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Reaktion ist gefragt: Bautzen kommt zum Nachholspiel

Vorschau auf das Nachholspiel vom 17. Spieltag

der NOFV-Oberliga Süd

 

FC Grimma – FSV Budissa Bautzen

 

Datum:                   Mittwoch, 08.04.2026

 

Anstoß:                  17.30 Uhr

 

Spielort:                 Husaren-Sportpark, Grimma

 

Grimma. Alles was sich Oberligist FC Grimma sehr mühevoll in den letzten drei Wochen aufbaute, hat die Mannschaft extrem fahrlässig binnen 90 Minuten mit dem Hinterteil wieder eingerissen. Nach den sehr ordentlichen Auftritten gegen Stahnsdorf (0:0), Heiligenstadt (4:0) und im Pokal gegen den Chemnitzer FC (0:1) präsentierten sich die Muldestädter am Wochenende beim „Sechs-Punkte-Spiel“ in Bischofswerda total von der Rolle und holten sich bei einem direkten Kontrahenten im Kampf um den Klassenerhalt eine dicke 1:5 (0:2)-Klatsche ab. Dabei legten die Grimmaer eine Performance an den Tag, welche nicht im Geringsten ansatzweise Oberliga-Format genügte. Im Vorfeld mehrfach auf die Wichtigkeit dieser Begegnung hinweisend, versagten die Muldestädter auf der ganzen Linie, so dass man sich bei den mitgereisten Zuschauern dafür nur entschuldigen kann. „Für mich ist so ein krasser Leistungsunterschied zu den letzten Wochen unerklärlich“, rang Trainer Marcus Dörfer nach dem Abpfiff sichtlich um Worte. „In einem Duell gegen unmittelbaren Konkurrenten kann man in dieser Art und Weise nicht auftreten. Wir müssen diese Niederlage schnell aufarbeiten, zumal am Mittwoch ja bereits das nächste Spiel gegen Bautzen ansteht.“ Und genau diese Budissen werden heute um 17.30 Uhr im Husaren-Sportpark die nächste harte Bewährungsprobe für die Grimmaer darstellen. Die Ostsachsen sind seit Jahren ein fester Bestandteil der Oberliga und haben sich seitdem immer unter den ersten zehn Teams platziert. Hinzu kommt, dass die Spreestädter mit reichlich Schwung aus dem Osterwochenende nach Grimma anreisen werden – beim VfB 1921 Krieschow konnte am Samstag hinten raus klar mit 3:0 (1:0) gewonnen werden. „Wir wissen um die Schwere der Aufgabe, doch ist eine Reaktion auf die Vorstellung von Bischofswerda unumgänglich“, so Trainer Marcus Dörfer.

Sieben Punkte hat Budissa Bautzen im Jahr 2026 eingefahren und sich damit erst einmal ins Tabellenmittelfeld der Oberliga abgesetzt. Dabei verfügen die Ostsachsen seit Jahren über eine recht eingespielte Mannschaft, welche sich in dieser Spielklasse bewiesen hat. Dabei ist die Truppe von Trainer Steve Dieske (46) insgesamt noch recht jung – mit Tim Cellarius (31), Norman Kloß (29), Felix Hennig (28) und den Rohlik-Zwillingen (27) haben die Budissen nur fünf Akteure, welche älter als 26 Jahre sind. Doch dass diese Mannschaft Qualität besitzt, hat die Elf auch in dieser Saison mehrfach beweisen. Neben dem angesprochenen 3:0-Erfolg in Krieschow konnte man mit den Siegen in Plauen (2:0), daheim gegen Auerbach (3:1) oder auch daheim gegen Krieschow (2:0) Spitzenteams der Oberliga bezwingen. Höhepunkt der Saison war natürlich der klare 7:0-Heimsieg gegen die Grimmaer im Hinspiel, als man allerdings gegen defensiv völlig überforderte Muldestädter leichtes Spiel hatte. Dass die Spreestädter jedoch nicht noch eine bessere Platzierung im Ranking belegen, ist allerdings auf eine gewisse Unkonstanz zurückzuführen. Auf der heimischen Müllerwiese reichte es gegen die beiden Neulinge Stendal und Heiligenstadt jeweils nur zu Punkteteilungen (1:1), gegen den dritten Aufsteiger aus Glauchau holte man aus zwei Begegnungen nur einen Zähler. Nichtsdestotrotz zählen die Schwarz-Weißen zu einer der spielerisch besten Mannschaften der Oberliga und können daher jedem Team in der Staffel absolut gefährlich werden.

Für die Grimmaer ist diese Begegnung im Kampf um den Klassenerhalt wiederum extrem wichtig. Der Rückstand auf das rettende Ufer (Bischofswerda) ist nach der Niederlage auf sechs Punkte angewachsen, auch wenn man im Vergleich zu den „Schiebockern“ noch eine Partie weniger ausgetragen hat. „Jede Begegnung ist für uns ein Endspiel, nach der Niederlage am Wochenende dürfen wir nicht abreißen lassen“, gibt Trainer Marcus Dörfer die Richtung klar vor. Dabei kommt es dem FC-Coach ganz gelegen, die Katastrophen-Vorstellung vom Samstag recht schnell tilgen zu können. „Es ist selbstredend natürlich gut, nach solch einer Leistung recht zeitnah das wahre Gesicht zeigen zu können, was wir zwingend wollen und müssen.“ Eine Reaktion auf das Bischofswerda-Spiel ist daher gefragt, doch auch aus einem zweiten Gesichtspunkt dürfte die Mannschaft am heutigen Vorabend extrem motiviert sein. Die derbe 0:7-Packung aus dem Hinspiel schmerzt noch enorm, welche die Elf unbedingt geraderücken will. Vom Kader her stehen den Muldestädtern dafür einige Optionen bereit. Außer Tim Mattheus (Zahn-Operation) und dem langzeitverletzten Max Nitschke stehen nahezu alle Akteure parat. 

Bericht: © Tom Rietzschel