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Bis auf die Knochen blamiert


NOFV-Oberliga • Testspiel

FC Grimma – Kickers 94 Markkleeberg  0:2 (0:2)

Grimma: Lumpitzsch – Rieger (ab 46. Markus), Tröger (ab 46. Janz), Ziffert (62. Bartsch) – Bartsch (ab 46. Wächtler), Vogel (ab 46. Pistol), Mattheus (ab 62. Hübner), Katzenberger (ab 62. Rieger) – Hübner (ab 46. Kaba) – Kind (ab 64. Seidl), Werner (ab 46. Spreitzer) – Interimstrainer: Förster

Markkleeberg: Ginther (ab 46. Zhurnyayev) – Wendler, B. Boltze (ab 88. Bönisch), Schams, Deumer (ab 59. Vass) – Bönisch (ab 59. Walther), Plietzsch – Morgenstern, F. Boltze (ab 79. Schladitz), Gersöne – Jaskulla – Trainer: Martin

Schiedsrichter: Eckart (Mochau) – Schiedsrichter-Assistenten: Breuer, Moßig (Thallwitz) – Tore: 0:1 Gersöne (16.), 0:2 Jaskulla (18.) – Gelbe Karten: keine – Reservebänke: Čáp (Tor) – Blochwitz – Zuschauer: 25 im Husaren-Sportpark zu Grimma

 

Grimma. In Vorbereitung auf das wichtige Oberliga-Heimspiel am Samstag gegen die SG Union Sandersdorf hat sich der FC Grimma in einem kurzfristig anberaumten Testspiel bis auf die Knochen blamiert. Gegen Kickers Markkleeberg, seines Zeichens aktueller Spitzenreiter der Sachsenklasse Nord, unterlagen die Muldestädter mit 0:2 (0:2), wobei die Niederlage am Ende des Tages als völlig verdient einzustufen ist. Dabei fanden die Grimmaer gegen mutig aufspielende Markkleeberger über die gesamten 90 Minuten überhaupt keine Einstellung zum Spiel und zum Gegner. Auch wenn Interimstrainer Benjamin Förster diese Test-Begegnung nutzte, um einige Sachen auszuprobieren, kann und darf man sich so gegen einen unterklassigen Gegner  nicht im Geringsten präsentieren. Es fehlte im FC-Spiel an allem, wobei bis auf den langzeitverletzten Max Nitschke alle Mann an Bord waren. Einerseits waren die Muldestädter im Offensivspiel nicht in der Lage, den Ball über drei Stationen in den eigenen Reihen zu halten – was darin mündete, dass man sich über die gesamte Spielzeit nicht eine einzige Torchance erarbeiten konnte. Andererseits ging man im Defensiv-Verhalten jeglichen Zweikämpfen komplett aus dem Weg, so dass man zur Pause schon mehr als zwei Gegentreffer hätte bekommen müssen. Wille, Leidenschaft, Zweikampf- und Laufbereitschaft, all diese Grundtugenden waren im Grimmaer Spiel überhaupt nicht zu sehen – von der mehr als mangelhaften Einstellung ganz zu schweigen. Markkleeberg machte dem Oberligisten vor, wie man solch eine Partie bestreitet – vor allem in Sachen Handlungsschnelligkeit, Laufbereitschaft und auf fußballerischer Ebene hatte der Gast klare Vorteile. Durch Treffer von Franz Xaver Gersöne (16.) und Joris Jaskulla (18.) legten die Kickers den Grundstein für den völlig verdienten Erfolg – die Grimmaer müssen sich ernsthaft die Frage stellen, ob sie sich der Tragweite dieser Vorstellung vor dem wichtigen Heimspiel gegen Sandersdorf bewusst sind. So darf man sich in Zukunft nicht mehr präsentieren – dies war eines Oberligisten absolut unwürdig!

Bericht: © Tom Rietzschel