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Rückkehrer Jackisch wird zum Matchwinner

(C) Karsten Hannover
(C) Karsten Hannover

Manch Spieler ist nur schwer ersetzbar. Diese Erkenntnis bewahrheitete sich einmal mehr am Sonnabendnachmittag in der Zweitrunden-Partie des Fußball-Sachsenpokals im Freitaler Johannes-May-Stadion. Dort, in der Heimstätte des Landesliga-Aufsteigers SC Freital, brachte Stürmer Christoph Jackisch seinen FC Grimma in der 13. Minute der Nachspielzeit mit einem mustergültigen von seinem Mannschaftskollegen Kevin Wiegner vollendeten 50 Meter-Pass auf die Siegerstraße, um kurz vor dem Abpfiff höchstpersönlich per Elfmeter den Deckel auf eine hart umkämpfte Partie zu setzen.

 

Dabei war der Fünft- gegen den Sechstligisten alles andere als optimal in den Pokal-Kick gestartet. Die 220 Zuschauer, von denen 42 aus Grimma angereist waren, hatten sich kaum auf das Spielgeschehen konzentriert, da verliert Grimmas Abwehrmann Oliver Kurzbach den Ball im eigenen Strafraum an den Freitaler Philip Weidauer, der sich mit dem aus halbrechter Position erzielten 1:0 für die Hausherren bedankt.

 

Es dauert eine ganze Weile, bis sich die Gäste finden, Mittelstürmer Kevin Wiegner in Spielminute 24 einen aus zentraler Position abgegebenen 18 Meter-Schuss knapp am linken Pfosten vorbeisetzt und Toni Ziffert unmittelbar darauf mit seinem Schuss aus nahezu identischer Distanz im Keeper der Gastgeber, Thomas Metzner, seinen Meister findet. Die Gäste sind nun wach und im Spiel, und der Ausgleich liegt in der Luft. Und wenig später, nämlich in der 37. Spielminute, wird er zur Realität. Weil Kevin Wiegner in zentraler Position perfekt zum an der Strafraumgrenze postierten Robin Brand passt, dieser zwei Gegenspieler austanzt und mit seinem Schuss Keeper Thomas Metzner keine Chance lässt. Und die Gäste haben Blut geleckt, drängen noch vor der Pause auf die erstmalige Führung, die tatsächlich nur drei Minuten nach dem Ausgleich fällt. Mittelfeldmann Jan Hübner bekommt das Leder aus der eignen Hälfte zugespielt, sieht sich urplötzlich allein vor dem Freitaler Torhüter, und überwindet diesen in abgebrühter Art und Weise.

 

Doch anstatt in der zweiten Halbzeit mit der Führung im Rücken die Kontrolle über das Spiel und den unterklassigen Gegner zu übernehmen, geben die Gäste diesen Vorteil bereits sechs Minuten nach dem Wiederanpfiff der Partie aus der Hand. Und zwar nach einem Eckball für die Hausherren von der linken Seite, den der Freitaler Abwehrmann Michael Heera ziemlich unbedrängt aus zentraler Position zum 2:2 in das von Nico Becker gehütete Grimmaer Gehäuse setzt, wobei er Letzteren und dessen gesamte Hintermannschaft ziemlich alt aussehen lässt. Danach entwickelt sich eine offene Partie, in der keines der beiden Teams die Entscheidung in der regulären Spielzeit zu erzwingen in der Lage ist. Was folgerichtig im Pokal folgt, ist die Verlängerung, in der wie bereits erwähnt die 220 Zuschauer zu Zeugen der erfolgreichen Rückkehr des Christoph Jackisch werden. Wobei der erneute Grimmaer Führungstreffer in der 94. Spielminute zu einem großen Anteil auf das Konto von Torschütze Kevin Wiegner geht, der das Leder ebenso abgeklärt wie gekonnt über den Freitaler Keeper zum 3:2 aus Grimmaer Sicht lüpft.

 

Danach wird es für einen Moment unschön im Freitaler Johannes-May-Stadion. Nach einem Foul des Grimmaers Max Weber an Philipp Schmidt nahe der Mittellinie hat sich dieser nicht unter Kontrolle und tritt mit voller Absicht seinen Gegenspieler an die Halswirbelsäule, worauf er folgerichtig von Schiri Nico Lorenz des Platzes verwiesen wird. Was gleichbedeutend mit der Vorentscheidung der Partie ist, da sich Grimma in der Folge eine Reihe klarer Chancen erarbeitet, dabei aber stets auf der Hut vor den langen Pässen der Freitaler sein muss. Bis in der 116. Spielminute schließlich Christoph Jackisch dem Zittern ein Ende bereitet, indem er dynamisch in der Strafraum der Gastgeber eindringt, vom Freitaler Thomas Witzmann von Hinten zu Fall gebracht wird und den fälligen Foulelfmeter höchstpersönlich ins linke untere Eck des Freitaler Gehäuses setzt. (Bericht: Roger Dietze || Fotos: Karsten Hannover)

Auch U17-Junioren trotzen der Verletztenmisere
Leidgeplagt auch die U17-Junioren des FCG. Ganze sechs Ausfälle konnten die Landesligakicker am zweiten Spieltag kompensieren. Im entfernten Bischofswerda gab es - wie bereits in der Vorwoche gegen Pirna-Copitz, einen 2:1-Sieg zu feiern.

Die ebenfalls von Verletzungen heimgesuchte U19 musste sich im Landespokalspiel gegen die SG Taucha/Borsdorf knapp mit 1:0 geschlagen geben, die U15-Junioren verloren ihr Pokalspiel gegen Lok Zwickau mit 2:6.