anstoß: 15.00 Uhr

Aktivist Borna – Chemie Leipzig  1:1 (1:1)

Borna: Bochmann – Hermanns, Geppert, Quaas, Majetschak, Glöckner, Rinkau, U. Schneider, Thormann (ab 80. Breitkopf), Weidner (ab 61, Martin), Adler – Trainer: Göcke

Chemie Leipzig: Saumsiegel – Jack, Barth, Patula, Hübner (ab 46. Schleier), Illge, Thiemig, Engelmann, Pietsch (ab 76. Meyer), Weiß, Rösler – Trainer: Dr. Slaby

Schiedsrichter: P. Müller (Dresden) – Tore: 1:0 Majetschak (24.), 1:1 Engelmann (28.) – Gelbe Karte: Hübner (Chemie Leipzig)  – Zuschauer: 4.600 im Rudolf-Harbig-Stadion zu Borna

 

Leutzscher in Borna nur mit Remis

Borna. Hingegen ließ Chemie Leipzig, ein weiterer Favorit auf den Staffelsieg in diesem Jahr, bereits am Premieren-Spieltag die ersten Punkte. Beim Liga-Neuling Aktivist Borna kam die Elf von Trainer Dr. Horst Slaby nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus – auch wenn man über die gesamte Spielzeit klar mehr Ballbesitz verzeichnete. Vor einer stattlichen Kulisse von 4.600 Zuschauern im Bornaer Rudolf-Harbig-Stadion zeigten die Zwiebelstädter absolut keine Scheu vor dem großen Namen und imponierten ihrerseits durch ein sehr laufintensives Spiel sowie große taktische Disziplin. Mit diesen Komponenten wurde den Leutzschern frühzeitig die Lust am Fußballspielen genommen, mit der zweikampfintensiven Spielweise des Aufsteigers hatten die Chemiker doch einige Probleme. Hinzu kam, dass die Grün-Weißen Mitte der ersten Hälfte sogar einem Rückstand hinterherlaufen mussten – der ehemalige Lok-Kicker Dirk Majetschak brachte Borna in Front (24.). Allerdings antwortete der Favorit nahezu postwendend, indem Jörg Engelmann bereits vier Minuten später zum 1:1 ausglich. Nach dem Wechsel verlagerte sich das Geschehen zwar mehr und mehr in die Aktivist-Hälfte, doch richtig zwingend wurden die Gäste bei ihren Angriffsbemühungen kaum. Bis zum Ende verteidigte Borna den Punkt mit Haut und Haaren –  die Leutzscher hatten sich diesen Auftakt gewiss etwas anders vorgestellt.

© Tom Rietzschel


Tabelle


Der nächste Spieltag

Motor Suhl – Motor „Fritz Heckert“ Karl-Marx-Stadt Sa., 20.08.1988 • 15.00 Uhr
Chemie Leipzig – Stahl Riesa Sa., 20.08.1988 • 15.00 Uhr
Fortschritt Bischofswerda – TSG Markkleeberg Sa., 20.08.1988 • 15.00 Uhr
Chemie Böhlen – Aktivist Borna So., 21.08.1988 • 15.00 Uhr
Motor Nordhausen – Motor Weimar So., 21.08.1988 • 15.00 Uhr
Wismut Gera – Chemie Buna Schkopau So., 21.08.1988 • 15.00 Uhr
Vorwärts Dessau – Dynamo Eisleben So., 21.08.1988 • 15.00 Uhr
Robotron Sömmerda – Stahl Thale So., 21.08.1988 • 15.00 Uhr
Dynamo Dresden II – Motor Grimma So., 21.08.1988 • 15.00 Uhr