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Grimmaer Oldies bezwingen ehemalige DDR-Nationalmannschaft


Grimma. Anlässlich des Grimmaer Vereinsfestes hat die Traditionsmannschaft der Muldestädter den munteren Kick gegen die ehemalige DDR-Nationalmannschaft mit 8:5 (5:3) gewonnen. Dabei sahen die Zuschauer im Husaren-Sportpark, dass beide Teams von ihren fußballerischen Fähigkeiten nichts verlernt haben. So ging es von der ersten Minute an hin und her, wenn auch – angesichts der Altersstruktur – natürlich mit deutlich weniger Tempo als zu ihren Glanzzeiten. Torchancen waren zuhauf auf beiden Seiten vorhanden, mit 13 Toren kamen die Fans absolut auf ihre Kosten. Dabei ging die ehemalige Nationalelf durch einen sehenswerten Treffer von Dariusz Wosz frühzeitig in Führung, der Jan Evers mit einem feinem Heber zum 0:1 überwand (4.). Doch die Grimmaer antworteten prompt und erarbeiteten sich binnen weniger Minuten eine Zwei-Tore-Führung heraus. Zunächst verwandelte René Behring einen Querpass von René Großmann zum 1:1-Ausgleich (6.), anschließend brachte Thomas Mähne die Muldestädter erstmals in Front (9.). Als Mirko Liebich kurz darauf einen Alleingang sogar mit dem 3:1 abschloss (12.), dachten viele der Zuschauer schon an eine klare Angelegenheit. Allerdings wusste sich die National-Elf zu wehren. Möglichkeiten auf den sofortigen Anschlusstreffer waren vorhanden, doch konnte die Truppe von Trainer Matthias Döschner in der Folge zwei Foulelfmeter nicht verwandeln. Zunächst scheiterte der Cottbusser Detlef Irrgang an Ronny Winkler (13.), anschließend parierte der Grimmaer Schlussmann den Strafstoß des Ex-Dresdners Matthias Maucksch (18.). Nichtsdestotrotz blieb die ehemalige DFV-Auswahl am Drücker, durch einen platzierten Flachschuss verkürzte Christian Fröhlich (Carl Zeiss Jena) auf 3:2 (26.). Doch damit noch nicht genug. Nach sehr guter Vorarbeit von Fröhlich glich Dariusz Wosz – mit Abstand bester Mann auf dem Platz – zum 3:3 aus (26.). Nun schien das Spiel zu kippen, doch blieben die Gastgeber standhaft. Nach einer Eingabe von Mähne brachte René Großmann die Muldestädter abermals in Front – 4:3 (31.). Vier Minuten später war der alte Zwei-Tore-Abstand wieder hergestellt, als Andy Müller mit eine m klasse Schlenzer Gäste-Schlussmann Holger Bahra keine Chance ließ – 5:3 (35.).

Auch nach dem Wechsel setzte sich die abwechslungsreiche Partie fort, wobei die Anfangsphase zweifelsohne der Nationalmannschaft gehörte. Hatte Wosz zweimal den Anschlusstreffer auf dem Fuß bzw. Kopf (49., 53.), bereitete der kleine Dribbelkünstler diesen dann vor – Fröhlich hatte keine Mühe auf 5:4 zu verkürzen (54.). Fortan wogte das Geschehen hin und her, Möglichkeiten waren auf beiden Seiten vorhanden. Als Liebich für die Muldestädter auf 6:4 erhöhte (66.), schien das Pendel nun endgültig zugunsten der Gastgeber auszuschlagen. Doch weit gefehlt, durch einen Treffer des Ex-Rostockers René Rydlewicz kam die Nationalmannschaft noch einmal auf 6:5 heran (68.). In der Schlussphase versuchten die Gäste zwar noch das Remis zu erzielen, doch machten die Grimmaer in der Schlussphase Nägel mit Köpfen. Nach zwei absolut sehenswerten Treffern von Holm Beyer bogen die Muldestädter endgültig auf die Siegerstraße ein. Zunächst ließ er Bahra mit einem raffinierten Lupfer zum 7:5 keine Chance (73.), anschließend verwertete er eine Flanke von Mähne per Volleyabnahme zum 8:5-Endstand (78.).

 

FC Grimma Traditionsmannschaft – DDR-Nationalmannschaft  8:5 (5:3)

Grimma: Evers – Knoof, Ziffert, Massner, Braun – Mähne, Liebich, Müller, Beyer – Behring, Großmann (Winkler, Ueberschär, Birnbaum, Krahl) – Trainer: Lisiewicz

DDR-Nationalmannschaft: Bahra – Halata, Dowe, Maucksch, Baum – Rydlewicz, Schade, Wosz, Minkwitz – Fröhlich, Irrgang (Ziffert, Zöphel, Zimmerling, Buder, Renn) – Trainer: Döschner

Schiedsrichter: Kahl (Meuselwitz) – Schiedsrichter-Assistenten: Sedlaczek, Stange (beide Grimma) – Tore: 0:1 Wosz (4.), 1:1 Behring (6.), 2:1 Mähne (9.), 3:1 Liebich (12.), 3:2 Fröhlich (23.), 3:3 Wosz (26.), 4:3 Großmann (31.), 5:3 Müller (35.), 5:4 Fröhlich (54.), 6:4 Liebich (66.), 6:5 Rydlewicz (68.), 7:5, 8:5 Beyer (73., 78.) – besondere Vorkommnisse: Spielzeit 2 x 40 Minuten – Zuschauer: 260 im Husaren-Sportpark zu Grimma


Bilder vom Spiel

Fotos: Dieter Koch


Fotos: Karsten Hannover