Vorschau auf die 3. Hauptrunde des
Wernesgrüner-Sachsenpokals
SC Syrau 1919 – FC Grimma
Datum: Samstag, 11.10.2025
Anstoß: 14.00 Uhr
Spielort: Waldstadion, Syrau
Grimma. Nach wettbewerbsübergreifend fünf Begegnungen ohne Niederlage hat es den FC Grimma am vergangenen Wochenende erstmals wieder erwischt. Dabei verloren die Muldestädter das wichtige Heimspiel gegen den Bischofswerdaer FV 08 mit 2:3 (0:1), in welchem man in den ersten 60 Minuten weit unter Schnitt agierte. Erst nach einem 0:2-Rückstand fand die Mannschaft so langsam in die Partie, wusste sich arg zu steigern und kam dank eines Kraftaktes zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Im Anschluss jedoch etwas zu blauäugig und naiv zu Werke gehend, fing sich die Elf in der Schlussphase jedoch noch einen Konter ein, was letztlich die bittere Niederlage nach sich zog. Dadurch verpasste es die Elf von Trainer René Behring, sich in der Tabelle weiter von der Abstiegsregion abzusetzen, so dass der Vorsprung zum „roten Bereich“ nur noch ein winziger Zähler beträgt. Allerdings wurde diese Niederlage innerhalb der Woche intensiv ausgewertet – der Fokus liegt diesbezüglich schon längst auf der nächsten Aufgabe. Und diese lautet am Wochenende SC Syrau 1919 – beim Sachsenklassisten der Staffel West treten die Muldestädter in der 3. Hauptrunde des Wernesgrüner-Sachsenpokals an. Aufgrund des Zwei-Klassen-Unterschiedes sind die Vorzeichen für diese Pokal-Partie zweifelsfrei geklärt, jedoch muss auch diese Begegnung erst einmal gespielt werden. So werden sich die Grimmaer am morgigen Samstag um 10.15 Uhr auf dem Weg ins Vogtland machen, der Anstoß im Syrauer Waldstadion erfolgt um 14.00 Uhr.
Nach dem Aufstieg aus der Vogtlandliga im Sommer 2023 absolviert der SC Syrau in dieser Spielzeit seine dritte aufeinanderfolgende Saison in der Sachsenklasse. Die ersten zwei Serien mit einem neunten und einem elften Platz abgeschlossen, hat man sich im Vogtland für diese Saison erneut eine klare Zielsetzung auf die Fahnen geschrieben. „Wie in den vergangenen zwei Jahren geht es für uns auch in dieser Saison einzig um den Klassenerhalt. Diesen haben wir zuletzt zweimal am letzten Spieltag realisieren können – wenn wir das diesmal eher bewerkstelligen könnten, wäre das ein Riesenerfolg“, so der Wunsch von Trainer Chris Begerock (39), der bereits seit Dezember 2016 auf dem Trainerstuhl des SC Syrau sitzt. Allerdings starteten die Vogtländer in die neue Saison nicht wunschgemäß. Nach sieben Spielen hat die Elf mit einem Sieg und drei Unentschieden erst sechs Zähler auf dem Konto, was aktuell die Positionierung auf Rang 13 zur Folge hat. Das Zwischenfazit vom Trainer fällt daher durchaus kritisch aus. „Die ersten Spiele waren aus meiner Sicht etwas ernüchternd, wir hatten uns im Vorfeld deutlich mehr erhofft“, so Chris Begerock. „Vor allem von unserer Heimstärke sind wir aktuell ein ganzes Stück entfernt, was in den vergangenen Jahren die Grundlage für den Klassenerhalt darstellte.