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Nächstes Endspiel – Grimma reist nach Auerbach

Vorschau auf den 20. Spieltag der
NOFV-Oberliga Süd

 

VfB Auerbach – FC Grimma

 

Datum:                  Samstag, 07.03.2026

 

Anstoß:                 14.00 Uhr

 

Spielort:                 Arena zur Vogtlandweide, Auerbach

 

Grimma. Zwei Spiele, null Punkte – die Zwischenbilanz nach den ersten beiden Begegnungen der Rückrunde für den um den Klassenerhalt ringenden FC Grimma liest sich auf den ersten Blick alles andere als zufriedenstellend. Vor allem die letzte halbe Stunde bei der 1:6 (1:2)-Klatsche vor zwei Wochen in Halle war nicht zu akzeptieren, aufgrund dessen holte man sich in der Saalestadt diese hohe Niederlage ab. Letztes Wochenende im Heimspiel gegen Halberstadt konnte sich die Elf dagegen schon merklich steigern, auch wenn das Ergebnis von 0:3 am Ende des Tages ebenso deutlich klingt. Allerdings mussten die Muldestädter in dieser Partie hautnah miterleben, welche Mechanismen die Mannschaften, welche sich in den Niederungen der Tabelle, manchmal über sich ergehen lassen müssen. Beim Spitzenteam aus dem Harz sprang ein Schuss vom Innenpfosten zum Führungstreffer ins Tor, bei den Grimmaer sprang dieser kurz zuvor vom Innenpfosten ins Spielfeld zurück. Weiterhin waren die Hausherren bei der einen oder anderen Schiedsrichter-Entscheidung nicht mit Fortuna im Bunde, ein nicht gegebener Handstrafstoß hätten die Schützlinge von Trainer Marcus Dörfer vielleicht zurück in die Partie geführt. Doch alles in allem musste man den Halberstädter Sieg als verdient einordnen – alles andere wäre Augenwischerei. Demzufolge bleibt der Grimmaer Rückstand auf das rettende Ufer weiterhin bei vier Punkten, doch gibt sich Trainer Marcus Dörfer kämpferisch. „Gegen Halberstadt haben wir uns weitaus besser präsentiert als in Halle, auch wenn wir letztlich ohne Punkte dastehen“, so der FC-Coach. „Der Auftritt macht mir Hoffnung, zumal der Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze weiterhin machbar ist. Allerdings müssen wir zeitnah anfangen zu punkten, da sich erstens der Abstand vergrößern würde und uns zweitens die Spiele ausgehen.“ Daher stehen die Muldestädter am Wochenende vor dem nächsten Endspiel, will man sich weiterhin die Chance auf den Klassenerhalt bewahren. Die Reise führt zum VfB Auerbach, der mit einer ganzen Reihe von Nachholspielen derzeit im Tabellenmittelfeld platziert ist. Nach zuletzt drei sieglosen Oberliga-Spielen (ein Remis, zwei Niederlagen) konnten die Vogtländer am Mittwochabend ihren ersten Nachholer in Rudolstadt mit 3:0 siegreich gestalten und sind derzeit mit 20 Zählern auf Rang elf positioniert. „Spiele in Auerbach sind immer anspruchsvoll, doch stellen wir uns der Aufgabe und wollen dort etwas mitnehmen“, formuliert Trainer Dörfer das Ziel klar. Der Anstoß in der Arena zur Vogtlandweide erfolgt am morgigen Samstag um 14.00 Uhr.

