NOFV-Oberliga Süd • Nachholspiel vom 17. Spieltag
FC Grimma – FSV Budissa Bautzen 2:4 (0:1)
Grimma: Čáp – Rieger, Bartsch, Janz, Pistol – Seidl (ab 65. Werner), Vogel, Katzenberger, Spreitzer (ab 55. Kind) – J. Hübner, Tröger – Trainer: Dörfer
Bautzen: Herrmann – Moritz Noack, Schröder, Käppler, A. Rohlik – Gerhardi – Zech, Kloß (ab 82. Cellarius), Hennig (ab 82. Hanisch), Schäller (ab 89. Böhme) – Haustein (ab 66. Maximilian Noack) – Trainer: Dieske
Schiedsrichter: Schröter (Nordhausen) – Schiedsrichter-Assistenten: Lämmchen (Meuselwitz), Strebinger (Waldau) – Tore: 0:1 Haustein (16.), 0:2 Schäller (64.), 1:2 Vogel (73.), 1:3 Zech (76.), 2:3 Kind (84.), 2:4 Zech (87.) – Gelbe Karten: Katzenberger (Foulspiel – 45.+1), Janz (Unsportlichkeit – 59.) – Schäller (Foulspiel – 81.) – Reservebänke: Tsarenko (Tor), Kögler, Förster, Markus, Reisinger, Ambrosius – M. Hübner, Gabriel (beide Tor), Orosz – Zuschauer: 84 im Husaren-Sportpark zu Grimma
Grimma. Der FC Grimma bleibt weiterhin dick im Abstiegssumpf der Oberliga Süd. Vier Tage nach der 1:5 (0:2)-Klatsche in Bischofswerda konnten die Muldestädter keinen weiteren Punkt im Kampf um den Klassenerhalt einfahren. Im Nachholspiel vom 17. Spieltag unterlagen die Schützlinge von Trainer Marcus Dörfer im heimischen Husaren-Sportpark dem FSV Budissa Bautzen mit 2:4 (0:1), so dass der Rückstand auf das rettende Ufer weiterhin sechs Zähler beträgt. Dabei traten gegen die Ostsachsen genau dieselben Probleme auf, welche bereits die ganze Saison akut sind. Defensiv genügt die Vorstellung derzeit nicht Oberliga-Anforderungen, mit 57 Gegentreffern haben die Muldestädter die mit Abstand meisten in der Staffel kassiert. Auch gegen Bautzen wurde es dem Gegner viel zu leicht gemacht, zum Torerfolg zu kommen – durch einfache individuelle und taktische Fehler gerieten die Einheimischen auch diesmal auf die Verliererstraße. Zwar war aus FC-Sicht zum Vergleich zum Bischofswerda-Spiel eine leichte Steigerung unverkennbar, doch wenn man in dieser einfachen Art und Weise immer wieder Gegentreffer bekommt, wird die Oberliga nur schwer zu halten sein. Dies sah auch Trainer Marcus Dörfer so, der nach dem Abpfiff um die richtigen Worte ringen musste. „Jedes einzelne Gegentor war in seiner Entstehung absolut vermeidbar – wenn man insgesamt vier Stück bekommt, kann man natürlich nicht mit Punkten rechnen“, so der FC-Coach. „Insgesamt war die Mannschaft trotzdem bemüht und kam zweimal zurück in die Begegnung, doch haben uns die einfachen Gegentore direkt nach unseren Anschlusstreffern jeweils das Genick gebrochen. Summa summarum ist der Bautzner Sieg jedoch verdient, weil der Gast die Mehrzahl der Möglichkeiten besaß. Nichtsdestotrotz werden wir konzentriert weiter arbeiten, zumal am Sonntag gegen Stendal ein weiteres Endspiel für uns auf dem Programm steht. Wir können uns nur selbst aus dieser extrem bedrohlichen Lage befreien – daher müssen wir zusehen, dass wir die Köpfe bis zum Wochenende wieder frei bekommen und gegen einen unmittelbaren Kontrahenten im Kampf um den Klassenerhalt die drei wichtigen Zähler hier behalten.“
Dabei begannen die Muldestädter die Begegnung ganz ordentlich und legten zunächst eine ganz andere Körpersprache als in Bischofswerda an den Tag. Bereits nach 45 Sekunden hatte Stefan Tröger aus halbrechter Position den Führungstreffer auf dem Fuß, doch strich sein Schuss knapp über den Kasten (1.). In der Anfangsviertelstunde waren die Hausherren mindestens gleichwertig, ehe die Budissen mit ihrer ersten Torannäherung eiskalt zuschlugen. Nach einem bereits abgewehrten Gäste-Eckball war Robin Spreitzer im Anschluss nach einer langgezogenen Flanke von Norman Kloß völlig falsch positioniert, den anschließenden Querball von Karl-Ludwig Zech verwandelte der sträflich ungedeckte Oscar Haustein aus Nahdistanz mühelos zum 0:1 (16.). Das, was aus Grimmaer Sicht nicht passieren durfte, trat nun auch gegen Bautzen ein – ein früher Rückstand. Zumal die Schwarz-Weißen in der Folgezeit schnell auf eine Resultatserhöhung aus waren und sich den Schockzustand der Hausherren zunutze machen wollten. Ondřej Čáp, der von 2022 bis 2024 das Tor von Budissa Bautzen hütete, verkürzte gegen Theo Schäller geschickt den Winkel (17.), wobei der Schlussmann kurz darauf Glück hatte, dass ein abgefälschter Schuss von Julian Gerhardi knapp an seinem Gehäuse vorbeitrudelte (22.). Die Einheimischen hatten im Vorwärtsgang zwar große Probleme vielversprechend ins letzte Drittel zu gelangen, doch nichtsdestotrotz besaßen die Hausherren vor dem Wechsel die große Möglichkeit zum Ausgleich. Nach einer Flanke von Jan Hübner kam Alexander Vogel völlig frei aus zentraler Position zum Kopfball, doch war sein Abschluss zu unplatziert, um Erik Herrmann im Budissa-Gehäuse überwinden zu können (40.).