“ Zwar hat man im heimischen Waldstadion die ersten drei Begegnungen nicht verloren, aber mit drei Unentschieden jedoch auch nicht gewonnen. Gegen Oberlungwitz und Stollberg trennte man sich torlos 0:0, gegen die Reserve des VfB Fortuna Chemnitz sprang nicht mehr als ein 2:2-Remis heraus. „Alle drei Heimspiele hätten wir aus meiner Sicht gewinnen müssen, doch scheitern wir aktuell an unserer eklatanten Abschlussschwäche“, so Trainer Begerock, der allerdings auch zum Ausdruck bringt, dass die gezeigten Leistungen bei den Sachsenliga-Absteigern Marienberg (0:5) und Lok Zwickau (1:5) bei Weitem nicht ausreichten, um Zählbares mit nach Syrau zu nehmen. Dass die Mannschaft jedoch durchaus Qualität besitzt, hat die Elf allerdings auch schon in dieser Serie unter Beweis gestellt. In der Sachsenklasse gelang in Meerane beim 3:1-Erfolg der einzige Saisonsieg in der Meisterschaft, im Pokal sicherte man sich die Qualifikation für diese 3. Hauptrunde mit einem beeindruckenden 4:1-Sieg bei Kickers Markkleeberg. „Insgesamt haben wir das Problem, dass wir Woche für Woche das Team umstellen müssen. Daran leidet natürlich etwas die Eingespieltheit, doch damit müssen wir einfach umgehen“, so Chris Begerock. Auf das morgige Pokalspiel gegen Grimma angesprochen, hat der SCS-Coach ganz klare Erwartungen. „Auch wenn wir in den letzten Jahren immer am Pokalwettbewerb teilgenommen haben, erwartet uns morgen erstmalig ein echtes Highlight. Ein Oberligist war bisher im Waldstadion noch nicht zu Gast, so dass die Jungs das Spiel genießen sollen“, so Trainer Begerock. „Wir wollen so lange wie möglich, das Geschehen weit weg von unserem Tor fernhalten. Dazu bedarf es allerdings, dass wir unsere Fehlerquote minimieren. In der Meisterschaft sind diese Unzulänglichkeiten bisher schon bestraft worden, ein Oberligist wie Grimma wird das erst recht tun. Ziel muss es jedoch weiterhin auch sein, im Offensivbereich Nadelstiche zu setzen. Wir werden sicherlich nicht viele Möglichkeiten bekommen, diese müssen wir dann jedoch nutzen.“
Im Grimmaer Lager man sich der Erwartungshaltung absolut im Klaren, die Favoritenrolle liegt morgen ganz klar auf der Seite der Muldestädter. Dies unterstreicht auch Trainer René Behring, der die Zielvorgabe deutlich vorgibt. „Wir spielen zwei Klassen höher als der Gegner, dies soll von der ersten Minute an auch zu sehen sein. Wichtig wird sein, dass wir diese Begegnung von der Einstellung her so annehmen, wie es sich für ein höherklassiges Team auch gehört. Für uns geht es einzig und allein darum, dass uns die Qualifikation für das Achtelfinale gelingt – alles andere wäre eine riesige Enttäuschung.“ Dabei haben die Muldestädter auf dem Weg in diese 3. Hauptrunde mit dem SV Liebertwolkwitz (3:1) und dem NFV Gelb-Weiß Görlitz (3:0) bereits zwei Sachsenklassisten ausgeschaltet, auch wenn bei beiden Partien die gezeigten Leistungen mit jeweils viel Luft nach oben gekennzeichnet waren. „Wir haben gar nicht die Befähigung Syrau auch nur ansatzweise zu unterschätzen, sondern sollten von Anfang an unsere Favoritenrolle auf dem Platz geltend machen“, so die Vorgabe des FC-Trainers. „Mit einem ordentlichen Auftritt haben wir die Möglichkeit, für die kommenden wichtigen Oberliga-Begegnungen Selbstvertrauen zu tanken und in der nächsten Pokalrunde auf ein attraktives Los zu hoffen. Darauf muss morgen der Fokus gelegt werden. Wenn wir denken, dass diese Begegnung ohne Leidenschaft, Engagement und Wille diese Aufgabe lösen, werden wir uns dumm anschauen. Primär ist die richtige Einstellung und die müssen wir dringend an den Tag legen.“ Vom Personal her fahren die Grimmaer mit reichlich Optionen ins Vogtland. Zwar kommt der Einsatz von Lucas Bartsch und Stefan Tröger noch etwas zu früh, doch bis auf den rotgesperrten Benjamin Förster und dem langzeitverletzten Max Nitschke sind alle Mann an Deck. „Wir wollen diese Aufgabe dort lösen und unsere Favoritenrolle dementsprechend unterstreichen. Das ist meine klare Erwartung an die Mannschaft“, so Trainer René Behring.