Sven Köhler (60), ehemaliger DDR-Nationalspieler und seit Sommer 2018 Trainer des VfB Auerbach, war am Mittwochabend heilfroh, das wichtige Nachholspiel in Rudolstadt gewonnen zu haben. „Nach einer durchwachsenen Hinrunde, wo uns in der Endabrechnung der eine oder andere Punkt fehlt, war dieser Sieg eminent wichtig“, so der ehemalige Chemnitzer Mittelfeldspieler. „Nachdem wir am Samstag in Stahnsdorf die Begegnung trotz zwischenzeitlicher Führung letztlich noch mit 2:3 verloren, sollte uns dieses verdiente Erfolgserlebnis am Mittwoch für den weiteren Saisonverlauf guttun. In der Hinrunde war unser Problem, dass wir einerseits defensiv nicht ganz so stabil wie in den Vorjahren agierten und vor dem gegnerischen Tor oftmals zu wenig Gefahr ausstrahlen konnten.“ Mit fünf Treffern in zwei Begegnungen scheint der VfB zumindest in der Offensive langsam in Schwung zu kommen. „Auch wenn unser Kader wirklich nicht allzu groß ist, wollen wir schon unter die ersten sechs Mannschaften am Ende einkommen“, so der Blondschopf. „Dazu bedarf es jedoch einer gewissen Konstanz. Ich hoffe, dass wir diese trotz der vielen Nachholspiele an den Tag legen können und unser Kader die kräftezehrenden Wochen überstehen wird. Sollte dies gelingen, bin ich überzeugt davon, dass wir das Saisonziel auch erreichen kann. Allerdings haben wir am Wochenende mit dem Heimspiel gegen Grimma erst einmal eine schwierige Aufgabe zu lösen.“ An das Hinspiel an der Mulde kann sich der 60jährige dabei noch ganz genau erinnern. „Diese Begegnung spiegelt unsere derzeitige Saison perfekt wider“, so Köhler. „Dort müssen wir zwingend weitaus höher als nur 1:0 führen, doch müssen letztlich zufrieden sein, beim 2:2 nach einem zwischenzeitlichen Rückstand wenigstens noch einen Punkt geholt zu haben. Am Samstag wissen wir zweifelsohne von der Wichtigkeit der Partie. Grimma spielt eine durchwachsene Saison und wird uns daher angesichts der aktuellen Tabellenkonstellation nichts schenken. Daher erwarte ich wieder ein enges Spiel, genauso wie die Duelle in den letzten Jahren allesamt waren.“

Auch im Grimmaer Lager ist man sich über die Bedeutung dieser Begegnung absolut im Klaren. Jeder Punkt im Abstiegskampf wird entscheidend sein, zumal die Elf nach drei Niederlagen in Folge schon etwas unter Zugzwang steht. „Wir wissen, dass diese Partie in Auerbach das nächste Endspiel im Kampf um den Klassenerhalt ist, doch wollen wir die positiven Ansätze aus dem Halberstadt-Spiel mit in diese Begegnung transportieren“, so Trainer Marcus Dörfer. „Die Mannschaft hat innerhalb der Woche gut trainiert und hat den Fokus komplett auf den Samstag gerichtet. Daher wollen wir unsere Chance in Auerbach schon nutzen.“ Personell steht Abwehrspieler  Lucas Bartsch nach seiner Gelb-Roten Karte aus dem Halle-Spiel wieder zur Verfügung, auch Techniker Jan Hübner wird nach Krankheit in den Kader zurückkehren. Ziel im Vogtland muss es abermals sein, mit einfachem Fußball zum Erfolg zu kommen. Primär muss es darum gehen, das eigene Tor konsequent zu verteidigen und im Defensivbereich ohne Schnörkel und Risiko zu agieren. Dies gelang am Samstag gegen Halberstadt schon besser als in Halle, wenngleich drei Gegentore im Abstiegskampf weiterhin viel zu viel ist. Im Offensivbereich sahen die Zuschauer am Samstag ebenfalls eine Steigerung der Mannschaft, doch trifft auch hier eine alte Fußball-Weisheit zu. „Wer kein Tor schießt, kann auch kein Spiel gewinnen“, trifft Coach Dörfer den Nagel auf den Kopf. „Nichtsdestotrotz waren wir bereits bedeutend gefährlicher als in Halle, was ich als positiv betrachte. Für uns wird es in Auerbach neben einer kompakten Defensive auch darum gehen, dass wir unsere eigenen Möglichkeiten nutzen. Wie gesagt, wir werden das Maximale investieren, im Team die Kräfte bündeln und alles in die Waagschale werfen.“

Bericht: © Tom Rietzschel