Sonntag, 13. Mai 2012
0:2 - Sehr guter Auftritt, doch RB II bestraft vφllig inkonsequente Chancenverwertung
Wernesgrüner-Sachsenliga 26. Spieltag
FC Grimma RasenBallsport Leipzig II 0:2 (0:0)
Grimma: Evers Wagner, Möbius, Weber, Rückert (ab 84. Werner) Brand (ab 86. Prochazka), Kunert, Tröger, Knoof Weichert (ab 82. Jackisch), Großmann Trainer: Trommer
RB Leipzig II: Groß van den Bosch (ab 65. Neuer), Ackermann, Schmidt, Felke Laas, Oechsner Daubitz (ab 77. Dietze), Heinze, Schößler Jentzsch (ab 77. Klauss) Trainer: Vogel
Schiedsrichter: Böhmer (Gornau) Schiedsrichter-Assistenten: Jahn (Plauen), S. Fritzsch (Kürbitz) Tore: 0:1 Klauß (81.), 0:2 Schößler (90.+1) Gelbe Karten: Ackermann (RB Leipzig II Foulspiel 60.), Neuer (RB Leipzig II Foulspiel 69.), Heinze (Foulspiel 90.) Reservebänke: Schülert (Tor), Merz, Vogel Hübner (Tor), Jaworski, Stapel, Seitz Zuschauer: 100 im Stadion der Freundschaft zu Grimma
Grimma. Niederlagen tun allgemein weh doch so eine umso mehr. Sachsenligist FC Grimma war gegen eine nahezu unter Profibedingungen trainierende und personell aufgestellte Mannschaft von RasenBallsport Leipzig II über 90 Minuten die klar bessere Mannschaft, erspielte sich sehenswerte Möglichkeiten, machte vielleicht sein bestes Heimspiel der Rückrunde und verlor mit 0:2 (0:0). Eine absolut völlig unnötige und in dieser Saisonphase extrem schmerzhafte Heimniederlage. Hier war absolut mehr drin. Der Mannschaft ist aber auch kein Vorwurf zu machen, man machte nahezu alles richtig. Eines brach dem Team jedoch das Genick: Die Chancenverwertung. Aus der Vielzahl der sich bietenden Gelegenheiten müssen gegen Mannschaften wie RB II einfach Tore erzielt werden, sonst wird das bitter bestraft. Und wie weh das tut hat die Elf von Trainer Uwe Trommer am Wochenende erfahren müssen.
Von Beginn an waren die Gastgeber hellwach. Läuferisch und kämpferisch absolut top drauf, bot man dem Favoriten frühzeitig Paroli. Schnell unterbanden die Grimmaer jegliches Kombinationsspiel der technisch starken Roten Bullen war der Erste ausgespielte, war der Nächste schon da. Die Gäste hatten jedoch die erste Möglichkeit als Daubitz nach einem Getümmel im FC-Strafraum das kurze Eck verfehlte (9.). Doch mehr und mehr bestimmten die Muldestädter in der Folgezeit die Partie. Immer wieder gelang es nach den Ballgewinnen vor dem gegnerischen Tor Alarm zu schlagen. Die erste Möglichkeit bereitete der allzu auffällige Brand von der rechten Seite vor, doch nach dessen flacher Eingabe kam Knoof im Getümmel etwas zu spät (18.). Wenig später fand ein Tröger-Eckball von Kopf des aufgerückten Innenverteidigers Weber, doch trudelte die Kugel knapp am langen Eck vorbei (29.). Die Gäste zeigten sich schon etwas verwundert über den couragierten Auftritt der Grimmaer. So musste schon ein Distanzschuss von Felke herhalten um für Gefahr zu sorgen (31.). Knapper wurde es schon als Evers im FC-Kasten einen abgefälschten Schuss von Schößler parierte (39.). Dagegen hatten die Hausherren vor dem Seitenwechsel die besseren Chancen. Nach einem Fehler von Ackermann lief Großmann allein auf das RB-Tor zu, doch konnte er Groß nicht überwinden (32.). Wenige Sequenzen vor dem Halbzeitpfiff lief Rückert am langen Pfosten perfekt in eine Flanke von Brand auch hier trudelte der Ball um Zentimeter am Kasten vorbei (45.).
