sachsenliga | 7. spieltag



VfB Zwenkau 02 – FC Grimma 1:4 (0:1)

Zwenkau: Sudarski – F. Knezovic, Kratz, Baierlein, Ritter (ab 36. Arteaga Merchan) – Schaffranke (ab 60. Olbricht), Gläßer (ab 83. Hitzschke), Seidlitz, Schlesinger – Hinz, Jahr – Trainer: Meißner

Grimma: Evers – Radig, Schlüter, Dietrich, Ziffert (ab 76. Markus) – Tröger, Horn – Jackisch, Engler, Wiegner (ab 67. Kurzbach) – Brand (ab 79. Wedehase) – Trainer: Wohllebe

Schiedsrichter: Taugerbeck (Dresden) – Schiedsrichter-Assistenten: Wolter (Görlitz), Runge (Schöpstal) – Tore: 0:1 Brand (26.), 0:2 Jackisch(53.), 0:3, 0:4 Engler (62., Handstrafstoß – verursacht: Schlesinger, 75.), 1:4 Gläßer (79.) – Gelbe Karten: Seidlitz (Zwenkau – Foulspiel – 30.), Schlesinger (Zwenkau – Foulspiel – 47.), Kratz (Zwenkau – Meckern – 61.) – Reservebänke: Oelßner (Tor), Genzel – Birkigt (Tor), Bouamama, Schabram – Zuschauer: 101 in der Eichholz-Sportstätte zu Zwenkau

 

Zwenkau. Nach der 1:2-Heimniederlage in der Vorwoche gegen Spitzenreiter Großenhainer FV hat Sachsenligist FC Grimma nun wieder Schwung geholt und seine folgende Auswärtsaufgabe gelöst. Beim bisher punktlosen Tabellenvorletzten VfB Zwenkau gewannen die Muldestädter mit 4:1 (1:0) und konnten sich somit für den schwachen Auftritt vom letzten Samstag etwas revanchieren. Das Ergebnis im Zwenkauer Eichholz spricht eine eindeutige Sprache, der Grimmaer Pflichtsieg wurde in souveräner Art und Weise eingefahren. Nichtsdestotrotz gibt es im Team von Trainer Daniel Wohllebe weitere Steigerungsmöglichkeiten, welche in den kommenden Partien unbedingt abzurufen sind. Auch in Zwenkau waren weitere Möglichkeiten vorhanden um das Resultat noch höher zu gestalten. Defensiv ließ man recht wenig zu und agierte durchaus kompakt. Erst in der Endphase, als die Partie bereits in die eigenen Bahnen gelenkt war, waren Schaltpausen Ausgangspunkt für Zwenkauer Gelegenheiten. Nichtsdestotrotz war das Grimmaer Ziel nach der Niederlage gegen Großenhain unbedingt ein Ergebnis zu liefern, welches man nach den 90 Minuten auch tat. Nach dem kommenden spielfreien Wochenende möchte man dann im Heimspiel gegen den VfL Pirna-Copitz (Samstag, 14.10.2017 | Anstoß: 14.00 Uhr) natürlich weiter nachlegen.

Die Konstellation vor der Partie war natürlich klar. Ähnlich wie in der vergangenen Saison gingen die Grimmaer als klarer Favorit in die Begegnung in Zwenkau, wohl wissend, vor knapp einem halben Jahr an gleicher Stelle erst in den Schlussminuten ein mühevolles 1:1-Remis erreicht zu haben. Dies sollte diesmal auf keinen Fall nochmal passieren, vor allem da der FC in der Vergangenheit das eine oder andere Mal durchaus als eine Art Aufbaugegner für schwächer platzierte Mannschaften herhielt. Dementsprechend ging man von Beginn an konzentriert zu Werke und verlagerte das Geschehen frühzeitig in die Hälfte des Gegners. Wie bereits in Niesky hätte ein frühes Tor dabei das Vorgehen ungemein erleichtert, doch versemmelte Christoph Jackisch nach einem Schussversuch von

Kevin Wiegner den ersten Hundertprozenter aus Nahdistanz kläglich (8.). Zwenkau versteckte sich zwar nicht, doch blieben zwingende Offensivaktionen der Rand-Leipziger Mangelware. Die Ausnahme bildete dabei jedoch eine Einzelaktion von Jahr, der sich gegen mehrere Grimmaer durchsetzte, in Jan Evers im FC-Gehäuse allerdings seinen Meister fand (13.). Gefährlicher blieben jedoch die Gäste, auch wenn im Spiel nach vorn längst nicht alles funktionieren sollte. So hätte VfB-Abwehrspieler Baierlein mit einer Rettungsaktion um ein Haar seinen eigenen Keeper überlistet, doch verhinderte Sudarski mit letztem Einsatz den Einschlag (19.). Doch bereits kurze Zeit später sollten die Grimmaer in Front ziehen und sich damit für ihre Feldüberlegenheit belohnen. Von der rechten Seite zog Stefan Tröger die Kugel flach und scharf nach innen – Robin Brand nutzte die Konfusion im VfB-Strafraum und netzte zum 0:1 ein (26.). Dieser Treffer tat den Gästen sichtbar gut, Zwenkaus Schlussmann Sudarski musste sein ganzes Können aufbieten um einen höheren Rückstand zu verhindern. Zunächst stellte ihn Rico Engler mit einem Distanzschuss auf die Probe (32.), anschließend rettete der VfB-Keeper per Blitzreflex nach einem Schuss von Jackisch (34.). Die Muldestädter waren dem zweiten Treffer nun nah. Gut von Wiegner über links eingeleitet, sah sich Engler abermals in guter Schussposition, doch setzte er das Visier etwas zu hoch an (40.). So ging es mit der knappen FC-Führung in die Halbzeitpause.

