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Grimma nach Steigerung im zweiten Durchgang mit Teilerfolg


NOFV-Oberliga Süd • 5. Spieltag

 

SC Freital – FC Grimma  1:1 (1:1)

Freital: Hauswald – von Brezinski, Wermann, Fluß, R. Michael – Genausch, Tänzer (ab 66. Frenzel), Ranninger, Schulze (ab 80. Stein) – Weinhold (ab 66. Weidauer), Wessely (ab 88. Brühl) – Trainer: K. Michael

Grimma: Birkigt – Ronneburg (ab 80. Konzok), Albert, T. Ziffert – Bartsch, Schwarz (ab 87. Wolf), Brand (ab 80. Burkhardt) – Jackisch (ab 87. Walter), Beiersdorf, Funken (ab 57. Markus) – Griesbach – Trainer: St. Ziffert

Schiedsrichter: Schlömann (Brand-Erbisdorf) – Schiedsrichter-Assistenten: Kluge (Flöha), Wehner (Wernesgrün) – Tore: 0:1 Wermann (40., Selbsttor), 1:1 Genausch (45.+2) – Gelbe Karten: R. Michael (Unsportlichkeit – 50.), Weinhold (Unsportlichkeit – 63.) – Jackisch (Foulspiel – 46.), Albert (Unsportlichkeit – 50.), Griesbach (Meckern – 69.), Schwarz (Foulspiel – 87.) – Reservebänke: Schur, Herzig, Ph. Schmidt – Schiffel (Tor), Mattheus – Zuschauer: 228 im Johannes-May-Stadion zu Freital

 

Freital. Nach der letztwöchigen Qualifikation für die 3. Hauptrunde des Wernesgrüner-Sachsenpokals hat Oberligist FC Grimma auch in der Meisterschaft wieder gepunktet. Beim aktuellen Tabellen-Dritten und von der Aufstiegs-Euphorie derzeit getragenen SC Freital kamen die Muldestädter beim 1:1 (1:1)-Unentschieden zu einem Teilerfolg – ein Punkt, welcher vor den kommenden schweren Aufgaben von großer Bedeutung sein kann. Grundlage dafür war allerdings eine deutliche Steigerung im zweiten Durchgang, nachdem man in den ersten 45 Minuten hauptsächlich der Musik hinterherlief und Freital dort dominant auftrat. „Angesichts des Spielverlaufs können wir mit dem Punkt leben“, so Grimmas Trainer Steffen Ziffert. „Freital hat eine richtig gute Mannschaft und ist nicht als normaler Aufsteiger zu betrachten. Hier werden es noch einige Teams richtig schwer haben. Daher nehmen wir den Zähler gern mit.“ Auf der anderen Seite war das Resümee von Zifferts Trainerkollegen Knut Michael ähnlich gestrickt. „Aufgrund der Spielanteile in der ersten Hälfte hätten wir zwar führen müssen, doch insgesamt gesehen kann man von einem leistungsgerechten Ergebnis sprechen“, so der Freitaler Coach. „Wir wollten weiter ungeschlagen bleiben, daher ist das Resultat für uns insgesamt zufriedenstellend.“

Dabei sahen die 228 Zuschauer im Freitaler Johannes-May-Stadion in der ersten Halbzeit eine klar dominierende Gastgeber-Elf. Der Aufsteiger legte ein richtig forsches Tempo vor, wirkte insgesamt viel präsenter, aggressiver und zielstrebiger. Die Grimmaer hatten in den ersten 45 Minuten enorme Probleme sich zurechtzufinden. Im Defensivbereich waren die Muldestädter extrem gebunden, so dass die Ziffert-Elf im Offensivspiel über Ansätze kaum hinauskam. „Wir hatten in der ersten Hälfte nicht die gewünschten Ballbesitz-Phasen, so dass wir auch so gut wie keine Torgefahr erzeugen konnten“, so Trainer Steffen Ziffert im Nachgang. Freital bestimmte klar die Szenerie und hatte durchaus einige Möglichkeiten, um die Feldvorteile auch auf der Anzeigetafel geltend machen zu können. So rutschte Eric Ranninger beispielsweise an einer flachen Eingabe von Oliver Genausch hauchzart vorbei (17.), anschließend köpfte Marian Weinhold einen Schulze-Eckball knapp über den Kasten (18.). So sehr sich die Grimmaer in der Folgezeit auch mühten – es gelang nur äußerst selten, für die notwendige Entlastung im Spiel nach vorn zu sorgen. Zwingender und torgefährlicher waren zweifelsohne die Platzherren. Sandro Schulze scheiterte nach einer flachen Eingabe von Colin von Brezinski aus Nahdistanz an Pascal Birkigt im FC-Gehäuse (32.), nach einer Flanke von Ricardo Michael setzte William Wessely die Kugel freistehend über den Querbalken (33.). Vor allem über die Außenpositionen wurden die Gastgeber immer wieder gefährlich, doch blieb das Manko in Sachen Chancenverwertung beim Aufsteiger allgegenwärtig. Nach einer Flanke von Wessely vergab abermals Schulze die nächste große Gelegenheit, als dessen Kopfball knapp am Tor vorbeistrich (37.). „Wir haben vor der Pause viel zu viel zugelassen und hatten großes Glück, dass Freital die sich bietenden Möglichkeiten nicht genutzt hat“, so FC-Coach Steffen Ziffert im Anschluss des Spiels.