Auch die zweiten 45 Minuten blieben extrem abwechslungsreich, in denen Grimma weiterhin die bessere Mannschaft blieb. Dennoch deutete RB seine Torgefahr an, als Möbius einen Freistoß von Heinze von der Linie köpfte (47.) und ein Schuss von Jentzsch über den Querbalken zischte (49.). Doch es blieb dabei die besseren Torgelegenheiten hatten zweifellos die Muldestädter, obwohl es eigentlich schon erstaunlich war wie viel Möglichkeiten man gegen diese Mannschaft überhaupt besaß. Dass man jedoch dann auch welche nutzen sollte, liegt in der Natur der Sache. Einen Knoof-Einwurf nahm Weichert direkt, doch Groß reagierte sehenswert (49.). Wenig später war Brand auf der rechten Seite frei durch, traf jedoch nur den Außenpfosten (53.). Es spielte nur Grimma, doch wollte man sich einfach nicht belohnen. Erst zielte Großmann nach guter Vorarbeit von Tröger knapp drüber (55.). Anschließend lief Tröger nach einem langen Pass von Rückert allein auf Groß zu und konnte ihn ebenfalls nicht überwinden, da er sich im entscheidenden Moment den Ball zu weit vorlegte (58.). Auch Brand machte es kurze Zeit später nicht besser, als sein abgefälschter Ball ebenfalls das Tor verfehlte (61.). Es war zeitweise kein Pech mehr, manchmal konnte man es schon als Unvermögen bezeichnen. RB blieb dadurch natürlich im Rennen. Erst verfehlte Jentzsch nach einem Freistoß von Laas per Kopf knapp das Ziel (73.), danach wurde ein Treffer von Dietze aufgrund einer Abseitsstellung nicht anerkannt (79.). Doch nur zwei Minuten stellten die Roten Bullen das gesamte Spielgeschehen auf den Kopf und bestraften so die inkonsequente Grimmaer Chancenverwertung. Trotz Überzahlsituation gelang es den Einheimischen mehrfach nicht, den Ball nach einem weiten Ball aus der Gefahrenbereich zu klären. Klauß nahm die Einladung dankend an und drosch die Kugel zum 0:1 ins Netz (81.). Natürlich saß der Schock tief, doch rannten die Gastgeber weiter unermüdlich an. Dennoch gelang es einfach nicht für den ersehnten Torerfolg zu sorgen. Auch nicht als ein Kopfball von Weber auf der Torlinie von einem Abwehrspieler der Bullen aufgehalten wurde (90.). Die Gäste machten dagegen kurz vor Schluss Nägel mit Köpfen. Bei einem Grimmaer Eckball tauchte Schlussmann Evers mit vorn auf, nach dem Ballgewinn konterte RB blitzschnell wobei Schößler wenig Mühe hatte den Ball ins verwaiste FC-Tor zum 0:2-Endstand zu schieben (90.+1).
Tom Rietzschel
Sonntag, 6. Mai 2012
Richtige Reaktion gezeigt - 1:0 (0:0)-Erfolg in Neugersdorf
Wernesgrüner-Sachsenliga 25. Spieltag
FC Oberlausitz Neugersdorf FC Grimma 0:1 (0:0)
Neugersdorf: Zelenka Kolan, Berg, Fröhlich, Hensel Hädrich, Rozmajzl, Uhlig, Maiwald (ab 69. Heimlich) Bene (ab 60. Höer), Hentschel Trainer: Weidner
Grimma: Evers Wagner, Möbius, Weber, Rückert Brand (ab 71. Jackisch), Tröger, Kunert, Knoof Weichert (ab 82. Prochazka), Großmann (ab 89. Merz) Trainer: Trommer
Schiedsrichter: Schönfelder (Niederwürschnitz) Schiedsrichter-Assistenten: Krämer (Thurm), Kosmale (Zwickau) Tor: 0:1 Tröger (51., Handstrafstoß herausgeholt: Weichert) Gelbe Karten: Uhlig (Neugersdorf Unsportlichkeit 90.) Reservebänke: Pöschmann (Tor), Schubert, Thomas Schülert (Tor), Vogel besondere Vorkommnisse: Spiel wurde wegen starker Hagelschauer für 25 Minuten unterbrochen (78.) Zuschauer: 94 in der ENSO-Oberlausitz-Arena zu Neugersdorf
Neugersdorf. Puuh, war das wichtig! Nach der teilweise desaströsen Vorstellung im Heimspiel gegen Bischofswerda hat Sachsenligist FC Grimma die richtige Reaktion gezeigt und Wiedergutmachung betrieben. Im ersten von fünf Abstiegsendspielen siegten die Muldestädter beim FC Oberlausitz Neugersdorf mit 1:0 (0:0) und halten sich damit die Chance auf den Klassenerhalt weiter offen. In einer vom Kampf geprägten Partie war es Stefan Tröger, der mit einem verwandelten Handstrafstoß den Sieg für die Grimmaer sicherstellte (51.). Auch von einer 25-minütigen Spielunterbrechung wegen kräftiger Hagelschauer ließ man sich nicht aus der Bahn werfen (78.) und siegte aufgrund des größeren Willens verdient. Damit hat man sich für das kommende Heimspiel gegen RB Leipzig II etwas Selbstvertrauen erarbeitet, auch wenn die Aufgabe im Stadion der Freundschaft gegen die wiedererstarkten Roten Bullen sehr schwer wird.