Nach dem Wechsel tat sich in den ersten 15 Minuten rein gar nichts – beide Mannschaften sollten sich im Mittelfeld gegenseitig neutralisieren. Dann schalteten die Gäste allerdings einen Gang höher und profitierten immer wieder von Grimmaer Ballverlusten. Zunächst senkte sich ein Distanzschuss von Adam Rohlik gefährlich neben das FC-Gehäuse (60.), anschließend scheiterte Schäller nach guter Gerhardi-Vorarbeit am gut reagierenden Čáp (62.). Den nächsten Grimmaer Abspielfehler nutzten die Gäste dann allerdings resolut aus und schraubten das Ergebnis auf 0:2 in die Höhe. Nach einem Ballgewinn schalteten die Ostsachsen ruckzuck um – sehenswert von Julian Gerhardi in Szene gesetzt, überwand Schäller FC-Schlussmann Čáp aus halblinker Position mit einem haltbaren Schuss ins kurze Eck zum 0:2 (64.). Nun war aus Grimmaer Sicht guter Rat teuer, doch wehrten sich die Muldestädter in der Folgezeit. Nach einer Kopfballverlängerung von Tommy Kind hätte Kevin Werner mit einer Direktabnahme um ein Haar Budissa-Keeper Herrmann auf dem falschen Fuß erwischt (vorbei, 70.), ehe die Gastgeber wenig später zum Anschlusstreffer kamen. Nach einem langen Ball legte Werner die Kugel mustergültig auf Vogel ab, der aus spitzem Winkel mit einem Flachschuss ins lange Eck erfolgreich war – 1:2 (73.). Doch zum Leidwesen im FC-Lager währten sämtliche Hoffnungen nicht allzu lange. Nach einer flachen Eingabe von Moritz Noack rettete Čáp zwar zunächst gegen Karl-Ludwig Zech (75.), ehe die Gäste mit dem nächsten Angriff den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder herstellten. Erneut machten sich die Budissen einen Ballverlust der Hausherren zunutze, Zech profitierte nach Zuspiel von Kloß vom inkonsequenten Eingreifen von Janz sowie Pistol und traf aus dem Stand zum 1:3 (76.). Hätte der eingewechselte Maximilian Noack kurz darauf einen von Kloß mustergültig vorgetragenen Konter verwertet (Parade Čáp, 79.), wären die Muldestädter wohl nicht noch einmal zurück in die Begegnung gekommen. Doch genau dies geschah, als Tommy Kind einen Flankenball von Albert Pistol per Kopf zum 2:3-Anschlusstreffer in die Maschen köpfte (84.). Noch einmal keimte im Lager der Grimmaer Hoffnung auf, doch wiederum fanden die Gäste Sequenzen später die passende Antwort und sorgten damit für die endgültige Entscheidung. Nach einem Grundlinien-Rückpass von Zech holte Lucas Bartsch einen Flachschuss des eingewechselten Lukas Hanisch zwar zunächst noch von der Linie (87.), doch den abgewehrten Ball servierte Schäller auf den zweiten Pfosten, wo sich der völlig allein gelassene Zech quasi die Ecke aussuchen konnte und mit seinem Treffer zum 2:4-Endstand die Muldestädter ins Tal der Tränen stürzte (87.).
Fazit: Im Vergleich zum Bischofswerda-Spiel traten die Muldestädter sicherlich verbessert auf, doch wiederum vier Gegentore zeigen das Hauptproblem der Grimmaer augenscheinlich auf – zumal die Spiele mittlerweile immer weniger werden. Eine ganz wichtige Partie steht für die Muldestädter daher am Sonntag bevor, wenn mit dem Aufsteiger 1. FC Lok Stendal der aktuell Drittletzte um 14.00 Uhr im Husaren-Sportpark gastiert. Für die Dörfer-Schützlinge ist dies ein weiteres „Sechs-Punkte-Spiel“, für welches die Mannschaft sämtliche Unterstützung von den Rängen dringend benötigen würde.