So bestraften die Grimmaer die mangelnde Chancenverwertung der Platzherren gnadenlos und stellten mit ihrem ersten Torschuss den Spielverlauf völlig auf den Kopf. Nach dem ersten vielversprechend vorgetragenen Angriff spitzelte Moritz Griesbach eine flache Eingabe von Lucas Bartsch an SC-Schlussmann Christopher Hauswald vorbei, wobei der anschließende Rettungsversuch von Nico Wermann im eigenen Tor einschlug – 0:1 (40.). Allerdings verstanden es die Muldestädter im Anschluss nicht, die kostbare Führung mit in die Halbzeit zu transportieren. Kurz vor Ablauf der zweiminütigen Nachspielzeit ließ sich Toni Ziffert als letzter Mann im Spielaufbau völlig unverständlich auf ein Dribbling ein – nach dem Ballverlust hatte der regionalliga-erfahrene Oliver Genausch freie Bahn und überwand Birkigt mit einem Flachschuss zum 1:1-Ausgleich (45.+2). „Unsere Führung war zweifellos etwas glücklich zustande gekommen, auch wenn wir das Tor klasse herausgespielt haben. Daher ist es mir unerklärlich, warum wir diese dann so fahrlässig wieder hergeben“, ärgerte sich Trainer Steffen Ziffert. „Erneut haben wir ein Gegentor durch einen groben individuellen Fehler selbst verschuldet. Dass dies in der Oberliga knallhart bestraft wird, ist nicht neu und dürften wir in den vergangenen Wochen bereits mitbekommen haben. Wir brauchen nicht drumherum reden, solch ein Gegentor darf man sich schon in der Kreisklasse nicht einfangen – geschweige denn in der Oberliga.“

Dennoch verkraften die Muldestädter diesen Nackenschlag recht gut und schafften es, sich nach dem Wechsel deutlich zu steigern. Auch wenn Torschütze Genausch eine Schulze-Flanke knapp am Gehäuse vorbeiköpfte (54.) – es gelang den Grimmaern in der Folgezeit immer mehr, das Geschehen dem eigenen Tor fernzuhalten. Zusätzlich schafften es die Muldestädter fortan, durch mehr Ballkontrolle das Spiel mehr aus ausgeglichen zu gestalten und selbst torgefährlicher zu werden. So hatte der sehr agile Griesbach nach einer flachen Eingabe von Bartsch die erneute Grimmaer Führung auf dem Fuß, doch trudelte das Streitobjekt hauchzart am Kasten vorbei (57.). Defensiver standen die Ziffert-Schützlinge nun viel kompakter, so dass Freital nun einzig nach Standardsituationen etwas Torgefahr erzeugen konnte. So zog Neuzugang Ricardo Michael einen Freistoß zunächst knapp über den Querbalken (60.), nach zwei zu kurz abgewehrten Bällen strichen im Anschluss zwei Distanzschüsse von Antonio Frenzel ebenfalls über den Kasten (67., 70.). Hochkarätiger waren dagegen die Möglichkeiten der Gäste, die auch davon etwas profitieren, dass die Gastgeber dieses enorme Tempo nicht über die komplette Spielzeit halten konnten. Wiederum war der an diesem Tag sehr gut agierende Lucas Bartsch über die rechte Seite mit einer klasse Flanke der Ausgangspunkt, doch brachte der am langen Pfosten einlaufende Felix Beiersdorf die Kugel aus Nahdistanz nicht im Tor unter (vorbei, 73.). Allerdings mussten die Muldestädter im Defensivbereich hochkonzentriert bleiben, da die Gastgeber mit ihrer Qualität und Wucht jederzeit in der Lage waren, ein Tor zu erzielen. So liefen die Gäste nach einem Ballverlust in der gegnerischen Hälfte kurzerhand in einen blitzschnell vorgetragenen Freitaler Konter, doch rettete Birkigt im Eins-gegen-Eins-Duell gegen den allein auf das Tor zusteuernden Schulze in großer Manier (74.). Dies war allerdings die einzig zwingende Möglichkeit der Gastgeber in den zweiten 45 Minuten. Zwar verirrte sich in der Nachspielzeit noch einmal ein Kopfball des eingewechselten Philip Weidauer nach einer von Brezinski-Flanke in Richtung Gehäuse der Muldestädter, doch brauchte Pascal Birkigt hier nicht einzugreifen (90.+2). So blieb es am Ende des Tages beim 1:1 (1:1)-Remis, welches sich die Grimmaer aufgrund der Steigerung in den zweiten 45 Minuten durchaus verdienten.