Von Beginn an war bezüglich der Einstellung eine ganz andere Elf als zuletzt gegen Bischofswerda zu sehen. Endlich war wieder eine Einheit zu sehen, die sich gegenseitig anfeuerte, wo der Eine für den Anderen lief und den Gegner sofort Paroli bot. Spielerisch besitzt natürlich die Elf noch weitere Reserven, doch kämpferisch setzte man in dieser wichtigen Begegnung schon Maßstäbe. Da auch Neugersdorf zurzeit durchaus spielerische Probleme hat, entwickelte sich von Anfang an eine kämpferische Partie. Grundlage bei den Muldestädtern war eine souveräne Hintermannschaft, wobei der Abwehrarbeit schon vorbildlich bei den Stürmern begann. Aus dem Spiel heraus konnten sich die Gastgeber kaum Möglichkeiten erarbeiten, Gefahr erzeugte einzig Hensel mit seinen gefährlichen Standards. Uhlig setzte zwar das erste Neugersdorfer Achtungszeichen, doch setzte er seinen Distanzschuss weit am Tor vorbei (6.). Doch auch die Grimmaer versteckten sich keineswegs. Wagner bedrohte als Erster den FCO-Kasten, verfehlte diesen jedoch knapp (5.). Näher dran war wenig später dann Großmann, der nach einer lang gezogenen Flanke von Rückert per Kopf nur die Querlatte traf (16.). Auch bei Webers Kopfball nach vorherigem Knoof-Freistoß fehlte nicht viel (18.). Auf der Gegenseite fand ein Hensel-Eckball den Kopf des tschechischen Stürmers Bene, doch brauchte Evers im Gäste-Tor hier nicht eingreifen (17.). Dennoch hatten die Gäste die etwas besseren der beidseitig seltenen Gelegenheiten. Nach gutem Zusammenspiel mit Wagner fand sich Tröger in guter Schussposition, doch zischte sein Schuss über den Querbalken (29.). Einmal passte man jedoch im Defensivverbund nicht auf, so dass Hädrich auf rechts plötzlich frei durch war, diese gute Möglichkeit jedoch nicht nutzen konnte (32.).
Auch im zweiten Durchgang setzte sich die kämpferisch starke und äußerst disziplinierte Vorstellung der Grimmaer fort. Man verbiss sich regelrecht im Gegner und erkannte diese riesige Möglichkeit in der Oberlausitz etwas Zählbares mitnehmen zu können. Und fünf Minuten nach dem Wechsel hatte man die große Gelegenheit die Ampel auf Grün zu stellen. Nach einem Durcheinander im Strafraum der Gastgeber zog Weichert blitzschnell ab, wobei ein FCO-Abwehrspieler nur durch ein Handspiel den Torerfolg verhindern konnte. Schiedsrichter Schönfelder (Niederwürschnitz) zögerte keine Sekunde und zeigte unter Protesten der Einheimischen auf den Punkt. Kapitän Tröger ließ sich die Chance nicht entgehen und drosch die Kugel zum 0:1 ins Netz (51.). Neugersdorf antwortete mit wütenden Gegenangriffen, wobei die Bälle jedoch meist planlos hoch ins Sturmzentrum geschlagen wurden. Da musste wiedermal ein Freistoß von Hensel herhalten um Torgefahr zu erzielen. Doch Evers ließ sich von dem abgefälschten Ball nicht überraschen (54.). Die Gastgeber rannten weiter an, doch standen die Grimmaer in der Defensive weiterhin äußerst kompakt und ließen absolut nichts zu. Stattdessen hätten die Trommer-Schützlinge Mitte der zweiten 45 Minuten den Deckel drauf machen können. Nach einem Tröger-Eckball lief Möbius perfekt ein, doch verfehlte sein Kopfball knapp das Ziel (70.). Dann wurde es auf einmal richtig schwarz in der Neugersdorfer ENSO-Oberlausitz-Arena. Neben gewaltigen Regenfällen zog nebenbei noch ein leichtes Gewitter auf. Als dann jedoch noch tennisballgroße Hagelkörner in rauen Mengen vom Himmel kamen, musste die Begegnung vom Referee natürlich unterbrochen werden (78.). Nach einer 25-minütigen Unterbrechung konnte dann endlich weiter gespielt werden, wobei die Muldestädter von ihrer sehr disziplinierten Linie auch in den letzten zwölf Minuten nicht abkamen. Sehr aufopferungsvoll verteidigte man das eigene Tor, den Oberlausitzern fiel absolut nichts ein. Zwar versuchte sich abermals Hensel mit einem Freistoß, doch blieb Evers im Grimmaer Kasten hellwach und sicherte somit diesen wichtigen Auswärtssieg (85.), der im Abstiegskampf weitere Kräfte freisetzen dürfte.