Bericht: © Tom Rietzschel
Spielberichte
2:4-Auswärtssieg in Grimma – Tabellenplatz 8 gefestigt
Grimma. Die FSV Budissa Bautzen konnte sich am Mittwochabend mit einem 2:4-Auswärtssieg gegen den FC Grimma durchsetzen und weitere drei wichtige Punkte in den englischen Wochen einfahren. In einer intensiven Partie ging es vor allem in der zweiten Hälfte noch einmal hin und her. Letztlich wanderten durch die Tore von Oscar Haustein, Theo Schäller und Karl-Ludwig Zech (2) wichtige Zähler auf das Konto der Budissen, die damit ihren 8. Tabellenplatz weiter festigten.
Am Mittwochabend traf die FSV Budissa Bautzen im Nachholspiel des 17. Spieltages auf den FC Grimma. Die Gastgeber stecken mitten im Abstiegskampf und mussten am Osterwochenende eine bittere 5:1-Auswärtsniederlage beim Bischofswerdaer FV hinnehmen. Die „Spree-Budissen“ konnten hingegen einen wichtigen Sieg beim VfB 1921 Krieschow einfahren und sich im Mittelfeld der Oberliga festsetzen. Cheftrainer Steve Dieske wechselte im Vergleich zum vergangenen Spiel auf zwei Positionen: Moritz Noack ersetzte den verletzten Jonathan Müller und Oscar Haustein rückte für den kurzfristig erkrankten Julien Hentsch in die Startelf.
Die Partie begann zunächst sehr zäh. Es dauerte bis zur 15. Minute, ehe es die erste nennenswerte Toraktion gab. Nach einem langen Ball von Erik Herrmann in den Lauf von Felix Hennig kam dieser zum Abschluss, sein Schuss wurde jedoch im letzten Moment noch zur Ecke geklärt – die schließlich zur Budissa-Führung führen sollte. Nachdem der Eckball zunächst von Ex-Budissa-Torwart Ondřej Čáp abgewehrt worden war, brachte Norman Kloß den Ball erneut in den Strafraum. Karl-Ludwig Zech legte am langen Pfosten noch einmal nach innen, wo Oscar Haustein in Mittelstürmer-Manier nur noch einschieben musste. Eine weitere gute Gelegenheit hatte Julian Gerhardi, dessen Schuss jedoch geblockt wurde und anschließend knapp am linken Pfosten vorbeiging. Auf der Gegenseite hatte Alexander Vogel die beste Möglichkeit für die Gastgeber, doch sein Kopfball landete genau in den Armen von Erik Herrmann. So ging es mit einer knappen 0:1-Führung in die Kabinen.
In der zweiten Hälfte wurden die Budissa-Elf zwingender und erspielten sich schnell weitere Chancen. Nach einer sehenswerten Kombination legte Karl-Ludwig Zech auf den einlaufenden Oscar Haustein ab, der das Tor nur knapp verfehlte. Auch Adam Rohlik und Theo Schäller prüften Ondřej Čáp mit Distanzschüssen. In der 64. Minute erhöhten die „Spree-Budissen“ schließlich auf 0:2: Nach einem Konter legte Julian Gerhardi auf den mitlaufenden Theo Schäller, der Ondřej Čáp im kurzen Eck überwand. In der 74. Spielminute verkürzten die Gastgeber: Nach einem schnell ausgeführten Freistoß legte der eingewechselte Kevin Werner auf Alexander Vogel ab, der ins lange Eck traf. Doch nur zwei Minuten später stellte Karl-Ludwig Zech den alten Abstand wieder her und erhöhte auf 1:3. Nachdem er sich im Sturmzentrum stark behauptet hatte, zirkelte er den Ball ins rechte obere Eck. Die Muldentaler gaben sich jedoch nicht auf und kamen erneut zum Anschlusstreffer: Nach einem langen Einwurf, den die Budissa-Abordnung nicht entscheidend klären konnte, brachten die Gastgeber den Ball erneut in den Strafraum, wo Kind am höchsten stieg und zum 2:3 einköpfte. Die Antwort ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Nach einem Konter legte Karl-Ludwig Zech auf Lukas Hanisch ab, dessen Abschluss noch auf der Linie geklärt werden konnte. Im Anschluss flankte Theo Schäller erneut auf Zech, der zum 2:4-Endstand traf.
Die „Spree-Budissen“ festigen damit den 8. Tabellenplatz. Am Wochenende erwartet die Dieske-Elf den VFC Plauen im Stadion Müllerwiese. Die Vogtländer setzten am vergangenen langen Osterwochenende mit Siegen gegen den SC Freital und den RSV Eintracht 1949 ein dickes Ausrufezeichen. Anstoß der Begegnung ist am Sonntag, 12. April, 14.00 Uhr.
© www.budissa-bautzen.de
Fotos: © Dieter Koch































