Auch im zweiten Durchgang sollte sich am Spielverlauf nichts ändern. Grimma blieb die dominierende Mannschaft, Zwenkau kam über Ansätze nicht hinaus. Vier Minuten nach Wiederanpfiff dann der nächste Hochkaräter für die Muldestädter. Sehenswert von Jackisch über rechts eingeleitet, steuerte Wiegner allein auf Sudarski zu, doch blieb der Zwenkauer Schlussmann abermals der Sieger (49.). Wenig später war der VfB-Keeper dann jedoch machtlos. Aus halbrechter Position zog Jackisch staubtrocken ab und katapultierte das Streitobjekt zum 0:2 in die Maschen (53.). Zwenkau war damit kalt getroffen, in der Folgezeit boten sich den Wohllebe-Schützlingen weitere Gelegenheiten. Gut von Engler vorbereitet, versuchte sich Brand mit einem Heber von der Mittellinie über den etwas weit vor dem Gehäuse postierten Sudarski – Zentimeter fehlten (56.). Kurz darauf zog Engler einen Freistoß aus linker Position auf den am ersten Pfosten einlaufenden Toni Ziffert – nur im Kollektiv verhinderten die Gastgeber hier einen weiteren Einschlag (59.). Doch nur drei Minuten später sollte sich eine Art Vorentscheidung anbahnen. Ein Flankenversuch von Brand wurde von Schlesinger im Zwenkauer Strafraum mit der Hand aufgehalten – Schiedsrichter Taugerbeck (Dresden) zögerte keinen Moment und zeigte auf den ominösen Punkt. Engler ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte den Strafstoß souverän – 0:3 (62.). Damit steuerte der FC auf den zweiten Auswärtssieg der Saison zu, Jackisch traf frei vor Sudarski von halblinks den Pfosten (70.). Doch bereits mit dem nächsten Angriff sollte man das Ergebnis weiter ausbauen. Zunächst setzte sich Brand sehenswert auf der linken Außenbahn gegen Kratz durch, seinen anschließenden Querpass veredelte abermals Engler aus Nahdistanz zum 0:4 (75.). Allerdings ließ bei den Muldestädtern im Gefühl des sicheren Vorsprungs fortan die Konzentration etwas nach, in der Defensive tat sich nun die eine oder andere Lücke auf. Ein Schuss von Hinz sprang vom Innenpfosten des FC-Gehäuses ins Spielfeld zurück (71.), Gläßers Versuch wurde sichere Beute von Evers (74.), Olbrichts Schuss strich knapp vorbei (83.). Aufgrund dieser Schaltpausen kam der Zwenkauer Ehrentreffer nicht von ungefähr. Hinz tankte sich auf der rechten Seite durch, Gläßer setzte die Kugel entgegen der Laufrichtung von Evers zum 1:4 ins Netz (79.). Anschließend waren die Gäste durchaus bedacht, den alten Vier-Tore-Vorsprung wieder herzustellen, doch spielte man die sich bietenden Möglichkeiten einfach nicht konsequent zu Ende. Selbst Überzahlsituationen spielte man viel zu schlampig aus, was demzufolge ein höheres Ergebnis nicht zuließ. Engler versuchte sich nochmals aus spitzem Winkel, doch konnte sich Sudarski abermals auszeichnen (88.). Auf der Gegenseite musste Evers dann nach einem Distanzschuss von Jahr nochmals eingreifen, blitzschnell riss der Keeper die Fäuste hoch (89.).

Letztlich ein verdienter Erfolg der Muldestädter, die das erhoffte Ziel mit dem Sieg in Zwenkau erreichten.

Tom Rietzschel

 

Bericht des Gegners

Zwenkau. Während also unsere Alten Herren den Gang in die Kabine antraten, kamen ihnen die Herren der I. Mannschaft entgegen. Zu Gast im heimischen Eichholz sollte der FC Grimma als Spielverderber auftreten.

In einer ausgeglichenen ersten Hälfte, legt der FCG im zweiten Abschnitt einen Zahn zu und erhöht in 22 Minuten von 0:1 auf 0:4. Der Kopfballtreffer von Tom Gläßer zu Gunsten des Zwenkauer Torekontos war dabei nur noch Kosmetik.

Quelle: www.vfbzwenkau.de

 

Bericht der Presse

Zwenkau. Für den VfB Zwenkau gab es wieder keine Punkte, der FC Grimma gewann im Eichholz souverän 4:1.

Quelle: Frank Müller | Leipziger Volkszeitung


Bilder vom Spiel

Fotos: Karsten Hannover