Tom Rietzschel
Sonntag, 29. April 2012
Vorstellung wirft einige Fragen auf - 0:2 (0:2)-Heimniederlage gegen Bischofswerda
Wernesgrüner-Sachsenliga 24. Spieltag
FC Grimma Bischofswerdaer FV 08 0:2 (0:2)
Grimma: Evers Vogel (ab 46. Brand), Möbius, Weber, Rückert Kunert, Knoof Wagner (ab 44. Großmann), Jackisch, Hannover (ab 67. Prochazka) Tröger Trainer: Trommer
Bischofswerda: Keller Herrmann, Kubik, Rohmann, Schmidt Vogt, Küttner, Gries, W. Richter (ab 88. Syrotuk) Chalupa (ab 78. Talke), Ranninger (ab 46. Herzog) Trainer: Müller
Schiedsrichter: Bartsch (Leipzig) Schiedsrichter-Assistenten: Wadewitz, Thieme (beide Leipzig) Tore: 0:1 Chalupa (4.), 0:2 Gries (20.) Gelbe Karten: Kunert (Foulspiel 44.), Möbius (Foulspiel 52.) Reservebänke: Schülert (Tor), Merz, Weichert P. Richter (Tor) Zuschauer: 90 im Stadion der Freundschaft zu Grimma
Grimma. Die Alarmglocken schrillen an der Mulde! Die Luft für den FC Grimma in der Sachsenliga wird immer dünner. Nach dem 0:2 (0:2) im Heimspiel gegen den Bischofswerdaer FV setzte es für die Muldestädter die dritte Niederlage in Folge, so dass man auf dem drittletzten Platz, was der direkte Abstieg zur Folge hätte, stecken bleibt. Weiterhin ist der Abstand zum Tabellendreizehnten VFC Plauen II nun auf fünf Punkte angewachsen, da die Vogtländer ihr Heimspiel gegen Neugersdorf mit 2:1 gewann. Stattdessen müssen sich einige Grimmaer Akteure die Frage stellen, ob sie den Ernst der prekären Situation überhaupt begriffen haben und wissen worum es hier eigentlich geht. Wenn es nach den ersten 45 Minuten konnte man dies nicht unbedingt erkennen.
Was die Mannschaft in der ersten Halbzeit zeigte, hatte allenfalls Kreisklassenniveau. Von Beginn an fehlte es an den Grundelementen wie Laufbereitschaft, Willensstärke, Spielwitz und Mut. Unerklärliche Fehlpässe im Aufbauspiel, Missverständnisse und diverse technische sowie taktische Unzulänglichkeiten prägten das Grimmaer Spiel. Alles das, was man sich im Vorfeld ausmalte, ging völlig in die Hose. Keine Aggressivität, kein Zweikampfverhalten, keine Kampfkraft all diese Dinge, welche im Abstiegskampf unabdingbar sind, waren überhaupt nicht zu sehen. Die Leistung in der ersten Hälfte war schlichtweg katastrophal und eines Landesligisten nicht würdig! Hierbei kann man sich nur bei den anwesenden Zuschauern entschuldigen! Mit einer solchen Vorstellung wird man das Ziel Klassenerhalt mit Sicherheit nicht realisieren können.