„Unsere zweite Halbzeit war deutlich besser. Wir hatten nach dem Wechsel mehr Ballkontrolle, so dass es uns einerseits gelang, das Spiel fortan mehr als ausgeglichen zu gestalten und unsere Hintermannschaft zu entlasten, sowie zweitens in der Offensive selbst Akzente setzen zu können“, resümierte ein zufriedener Grimmaer Trainer Steffen Ziffert. „Demzufolge denke ich, dass die Punkteteilung am Ende in Ordnung geht. Nun freuen wir uns am kommenden Samstag auf das Heimspiel – vor hoffentlich guter Kulisse – gegen Spitzenreiter Eilenburg und werden uns dementsprechend auf dieses Derby vorbereiten.“

Tom Rietzschel


Im Spiegel der Presse und der Digitalen Medien

Freital bleibt auch im fünften Oberligaspiel ungeschlagen

Freital. Auch im fünften Oberligaspiel des Vereins bleiben unsere Jungs ungeschlagen. Nach einer rassigen Partie mit vielen Zweikämpfen, steht es am Ende 1:1, womit beide Teams dann wohl auch gut leben können. Von der Papierform her konnte man ja sogar von einem Spitzenspiel sprechen, traf doch der Tabellendritte auf den Fünften. Man muss wohl aber bedenken das die Tabelle, zu einem so frühen Zeitpunkt, noch wenig Aussagekraft hat. Für unsere Jungs heißt ja, trotz des derzeitigen Tabellenplatzes, das oberste Ziel weiterhin Klassenerhalt und so wurde ein weiteres Pünktchen eingefahren, um diesem Ziel näher zu kommen.

Nach einer kurzen Abtastphase übernahm die Freitaler Mannschaft dann zunehmend die Spielkontrolle, es gelangen auch einige schön anzusehende Kombinationen lediglich die Präzision im letzten Drittel ließ doch zu wünschen übrig. So gelang es der gut stehenden Grimmaer Abwehr immer wieder die Angriffe der Gastgeber abzuwehren. Nach vorn brachten die Gäste lange Zeit allerdings auch nichts zustande, sodass bis kurz vor Ende des ersten Durchganges noch torlos stand. In der 41. Spielminute dann doch noch ein gefährlicher Grimmaer Angriff. Nach einer von halbrechts geschlagen Flanke tauchte der Grimmaer Moritz Griesbach frei vorm Tor auf, brachte den Ball auch am Freitaler Schlussmann Christopher Hauswald vorbei und kurz bevor der Ball die Torlinie überquert hätte, kam Nico Wermann angerutscht, wollte im letzten Moment noch retten, schaffte es aber nicht mehr und beförderte den Ball so ins eigene Tor. Unbeeindruckt von diesem Rückschlag ging unsere Mannschaft sofort wieder in die Offensive, setzte den Gegner unter Druck und nachdem Olli Genausch zusammen mit William Wessely den Ball tief in der Grimmaer Hälfte erkämpft hatte, fasste er sich ein Herz, zog aus ca. 20 Metern einfach mal ab und traf genau ins lange Eck. Ein absolut sehenswerter Treffer. So ging es dann doch mit einem Unentschieden in die Pause. Ein Freitaler Rückstand hätte zu diesem Zeitpunkt den Spielverlauf auch etwas auf den Kopf gestellt.

In der zweiten Spielhälfte lief die Partie dann eindeutig ausgeglichener ab. Beide Teams spielten nach vorn und es ergaben sich auch immer wieder gute Torgelegenheiten. Zuerst war es wieder Moritz Griesbach, der nach einer Flanke von rechts zum Abschluss kam, diesmal aber den Ball am kurzen Pfosten vorbeischoss. Kurz darauf hätte der Freitaler Antonio Frenzel um ein Haar sein erstes Oberligator erzielt. Sein 20 Meter Direktschuss strich nur knapp über die Querlatte des Grimmaer Tores. Dann waren wieder die Gäste am Zug. Wiederum Flanke von rechts, diesmal ist es Felix Beiersdorf, der im Zentrum zum Abschluss kommt, seine Direktabnahme geht aber diesmal links am Freitaler Tor vorbei. In der 74. Spielminute dann die wohl größte Tormöglichkeit des gesamten Spiels. Nach einem schnell gespielten Freitaler Angriff läuft Sandro Schulze allein aufs Tor zu, bringt den Ball aber nicht am gut reagierenden Pascal Birkigt im Grimmaer Tor vorbei. So geht es weiter munter hin und her. In der Nachspielzeit hatten die Freitaler dann noch einmal den Torschrei auf den Lippen. Doch der kurz zuvor eingewechselte Philip Weidauer setzt den Ball, per Direktabnahme, knapp am rechten Pfosten vorbei. Freital versäumte es so aus der überlegen gestalteten ersten Spielhälfte mehr Kapital zu schlagen, sodass die Punkteteilung am Ende auch in Ordnung geht.

Quelle: www.scfeital.de


Highlights vom Spiel

Quelle: youTube-Kanal Team Rabenfront