Bereits nach vier Minuten war jegliches taktisches Konzept über den Haufen geworfen. Nach mehreren Unzulänglichkeiten im Grimmaer Abwehrverbund fand Ranningers Flanke von der linken Seite genau den Kopf des einlaufenden Chalupa welcher völlig unbedrängt Evers aus Nahdistanz keine Chance ließ 0:1 (4.). Der Schock saß tief beim FC Bischofswerda, die mit einem Auswärtssieg den Klassenerhalt so gut wie perfekt machen konnte, kannte keine Gnade. Nach einem abgefangenen Grimmaer Eckball schaltete man blitzschnell um. Vogt flankte von der linken Seite scharf nach innen Gries hielt den Kopf hin und schon stand es 0:2 (20.). Auch in der Folgezeit dominierte Bischofswerda klar das Geschehen, die Gastgeber brachten offensiv nichts zustande. Spielerisch ohne Akzente setzend, erwiesen sich die planlosen hohen Bälle in den BFV-Strafraum wiederum als völliges untaugliches Mittel. Einzig Jackisch setzte mit einem Distanzschuss eine Duftmarke und prüfte damit Keller im Tor der Oberlausitzer (25.). Ansonsten konnte keiner aber auch wirklich keiner sein wahres Leistungspotenzial abrufen. Eine Ausnahme gab es jedoch: Stefan Tröger. Wie der Kapitän, diesmal im Sturm aufgeboten, an den Ketten zerrte, lange Wege ging und die Bischofswerdaer Hintermannschaft immer wieder beschäftigte, war beispielhaft. Er war es auch, der eine weitere Möglichkeit für die Muldestädter besaß, doch unter Bedrängnis verfehlte er hauchdünn das BFV-Tor (32.). Die Gäste agierten so, wie es die Einheimischen vorhatten. Aggressiv, läuferisch gut und mit Spielwitz agierend, kamen die Oberlausitzer immer wieder vor das Grimmaer Tor. Richter war es, der zweimal das FC-Gehäuse bedrohte, doch verfehlte er beide Male das Ziel (27., 44.+4).
Im zweiten Durchgang wurde das Grimmaer Spiel dann etwas besser. Endlich traute man sich mehr zu, mit den Einwechslungen von Robin Brand und René Großmann kam deutlich mehr Schwung ins Spiel der Muldestädter. Nach einem gut vorgetragenen Angriff kam Brand plötzlich in Schussposition, doch ließ sich Keller nicht überraschen (50.). Wenig später tanzte die Kugel nach einem Jackisch-Schuss auf der Lattenoberkante (53.), Trögers Linksschuss prallte vom Pfosten ins Spielfeld zurück (63.). Bischofswerda schaltete in der zweiten Halbzeit zwar einen Gang zurück, doch blieben die Oberlausitzer immer gefährlich. Einen Schuss von Gries meisterte Evers (70.), ein Heber von Küttner landete auf dem Netz (74.). Die Grimmaer mühten sich zwar in den zweiten 45 Minuten, doch blieb man vor dem gegnerischen Tor weiterhin glücklos. Der eingewechselte Prochazka hatte zum Abschluss zwei gute Gelegenheiten. Zuerst strich ein Flachschuss knapp am Tor vorbei (79.), danach verfehlte er nach einer Kopfballverlängerung von Weber mit einem Fallrückzieher den Kasten (86.). Trotz alledem verdiente sich Bischofswerda die drei Punkte voll und ganz. Talke hatte sogar kurz vor Schluss noch die Möglichkeit zu erhöhen, doch strich sein Schuss knapp über den Querbalken (90.+2).
Tom Rietzschel
Sonntag, 22. April 2012
Chancenverwertung eine Katastrophe - 0:1 in Hohenstein-Ernstthal
Wernesgrüner-Sachsenliga 23. Spieltag
VfL 05 Hohenstein-Ernstthal FC Grimma 1:0 (1:0)
Hohenstein-Ernstthal: Grabowski Enold, Schütz (ab 46. Colditz), Liebold, Kubatzky Heßmann (ab 77. Schneider), Grandner, Schönwald, Freidgeim Benduhn, Blankenburg (ab 67. Helbig) Trainer: Günther
Grimma: Evers Vogel (ab 80. Weichert), Möbius, Weber, Rückert Tröger, Kunert Wagner, Jackisch, Knoof Großmann Trainer: Trommer
Schiedsrichter: Wehnert (Haselbachtal) Schiedsrichter-Assistenten: Gries (Bretnig), Müller (Cunewalde) Tor: 1:0 Schütz (18.) Gelbe Karten: Grandnder (Unsportlichkeit 73.) Knoof (Foulspiel 73.), Jackisch (Foulspiel 85.), Möbius (Foulspiel 88.) Reservebänke: Pohl (Tor), Fichtelmann Schülert (Tor), Merz, Brand, Hannover, Prochazka Zuschauer: 295 in der Pfaffenberg-Sportstätte zu Hohenstein-Ernstthal
Hohenstein-Ernstthal. Eine bittere weil völlig unnötige 0:1-Niederlage handelte sich Sachsenligist FC Grimma in seiner Auswärtspartie beim VfL 05 Hohenstein-Ernstthal ein. Somit verpasste man damit wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt zu holen, welche die Mannschaft von Trainer Uwe Trommer dringend benötigt hätte. Den Grund für diese Niederlage muss die Truppe jedoch nur bei sich selbst suchen, da jede Menge Chancen für einen Remis, geschweige sogar für einen Auswärtssieg vorhanden waren. Doch belohnte sich die Elf für ihren Aufwand vor allem in den zweiten 45 Minuten einfach nicht, da die Chancenverwertung eine absolute Katastrophe war. Zumal es sich die Muldestädter in ihrer aktuellen Situation eigentlich überhaupt nicht leisten können, die Punkte einfach so fahrlässig liegen zu lassen.
Dabei kamen die Grimmaer äußerst schwer in die Begegnung. Die Gastgeber, die sich nach einem 2:1-Erfolg über den VFC Plauen für das Endspiel im sächsischen Landespokal qualifiziert haben, diktierten zunächst das Geschehen. Bereits nach wenigen Sekunden musste Grimmas Schlussmann Evers gegen den völlig frei vor ihm auftauchenden Grandner erstmal beherzt eingreifen (1.). Die Gäste blieben zunächst viel zu passiv und reserviert. Viel zu oft wurden im Vorwärtsgang zu einfach die Bälle verloren, was den Einheimischen immer wieder Räume bot. So kam der Führungstreffer für die Karl-May-Städter nicht von ungefähr. Einen zu kurz abgewehrten Ball flankte Freidgeim wieder gefährlich in den Grimmaer Strafraum, wo gleich mehrere Akteure völlig ungehindert in den Ball hineinlaufen konnten. Schließlich war es Schütz, der sich die Gelegenheit nicht entgehen ließ und zum 1:0 einköpfte (18.). Auch in der Folgezeit hatten die Grimmaer im Offensivspiel große Probleme und in der Defensive ordentlich zu tun. So zischte beispielsweise ein Distanzschuss von Schönwald knapp am Tor vorbei (22.). Erst nach etwa einer halben Stunde wurde das Spiel der Gäste langsam besser. Fortan ging man beherzter in die Zweikämpfe und verlagerte das Geschehen mehr und mehr in die Hälfte des VfL. Nachdem sich Jackisch auf der linken Seite entschlossen durchsetzte, holte Kubatzky dessen Schuss für den bereits geschlagenen Schlussmann Grabowski von der Torlinie (30.). Kurz vor der Halbzeit hatte man im Grimmaer Lager dann den Torschrei auf den Lippen, doch Grabowski kratzte den abgefälschten Freistoß von Jackisch reaktionsstark aus der Ecke (41.).
Mit Beginn der zweiten 45 Minuten sahen die Zuschauer dann jedoch eine deutlich engagiertere Grimmaer Mannschaft. Man war von Beginn an hellwach und drängte die Einheimischen frühzeitig in deren Hälfte. Chancen erarbeitete man sich zwangsläufig. Zunächst spritzte Großmann in einen zu kurzen Rückpass von Colditz, doch war Schlussmann Grabowski einen Schritt schneller (46.). Wenig später wurde abermals Großmann von Tröger perfekt in Szene gesetzt und hatte nur noch Grabowski vor sich, doch setzte er den Heber etwas zu hoch an (51.). Die Muldestädter diktierten nun eindeutig das Geschehen, Hohenstein-Ernstthal fand sich nur noch in der Defensive wieder. Ein als Flanke gedachter Ball von Vogel senkte sich gefährlich auf das Tor der Karl-May-Städter, doch ließ sich Grabowski erneut nicht überraschen (55.). Grimma drängte und drückte, doch wollte der ersehnte und wichtige Ausgleich einfach nicht fallen. Tröger scheiterte zunächst an der vielbeinigen Hintermannschaft, den Abpraller konnte Jackisch nicht nutzen und blieb im Duell gegen Grabowski nur zweiter Sieger (62.). Wenig später lag der Ball dann nach einem Abstauber von Großmann im Tor des VfL, doch hatte Assistent Gries eine Abseitsposition gesehen, so dass Schiedsrichter Wehnert (Haselbachtal) dem Treffer die Anerkennung verweigerte (64.). Nur ganz selten konnten sich die Gastgeber aus der Umklammerung befreien. Einzig ein Schuss von Freidgeim sowie ein Helbig-Kopfball bedrohten Evers-Tor, doch musste der Schlussmann hier nicht eingreifen (58., 73.). Es spielte nur noch der FC Grimma, die restlichen Minuten wurden zum Spiel auf ein Tor. Doch konnten die Gäste auch beste Möglichkeiten nicht verwerten. Nach einem Eckball von Knoof segelte die Kugel vorbei an Freund und Feind durch den ganzen Fünf-Meter-Raum Möbius zeigte sich schlussendlich zu überrascht um die Kugel ins Tor zu drücken (77.). Natürlich hatte man sich den Ausgleich wenn nicht sogar noch mehr mittlerweise absolut verdient, doch verpasste man es einfach sich selbst zu belohnen. Ein Freistoß von Jackisch verursachte reichlich Tumult im Fünf-Meter-Raum des VfL, doch leider fand sich kein Grimmaer Abnehmer um davon Profit zu schlagen (87.). Die Gäste stürmten mit Mann und Maus, doch als Möbius auch den letzten Schuss am Kasten des VfL vorbei setzte (90.+3), hatte diese äußerst bittere 0:1-Niederlage am Sachsenring Gewissheit.
Tom Rietzschel
Dienstag, 17. April 2012
Ganz schwache Vorstellung - Grimma unterliegt Chemie Leipzig verdient mit 1:3 (0:1)
Wernesgrüner-Sachsenliga 22. Spieltag
FC Grimma BSG Chemie Leipzig 1:3 (0:1)
Grimma: Evers Wagner, Vogel, Weber, Brand (ab 66. Rückert) Kunert, Tröger Jackisch, Knoof, Prochazka (ab 66. Hannover) Großmann (ab 66. Weichert) Trainer: Trommer
Chemie Leipzig: Rudolf Paulus (ab 30. Korndörfer), Portleroy, Rieger, Gerber Schammer, Schlüchtermann, Schilling, Lee Gandaa (ab 63. Staigys) von der Weth, Hönemann Trainer: Behring
Schiedsrichter: Wirth (Zwickau) Schiedsrichter-Assistenten: Junghof (Chemnitz), Seidl (Langenbernsdorf) Tore: 0:1 Hönemann (16.), 0:2, 0:3 von der Weth (57., 59.), 1:3 Hannover (77.) Gelbe Karten: Rückert (Foulspiel 80.) Gerber (Foulspiel 55.) Reservebänke: Schülert (Tor), Merz, Jungmichel, Engel Lippmann (Tor) Zuschauer: 502 im Stadion der Freundschaft, Grimma
Grimma. Nach zwei Siegen in Folge fand die kleine Serie des Sachsenligisten FC Grimma ein jähes Ende. Nach einer äußerst schwachen Vorstellung unterlagen die Muldestädter der BSG Chemie Leipzig vor heimischer Kulisse mit 1:3 (0:1) und konnten somit die Chance nicht nutzen, an der II. Mannschaft des VFC Plauen in der Tabelle vorbei zu ziehen und damit auf Tabellenposition 13, welche dem Nichtabstieg garantiert, zu springen. Dies hätte man nach den 90 Minuten aber auch überhaupt nicht verdient gehabt, der Leipziger Sieg ging auch in dieser Höhe vollauf in Ordnung.
Nach den Erfolgen in Oelsnitz (5:0) und gegen Plauen II (2:1) hatten sich die Trommer-Schützlinge auch für diese Partie eminent viel vorgenommen. Schließlich hatte man auch noch eine Rechnung bezüglich der 0:7-Klatsche aus dem Hinspiel zu begleichen. In den ersten zehn Minuten machten die Einheimischen das eigentlich ganz ordentlich. Man setzte die Gäste bereits frühzeitig unter Druck ohne sich jedoch zwingende Tormöglichkeiten erspielen zu können. Die Ausnahme bildete da ein Freistoß von Knoof welchen Rudolf im Chemie-Kasten aber vor keine großen Probleme stellte (14.). Quasi im Gegenzug gingen die Gäste mit ihrem ersten konstruktiven Angriff gleich in Führung. Nach einer flachen Eingabe von der Weths nutzte Hönemann den Stellungsfehler von Vogel und netzte aus Nahdistanz zum 0:1 ein (16.).
Danach verfiel die Mannschaft zeitweise in den Trott wie in Teilen der Hinrunde, der Schock saß richtig tief. Spielerisch blieb man vieles schuldig. Immer wieder wurden die Bälle hoch und weit geschlagen, wo gegen die kompakte Hintermannschaft der Leutzscher kein Kraut gewachsen war. Und defensiv klafften bei den Grimmaern immer wieder Löcher wie man sie teilweise oft in der ersten Halbserie der Meisterschaft sehen musste. Chemie wirkte spritziger, lauffreudiger und vor allem zweikampfstärker. Zudem hatten die Gäste mit Hönemann und von der Weth zwei extrem bewegliche Stürmer, welche die Grimmaer Defensive immer wieder vor arge Probleme stellte. Nach einer Strafraumattacke von FCG-Schlussmann Evers an Torschütze Hönemann wartete der lautstarke Chemie-Anhang zu recht auf den Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Wirth (Zwickau), welcher jedoch zur allgemeinen Überraschung ausblieb (31.). Wenig später hatten die Gastgeber wiederum Glück als sich ein Pressschlag zwischen Evers und Schlüchtermann knapp über das Gestänge senkte (33.). Die Gastgeber hatten im Abwehrverbund riesige Probleme und hatten Fortuna auf ihrer Seite, dass die Leutzscher nicht noch vor dem Pausenpfiff erhöhten. Abermals war es Hönemann, der das sichere 0:2 vergab nachdem von der Weth diese Möglichkeit prima eingeleitet hatte (45.).
Auch im zweiten Durchgang wurde das Spiel der Muldestädter nicht besser. Bereits wenige Minuten nach Wiederanpfiff hatten die Gäste-Fans bereits den Torschrei auf den Lippen. Von der Weth flankte von der linken Seite genau auf den Kopf von Hönemann, doch konnte Evers mit einem schier sensationellen Reflex das sichere 0:2 verhindern (48.). Die mangelnde Chancenverwertung hätte für Leutzscher gewiss zum Problem werden können und hätte sich auch um ein Haar gerächt. Großmann hatte nach einem Getümmel im Chemie-Strafraum die große Gelegenheit zum Ausgleich, doch schoss er die Kugel aus Nahdistanz etwas überhastet flach am langen Pfosten vorbei (54.).
Wer dachte, diese Möglichkeit sollte eine Art Initialzündung für die Einheimischen darstellen, wurde bitter enttäuscht. Wenig später erhöhte der Gast auf 0:2. Nachdem sich Schammer auf der rechten Seite viel zu einfach durchsetzen konnte, verwertete von der Weth dessen Rückpass per Flachschuss zum zweiten Leipziger Treffer (57.). Zwei Minuten später dann die endgültige Entscheidung. Erneut war es von der Weth, der aus halbrechter Position abzog und die Kugel leicht abgefälscht unhaltbar zum 0:3 im langen Eck einschlug (59.). Das Spiel war nun natürlich gelaufen, die Gastgeber waren an diesem Tag absolut nicht in der Lage, die Partie noch zu drehen. Stattdessen hatte von der Weth sogar den vierten Leutzscher Treffer auf dem Fuß, doch strich sein Schuss knapp am Tor vorbei (73.).
Erst in der Schlussviertelstunde hatten die Gäste dann ein leichtes Einsehen und agierten fortan etwas sorglos. Die Einheimischen nutzten dies um das Ergebnis etwas freundlicher zu gestalten. Nach einem Einwurf von Knoof lenkte Weber per Kopf die Kugel an die Querlatte Hannover nahm den Abpraller auf und drückte das Streitobjekt zum 1:3 über die Linie (77.). Mehr gelang den Trommer-Schützlingen jedoch nicht, auch wenn Chemie in der Schlussphase nicht mehr als nötig machte. Zwar hätte Kunert abermals verkürzen können, doch strich sein Schuss über den Querbalken (86.).
Letztlich blieb ein völlig verdienter und ungefährdeter Auswärtssieg von Chemie Leipzig bei einer Grimmaer Mannschaft, die sich in den folgenden Begegnungen anders präsentieren muss, will man das große Ziel Klassenerhalt erreichen. Die nächste Möglichkeit bietet sich da schon am Samstag wenn man um 15.00 Uhr beim VfL 05 Hohenstein-Ernstthal antreten muss.
Tom Rietzschel



